Land & Raum Weinkultur in Österreich

Die Sommerausgabe der Zeitschrift Land & Raum widmet sich der „Weinkultur in Österreich“ und liefert einen guten Überblick über die aktuelle Weinproduktion. Besonders lebendig sind die vier Portraits der Weinbaubetriebe, die so freundlich waren, uns einen Einblick in ihre Welt zu geben.
32 Seiten, farbig, 12 Beiträge
Erhältlich zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop

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Land & Raum 2 2019 Weinkultur in Österreich

Die Sommerausgabe von Land & Raum widmet sich der Weinkultur in Österreich!

32 Seiten, farbig, 12 Beiträge
Erhältlich zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop

Es ist wirklich schon höchste Zeit, Land & Raum einmal dem Wein und der Weinkultur in Österreich zu widmen. Den direkten Ausschlag gaben Erzählungen von Dieter Kreuzhuber, seit vielen Jahren Referent für landwirtschaftliches Bauwesen im ÖKL. Er und seine Frau Margit mögen und kennen nicht nur gute Weine, sie erwandern auch ein Weinbaugebiet in Österreich nach dem anderen und teilen ihre Erfahrungen auf www.weinwandern.at.
In der vorliegenden Sommeraus­gabe von Land & Raum soll es nicht nur um das fertige Produkt Wein gehen, sondern auch um seine Herstellung und um alles „rundherum“ – von der Philosophie der Winzerinnen und Winzer, deren Betriebe und Böden, über die klimatischen Verhältnisse, Herausforderungen gegenüber Schädlingen bis hin zur Entwicklung und Pflege der Kulturlandschaft und der Biodiversität im Weingarten.
Zu Beginn steht ein Beitrag von Elisabeth Köstinger, die den eindeutigen Zusammenhang zwischen Wein und Tourismus aufzeigt.
Sabine Bauer-Wolf von der Öster­reich Wein Marketing versorgt uns mit einigen Zahlen, Fakten und Trends. Was sind die wichtigsten Weinsorten und wo wachsen diese, was bedeutet DAC, was heißt integrierter, organisch-biologischer, biologisch-dynamischer, zertifiziert nachhaltiger Weinbau … Nach der Lektüre dieser Seiten kann ein Laie durchaus beim Thema Wein „mit­reden“, die Fachkundigen fühlen sich bestätigt und sind neugierig auf weitere Ausführungen.
Der Direktor der schon fast 160 Jahre bestehenden Wein- und Obstbauschule Klosterneuburg, Reinhard Eder, berichtet über die europaweit anerkannte Spitzenausbildung und über das Bundesamt. An einem Standort gehen Lehre, Forschung und Beratung Hand in Hand.
Besonders lebendig und farbig sind die vier Portraits der Weinbaubetriebe, die so freundlich waren, uns einen Einblick in ihre Welt zu geben.
Das Weingut Geyerhof der Familie Maier in Oberfucha im nieder­österreichischen Kremstal legt besonders viel Wert auf das „große Ganze“ und stellt nicht nur die hohe Qualität der Bioweine in den Vordergrund, sondern schließt auch die Landschaft und die Artenvielfalt ein. Wildkräuter­begrünungen und Hecken sorgen für den Erhalt von Pflanzen und Tieren und sichern die Stabilität und Qualität der Er­träge. Im Keller wird durch bewusstes Nicht-Eingreifen die Eigenständigkeit der Weine bewahrt.
Dass es auch in Oberösterreich eine kleine Weinszene gibt, zeigt der Erfolg des Weinguts Aichinger in Hartkirchen. Derzeit gibt es in diesem Bundesland erst ca. 45 ha Wein, doch Bernhard Aichinger ist zuversichtlich und spricht von einer „kleinen Renaissance“, denn von der Römerzeit bis 1860 war der Weinanbau in Oberösterreich weit verbreitet. Dann machten eine kleine Eiszeit und das beliebtere Bier dem Winzertum einen Strich durch die Rechnung. Heute sind die Weine am Weingut Aichinger (u.a. Blauer Burgunder und Chardonnay) so gut, dass manche Besucherinnen und Besucher gar nicht glauben wollen, dass diese eleganten Weine wirklich vom oberösterreichischen Betrieb sind.
Das erste als vegan zertifizierte Weingut Österreichs ist der Betrieb von Gerald Fürnkranz in Hadres im Weinviertel. Auf der Suche nach einem Produkt, das „mit der Zeit geht“, hat er sich für die vegane Produktionsweise entschieden. Sein erster „Junger Veganer“ hat auf Anhieb den 3. Platz bei der Jungweinverkostung „Young & Sparkling“ in Krems erhalten, heuer hat er auf der Berliner Wine Trophy gleich vier Mal Gold erreicht.
Auf der Spitze des Kogelbergs im steirischen Sausal befindet sich das Weingut Kieslinger, das Franz Greif beschreibt. Hier befinden sich die steilsten Weinbauflächen Europas, was viel aufwändige Handarbeit notwendig macht. Die einmalige Lage und die Terrasse mit herrlichem Panoramablick über das steirische Weinland macht den „ausgezeichneten Buschenschank“ sehr beliebt, die Produkte vom „Kogel­berger Wollschwein“ tragen sicherlich auch dazu bei!
Zur Auflockerung und zur Bildung gibt es dazu noch einen Beitrag zum ÖKL-Projekt „Vielfalt auf meinem Betrieb“ von unserer Mitarbeiterin Steffi Köttl, Ausführungen zur Wildbacherrebe und zum Schilcher (drei Weine aus einer Traube!) und zwei Fachartikel zur Reblaus und zum Echten Mehltau.

