Land & Raum 3 2018 „Vielfalt lohnt sich“

Die Herbstausgabe von Land & Raum sagt:
Vielfalt lohnt sich!
Warum das eigentlich so ist, lesen Sie in 14 Beiträgen auf 40 Seiten.
Eine Bäuerin sagt: „Der Erhalt der Vielfalt an z.B. Insekten, Amphibien und Vögel in unseren Landwirtschaften hat nicht nur einen dekorativen Nutzen, sondern lässt sich als direkte Unterstützung in der Produktion erfahren.
Mehr lesen Sie hier.
Das Heft ist zum Preis von 5 Euro im ÖKL erhältlich: 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop!

ÖKL-Merkblatt 101 Verwertung von Baurestmassen

3. Auflage 2018,16 Seiten, farbig, Abbildungen, Tabellen, Übersichten
Preis: Euro 7,00
Bestellungen unter office@oekl.at oder 01/5051891 oder im Webshop

Wenn alte Gebäude um- oder neugebaut werden, fallen Baurestmassen an. Was kann man damit anfangen? Wiederverwerten auf der eigenen Baustelle, aufbereiten lassen zum Recycling-Baustoff oder fort damit auf die kostenpflichtige Deponie? Das neue ÖKL-Merkblatt 101 „Verwertung von Baurestmassen und Bodenaushubmaterial im Bereich landwirtschaftlicher Liegenschaften“ beschäftigt sich eingehend mit dieser Thematik und hilft dem Betrieb, die richtige und günstigste Entscheidung zu treffen! Lesen Sie hier mehr dazu!

Land & Raum 3 2018 „Vielfalt lohnt sich“

Land & Raum im Herbst sagt: „Vielfalt lohnt sich!“

40 Seiten, 14 Beiträge
Zum Preis von 5 Euro erhältlich im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop!

Die „Vielfalt“ – am Bauernhof, in der Landwirtschaft, in der Landschaft – wurde als Thema wohl nicht erst kürzlich erfunden, wiewohl ins Gegenteil divergierende Entwicklungen überall stattfanden und weiter stattfinden. Der Bauer selbst kannte Vielfalt von Anfang an als ein Grundprinzip allen Lebens, und immer auch der Ernährung, deren Ausgewogenheit schlicht und einfach Vielfalt erfordert.

Vielfalt ist jedoch auch eine Lebensversicherung. Ein schönes Beispiel sind die Reisbauern der „hydraulischen Gesellschaften“ Südasiens. Sie wussten quasi „immer schon“ um die Wichtigkeit einer spezifischen Vielfalt, und daher bauten sie Reis auf wenigstens drei Feldern an – auf einem stets nassen, einem trockenfallenden und einem ohne Bewässerung. So suchte man die Folgen potenzieller Missernten zu mindern, die durch Wasserüberschuss oder -mangel entstehen können. Und in Zeiten fehlender Arbeitsteilung war ganz allgemein Einfallsreichtum gefragt, um Güter zu erzeugen oder Dinge zu schaffen, die noch nicht im Austausch oder auf einem Markt erhältlich waren.

Auch bei uns ist Vielfalt schon früh ein Wirtschaftsprinzip geworden. Als durch Düngung eine Steigerung der Erträge möglich wurde und man damit mehr Futter für das Vieh gewann, entwickelten sich etwa in den „Proviantwidmungsbezirken“ der Eisen­wurzen Betriebe mit zwei (und mehr) Produktionszielen; die wichtigsten waren Getreide und Fettschweine, also Brot und Schmalz für die Knappen und Hüttenarbeiter im Industrieraum um den Erzberg. Die Zeugen dieser Entwicklung sind die Vierkanthöfe zwischen Amstetten und Wels. Freilich sah die Welt über Jahrzehnte (und sieht dies auch heute) die Entwicklung vieler Monokulturen, auf Plantagen in Tropen und Subtropen oder in den Gebieten des ehemaligen Ostblocks, wo die sozialistische Agrarpolitik ihre Kommandos nur nach materialistischen Gesichtspunkten verteilte.
Doch im Zuge der Überwindung einer reinen „Ökonomisierung“ der Landwirtschaft entstanden letztlich auch andere „Vielfaltsziele“. Dies steht wohl auch in Zusammenhang mit dem agrarischen Struktur­wandel, der ja die Nebenerwerbsbetriebe zeitweise so zahlreich werden ließ. Mit dem allgemeinen Wirtschaftsaufschwung entstand im Tourismus ein „landwirtschaftsaffiner“ Sektor. Verarbeitung der Erzeugnisse und Direktvermarktung schlossen sich an, und auch die Leistung kommunaler Dienste (im Sommer, im Winter, in Notfällen) können Landwirte mit ihren schon vorhandenen Geräten bestens erbringen.

