Land & Raum 3 2018 „Vielfalt lohnt sich“

Die Herbstausgabe von Land & Raum sagt:
Vielfalt lohnt sich!
Warum das eigentlich so ist, lesen Sie in 14 Beiträgen auf 40 Seiten.
Eine Bäuerin sagt: „Der Erhalt der Vielfalt an z.B. Insekten, Amphibien und Vögel in unseren Landwirtschaften hat nicht nur einen dekorativen Nutzen, sondern lässt sich als direkte Unterstützung in der Produktion erfahren.
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Das Heft ist zum Preis von 5 Euro im ÖKL erhältlich: 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop!

Land & Raum 3 2018 „Vielfalt lohnt sich“

Land & Raum im Herbst sagt: „Vielfalt lohnt sich!“

40 Seiten, 14 Beiträge
Zum Preis von 5 Euro erhältlich im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop!

Die „Vielfalt“ – am Bauernhof, in der Landwirtschaft, in der Landschaft – wurde als Thema wohl nicht erst kürzlich erfunden, wiewohl ins Gegenteil divergierende Entwicklungen überall stattfanden und weiter stattfinden. Der Bauer selbst kannte Vielfalt von Anfang an als ein Grundprinzip allen Lebens, und immer auch der Ernährung, deren Ausgewogenheit schlicht und einfach Vielfalt erfordert.

Vielfalt ist jedoch auch eine Lebensversicherung. Ein schönes Beispiel sind die Reisbauern der „hydraulischen Gesellschaften“ Südasiens. Sie wussten quasi „immer schon“ um die Wichtigkeit einer spezifischen Vielfalt, und daher bauten sie Reis auf wenigstens drei Feldern an – auf einem stets nassen, einem trockenfallenden und einem ohne Bewässerung. So suchte man die Folgen potenzieller Missernten zu mindern, die durch Wasserüberschuss oder -mangel entstehen können. Und in Zeiten fehlender Arbeitsteilung war ganz allgemein Einfallsreichtum gefragt, um Güter zu erzeugen oder Dinge zu schaffen, die noch nicht im Austausch oder auf einem Markt erhältlich waren.

Auch bei uns ist Vielfalt schon früh ein Wirtschaftsprinzip geworden. Als durch Düngung eine Steigerung der Erträge möglich wurde und man damit mehr Futter für das Vieh gewann, entwickelten sich etwa in den „Proviantwidmungsbezirken“ der Eisen­wurzen Betriebe mit zwei (und mehr) Produktionszielen; die wichtigsten waren Getreide und Fettschweine, also Brot und Schmalz für die Knappen und Hüttenarbeiter im Industrieraum um den Erzberg. Die Zeugen dieser Entwicklung sind die Vierkanthöfe zwischen Amstetten und Wels. Freilich sah die Welt über Jahrzehnte (und sieht dies auch heute) die Entwicklung vieler Monokulturen, auf Plantagen in Tropen und Subtropen oder in den Gebieten des ehemaligen Ostblocks, wo die sozialistische Agrarpolitik ihre Kommandos nur nach materialistischen Gesichtspunkten verteilte.
Doch im Zuge der Überwindung einer reinen „Ökonomisierung“ der Landwirtschaft entstanden letztlich auch andere „Vielfaltsziele“. Dies steht wohl auch in Zusammenhang mit dem agrarischen Struktur­wandel, der ja die Nebenerwerbsbetriebe zeitweise so zahlreich werden ließ. Mit dem allgemeinen Wirtschaftsaufschwung entstand im Tourismus ein „landwirtschaftsaffiner“ Sektor. Verarbeitung der Erzeugnisse und Direktvermarktung schlossen sich an, und auch die Leistung kommunaler Dienste (im Sommer, im Winter, in Notfällen) können Landwirte mit ihren schon vorhandenen Geräten bestens erbringen.

So zeichnen die Autorinnen und Autoren im vorliegenden Heft ein Zustandsbild der möglichen Vielfalt in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum, wobei der Fokus verstärkt auf Bio­diversität gerichtet ist. Auch geht das Tun der Akteure in den präsentierten Fällen überwiegend auf ihre eigenen Überlegungen zurück. Besonderen Wert legen sie dabei darauf, dass durch die dargestellten Beiträge ein Diskurs von Landwirt zu Landwirt (Hobbylandwirte inklusive) angeregt wird. Dem Thema „Vielfalt“ nähern sich die Beiträge auf dreifache Weise:

