Vielfalt auf meinem Betrieb

Kostenlose Betriebsgespräche
„Vielfalt auf meinem Betrieb –
von Bäuerin zu Bäuerin, von Bauer zu Bauer“

Anrechenbar für die verpflichtende Weiterbildung UBB und BIO (3 UE)!!

Folder Vielfalt auf meinem Betrieb als pdf

AKTUELL:
Ausstellungseröffnung „Vielfalt auf meinem Betrieb“ am Freitag, 12. Oktober im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus!
In ganz Österreich wurden 80 landwirtschaftliche Betriebe von geschulten BerufskollegInnen besucht und die Vielfalt rund um den Betrieb, von Grünland über Streuobst bis zur Hofstelle, dokumentiert.
Das Ergebnis ist eine bunte, beeindruckende Vielfalt an Betriebsportraits, die in der Ausstellung gezeigt werden.
Einladung zur Ausstellung Vielfalt auf meinem Betrieb am 12. Oktober ´2018 [pdf]
Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos, geöffnet vom 15. Oktober bis 23. November.

Liegengelassene Holz- und Reisighaufen, vergessene Winkel mit wucherndem Altgras und Brennesseln rund um den Hof, alte Obstbäume, Streuobstwiesen, Trocken­steinmauern, selten gemähte Böschungen, extensive Wiesen und Hutweiden, Hecken, Feldgehölze, Raine etc. sind (noch) auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben zu finden.

Foto: ÖKL

Diese oftmals nicht beachteten, ertragsarmen bzw. als „schlampert“ angesehene Teile des landwirtschaftlichen Betriebes sind Lebensraum und Rückzugsort für viele Tier- und Pflanzenarten. Die Erhaltung dieser Vielfalt ist für uns alle überlebenswichtig, denn wir brauchen z.B. eine Vielzahl von Insekten zur Bestäubung unserer Nutzpflanzen. So leben viele Wildbienenarten in den oben aufgezählten Lebensräumen und kaum jemand weiß, dass eine Mauerbiene die gleiche Bestäubungsleistung hat wie 120 Honigbienen!
Die Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Vielfalt und hat eine große Verantwortung, wenn es darum geht, das Überleben vieler Tier- und Pflanzenarten zu sichern.

Betriebsgespräche „Vielfalt auf meinem Betrieb – von Bäuerin zu Bäuerin, von Bauer zu Bauer“

Im Pilotprojekt „Vielfalt auf meinem Betrieb“ haben interessierte Bäuerinnen und Bauern die Möglichkeit, ihre Vielfalt auf dem Betrieb herzuzeigen und mit den speziell geschulten Vermittlerbauern und -bäuerinnen über mögliche Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt zu diskutieren. Mit dem Projekt möchten wir die Biodiversität – also die Vielfalt – rund um den Betrieb zum Gesprächsthema unter Bauern und Bäuerinnen machen und ein Netzwerk an engagierten BiodiversitätsbotschafterInnen in ganz Österreich aufzubauen.

Gemeinsam mit den Vermittlerbauern und -bäuerinnen wird der eigene Betrieb bei einem Rundgang mit „neuen Augen“  betrachtet. Es wird gezielt über jene Besonderheiten und Lieblingsplätze gesprochen, die für die Artenvielfalt wichtig und deswegen erhaltenswert sind. Es wird auch darüber gesprochen, was noch möglich ist oder welche Fördermaßnahmen es vielleicht gibt.

Beim Betriebsgespräch wird die gesamte Vielfalt am Betrieb betrachtet: Vom Grünland, Acker und Streuobst bis hin zur Hofstelle und dem Wein- oder Obstgarten kann hier alles dabei sei. Es gibt fast überall ein vielfältiges Fleckerl Natur zu finden. Es geht darum, gemeinsam zu schauen, welche Vielfalt und welche Potenziale es rund um den Betrieb gibt, was davon besonders und wertvoll ist. Im Vordergrund steht ein Erfahrungsaustausch ohne Verpflichtungen von Bauer zu Bauer, wie man Vielfalt im betrieblichen Alltag erhalten kann.

Jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer erhält nach dem gemeinsamen Rundgang ein buntes, individuelles Plakat zur sowie eine  Mappe mit interessanten Informationen rund um das Thema „Vielfalt auf meinem Betrieb“ zur Verfügung gestellt.

Das Projekt „Vielfalt auf meinem Betrieb“

Foto: ÖKL

Im Rahmen einer österreichweiten Schulung „Vielfalt auf meinem Betrieb“ des Österreichischen Kuratoriums für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL) wurden in ganz Österreich 40 Biodiversitätsvermittlerbauern und – bäuerinnen ausgebildet. Die TeilnehmerInnen haben sich in den 4 Ausbildungstagen intensiv mit der Biodiversität rund um den landwirtschaftlichen Betrieb beschäftigt. Die Absolventen besuchen im Pilotprojekt „Vielfalt auf meine Betrieb – von Bauer zu Bauer“ ab Juni 2018 andere landwirtschaftliche Betriebe, die sich vertieft  mit ihrer Vielfalt rund um den Betrieb auseinandersetzen möchten. Das Projekt soll nach dem Pilotjahr auch die nächsten Jahre weiter vertieft und fortgeführt werden.

Klicken Sie auf die Karte, um zu Google Maps zu gelangen!

Das  Betriebsgespräch ist für alle LandwirtInnen mit einer Betriebsnummer kostenlos und kann mit 3 UE als Weiterbildung im Rahmen der ÖPUL-Maßnahmen „UBB“ und“ BIO“ angerechnet werden.

Da es nur ein begrenztes Kontingent gibt, empfiehlt sich eine rasche Anmeldung beim Österreichischen Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL), Fr. Stephanie Köttl, Tel:  01-505 18 91-22, stephanie.koettl@oekl.at

 

Es handelt sich um ein von EU, Bund und Ländern gefördertes Projekt im Rahmen des Programmes Ländliche Entwicklung.

 

Landschaft verstehen – Geschichten aus zwei Regionen in NÖ

Eine Herausforderung in der Naturvermittlung liegt darin, dass viele Wissbegierige sich schnell mit „Bergen“ von Fachwissen überladen fühlen und der nachhaltige Lerneffekt oft nur gering ist.

Daher ist es zielführend, in den Menschen ein grundsätzliches Verständnis für die Landschaft zu wecken: Warum schaut es hier so aus? Welche Rolle haben die hier wirtschaftenden Menschen bei der Entwicklung der Landschaft gespielt? Warum wachsen hier Wiesen, dort drüben stehen aber Fichten? Warum gibt es hier keine Feldlerche, aber dafür Alpendohlen?

Menschen merken sich Fachwissen auch dann leichter, wenn es in einen Zusammenhang gesetzt und mit Emotionen verknüpft wird. Das geschieht am besten in Form einer spannenden Geschichte (beim sogenannten „Storytelling“). Ob ein Märchen, eine Sage oder eine Erlebnisgeschichte, sie verknüpft logisch zusammenhängende Fakten mit Emotionen und wird so leichter gemerkt – oft für das ganze Leben.