Wir wünschen Ihnen eine im wahrsten Sinne des Wortes „anregende“ Lektüre, idealerweise in einer Weinlaube mit einem Glas Wein in der Hand! Und bei dieser Gelegenheit auch einen schönen und erholsamen Sommer!
Editorial von Eva-Maria Munduch-Bader

Inhalt:

Weinbau und Tourismus in Österreich
Elisabeth Köstinger
Wein in Österreich – Große Kunst ohne Allüren
Sabine Bauer-Wolf
Unser Wissen trägt Früchte
Reinhard Eder
Bioweingut Geyerhof – kann Spuren von Landschaft & Artenvielfalt enthalten
Maria Maier
Weinwandern – Streifzüge durch schöne Kulturlandschaften
Margit und Dieter Kreuzhuber
Unterschätzte Rarität: Wein aus Österreich
Weingut Aichinger
Weingut Fürnkranz – erstes veganes Weingut
Gerald Fürnkranz
Die Vielfalt im Weingarten
Stephanie Köttl und Barbara Steurer
Die Wildbacherrebe und der „Schilcher“
Franz Greif
Weingut Kieslinger in der Südsteiermark
Franz Greif
Die Reblaus – Daktulosphaira vitifoliae
Monika Riedle-Bauer und Reinhard Eder
Der Echte Mehltau (Erisyphe necator) der Weinrebe
Ferdinand Regner

Weiters:
Ausstellung „Der Hände Werk“, Buchtipp
ÖKL-Broschüre „Wir schauen auf unsere Wälder“

 

Land & Raum 1 2019

Das Frühlingsheft 2019 der Zeitschrift Land & Raum widmet sich den Welterbestätten in Österreich.

36 Seiten, farbig, 11 Beiträge
Erhältlich zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop

Ausschlaggebend für die Wahl des Themas „Welterbestätten in Österreich“ für diese Ausgabe von Land & Raum war das Europäische Kulturerbejahr 2018. Die Europäischen Union hat das Europäische Jahr des Kulturerbes (EYCH, European Year of Cultural Heritage) ausgerufen, um die Bedeutung des gemeinsamen kulturellen Erbes zu betonen, das Bewusstsein für die soziale und wirtschaftliche Bedeutung des Kulturerbes zu schärfen und Europas kulturellen Reichtum und kulturelle Vielfalt zu würdigen. Alle 28 EU-Mitgliedstaaten nahmen teil, tausende Veranstaltungen fanden statt. Besonders richtete sich das EYCH an Kinder und junge Menschen, die künftig unser Erbe bewahren werden.

