Land & Raum Hofübergabe

Das Sommerheft der Zeitschrift Land & Raum widmet sich dem Thema „Inner- und außerfamiliäre Hofübergabe“ und wird Ende Juni/Anfang Juli 2018 erscheinen!

Land & Raum 1 2018 Bienenwirtschaft und Biodiversität

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum widmet sich in elf Beiträgen auf 32 Seiten ganz dem Thema „Bienenwirtschaft und Biodiversität“! Sie entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Bienenzentrum Oberösterreich.

Preis pro Heft: 5 Euro, zu beziehen im ÖKL unter office@oekl.at, 01/5051891 oder im Webshop.

Aus dem Editorial von Petra Halsgrübler:

Anlass für dieses Thema war die Neugründung des Bienenzentrums Oberösterreich. Eine derartige Stelle ist einzigartig in Österreich. Sie dient der Vernetzung unterschiedlicher Interessengruppen, dies soll in dieser Ausgabe veranschaulicht werden. Bienen und Blumen brauchen einander – unter diesem Motto wird gezielt Bewusstseinsbildung betrieben.
Die Honigbiene ist das drittwichtigste Nutztier nach dem Rind und dem Schwein. Durch die Anpassung an ein gemäßigtes Klima mit langen Kälteperioden sind sie weltweit absolute Spezialisten. Mit der Bildung von Winterbienen ist ein problemloses Überwintern in kleine Völkern möglich. Bienen und Blumen haben seit Millionen von Jahren eine sehr gut funktionierende Partnerschaft. Es ist eine Ko­evolution, bei der der eine ohne den anderen nicht überlebensfähig ist. Bienen und blütenbestäubende Insekten sind die wichtigsten und effizientesten Pollenüberträger und Bestäuber. Die Bienen bleiben ihren Sammelarealen treu und fliegen über einen längeren Zeitraum auf den gleichen Blütentyp. Die Pflanze profitiert davon, da weniger Pollen benötigt werden und diese nicht auf artfremden Blüten landen, somit ist eine erfolgreiche Fortpflanzung gewährleistet. Pflanzen bieten eine unverzichtbare Nektar- und Pollenquelle. Der Nektar dient als Energielieferant und als Treibstoff zum Fliegen und zum Heizen bzw. Kühlen des Bienenstockes. Pollen ist eine Eiweiß-, Vitamin-, Fett- und Mineralquelle. Im Gegensatz zu den Honigbienen fliegen Wildbienen auch schon bei kühleren Temperaturen und sind teilweise effektivere Bestäuber, da sie mit bestimmten Pflanzen eine Symbiose eingegangen sind. Wildbienen brauchen Nistplätze im Boden, Totholz, Höhlen in Obstbäumen, sonnige und lückige Bereiche im Unterwuchs.
Die Steigerung der Biodiversität und der Artenvielfalt ist uns ein großes Anliegen. Schon mit wenigen Schritten lässt sich die Biodiversität auf dem Landwirtschaftsbetrieb fördern und steigern. Die Anlage von Ackerblühstreifen, artenreichen Blumenwiesen, Ackersäumen, Feldrainen und Hecken ist ein wesentlicher Beitrag dazu. Wichtig ist aber auch die räumliche Vernetzung ähnlicher Biodiversitätsflächen untereinander. Somit kann die genetische Vielfalt erhalten bleiben und den Insekten werden Rückzugsgebiete geboten. Schonende Bewirtschaftungs­methoden leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Insektenvielfalt.