  • Eingangs durch drei Grundsatzbeiträge, warum sich Vielfalt eigentlich lohnt (Steurer, Wanninger), wie sie durch ein Diversitätsmonitoring zweckdienlich dokumentiert wird (Priebernig) und welche Schwierig­keiten „Vielfalt in der Praxis“ be­inhalten kann (Maurer).
  • Sodann durch sieben Beispiele, die für die thematische Bandbreite des Begriffs Vielfalt stehen; sie beziehen sich auf neue Formen des (schon erprobten) Randstreifen­programms (Reschenhofer, Steiner), auf die Bedeutung der Arten­diversität im Wald (Pater Michael), auf die Kombinierbarkeit von Bio­diversität und Intensivproduktion (Familie Oberleitner), auf die enorme Bedeutung der Pflege und Erhaltung pflanzlicher Genreserven (Gillinger, Schrefel) oder auf die Haltung und Züchtung seltener Nutztierrassen (Soritz). Es gehört aber auch die Vielfalt der Bau­kultur zum ländlichen Raum (Gruber, Wallner), heute durch immer mehr Best-Practice-Beispiele repräsentiert. Und dann noch die Initiative des ÖKL „AfterWork am Bauernhof“ (Zipper), die unmittelbar die interessierte Öffentlichkeit anspricht und „echte Landwirtschaft zum Angreifen“ vermitteln will.
  • Als Abschluss bringen vier Beiträge spezifische Ergebnisse, die den ökologisch-protektiven Charakter von Vielfalt wiedergeben sollen. Es sind dies die Wirkungen von Blühstreifen durch die Erhaltung der Nahrungsgrundlage von (Wild-)Bienen (Haslgrübler), die Bedeutung des Flächenmanagements eines Bauernhofs für die ihn umgebende Vogelwelt (Wirtitsch) und schließlich auch, welche Folgen Biodiversität im Boden zeitigt, oder eben nicht, wenn sie fehlt (Fink). Den Schlusspunkt bildet die Deutung landschaftlicher Vielfalt als Grund­lage eines gesunden Naturhaushalts und zugleich eines psychologischen Bedürf­nisses des Menschen (Frohmann).

(Editorial von Franz Greif)

Inhalt:

Vielfalt lohnt sich – warum eigentlich?
Barbara Steurer und Klaus Wanninger
Wie ich zur Biodiversitätsvermittlerin wurde …
Isa Priebernig
Ordentlich! Schlampert.
Johannes Maurer
Ackerwildkräuter und Muttertagswiese am Stiegl-Gut
Johann Reschenhofer und Konrad Steiner
Diversität – Unterschiedlichkeit
Pater Michael
„Vielfalter-Betrieb“ Oberleitner
Martina und Anton Oberleitner
Der Kulturpflanzenschutz der Arche Noah
Johanna Gillinger und Christian Schrefel
Der Biosphärehof Tabakscheucher auf der Koralm
Barbara Soritz
Baukultur am Land – mehr als nur Baumaschinen
Roland Gruber und Roland Wallner
AfterWork am Bauernhof – Let´s go!
Kornelia Zipper
Rund 300 Kilometer Nahrungsgrundlage für Bienen in OÖ
Petra Haslgrübler
Die Vogelwelt rund um den landwirtschaftlichen Betrieb
Michael Wirtitsch
Biodiversität im Boden
Daniel Fink
Landschaftliche Vielfalt wahrnehmen
Erwin Frohmann

 

Land & Raum zum Thema Hofübergabe

Die Sommerausgabe unserer Zeitschrift „Land & Raum“ widmet sich dem sensiblen und oft emotionalen Thema „Hofübergabe“ – den Erfolgsgeschichten, dem Zusammenleben unterschiedlicher Generationen auf dem Betrieb und den vielschichtigen Herausforderungen. In elf Beiträgen auf 36 Seiten werden grundsätzliche, auch rechtliche Informationen und Hinweise (z.B. „Lebensqualität Bauernhof“) gegeben sowie drei Beispiele vorgestellt. Für die innerfamiliäre Hofübergabe wird auch die Möglichkeit einer Mediation besprochen. Mehr lesen Sie hier!

Land & Raum 2/2018 Hofübergabe

Die Sommerausgabe von „Land & Raum“ widmet sich dem Thema Hofübergaben – den Erfolgsgeschichten, dem Zusammenleben unterschiedlicher Generationen auf dem Betrieb und den vielschichtigen Herausforderungen.