Eine wichtige Grundlage ist die Welterbekonvention („Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Menschheit“). Sie ist das international bedeutendste Instrument, das von der Völkergemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und natürlichen Erbes beschlossen wurde. Es soll helfen, Kultur- und Naturdenkmäler von außergewöhnlichem universellen Wert zu schützen und nachhaltig zu bewahren.
Die „Welterbeliste“ verzeichnet aktuell weltweit 1.092 Natur- und Kulturstätten aus 167 Staaten. Österreich ist auf der Liste mit zehn Welterbestätten vertreten. Einige davon werden in diesem Heft ausführlich beschrieben, daher soll hier im Editorial ein kurzer Blick in die weite Welt gegeben werden:

Zum Weltkulturerbe gehören Baudenkmäler, Stadtensembles und Kulturlandschaften, aber auch Industriedenkmäler und Kunstwerke wie Felszeichnungen. Zu den berühmtesten zählen wohl die Freiheitsstatue in New York, das Taj Mahal in Agra, das Stadtzentrum von Bath in Großbritannien oder die Kulturlandschaft Viñalestal in Kuba. Interessant: Das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zählt ebenfalls zum Welt­kultur­erbe und ermahnt uns, die nationalsozialistischen Verbrechen und deren Opfer nicht zu vergessen. Es gibt also nicht nur „Schönes“ auf der Welterbeliste.

Das Weltnaturerbe umfasst momentan 209 Naturerscheinungen, Gebiete und Orte, die den natürlichen Reichtum der Erde sowie ihre biologische und geologische Vergangenheit widerspiegeln und aufgrund ihrer wissenschaftlichen Bedeutung oder ihrer herausragenden Schönheit von außergewöhnlichem universellen Wert sind. Einige der bekanntesten Beispiele sind das Great Barrier Reef vor der Australischen Küste, die Everglades in Florida oder die Galapagosinseln.

Stätten, die sowohl Kriterien für Kulturerbe als auch für Naturerbe erfüllen, werden als gemischte Güter („mixed property“) bezeichnet, z.B. die Ruinen von Tikal in Guatemala, die wertvolle archäologische Zeugen der Maya-Kultur sind und von Regenwäldern mit reicher Biodiversität umgeben sind.

Leider gibt es auch eine „Rote Liste“, also Welterbestätten in Gefahr, derzeit sind dies 54 weltweit.

Dann gibt es noch das „Immaterielle Kulturerbe“, dazu gehören u.a. Tänze, Musik, Bräuche und Feste sowie traditionelle Handwerkstechniken. Die „Repräsentative Liste“ umfasst 399 kulturelle Ausdrucksformen aus allen Weltregionen – vom argentinischen Tango über das persische Neujahrs- und Frühlingsfest bis zum tschechischen Marionettentheater. Im österreichischen Verzeichnis findet man u.a. das Goldschlägerhandwerk, die Lärchenharz-Gewinnung, Untergailtaler Kirchtagsbräuche, Rieselbewässerung im Tiroler Oberland, den Montafoner Dialekt oder den Ausseer Fasching.

(Aus dem Editorial von Eva-Maria Munduch-Bader)

Quellen:
www.kulturerbejahr2018.at
www.unesco.at/kultur/welterbe

Inhalt:

Ein- & Querblick in das Welterbe  
Brigitte Macaria und Arthur Spiegler
Kulturerbe für alle  
Florian Meixner
Landwirtschaftliches Kulturerbe in Österreich
Albin Blaschka, Wilhelm Graiss und Leo Kirchmaier
Unserer Zukunft eine Vergangenheit geben
Andrea Böhm
Der grenzüberschreitende Neusiedler See – Management einer UNSESCO-Welterbe-Region 
Hannes Klein
Welterbe Hallstatt-Dachstein, Salzkammergut
Siegfried Gamsjäger
Welterbe Semmering
Hans Kordina und Jonathan Goldinger
Welterbe Wachau
Bettina Riedmann und Marianne Geißler
UNSESCO-Weltnaturerbe Buchenwälder der Karpaten
Alexander Bauer
Kellergassen und Weltkulturerbe
Wolfgang Rohrbach
Die Alm- und Alpwirtschaft als kulturelles Erbe
Gerhard Hovorka und Thomas Dax