Inhalt:

Wie geht es den Honigbienen in Österreich
Christian Boigenzahn
Wilde Zeiten für Wildbienen
Fritz Gusenleitner
Faszination Biene – ein vielfältiges Tier
Petra Haslgrübler und Theresa Frühwirth
Was man mit Honig alles machen kann
Peter Frühwirth
„Zukunft Biene 2014 bis 2017“ – Ein Forschungsprojekt zur Gesundheit der Biene
Karl Crailsheim, Rudolf Moosbeckhofer, Linda Morawetz,
Wolfgang Schühly und Robert Brodschneider
Bienenfreundliche Gemeinden: Wie sich Kommunen als Vorbilder und VermittlerInnen für einen vielfältigen Lebensraum stark machen
Richard Schachinger
Regionale, zertifizierte Blühmischungen: ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Biodiversität
Bernhard Krautzer und Wilhelm Graiss
Artenschutzprojekte in Oberösterreich – ein essentieller Beitrag zum Wildbienenschutz
Michael Strauch
„Wir schauen auf unsere Bienen und Bestäuberinsekten“ – Biodiversitätsmonitoring mit Landwirtinnen und Landwirten
Stephanie Köttl
Registrierungspflicht für Imkerinnen und Imker & internationaler Handel mit Bienen
Rainer Hader
Landesverband für Bienenzucht OÖ: 25 Jahre Labor für Bienenprodukte und -gesundheit im OÖ Imkereizentrum
Susanne Wimmer

 

Biene auf Hornklee, Foto: Peter Frühwirth, Die Hochland Imker

Land & Raum: Soziale Projekte im ländlichen Raum

Die Winterausgabe widmet sich dem Thema „Soziale Projekte im ländlichen Raum“ und hält elf Beiträge für Sie bereit: Vom Grundsatzartikel und Green Care allgemein über ein Lerncafé für Kinder oder eine CityFarm bis zum Holzhausbau mit Flüchtlingen und einem Biobauernhof für Jugendliche und vieles mehr.

36 Seiten, Preis Einzelheft: 5 Euro.
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Land & Raum 4 2017 Soziale Projekte im ländlichen Raum

Die Winterausgabe unserer Zeitschrift Land & Raum widmet sich Sozialen Projekten im ländlichen Raum!

11 Beiträge, 36 Seiten
Preis pro Einzelheft: 5 Euro
Zu bestellen unter 01/5051891 oder office@oekl.at

Inhalt:

Soziale Infrastrukturen in ländlichen Räumen
Tatjana Fischer
Die Zwei mit dem  Rollstuhl 
Alois Moosbrugger
Green Care – Wo Menschen aufblühen:Potenzial für einen lebenswerten ländlichen Raum
Clemens Scharre
Inklusionspreisträger 2016: „Wesenufer Hotel & Seminarkultur an der Donau“
Claudia Pauzenberger
Der bäuerliche Betrieb als Ort der Inklusion – Beispiel Biobauernhof Watscher
Bettina Riedmann und Hans Kordina
Das Lerncafé der Caritas in Mürzzuschlag ist ein lebendiges Beispiel für Inklusion
Dominik Ebner-Staberhofer
Tageswerkstätte Stephanus – Arbeit mit Tieren, die Menschen verbindet
Hedda Heilburg
In einem paradiesischen Garten – berufliche Integration in der Emmaus CityFarm
Eva Enne, Gabriele Kellner und Hans Kogler
Flüchtlingswohnung im Schloss Tollet
Brigitte K. Macaria
Handwerk – Hand in Hand
Roswitha Wolf
Cenacolo – Raus aus der Abhängigkeit
Roman Ott

 

Editorial von Barbara Steurer:

In der vorliegenden „Weihnachtsausgabe“ der Zeitung Land & Raum stellen wir viele positive Beispiele von sozialen Projekten vor, die zum Nachdenken und „Nachleben“ anregen sollen. Dabei geht es vielfach um „Inklusion“, ein soziologischer Begriff, der das Konzept einer Gesellschaft beschreibt, in der jeder Mensch akzeptiert wird sowie gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen“ (vgl. SCHÖB, A.).
Am Land lebt es sich anders als in der Stadt. Das Landleben ist gekennzeichnet durch die Nähe zur Natur, durch mehr individuellen Freiraum und besseren sozialen Kontakten, was vor allem für Kinder und Jugendliche sowie für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und alten Menschen wichtig ist. Demgegenüber steht jedoch die Tatsache, dass gerade die soziale Infrastruktur am Land bedingt durch demographischen Wandel immer kostenintensiver und somit weniger wird. Im Beitrag von Tatjana Fischer wird dieser Problematik aus Sicht der Raumordnung auf den Grund gegangen.
Umso wichtiger sind konkrete Projekte, die hier Lösungsansätze bereitstellen. So bieten sowohl das „Hotelprojekt Wesenufer“ als auch die „Emmaus CityFarm“ Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit psychischen Beinträchtigungen und Langzeitarbeitslosen an, wobei die Etablierung einer regelmäßigen Tagesstruktur, aber auch die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess im Vordergrund stehen.
Wie die Integration von geflüchteten Menschen in unsere Gesellschaft gelingen kann, wird in den Beiträgen „Lerncafe in Mürzzuschlag“, „Flüchtlingswohnung im Schloss Tolet“ und „Handwerk – Hand in Hand“ anschaulich vor Augen geführt.
Das besondere Potenzial, das Bauernhöfe für Kinder, alte Menschen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen sowie für Suchtkranke haben, wird im Artikel „Green Care – wo Menschen aufblühen“ von Clemens Scharre beschrieben. Green Care ist dabei ein Sammelbegriff, der alle Aktivitäten und Interaktionen zwischen Mensch, Tier und Natur auf landwirtschaftlichen Betrieben zusammenfasst, die wesentlich zur Gesundheitsförderung und Therapie beitragen bzw. auch soziale und pädagogische Ziele verfolgen. Die mittlerweile 26 zertifizierten „Green Care“ Bauernhöfe Österreichs zeigen klar auf, welche Vielfalt an sozialen Angeboten hier möglich ist.  
Gelungene Sozialprojekte im ländlichen Raum können zukünftig nicht nur zur Inklusion bisheriger Randgruppen in die Gesellschaft, sondern auch zu einer Aufwertung des ländlichen Raumes beitragen. Besonders hervorzuheben ist dabei natürlich die Arbeit der vielen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, ohne die vieles nicht möglich ist und denen nicht oft genug gedankt werden kann!
„Man muss das Gute tun, damit es in der Welt sei!“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

In diesem Sinn wünschen wir allen unseren Leserinnen und Lesern besinnliche Festtage und ein schönes Neues Jahr!
Barbara Steurer

SCHÖB, A. (2013), Definition Inklusion in http://www.inklusion-schule.info/inklusion/definition-inklusion.html (Zugriff: 12.12.2017)

Land & Raum 3/2017 TIERWOHL

Die Herbstausgabe von Land & Raum widmet sich dem viel diskutierten Thema TIERWOHL! 14 Beiträge auf 40 Seiten hat das Redaktionsteam zusammengestellt, die Beiträge bieten (wissenschaftliche) Grundlagen und viele positive Beispiele aus der heimischen Landwirtschaft!
Preis: 5 Euro
Das Heft ist im ÖKL erhältlich und kann unter 01/5051891 oder office@oekl.at oder im Webshop bestellt werden!

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Land & Raum 3/2017 Tierwohl

Die Herbstausgabe von Land & Raum widmet sich dem viel diskutierten Thema TIERWOHL!

14 Beiträge auf 40 Seiten hat das Redaktionsteam zusammengestellt, die Beiträge bieten (wissenschaftliche) Grundlagen und viele positive Beispiele aus der heimischen Landwirtschaft!

Preis: 5 Euro
Das Heft ist im ÖKL erhältlich und kann unter 01/5051891 oder office@oekl.at oder im Webshop bestellt werden!

Das ÖKL hat 14 Beiträge zusammengestellt.