36 Seiten, Preis: 5 Euro,
erhältlich im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop!

Die Rahmenbedingungen
Der Strukturwandel in den ländlichen Regionen schreitet mit großen Schritten voran und die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich nimmt von Jahr zu Jahr ab. Oft fehlen auf den Betrieben die Nachfolgerinnen und Nachfolger – junge Leute auf dem Hof entscheiden sich bewusst für einen anderen Lebensweg. Gleichzeitig gibt es immer mehr gut ausgebildete, junge Menschen, die sich mit einem großen Maß an Weltoffenheit auf die Stärken der ländlichen Regionen zurückbesinnen und sich dem Wechselspiel zwischen globalen und lokalen Entwicklungsprozessen in der Landwirtschaft stellen.
Hofübergaben in der Familie
Der Übergabe- bzw. Übernahmeprozess ist ein emotionales und sensibles Thema – Alt- und Jungbauer müssen aufeinander zugehen, offen miteinander reden und Kompromisse finden. Dieser Generationenwechsel gestaltet sich nicht immer so einfach. Frau Dr. Quendler geht in ihrem Artikel darauf ein, dass die Hofübergabe immer zwei Seiten bedeutet: die Hofaufgabe des Altbauers bzw. der Altbäuerin und die Existenzgründung von den künftigen Betriebsführerinnen und -führern.
Oft sind es zwischenmenschliche Herausforderungen, die hier eine wichtige Rolle spielen – sei es die Wertschätzung gegenüber den älteren Generationen am Betrieb oder der „informelle Generationenvertrag“, welcher im täglichen Zusammenleben umgesetzt wird. Hinzu kommt auch, dass das Sozial­system auf dem bäuerlichen Betrieb Familie und Unternehmen unter einem Dach vereint, wodurch zusätzlich Konflikte entstehen können. Auf dem Lehengut Pfarrwerfen haben die Altbauersleute den jungen Hofübernehmern volle Freiheit in der Hofgestaltung gegeben – die Umstellung von Milchkühen zu Milchschafen konnte hier, wie in ihrem Artikel beschrieben, harmonisch über die Bühne gehen. Professionelle Begleitung im Übergabeprozess und der richtige Umgang mit Konflikten können eine gute Lösungsfindung unterstützen.
Neue Ideen durch Quereinsteiger
Außerfamiliäre Hofübernahmen sind nichts Neues! Immer mehr junge, gut ausgebildete Menschen möchten ihre Ideen und Visionen in der Landwirtschaft verwirklichen – eine oftmals idealistische, mit gewissen Unsicherheiten verbundene Lebensentscheidung! Zwei Quereinsteigerinnen bzw. -einsteiger berichten über ihren persönlichen Weg in die Landwirtschaft. Olga und Thomas Huemer stellen die Vielfalt auf ihrem Bio-Acker- und Gemüse­baubetrieb inmitten des grünlandgeprägten Alpenvorlandes vor. Isabella und Nikolaus Bösch-Weiss schildern ihre Visionen auf ihrem Bio­bauernhof mit ganzheitlichem Aufklärungsanspruch.
Das Netzwerk „Existenzgründung in der Landwirtschaft“ hat 2017 die Plattform „Perspektive Landwirtschaft“ gegründet, wo Hofübernehmer und Hofübergeber aufeinander treffen, ein Austausch und Kennenlernen stattfinden kann und wo auch die Rahmenbedingungen für den Quereinstieg kommuniziert werden.
Ihr Land & Raum Team wünscht Ihnen ein vielfältiges, abwechslungsreiches Leseerlebnis und einen schönen und erholsamen Sommer!
Editorial von Stephanie Köttl

Inhalt:

Am Kreuzungspunkt: Übergabe und Übernahme des Hofes
Erika Quendler
„Lebensqualität Bauernhof“ begleitet Hofübergaben professionell
Claudia Jung-Leithner
Wenn die Hofnachfolge fehlt …
Margit Fischer und Katharina Hagenhofer
Gemüse im Berggebiet – geht das überhaupt?
Olga und Thomas Huemer
Die Hofnachfolge am Familienbetrieb
Eva-Maria Griesbacher und Anja Eder
Lehengut in Pfarrwerfen – Unser Weg sind die Schafe
Birgit und Thomas Laner
Rechtliche Aspekte bei der außerfamiliären Hofnachfolge
Franz Staudinger
Hofwärts!
Isabella Bösch-Weiss
Sozialkapital in bäuerlichen Familien
Reinhard Engelhart
„Innerfamiliäre Hofübergabe“ – Chance oder Risiko?
Daniela Gramelhofer
Außerfamiliäre Hofübergabe in Österreich aus der Sicht der Beratung
Bernadett Handl

Weiters:
Das ÖKL bei den Bio-Feldtagen 2018
20 Jahre ECOVAST Austria
„Vielfalt auf meinem Betrieb“

Land & Raum 1 2018 Bienenwirtschaft und Biodiversität

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum widmet sich in elf Beiträgen auf 32 Seiten ganz dem Thema „Bienenwirtschaft und Biodiversität“! Sie entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Bienenzentrum Oberösterreich.