Winterausgabe Land & Raum „Kreislaufwirtschaft“

Die Winterausgabe von Land & Raum widmet sich dem Thema Kreislaufwirtschaft. In elf Beiträgen spannen wir den Bogen von allgemeinen Überlegungen und Definitionen zu Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie und kreislaufbezogene Landwirtschaft über das RepaNet, die ökologische Komposttoilette, „Beeofix“ und „Bioblo“ zum höchsten Holzhaus der Welt!
28 Seiten, 5 Euro, office@oekl.at, 01/5051891

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Land & Raum 2018 4 Kreislaufwirtschaft

Die Winterausgabe widmet sich ganz dem Thema Kreislaufwirtschaft.

Das 28 Seiten starke Heft enthält 11 Beiträge zu diesem Schwerpunktthema und ist im ÖKL zum Preis von 5 Euro erhältlich. office@oekl.at, 01/5051891
Inhaltsverzeichnis siehe weiter unten!

Frau Bundesministerin Elisabeth Köstinger hat für uns das Editorial geschrieben:

Unser Weg in eine erdölfreie Gesellschaft

Der Klimawandel zählt zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Wir stellen uns dieser Aufgabe mit aller Entschlossenheit und ambitionierten Zielen: Bis 2030 wollen wir die Treibhausgasemissionen um 36 Prozent gegenüber 2005 reduzieren und 100 Prozent des heimischen Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugen. Wer sich früh als internationaler Vorreiter positioniert, schafft zukunftssichere Arbeitsplätze und neue Exportmöglichkeiten. Mit unserer #mission2030, der österreichischen Klima- und Energiestrategie, haben wir das Ende des fossilen Zeitalters eingeläutet.

Ein wesentlicher Eckpfeiler und Leuchtturmprojekt der #mission2030 ist die Strategie für Bio­ökonomie in Österreich. Es geht dabei um ein Wirtschaftskonzept, das fossile Rohstoffe und Energieträger durch nachwachsende Ressourcen ersetzen soll – in möglichst allen erdenklichen Bereichen und Anwendungen. Bioökonomie weist den Weg in eine erdölfreie Gesellschaft. Ihr Ziel ist ein Wirtschaftskreislauf, der Technologie und Ökologie in Einklang bringt, der die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen steigert, der langfristige Versorgungssicherheit gewährleistet und der dabei auch noch einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz der Umwelt leistet.

Ein Großteil der schädlichen Treibhausgas-Emissionen entsteht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Im Zentrum der Bioökonomiestrategie steht also das Vorhaben, die Energieeffizienz zu steigern und langfristig komplett auf erneuerbare Energieträger umzusteigen. Doch nicht nur im Bereich Energie, in allen Materialien des täglichen Gebrauchs müssen fossile Rohstoffe weitgehend durch erneuer­bare Alternativen ersetzt werden. Dazu müssen Wissenschaft und Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Österreich kann aufgrund seiner natürlichen Ressourcen, innovativen Betriebe und renommierten Forschungseinrichtungen auf eine Vielzahl von Stärken bauen: insbesondere in der Papier- und Zellstoffindustrie, im Bau-, Dämmstoff- und Holzsektor, in der chemischen Grundstoffindustrie oder bei der Nutzung von Bioenergie. Bioökonomie ist ein Motor für regionale Wertschöpfung und schafft attraktive „Green Jobs“.

Der steigende Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen und hochwertig verarbeiteten Produkten birgt zudem ein enormes Entwicklungspotenzial für unsere qualitätsorientierte Land- und Forstwirtschaft. Damit wir diese Chancen nutzen können, müssen alle an einem Strang ziehen: die land- und forstwirtschaftliche Produktion, die Abfallentsorgung, die verarbeitende Industrie, der Handel und nicht zuletzt die Konsumentinnen und Konsumenten.