So zeichnen die Autorinnen und Autoren im vorliegenden Heft ein Zustandsbild der möglichen Vielfalt in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum, wobei der Fokus verstärkt auf Bio­diversität gerichtet ist. Auch geht das Tun der Akteure in den präsentierten Fällen überwiegend auf ihre eigenen Überlegungen zurück. Besonderen Wert legen sie dabei darauf, dass durch die dargestellten Beiträge ein Diskurs von Landwirt zu Landwirt (Hobbylandwirte inklusive) angeregt wird. Dem Thema „Vielfalt“ nähern sich die Beiträge auf dreifache Weise:

  • Eingangs durch drei Grundsatzbeiträge, warum sich Vielfalt eigentlich lohnt (Steurer, Wanninger), wie sie durch ein Diversitätsmonitoring zweckdienlich dokumentiert wird (Priebernig) und welche Schwierig­keiten „Vielfalt in der Praxis“ be­inhalten kann (Maurer).
  • Sodann durch sieben Beispiele, die für die thematische Bandbreite des Begriffs Vielfalt stehen; sie beziehen sich auf neue Formen des (schon erprobten) Randstreifen­programms (Reschenhofer, Steiner), auf die Bedeutung der Arten­diversität im Wald (Pater Michael), auf die Kombinierbarkeit von Bio­diversität und Intensivproduktion (Familie Oberleitner), auf die enorme Bedeutung der Pflege und Erhaltung pflanzlicher Genreserven (Gillinger, Schrefel) oder auf die Haltung und Züchtung seltener Nutztierrassen (Soritz). Es gehört aber auch die Vielfalt der Bau­kultur zum ländlichen Raum (Gruber, Wallner), heute durch immer mehr Best-Practice-Beispiele repräsentiert. Und dann noch die Initiative des ÖKL „AfterWork am Bauernhof“ (Zipper), die unmittelbar die interessierte Öffentlichkeit anspricht und „echte Landwirtschaft zum Angreifen“ vermitteln will.
  • Als Abschluss bringen vier Beiträge spezifische Ergebnisse, die den ökologisch-protektiven Charakter von Vielfalt wiedergeben sollen. Es sind dies die Wirkungen von Blühstreifen durch die Erhaltung der Nahrungsgrundlage von (Wild-)Bienen (Haslgrübler), die Bedeutung des Flächenmanagements eines Bauernhofs für die ihn umgebende Vogelwelt (Wirtitsch) und schließlich auch, welche Folgen Biodiversität im Boden zeitigt, oder eben nicht, wenn sie fehlt (Fink). Den Schlusspunkt bildet die Deutung landschaftlicher Vielfalt als Grund­lage eines gesunden Naturhaushalts und zugleich eines psychologischen Bedürf­nisses des Menschen (Frohmann).

(Editorial von Franz Greif)

Inhalt:

Vielfalt lohnt sich – warum eigentlich?
Barbara Steurer und Klaus Wanninger
Wie ich zur Biodiversitätsvermittlerin wurde …
Isa Priebernig
Ordentlich! Schlampert.
Johannes Maurer
Ackerwildkräuter und Muttertagswiese am Stiegl-Gut
Johann Reschenhofer und Konrad Steiner
Diversität – Unterschiedlichkeit
Pater Michael
„Vielfalter-Betrieb“ Oberleitner
Martina und Anton Oberleitner
Der Kulturpflanzenschutz der Arche Noah
Johanna Gillinger und Christian Schrefel
Der Biosphärehof Tabakscheucher auf der Koralm
Barbara Soritz
Baukultur am Land – mehr als nur Baumaschinen
Roland Gruber und Roland Wallner
AfterWork am Bauernhof – Let´s go!
Kornelia Zipper
Rund 300 Kilometer Nahrungsgrundlage für Bienen in OÖ
Petra Haslgrübler
Die Vogelwelt rund um den landwirtschaftlichen Betrieb
Michael Wirtitsch
Biodiversität im Boden
Daniel Fink
Landschaftliche Vielfalt wahrnehmen
Erwin Frohmann

 

Land & Raum zum Thema Hofübergabe

Die Sommerausgabe unserer Zeitschrift „Land & Raum“ widmet sich dem sensiblen und oft emotionalen Thema „Hofübergabe“ – den Erfolgsgeschichten, dem Zusammenleben unterschiedlicher Generationen auf dem Betrieb und den vielschichtigen Herausforderungen. In elf Beiträgen auf 36 Seiten werden grundsätzliche, auch rechtliche Informationen und Hinweise (z.B. „Lebensqualität Bauernhof“) gegeben sowie drei Beispiele vorgestellt. Für die innerfamiliäre Hofübergabe wird auch die Möglichkeit einer Mediation besprochen. Mehr lesen Sie hier!

ÖKL-Merkblatt 29 Pferdeställe

Das ÖKL-Merkblatt Pferdeställe ist in der 5. Auflage erschienen!
28 Seiten, farbig, zahlreiche Tabellen, Skizzen, Fotos
Preis: Euro 10,00
Grundlagen, Einzelhaltung, Gruppenhaltung
6 Seiten Planungsbeispiele
Mehr lesen Sie hier.

ÖKL-Merkblatt 83 Baustoff Beton in der Landwirtschaft

Das ÖKL hat das Merkblatt 83 in der 3. Auflage neu herausgebracht. 16 Seiten (statt 8 Seiten in der 2. Auflage), übersichtliche Tabellen, Beispielfotos und praktische Tipps! Das Merkblatt erklärt die wichtigsten Einsatzbereiche von Beton in der Landwirtschaft samt der Zuordnung der dafür empfohlenen Betonsorten.  
Zum Preis von 7 Euro im ÖKL erhältlich unter 01/5051891 und office@oekl.at

Lesen Sie bitte hier weiter!

Land & Raum 2/2018 Hofübergabe

Die Sommerausgabe von „Land & Raum“ widmet sich dem Thema Hofübergaben – den Erfolgsgeschichten, dem Zusammenleben unterschiedlicher Generationen auf dem Betrieb und den vielschichtigen Herausforderungen.