  • Das Heft beginnt mit einigen grundlegenden Beiträgen von Autorinnen, die definieren, was die Begriffe Tierwohl, Wohlbefinden, animal welfare, Tiergerechtheit usw. bedeuten: Z.B. stellt Frau Angela Bergschmidt vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft (Braunschweig, D) das Konzept der „fünf Freiheiten“ sowie das Konzept der „drei Dimensionen“ vor (Beitrag Bergschmidt). Veronika Edler von Bio Austria erklärt die Vorteile der Tierhaltung in der biologischen Landwirtschaft und Frau Elfriede Ofner-Schröck von der Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein geht speziell auf das Tierwohl in der Rinderhaltung ein. Die Tierärztin Beate Berger beleuchtet das Tierwohl in Zusammenhang mit heute üblichen Zuchtzielen und Franz Greif fasst zusammen, wie das Tier zum Schlachthof kommt und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen es dafür gibt.
  • Mehrere „Reports“ von landwirtschaftlichen Betrieben stellen die Praxis vor: Biohof Edibichl, Lindenhof Eisenkölbl, Biohof Labonca, die Tierhaltung bei Zotter Schokolade, Betrieb Thenner mit tiergestützter Intervention und der Verein Turopolje-Blondvieh-Waldviertel.
  • Ein Beitrag über die Zusammenhänge von Architektur und Tierwohl rundet das Thema ab, zusätzlich schreibt die AMA über die Initiative „federführend“ und die Werner Lampert Beratungsges.m.b.H. gibt einen  Einblick in die Produktionsstandards von „Prüf Nach!“.

Inhaltsverzeichnis:

Tierwohl – Definitionen, Konzepte und Indikatoren
Angela Bergschmidt
Wohlergehen, Wohlbefinden und noch vieles mehr
Veronika Edler
Tierwohl in der Rinderhaltung
Elfriede Ofner-Schröck
Tierschutz in der Nutztierzucht – Stichwort Qualzucht
Beate Berger
Wenn der Schlachthof zum Tier kommt
Franz Greif
Die Bisons am Biohof Edibichl stehen das ganze Jahr auf der Weide
Julia Kocher
Der Lindenhof der Familie Eisenkölbl
Franz Greif und Familie Eisenkölbl
Tierwohl und architektonische Aspekte
Andreas Weratschnig
Der Labonca Biohof
Norbert Hackl
Josef Zotters Essbarer Tiergarten
zotter Schokoladen Manufaktur
Tierwohl in Zusammenhang mit tiergestützten Angeboten
Larissa Thenner
Tiergerechte Tierhaltung und bestes Fleisch im Verein Turopolje-Blondvieh-Waldviertel
Gregor Einetter
Hendl und Pute aus Österreich sind federführend
Manuela Schürr
Tierwohl ist eine Frage der Würde
Stephan Pöchtrager

Land & Raum Nachhaltiger Tourismus für Entwicklung

Ganz im Sinne der UNO, die das Jahr 2017 zum Jahr des Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung ausgerufen hat, widmen wir die Sommerausgabe von Land & Raum dem Nachhaltigen Tourismus und stellen unterschiedliche Ansätze vor. 
36 Seiten, 10 Beiträge mit zahlreichen positiven Beispielen, Preis pro Heft 5 Euro
Näheres lesen Sie hier

Land & Raum 2 2017 Nachhaltiger Tourismus

Ganz im Sinne der UNO, die das Jahr 2017 zum Jahr des Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung ausgerufen hat, widmen wir die Sommerausgabe von Land & Raum dem Nachhaltigen Tourismus und stellen unterschiedliche Ansätze vor.  