In der Praxis bedeutet das nicht nur technische und wissenschaftliche, sondern auch wirtschaftliche, gesellschaftliche und ethische Ansätze. Im Rahmen unserer Strategie wollen wir das hohe Umweltbewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher nutzen und die Nachfrage nach Bioökonomie-Produkten erhöhen. Nicht vermeidbare Abfälle sollen im Sinne der Kreislaufwirtschaft konsequent gesammelt und verwertet werden. Deshalb ist Bioökonomie auch ein wichtiges Bildungsthema.

Die Strategie soll gemeinsam mit allen relevanten Stakeholdern sowie hochrangigen Expertinnen und Experten entworfen und mit voller Entschlossenheit umgesetzt werden. Wir planen einen breiten Bogen an nachhaltigen Maßnahmen – von gesetzlichen Regelungen über steuerliche Maßnahmen und Förderungen bis in den Bereich der Bildung. Mir ist es wichtig, auch möglichst viele bestehende Initiativen einzubinden und aktiv zu unterstützen – von der Waldstrategie 2020+ über den Ressourcen­effizienz-Aktionsplan bis zu internationalen Forschungsprojekten.

Ich bin überzeugt: Umweltschutz und Wirtschaftswachstum gehen Hand in Hand. Es geht sowohl um verantwortungsvolle Umweltpolitik als auch um den Wirtschaftsstandort Österreich. Wir haben schon viel erreicht, aber auch noch viel vor. 2019 werden wir die Strategie finalisieren und einen Nationalen Aktionsplan für ihre Umsetzung erstellen. Gemeinsam werden wir die #mission2030 mit Auszeichnung meistern!

Elisabeth Köstinger
Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus

Inhalt:

Von der Wegwerfgesellschaft zur Kreislaufwirtschaft
Julika Dittrich
Kreislaufwirtschaft als Zukunftsmodell
Christian Kasper
öKlo ist das erste österreichische Komposttoiletten-Unternehmen
Niko Bogianzidis
RepaNet – Re-Use- und Reparaturnetzwerk Österreich
Greta Sparer
BEEOFIX – die Alternative zur Plastikfolie
Christa Rohringer
Auf den Spuren unserer Reste – von Abfällen zu wertvollen Rohstoffen
Lukas Kranzinger
Kreislaufbezogene und ressourcenschonende Landwirtschaft
Karl Buchgraber
Bioblo – was ist das?
Dietmar Kreil, Stefan Friedrich und Hannes Frech
Biogene Kreislaufwirtschaft mit Kompost- und Biogasanlagen
Bernhard Stürmer
Bioökonomie als Chance
Roland Kautz
HoHo – Auf dem richtigen Holzweg
Romana Hoffmann
Weltkulturerbe und ländlicher Raum
Brigitte K. Macaria und Arthur Spiegler

Land & Raum 3 2018 „Vielfalt lohnt sich“

Die Herbstausgabe von Land & Raum sagt:
Vielfalt lohnt sich!
Warum das eigentlich so ist, lesen Sie in 14 Beiträgen auf 40 Seiten.
Eine Bäuerin sagt: „Der Erhalt der Vielfalt an z.B. Insekten, Amphibien und Vögel in unseren Landwirtschaften hat nicht nur einen dekorativen Nutzen, sondern lässt sich als direkte Unterstützung in der Produktion erfahren.
Mehr lesen Sie hier.
Das Heft ist zum Preis von 5 Euro im ÖKL erhältlich: 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop!

Land & Raum 3 2018 „Vielfalt lohnt sich“

Land & Raum im Herbst sagt: „Vielfalt lohnt sich!“

40 Seiten, 14 Beiträge
Zum Preis von 5 Euro erhältlich im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop!

Die „Vielfalt“ – am Bauernhof, in der Landwirtschaft, in der Landschaft – wurde als Thema wohl nicht erst kürzlich erfunden, wiewohl ins Gegenteil divergierende Entwicklungen überall stattfanden und weiter stattfinden. Der Bauer selbst kannte Vielfalt von Anfang an als ein Grundprinzip allen Lebens, und immer auch der Ernährung, deren Ausgewogenheit schlicht und einfach Vielfalt erfordert.