D´Hauswiesn in St. Oswald,
Foto Doris Wimmer, St. Oswald

Das Projekt
Um dieses neue Konzept auszuprobieren und unter Österreichs NaturvermittlerInnen zu verbreiten, wurde von 2016 bis 2018 ein Kooperationsprojekt von BirdLife Österreich, LFI Österreich, Umweltdachverband und ÖKL, umgesetzt.
Gemeinsam mit NaturvermittlerInnen wurde eine Grundlage erarbeitet, welche Botschaften im Rahmen der Natur- und Landschaftsvermittlung zu den Sektoren Land- und Forstwirtschaft, Zoologie, Botanik, Geologie, Boden und Kulturgeschichte im Sinne einer ganzheitlichen Sicht auf die charakteristische Landschaft kommuniziert werden sollen.
In zwei ausgewählten Pilotregionen – dem ÖTSCHER:REICH – Mariazellerland und der Region Weitenbachtal – Yspertal – Freiwald sammelten im nächsten Schritt NaturvermittlerInnen und Einheimische zahlreiche Erzählungen zu den unterschiedlichen Sektoren, die in einem professionell moderierten Schreibprozess aufgearbeitet wurden.
Diese unzähligen Botschaften zum Verständnis der Landschaft werden bald auf einer speziellen Onlinedatenbank, der Wiki-Plattform, den Natur- und LandschaftsvermittlerInnen sowie der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt:
http://landschaftsgeschichten.naturvermittlung.at

Die Broschüre
Eine kleine Auswahl der Geschichten finden Sie in dieser optisch schön aufbereiteten Broschüre. Für eine gute Nutzbarkeit wurden die Erzählungen in fünf Landschaftsräume gruppiert – Grünland, Wald, Berg, Siedlung und Nacht. Bei jeder Geschichte gibt es eine „Botschaft“ sowie nützliche fachliche Zusatzinfos für die ErzählerInnen samt Dialektausdrücken.

Erhältlich bei: LFI NÖ,
irene.blasge@lk-noe.at

Unsere Kulturlandschaften erzählen unendlich viele Geschichten –
es bedarf nur Menschen, die sie aufschreiben und weitererzählen!




Seltene Nutztierrassen – traditionell und heimisch

Handbuch Cover Auflage 3Unter dem Dach der ARCHE Austria werden über 40 österreichische, vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen betreut. Seit 30 Jahren setzt sich die ARCHE Austria gemeinsam mit der ÖNGENE – eine vom BMLFUW gegründete wissenschaftliche Plattform – und den verantwortlichen Zuchtverbänden dafür ein, den Bestand der Rassen zu schützen und sie wieder auf unsere Höfe zurückzuholen.

Nicht zuletzt dank der Berücksichtigung der seltenen Nutztierrassen im österreichischen Agrarumweltprogramm (ÖPUL) entwickelten sich die Bestandszahlen zuletzt wieder positiv. Durch die finanzielle Unterstützung der Tierhalterinnen und Tierhalter ist es gelungen, einen zusätzlichen Anreiz zur Haltung seltener Rassen zu geben. Rund 10.000 Bauern halten ihre Tiere vor allem dort, wo eine intensive Landwirtschaft nicht mehr möglich ist. Alle Bemühungen sollen mit gezielten Maßnahmen für LandwirtInnen fortgesetzt werden.

Die wichtigsten Informationsmaßnahmen des Vorhabens Seltene Nutztierrassen – traditionell und heimisch sind:

  • Seltene Nutztierrassen – Handbuch der Vielfalt, 4. Auflage 2018
  • Informationsveranstaltungen im Rahmen von Messen u.ä.
  • Wanderausstellung „Seltene Nutztierrassen“
  • ARCHE-Höfe-Homepage
  • ARCHE-Höfe-Filme
  • Schwerpunkt Infomaterial für die Blobe Goas



ARCHE Austria


2. Schulung VIELFALT auf meinem Betrieb

Im Jahr 2018 bietet das ÖKL erneut die Schulung „Vielfalt auf meinem Betrieb“ in der Steiermark an.

Termine Steiermark:
Block I: 15. bis 16. März 2018  in St. Oswald/Möderbrugg
Block II: 24. bis 25. Mai 2018 in Kindberg-Mürzhofen

Im Rahmen der 4 Schulungstage lernen Sie unterschiedliche Lebensräume und Strukturen sowie die Bedeutung der abgestuften Nutzungsintensitäten rund um den Betrieb kennen – vom Streuobstgarten bis hin zum Acker und Grünland ist hier Vielfältiges dabei!