36 Seiten, 10 Beiträge mit zahlreichen positiven Beispielen
Preis pro Heft 5 Euro, zu bestellen im ÖKL unter 01/5051891 oder per mail an office@oekl.at

Die globalen Ziele (siehe Kasten rechts) scheinen im Vergleich zu den österreichischen Dimensionen vielleicht etwas „hochtrabend“, doch eigentlich kann es auch in unserem kleinen Land um nichts anderes gehen als um ein gesundes und friedliches Leben. Da der Tourismus in Österreich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und ein relevanter „Arbeitgeber“ ist, ist es naheliegend, diesen als positiven und wohlstandsfördernden Motor so zu gestalten, dass er sich nicht seiner eigenen Grundlagen beraubt, nämlich: eine gesunde Umwelt, eine vielfältige Kulturlandschaft, sozialer Friede, eine offene Gesellschaft und eine farbenfrohe, lebendige Kultur.
Vor die guten Beispiele hat das Redaktionsteam wie immer einige grundsätzliche Texte gestellt, wie z.B. den von Cornelia Kühhas der „Naturfreunde Internationale“. Er macht uns u.a. mit der „Berlin-Deklaration“ bekannt, die einen Wandel hin zu einem fairen, nachhaltigen Tourismus fordert.
Den Schritt nach Österreich macht das Autorinnenteam Holzer, Kreuzpointner und Zehetgruber und beleuchtet die Ziele und Initiativen des „Ministeriums für ein lebenswertes Österreich“ (bekannter als Landwirtschafts- und Umweltministerium). Ein Beispiel ist das Programm klimaaktiv, das umweltfreundliche Mobilitätsprojekte fördert.
Otto Fichtl geht mit dem Beitrag „Elf Schritte zur Nachhaltigkeit“ in die zum größten Teil „stofflichen“ Details, gibt alternative Handlungsanleitungen und beschreibt vorbildliche Tourismusbetriebe, die  Wasser und Energie sparen,  Abfall vermeiden, natürliche Materialien für die Einrichtung verwenden u.v.m.; nicht zu vergessen regionale und bio­logische Lebensmittel. Die Besten erhalten das Österreichische Umweltzeichen für Tourismus!
Josef Essl, CIPRA Österreich, beschreibt den Alpenraum als nicht nur älteste, sondern auch problematische Tourismusdestination, gibt uns aber auch einige sehr positive Beispiele. Außerdem erklärt er uns die  Alpenkonvention, ein verbindliches Vertrags- und Regelwerk zur nachhaltigen Entwicklung des Alpentourismus.

Vier Beiträge mit nachhaltigen Beispielen

Roland Kals portraitiert die „Bergsteigerdörfer“, konzipiert im Jahr 2005 vom Österreichischen Alpenverein, als sanften und qualitätsvollen Gegenpol zum alpinen „Wettlauf“. Einzigartige Initiativen sind z.B. die „Schule der Alm“ oder das „Alpine Philosophicum“.
Cornelia Reitner erzählt uns von den Nationalpark Höfen im Ennstal in Oberösterreich, wo sich zehn Urlaub am Bauernhof-Betriebe zusammengetan haben und mit dem Prädikat „Nationalpark“ den Gästen  signalisieren: Hier seid Ihr im Nationalpark Kalkalpen, auf unseren Bauernhöfen könnt Ihr Naturverbundenheit ganz besonders erleben!
Dann werfen wir einen Blick auf das südtiroler Zertifikat „Roter Hahn“, der an Bauernhöfe oder -schänken vergeben wird, die ihren Gästen ganz besonders viele regionale, bäuerliche Produkte kredenzen. Eine eigene Auszeichnung gibt es für Handwerksprodukte, z.B. Filzhüte, Unikate, deren Ausgangsmaterialien zu 100 Prozent auf einem Südtiroler Bauernhof gewachsen sind.
Wie praktisch und „cool“ sanfte Mobilität sein kann, können wir uns in Werfenweng anschauen! Entweder man kommt mit der Bahn und wird abgeholt oder man reist mit dem eigenen Auto an und darf den Schlüssel dann gleich abgeben. Denn in Werfenweng braucht man kein Auto, dafür sorgt ein gut ausgeklügeltes System von alternativen Verkehrsmitteln!
Zuletzt geht es in die Mongolei und Franz Greif geht der Frage nach, ob und wie sanft der Tourismus dort, weit im Osten, ist.