Vielfalt ist jedoch auch eine Lebensversicherung. Ein schönes Beispiel sind die Reisbauern der „hydraulischen Gesellschaften“ Südasiens. Sie wussten quasi „immer schon“ um die Wichtigkeit einer spezifischen Vielfalt, und daher bauten sie Reis auf wenigstens drei Feldern an – auf einem stets nassen, einem trockenfallenden und einem ohne Bewässerung. So suchte man die Folgen potenzieller Missernten zu mindern, die durch Wasserüberschuss oder -mangel entstehen können. Und in Zeiten fehlender Arbeitsteilung war ganz allgemein Einfallsreichtum gefragt, um Güter zu erzeugen oder Dinge zu schaffen, die noch nicht im Austausch oder auf einem Markt erhältlich waren.

Auch bei uns ist Vielfalt schon früh ein Wirtschaftsprinzip geworden. Als durch Düngung eine Steigerung der Erträge möglich wurde und man damit mehr Futter für das Vieh gewann, entwickelten sich etwa in den „Proviantwidmungsbezirken“ der Eisen­wurzen Betriebe mit zwei (und mehr) Produktionszielen; die wichtigsten waren Getreide und Fettschweine, also Brot und Schmalz für die Knappen und Hüttenarbeiter im Industrieraum um den Erzberg. Die Zeugen dieser Entwicklung sind die Vierkanthöfe zwischen Amstetten und Wels. Freilich sah die Welt über Jahrzehnte (und sieht dies auch heute) die Entwicklung vieler Monokulturen, auf Plantagen in Tropen und Subtropen oder in den Gebieten des ehemaligen Ostblocks, wo die sozialistische Agrarpolitik ihre Kommandos nur nach materialistischen Gesichtspunkten verteilte.
Doch im Zuge der Überwindung einer reinen „Ökonomisierung“ der Landwirtschaft entstanden letztlich auch andere „Vielfaltsziele“. Dies steht wohl auch in Zusammenhang mit dem agrarischen Struktur­wandel, der ja die Nebenerwerbsbetriebe zeitweise so zahlreich werden ließ. Mit dem allgemeinen Wirtschaftsaufschwung entstand im Tourismus ein „landwirtschaftsaffiner“ Sektor. Verarbeitung der Erzeugnisse und Direktvermarktung schlossen sich an, und auch die Leistung kommunaler Dienste (im Sommer, im Winter, in Notfällen) können Landwirte mit ihren schon vorhandenen Geräten bestens erbringen.

So zeichnen die Autorinnen und Autoren im vorliegenden Heft ein Zustandsbild der möglichen Vielfalt in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum, wobei der Fokus verstärkt auf Bio­diversität gerichtet ist. Auch geht das Tun der Akteure in den präsentierten Fällen überwiegend auf ihre eigenen Überlegungen zurück. Besonderen Wert legen sie dabei darauf, dass durch die dargestellten Beiträge ein Diskurs von Landwirt zu Landwirt (Hobbylandwirte inklusive) angeregt wird. Dem Thema „Vielfalt“ nähern sich die Beiträge auf dreifache Weise:

  • Eingangs durch drei Grundsatzbeiträge, warum sich Vielfalt eigentlich lohnt (Steurer, Wanninger), wie sie durch ein Diversitätsmonitoring zweckdienlich dokumentiert wird (Priebernig) und welche Schwierig­keiten „Vielfalt in der Praxis“ be­inhalten kann (Maurer).
  • Sodann durch sieben Beispiele, die für die thematische Bandbreite des Begriffs Vielfalt stehen; sie beziehen sich auf neue Formen des (schon erprobten) Randstreifen­programms (Reschenhofer, Steiner), auf die Bedeutung der Arten­diversität im Wald (Pater Michael), auf die Kombinierbarkeit von Bio­diversität und Intensivproduktion (Familie Oberleitner), auf die enorme Bedeutung der Pflege und Erhaltung pflanzlicher Genreserven (Gillinger, Schrefel) oder auf die Haltung und Züchtung seltener Nutztierrassen (Soritz). Es gehört aber auch die Vielfalt der Bau­kultur zum ländlichen Raum (Gruber, Wallner), heute durch immer mehr Best-Practice-Beispiele repräsentiert. Und dann noch die Initiative des ÖKL „AfterWork am Bauernhof“ (Zipper), die unmittelbar die interessierte Öffentlichkeit anspricht und „echte Landwirtschaft zum Angreifen“ vermitteln will.
  • Als Abschluss bringen vier Beiträge spezifische Ergebnisse, die den ökologisch-protektiven Charakter von Vielfalt wiedergeben sollen. Es sind dies die Wirkungen von Blühstreifen durch die Erhaltung der Nahrungsgrundlage von (Wild-)Bienen (Haslgrübler), die Bedeutung des Flächenmanagements eines Bauernhofs für die ihn umgebende Vogelwelt (Wirtitsch) und schließlich auch, welche Folgen Biodiversität im Boden zeitigt, oder eben nicht, wenn sie fehlt (Fink). Den Schlusspunkt bildet die Deutung landschaftlicher Vielfalt als Grund­lage eines gesunden Naturhaushalts und zugleich eines psychologischen Bedürf­nisses des Menschen (Frohmann).