Nach der Schulung erhalten Sie ein Zertifikat, welches Sie dazu berechtigt, ab 2018 Betriebsgespräche „Vielfalt auf meinem Betrieb. Von Bauer zu Bauer“ durchzuführen. Für die Betriebsbesuche ist auch eine Abgeltung vorgesehen.

Einladung ‫Schulung 2018

Mehr zum Projekt hier!

Futtervielfalt auf Almen

Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung der Biodiversität durch Almbewirtschaftung

Auf vielen Almen gibt es ungelöste Probleme bei der Bekämpfung von Unkräutern und dem Freihalten von Futterflächen.

Im Projekt Futtervielfalt wollen wir gemeinsam mit interessierten AlmbewirtschafterInnen standortangepasste Maßnahmen und Methoden entwickeln, um Problempflanzen auf der Alm zu reduzieren und den Verlust von Futterflächen durch Zuwachsen aufzuhalten.

Es werden Versuche in ganz Österreich zur wirksamen Reduktion von folgenden Problemarten durchgeführt:

  • Kreuzkraut
  • Borstgrasrasen
  • Weißen Germer
  • Farnen (Wurmfarn, Adlerfarn)
  • Verheideten Flächen (Zwergstrauchheiden, Wacholderu.a.)
  • Verbuschten Flächen (Grünerlen)

Seminar zum Kennenlernen von Methoden zur Wiederherstellung von artenreichen Almfutterflächen

Beim Einführungsseminar möchten wir gemeinsam mit den AlmbewirtschafterInnen Methoden zur Wiederherstellung von artenreichen Futterflächen diskutieren, Erfahrungen austauschen und auf Ihre Almflächen zugeschnittene Versuchsanordnungen festlegen.

Das erwartet Sie beim Seminar:

  • Informationen zur Ökologie von Problemarten auf Almen.
  • Information und Diskussion von Bewirtschaftungsmethoden, die sich für die Wiederherstellung von artenreichen Almfutterflächen eignen.
  • Individuelle Beratung zu Ihrer Alm und gemeinsame Festlegung einer für Sie passenden Versuchsanordnung, entsprechend ihrer Problemarten

Die Seminar-Termine:

Es standen 3 Termine zur Auswahl:

27. Jänner 2018, Landwirtschaftliche Fachschule Litzlhof
Litzlhof 1, 9811 Lendorf

24. Februar 2018, Landwirtschaftliche Lehranstalt Weitau
Innsbruckerstraße 77, St. Johann in Tirol

3. März 2018, Landwirtschaftliche Fachschule Hohenlehen
Garnberg 8, 3343 Hollenstein

Beginn jeweils um 10:00 Uhr, Ende spätestens um 17:00 Uhr.

Die Teilnahme am Seminar ist kostenlos!

Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Mittagessen entweder in LFS oder in einem Gasthaus in der Nähe muss selbst bezahlt werden.

Anmeldung: jeweils spätestens eine Woche vor Seminartermin

beim Österreichischen Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung: markus.zehetgruber@oekl.at oder telefonisch unter 01/5051891-25.

Dialog mit der Gesellschaft

Im Rahmen des Bildungsclusters „Dialog mit der Gesellschaft“ hat das ÖKL gemeinsam mit den Projektpartnern LFI NÖ, LFI OÖ, LFI Steiermark, der ARGE Bäuerinnen und dem FiBL Österreich eine neue charmante Kommunikationsschiene zwischen „Stadtmenschen“ und der Landwirtschaft entwickelt – „AfterWork am Bauernhof“.

Interessierte KonsumentInnen aus dem urbanen Raum (Wien, Linz, Graz, Klagenfurt) werden eingeladen die breite Palette der österreichischen Landwirtschaft kennen zu lernen. Die Landwirte und Landwirtinnen öffnen ihre Hof- und Stalltüren und erzählen aus ihrem Alltag, direkt und authentisch. Die Vermittlung von wertvollem Wissen über die reale landwirtschaftliche Produktion wird auf jedem Bauernhof mit einer Verkostung von hofeigenen Produkten abgerundet.