36 Seiten, Preis: 5 Euro,
erhältlich im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop!

Die Rahmenbedingungen
Der Strukturwandel in den ländlichen Regionen schreitet mit großen Schritten voran und die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich nimmt von Jahr zu Jahr ab. Oft fehlen auf den Betrieben die Nachfolgerinnen und Nachfolger – junge Leute auf dem Hof entscheiden sich bewusst für einen anderen Lebensweg. Gleichzeitig gibt es immer mehr gut ausgebildete, junge Menschen, die sich mit einem großen Maß an Weltoffenheit auf die Stärken der ländlichen Regionen zurückbesinnen und sich dem Wechselspiel zwischen globalen und lokalen Entwicklungsprozessen in der Landwirtschaft stellen.
Hofübergaben in der Familie
Der Übergabe- bzw. Übernahmeprozess ist ein emotionales und sensibles Thema – Alt- und Jungbauer müssen aufeinander zugehen, offen miteinander reden und Kompromisse finden. Dieser Generationenwechsel gestaltet sich nicht immer so einfach. Frau Dr. Quendler geht in ihrem Artikel darauf ein, dass die Hofübergabe immer zwei Seiten bedeutet: die Hofaufgabe des Altbauers bzw. der Altbäuerin und die Existenzgründung von den künftigen Betriebsführerinnen und -führern.
Oft sind es zwischenmenschliche Herausforderungen, die hier eine wichtige Rolle spielen – sei es die Wertschätzung gegenüber den älteren Generationen am Betrieb oder der „informelle Generationenvertrag“, welcher im täglichen Zusammenleben umgesetzt wird. Hinzu kommt auch, dass das Sozial­system auf dem bäuerlichen Betrieb Familie und Unternehmen unter einem Dach vereint, wodurch zusätzlich Konflikte entstehen können. Auf dem Lehengut Pfarrwerfen haben die Altbauersleute den jungen Hofübernehmern volle Freiheit in der Hofgestaltung gegeben – die Umstellung von Milchkühen zu Milchschafen konnte hier, wie in ihrem Artikel beschrieben, harmonisch über die Bühne gehen. Professionelle Begleitung im Übergabeprozess und der richtige Umgang mit Konflikten können eine gute Lösungsfindung unterstützen.
Neue Ideen durch Quereinsteiger
Außerfamiliäre Hofübernahmen sind nichts Neues! Immer mehr junge, gut ausgebildete Menschen möchten ihre Ideen und Visionen in der Landwirtschaft verwirklichen – eine oftmals idealistische, mit gewissen Unsicherheiten verbundene Lebensentscheidung! Zwei Quereinsteigerinnen bzw. -einsteiger berichten über ihren persönlichen Weg in die Landwirtschaft. Olga und Thomas Huemer stellen die Vielfalt auf ihrem Bio-Acker- und Gemüse­baubetrieb inmitten des grünlandgeprägten Alpenvorlandes vor. Isabella und Nikolaus Bösch-Weiss schildern ihre Visionen auf ihrem Bio­bauernhof mit ganzheitlichem Aufklärungsanspruch.
Das Netzwerk „Existenzgründung in der Landwirtschaft“ hat 2017 die Plattform „Perspektive Landwirtschaft“ gegründet, wo Hofübernehmer und Hofübergeber aufeinander treffen, ein Austausch und Kennenlernen stattfinden kann und wo auch die Rahmenbedingungen für den Quereinstieg kommuniziert werden.
Ihr Land & Raum Team wünscht Ihnen ein vielfältiges, abwechslungsreiches Leseerlebnis und einen schönen und erholsamen Sommer!
Editorial von Stephanie Köttl

Inhalt:

Am Kreuzungspunkt: Übergabe und Übernahme des Hofes
Erika Quendler
„Lebensqualität Bauernhof“ begleitet Hofübergaben professionell
Claudia Jung-Leithner
Wenn die Hofnachfolge fehlt …
Margit Fischer und Katharina Hagenhofer
Gemüse im Berggebiet – geht das überhaupt?
Olga und Thomas Huemer
Die Hofnachfolge am Familienbetrieb
Eva-Maria Griesbacher und Anja Eder
Lehengut in Pfarrwerfen – Unser Weg sind die Schafe
Birgit und Thomas Laner
Rechtliche Aspekte bei der außerfamiliären Hofnachfolge
Franz Staudinger
Hofwärts!
Isabella Bösch-Weiss
Sozialkapital in bäuerlichen Familien
Reinhard Engelhart
„Innerfamiliäre Hofübergabe“ – Chance oder Risiko?
Daniela Gramelhofer
Außerfamiliäre Hofübergabe in Österreich aus der Sicht der Beratung
Bernadett Handl

Weiters:
Das ÖKL bei den Bio-Feldtagen 2018
20 Jahre ECOVAST Austria
„Vielfalt auf meinem Betrieb“

Der Traktor im Straßenverkehr

Die 17. Auflage des ÖKL-Klassikers ist erschienen! Sie umfasst 62 Seiten und zahlreiche Abbildungen, Skizzen und Tabellen.
Durch die kompakte Form der Broschüre ist der „ÖKL-Klassiker“ Ihr perfekter Begleiter am Traktor.

Informiert sein ist besser als auf den „Landwirte-Bonus“ zu vertrauen!

Bestimmungen einhalten statt Regressforderungen zahlen!

Erhältlich im ÖKL zum Preis von 6 Euro: 01/5051891, office@oekl.at, webshop

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