(Editorial von Franz Greif)

Inhalt:

Vielfalt lohnt sich – warum eigentlich?
Barbara Steurer und Klaus Wanninger
Wie ich zur Biodiversitätsvermittlerin wurde …
Isa Priebernig
Ordentlich! Schlampert.
Johannes Maurer
Ackerwildkräuter und Muttertagswiese am Stiegl-Gut
Johann Reschenhofer und Konrad Steiner
Diversität – Unterschiedlichkeit
Pater Michael
„Vielfalter-Betrieb“ Oberleitner
Martina und Anton Oberleitner
Der Kulturpflanzenschutz der Arche Noah
Johanna Gillinger und Christian Schrefel
Der Biosphärehof Tabakscheucher auf der Koralm
Barbara Soritz
Baukultur am Land – mehr als nur Baumaschinen
Roland Gruber und Roland Wallner
AfterWork am Bauernhof – Let´s go!
Kornelia Zipper
Rund 300 Kilometer Nahrungsgrundlage für Bienen in OÖ
Petra Haslgrübler
Die Vogelwelt rund um den landwirtschaftlichen Betrieb
Michael Wirtitsch
Biodiversität im Boden
Daniel Fink
Landschaftliche Vielfalt wahrnehmen
Erwin Frohmann

 

Land & Raum zum Thema Hofübergabe

Die Sommerausgabe unserer Zeitschrift „Land & Raum“ widmet sich dem sensiblen und oft emotionalen Thema „Hofübergabe“ – den Erfolgsgeschichten, dem Zusammenleben unterschiedlicher Generationen auf dem Betrieb und den vielschichtigen Herausforderungen. In elf Beiträgen auf 36 Seiten werden grundsätzliche, auch rechtliche Informationen und Hinweise (z.B. „Lebensqualität Bauernhof“) gegeben sowie drei Beispiele vorgestellt. Für die innerfamiliäre Hofübergabe wird auch die Möglichkeit einer Mediation besprochen. Mehr lesen Sie hier!

Land & Raum 2/2018 Hofübergabe

Die Sommerausgabe von „Land & Raum“ widmet sich dem Thema Hofübergaben – den Erfolgsgeschichten, dem Zusammenleben unterschiedlicher Generationen auf dem Betrieb und den vielschichtigen Herausforderungen.