Mehr unter AfterWork am Bauernhof

 

ÖKL-Schulung VIELFALT auf meinem Betrieb

Im November 2017 und im Mai 2018 bietet das ÖKL die 4-tägige Schulung „Vielfalt auf meinem Betrieb“ an.
Sie lernen unterschiedliche Lebensräume und Strukturen sowie die Bedeutung der abgestuften Nutzungsintensitäten rund um den Betrieb kennen – vom Streuobstgarten bis hin zum Acker und Grünland ist hier Vielfältiges dabei! Nach der Schulung erhalten Sie ein Zertifikat, welches Sie dazu berechtigt, ab 2018 Betriebsgespräche zur Artenvielfalt „von Bauer zu Bauer“ durchzuführen.
Einladung ‫Schulung Vielfalt auf meinem Betrieb

Schulung Vielfalt auf meinem Betrieb

Foto: Daniel Wuttej

Schulung Artenvielfalt auf meinem Betrieb – Beratung von Bauer zu Bauer

Projekt abgeschlossen!

Projektleitung: Barbara Steurer (ÖKL) und Umweltbüro Klagenfurt, LACON, Dr. Daniel Bogner

Liegengelassene  Holz- oder Reisighaufen, alte Hofbäume, Trockensteinmauern, Ackerrandstreifen, extensive Wiesen und Weiden und vieles mehr – die Leistungen für die Artenvielfalt am bäuerlichen Betrieb sind mannigfaltig und den Bäuerinnen und Bauern oft gar nicht bewusst.

Fast auf jedem landwirtschaftlichen Betrieb kann man bei genauer Betrachtung bisher unbeachtete, artenreiche Fleckerl finden – sei es auf der Hofstelle selbst, im Grünland oder am Acker! Diese Vielfalt wird bei der ÖKL-Schulung „Förderung der Artenvielfalt am Betrieb“ genauer beleuchtet und das Konzept „Artenvielfalt auf meinem Betrieb. Vom Bauer zum Bauer!“ vorgestellt.

Artenvielfalt am Betrieb durch vielfältige Strukturen

bluetenkrabbenspinne-beim-fressen_2014Je größer die Vielfalt an Strukturen auf dem Betrieb und rund um die Hofstelle, desto größer ist das Angebot an Lebensräumen für unterschiedliche Arten. Totholz, Steinhaufen und alte Holzzäune sind Lebensraum für eine Vielzahl an Insekten und Spinnen. Ein Bauerngarten mit vielfältigen, bunten Blumenbeeten und Streuobstbestände zieht Wildbienen und andere Bestäuber magisch an. Alte  Bäume und Sträucher rund um die Hofstelle sowie gut zugängliche Scheunen- und Stallgebäude werden von unterschiedlichen Vögeln zum Nisten, zur Nahrungssuche oder als Singwarte genutzt. Extensive Wiesen und Weiden sowie  Randstreifen entlang von Grünland- und Ackerflächen beherbergen für die Bestäubung wichtige Insekten wie Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Diese Vielfalt ist auf sehr vielen landwirtschaftlichen Betrieben bereits gang und gäbe, fast schon selbstverständlich! Und genau diesen teilweise selbstverständlichen Leistungen unserer heimischen Bauern widmet sich die neue Schulung des Österreichischen Kuratoriums für Landtechnik und Landentwicklung!

2 Schulungen mit jeweils 4 Tagen

Bei der ÖKL-Schulung wurden Landwirtinnen und Landwirte zu „Experten“ für die Artenvielfalt am bäuerlichen Betrieb ausgebildet. Neben Fachvorträgen zu einzelnen Strukturelementen wie beispielsweise Streuobstwiesen oder Bauerngärten wurden unterschiedliche Aspekte der Vogelwelt, Botanik und Zoologie vorgestellt. Ergänzend dazu gab es einen intensiven Austausch zu Fördermöglichkeiten und konkreten Maßnahmen.