(Editorial von Eva-Maria Munduch-Bader)

INHALT:

Tourismus für eine nachhaltige Entwicklung
Cornelia Kühhas
Das Internationale Jahr des nachhaltigen Tourismus: die Initiativen des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich
Veronika Holzer, Elvira Kreuzpointner und Christine Zehetgruber
Elf Schritte zur gelebten Nachhaltigkeit
Otto Fichtl
Die  Alpenkonvention als Gestaltungsinstrument für einen nachhaltigen Tourismus in den Alpen
Josef Essl
Erlebbare Authentizität – die Bergsteigerdörfer im Jahr des Nachhaltigen Tourismus
Roland Kals
Die Nationalpark Höfe im oberösterreichischen Ennstal
Cornelia Reitner
„Roter Hahn“ – Nachhaltiges Bauernhoferlebnis hoch vier
Südtiroler Bauernbund
Die  historische Kleinstadt Zell am See stemmte den Städtetag 2017 mit Bravour
Brigitte Macaria
Traditionell, malerisch und am Puls der Zeit: Werfenweng – Modellort für sanfte Mobilität
Tourismusverband Werfenweng
Die Mongolei – ein „sanftes“ Reiseziel?
Franz Greif

Land & Raum 1 2017 „Märkte – traditionell & innovativ“

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum widmet sich dem Thema „Märkte – traditionell & innovativ“.
10 Beiträge, 32 Seiten, Preis 5 Euro. Zu bestellen unter office@oekl.at, 01/505 18 91, Webshop

Inhaltsverzeichnis:

Treffpunkt Bauern- und Wochenmarkt
Klaus Ulrich Forcher und Thomas Egger

Direktvermarktung – eine Chance für landwirtschaftliche Betriebe?
Martina Ortner

Digitale Bauernmärkte – Apps & Online-Shops für KonsumentInnen
Stephanie Köttl

Der Essig-Pepi aus Seibersdorf
Josef Eder

Die Wilhelmsburger Hoflieferanten – eine marktreife Erfolgsgeschichte
Stephanie Köttl

Jakobi-Markt in Payerbach – ein  Treff für Jung und Alt
Joachim Köll

Die „Landlwoche(n) im oberösterreichischen Hausruckviertel 
Brigitte K. Macaria

Wien ist anders. Die Markterei auch. 
Astrid Hauss

Der WUK-Wochenmarkt in Wien
Susanne Senekowitsch

Viehvermarktung in Österreich einst und heute
Franz Greif

Editorial von Eva-Maria Munduch-Bader:

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum beschäftigt sich mit Märkten und beleuchtet die traditionellen Bauern- und Wochenmärkte, die Direktvermarktung am Hofladen sowie auch neue Wege, wie Apps und Online-Shops, mit denen die Konsumentinnen und Konsumenten in der Region produzierte Lebensmittel bequem suchen, finden und bestellen können.
Was ist ein Markt eigentlich? Auf der Seite der Österreichischen Wirtschaftskammer (WKO) findet sich folgende Definition: „Inländische Verkaufsveranstaltungen, die auf einem örtlich abgegrenzten Bereich einer Gemeinde zu bestimmten Zeiten stattfinden, heißen Märkte. Bei derartigen Veranstaltungen hat jedermann (unter Beachtung gewerberechtlicher Vorschriften) das Recht, auf Basis einer Marktrechtsverordnung Waren feilzubieten und auch zu verkaufen. Die Abhaltung von Märkten bedarf einer Bewilligung und einer Verordnung. Bauernmärkte*) , also „marktähnliche Verkaufsveranstaltungen von Land- und Forstwirten zum Feilbieten und Verkauf von Erzeugnissen aus eigener Produktion“ brauchen das nicht.
Ein „Gustostückerl“, ebenfalls auf der Seite der WKO zu finden: „Verboten sind das Feilbieten und der Verkauf von Waffen und Munition, von Bettfedern, Obstbäumen und Obststräuchern sowie Reben.“ Interessante Aufzählung, oder nicht?
Wenn man also keine Waffen oder Bettfedern verkaufen will, ist so ein Markt keine Hexerei, hat jedoch große Wirkung! Im Eingangsbeitrag schreiben Klaus Ulrich Forcher und Thomas Egger, dass Bauern- und Wochenmärkte die nachhaltigsten Frequenz- und Kaufkraftbringer sind, was bedeutet, dass ein Bauern- oder Wochenmarkt BesucherInnen in die Orts- oder Stadtkerne lockt und diese dadurch belebt. Außerdem: Der Markteinkäufer gibt dann noch Geld in den umliegenden Geschäften aus! Sehr erfreuliche „Nebeneffekte“ also!
Für die bäuerlichen Betriebe in Österreich ist Direktvermarktung ein wichtiger Vertriebszweig, der stetig wächst und einen bedeutenden Einkommensfaktor darstellt. Martina Ortner von der Landwirtschaftskammer Österreich belegt dies mit Fakten und Zahlen und stellt vier interessante Betriebe vor.
Sechs Beispiele und einige hilfreiche Apps
In diesem Heft werden sechs sehr unterschiedliche marktähnliche Initiativen bzw. Personen vorgestellt: Zuerst der Essig-Pepi aus Seibersdorf, ein Marktstandler aus Leidenschaft, der sich unter anderem auf Essige spezialisiert hat.
Weniger sauer sind die Milchprodukte der Wilhelmsburger Hoflieferanten: Hier haben sich sechs Familien einer Region für eine Kombination aus Direktvermarktung, Bauernmarkt und Einzelhandel entschieden.
Am Jakobi-Markt in der Gemeinde Payerbach gibt es einmal im Monat neben frischen Produkten der LandwirtInnen aus der Region auch Speis und
Trank, eine Hüpfburg für die Kinder und dazu noch jedes Mal ein „Motto“. Dadurch wird der Markt zu einem Treffpunkt und hat beste Chancen, langfristig zu bestehen.
Die Landlwochen im Bezirk Grieskirchen sind eine mittlerweile zweiwöchige Veranstaltung mit viel Musik und (Kunst)Handwerk, einem Pferdemarkt und natürlich einem Bauernmarkt.
Auch zwei Initiativen aus Wien werden vorgestellt: In der „Markterei“ gibt es jeden Freitag und Samstag Produkte österreichischer Bäuerinnen und Bauern und noch viel mehr in einer „hippen“ Location, abends mit Discokugel! Und das Werkstätten- und Kulturzentrum WUK hat nicht nur jede Woche einen Bauernmarkt, sondern sogar einen eigenen sozialintegrativen landwirtschafltichen Betrieb in der Nähe, der die BewohnerInnen des Grätzls im 9. Bezirk mit frischem Obst und Gemüse versorgt.
So vielfältig die Produkte, so unterschiedlich die Märkte, so bunt ihre Atmosphäre – und die lieben die Menschen! Am Markt einzukaufen bedeutet nicht nur Lebensmittel besorgen, sondern auch Menschen treffen, mit ihnen plaudern, sich vom „Standler“ Geschichten über die Produkte erzählen lassen und diese kosten – der Markt ist ein kleines emotionsgeladenes Erlebnis inmitten des Alltags.
Und wenn gerade keine Zeit für ein solches Erlebnis bleibt, kann man heute auch über Apps oder online die besten Produkte von Lieblingsbauernhof beziehen. Einige Möglichkeiten wurden von Stephanie Köttl zusammengefasst.
Zum Schluss ein hochinteressanter Beitrag, zusammengestellt von Franz Greif, über die Entwicklung von Viehmärkten beginnend im 16. Jahrhundert bis heute. Die aktuelle Situation lässt sich schnell beschreiben: Es gibt kaum noch welche …
Ich wünsche Ihnen eine angenehme und zum Marktbummel einladende Lektüre und einen schönen Frühling!
Ihre Eva-Maria Munduch-Bader