36 Seiten, Preis: 5 Euro,
erhältlich im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop!

Die Rahmenbedingungen
Der Strukturwandel in den ländlichen Regionen schreitet mit großen Schritten voran und die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich nimmt von Jahr zu Jahr ab. Oft fehlen auf den Betrieben die Nachfolgerinnen und Nachfolger – junge Leute auf dem Hof entscheiden sich bewusst für einen anderen Lebensweg. Gleichzeitig gibt es immer mehr gut ausgebildete, junge Menschen, die sich mit einem großen Maß an Weltoffenheit auf die Stärken der ländlichen Regionen zurückbesinnen und sich dem Wechselspiel zwischen globalen und lokalen Entwicklungsprozessen in der Landwirtschaft stellen.
Hofübergaben in der Familie
Der Übergabe- bzw. Übernahmeprozess ist ein emotionales und sensibles Thema – Alt- und Jungbauer müssen aufeinander zugehen, offen miteinander reden und Kompromisse finden. Dieser Generationenwechsel gestaltet sich nicht immer so einfach. Frau Dr. Quendler geht in ihrem Artikel darauf ein, dass die Hofübergabe immer zwei Seiten bedeutet: die Hofaufgabe des Altbauers bzw. der Altbäuerin und die Existenzgründung von den künftigen Betriebsführerinnen und -führern.
Oft sind es zwischenmenschliche Herausforderungen, die hier eine wichtige Rolle spielen – sei es die Wertschätzung gegenüber den älteren Generationen am Betrieb oder der „informelle Generationenvertrag“, welcher im täglichen Zusammenleben umgesetzt wird. Hinzu kommt auch, dass das Sozial­system auf dem bäuerlichen Betrieb Familie und Unternehmen unter einem Dach vereint, wodurch zusätzlich Konflikte entstehen können. Auf dem Lehengut Pfarrwerfen haben die Altbauersleute den jungen Hofübernehmern volle Freiheit in der Hofgestaltung gegeben – die Umstellung von Milchkühen zu Milchschafen konnte hier, wie in ihrem Artikel beschrieben, harmonisch über die Bühne gehen. Professionelle Begleitung im Übergabeprozess und der richtige Umgang mit Konflikten können eine gute Lösungsfindung unterstützen.
Neue Ideen durch Quereinsteiger
Außerfamiliäre Hofübernahmen sind nichts Neues! Immer mehr junge, gut ausgebildete Menschen möchten ihre Ideen und Visionen in der Landwirtschaft verwirklichen – eine oftmals idealistische, mit gewissen Unsicherheiten verbundene Lebensentscheidung! Zwei Quereinsteigerinnen bzw. -einsteiger berichten über ihren persönlichen Weg in die Landwirtschaft. Olga und Thomas Huemer stellen die Vielfalt auf ihrem Bio-Acker- und Gemüse­baubetrieb inmitten des grünlandgeprägten Alpenvorlandes vor. Isabella und Nikolaus Bösch-Weiss schildern ihre Visionen auf ihrem Bio­bauernhof mit ganzheitlichem Aufklärungsanspruch.
Das Netzwerk „Existenzgründung in der Landwirtschaft“ hat 2017 die Plattform „Perspektive Landwirtschaft“ gegründet, wo Hofübernehmer und Hofübergeber aufeinander treffen, ein Austausch und Kennenlernen stattfinden kann und wo auch die Rahmenbedingungen für den Quereinstieg kommuniziert werden.
Ihr Land & Raum Team wünscht Ihnen ein vielfältiges, abwechslungsreiches Leseerlebnis und einen schönen und erholsamen Sommer!
Editorial von Stephanie Köttl

Inhalt:

Am Kreuzungspunkt: Übergabe und Übernahme des Hofes
Erika Quendler
„Lebensqualität Bauernhof“ begleitet Hofübergaben professionell
Claudia Jung-Leithner
Wenn die Hofnachfolge fehlt …
Margit Fischer und Katharina Hagenhofer
Gemüse im Berggebiet – geht das überhaupt?
Olga und Thomas Huemer
Die Hofnachfolge am Familienbetrieb
Eva-Maria Griesbacher und Anja Eder
Lehengut in Pfarrwerfen – Unser Weg sind die Schafe
Birgit und Thomas Laner
Rechtliche Aspekte bei der außerfamiliären Hofnachfolge
Franz Staudinger
Hofwärts!
Isabella Bösch-Weiss
Sozialkapital in bäuerlichen Familien
Reinhard Engelhart
„Innerfamiliäre Hofübergabe“ – Chance oder Risiko?
Daniela Gramelhofer
Außerfamiliäre Hofübergabe in Österreich aus der Sicht der Beratung
Bernadett Handl

Weiters:
Das ÖKL bei den Bio-Feldtagen 2018
20 Jahre ECOVAST Austria
„Vielfalt auf meinem Betrieb“