Beratung von Bauer zu Bauer

Hinter der Schulung zur Artenvielfalt steht ein Beratungskonzept von Bauer zu Bauer bzw. von Bäuerin zu Bäuerin, welches ab dem Jahr 2018 geplant ist. Die Teilnehmer der Schulung sollen dann andere landwirtschaftliche Betriebe zur Artenvielfalt beraten. Für diese  Beratungen ist auch eine Abgeltung vorgesehen.

Denn nur wem bewusst ist, welche Leistungen für die Artenvielfalt er auf seinem Betrieb erbringt, kann diese auch entsprechend nutzen, sei es über die Inanspruchnahme von Förderungen oder durch Vermarktungsvorteile bei der Direktvermarktung.

Mehr Informationen und unverbindliche Anmeldung zur Schulung:
Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL)
DI Stephanie Köttl
Tel: 01/5051891-22 oder per e-mail: stephanie.koettl@oekl.at

Abgestufte Wiesennutzung in NÖ – Modellregion Puchberg/Schneeberg

Projekt abgeschlossen

Gefördert vom NÖ Landschaftsfonds
Laufzeit: November 2015 – Februar 2018
Projektleitung: ÖKL
Projektpartner: NÖ LK, NÖ LFI, Büro AVL

Aufbauend auf den Konzepten der „Abgestuften Wiesennutzung“ (Dietl et. al, 1995) wurde seit dem Frühjahr 2016 mit einer Gruppe von 16 Milchvieh- und Mutterkuhbetrieben aus der Region Puchberg am Schneeberg getestet, ob sich die vornehmlich für intensivere Grünlandregionen entwickelten Konzepte auch auf extensive Grünlandregionen übertragen lassen.

Im Sommer 2016 wurden alle Grünlandflächen der Betriebe vom Büro AVL (Dr. Harald Rötzer) vegetationskundlich untersucht und hinsichtlich ihres derzeitigen Nutzungsniveaus eingestuft. Gemeinsam mit den beteiligten Betrieben wurden dabei aufbauend auf die derzeitige Betriebssituation Betriebskonzepte mit Ausrichtung „Abgestufte Wiesennutzung“ von Mitarbeitern der LK NÖ (DI Emanuel Huber, DI Gerald Biedermann) erstellt.

Begleitend dazu wurden 120 Futterqualitätsanalysen der beteiligten Betriebe vom Futtermittellabor der LK NÖ durchgeführt. Im Sommer 2017 fanden Workshops und Wiesenexkursionen für die beteiligten Betriebe unter Beiziehung von Experten der HBLFA Raumberg-Gumpenstein (DI Walter Starz) statt.  Siehe auch Beitrag auf Facebook (Juni 2017).

Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt wurden nun in Form einer Beratungsbroschüre veröffentlich und bei der Abschlusspräsentation in Puchberg am 28.2.2018 den teilnehmenden Betrieben präsentiert.

Abgestufte Nutzungsintensitäten auf Wiesen und Weiden [pdf]

 

 

 

 

 

 

 

 

MONDAT

Projekt „MONDAT“
Das ÖKL als Projektträger koordiniert das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Büro LACON (Projektleitung).

http://www.monitoringprojekte.at/

Begleitend zur ÖPUL-Naturschutzmaßnahme WF laufen österreichweit in den einzelnen Bundesländern zahlreiche Monitoringprojekte, deren Ziele, Daten und Ergebnisse noch nicht alle zentral abrufbar und auswertbar sind.

Ziel des Projektes ist es, durch eine gemeinsame Datenbank und Infoplattform  Defizite zu beheben und die Informationen auch einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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