Preis pro Heft: 5 Euro, zu beziehen im ÖKL unter office@oekl.at, 01/5051891 oder im Webshop.

Aus dem Editorial von Petra Halsgrübler:

Anlass für dieses Thema war die Neugründung des Bienenzentrums Oberösterreich. Eine derartige Stelle ist einzigartig in Österreich. Sie dient der Vernetzung unterschiedlicher Interessengruppen, dies soll in dieser Ausgabe veranschaulicht werden. Bienen und Blumen brauchen einander – unter diesem Motto wird gezielt Bewusstseinsbildung betrieben.
Die Honigbiene ist das drittwichtigste Nutztier nach dem Rind und dem Schwein. Durch die Anpassung an ein gemäßigtes Klima mit langen Kälteperioden sind sie weltweit absolute Spezialisten. Mit der Bildung von Winterbienen ist ein problemloses Überwintern in kleine Völkern möglich. Bienen und Blumen haben seit Millionen von Jahren eine sehr gut funktionierende Partnerschaft. Es ist eine Ko­evolution, bei der der eine ohne den anderen nicht überlebensfähig ist. Bienen und blütenbestäubende Insekten sind die wichtigsten und effizientesten Pollenüberträger und Bestäuber. Die Bienen bleiben ihren Sammelarealen treu und fliegen über einen längeren Zeitraum auf den gleichen Blütentyp. Die Pflanze profitiert davon, da weniger Pollen benötigt werden und diese nicht auf artfremden Blüten landen, somit ist eine erfolgreiche Fortpflanzung gewährleistet. Pflanzen bieten eine unverzichtbare Nektar- und Pollenquelle. Der Nektar dient als Energielieferant und als Treibstoff zum Fliegen und zum Heizen bzw. Kühlen des Bienenstockes. Pollen ist eine Eiweiß-, Vitamin-, Fett- und Mineralquelle. Im Gegensatz zu den Honigbienen fliegen Wildbienen auch schon bei kühleren Temperaturen und sind teilweise effektivere Bestäuber, da sie mit bestimmten Pflanzen eine Symbiose eingegangen sind. Wildbienen brauchen Nistplätze im Boden, Totholz, Höhlen in Obstbäumen, sonnige und lückige Bereiche im Unterwuchs.
Die Steigerung der Biodiversität und der Artenvielfalt ist uns ein großes Anliegen. Schon mit wenigen Schritten lässt sich die Biodiversität auf dem Landwirtschaftsbetrieb fördern und steigern. Die Anlage von Ackerblühstreifen, artenreichen Blumenwiesen, Ackersäumen, Feldrainen und Hecken ist ein wesentlicher Beitrag dazu. Wichtig ist aber auch die räumliche Vernetzung ähnlicher Biodiversitätsflächen untereinander. Somit kann die genetische Vielfalt erhalten bleiben und den Insekten werden Rückzugsgebiete geboten. Schonende Bewirtschaftungs­methoden leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Insektenvielfalt.

Inhalt:

Wie geht es den Honigbienen in Österreich
Christian Boigenzahn
Wilde Zeiten für Wildbienen
Fritz Gusenleitner
Faszination Biene – ein vielfältiges Tier
Petra Haslgrübler und Theresa Frühwirth
Was man mit Honig alles machen kann
Peter Frühwirth
„Zukunft Biene 2014 bis 2017“ – Ein Forschungsprojekt zur Gesundheit der Biene
Karl Crailsheim, Rudolf Moosbeckhofer, Linda Morawetz,
Wolfgang Schühly und Robert Brodschneider
Bienenfreundliche Gemeinden: Wie sich Kommunen als Vorbilder und VermittlerInnen für einen vielfältigen Lebensraum stark machen
Richard Schachinger
Regionale, zertifizierte Blühmischungen: ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Biodiversität
Bernhard Krautzer und Wilhelm Graiss
Artenschutzprojekte in Oberösterreich – ein essentieller Beitrag zum Wildbienenschutz
Michael Strauch
„Wir schauen auf unsere Bienen und Bestäuberinsekten“ – Biodiversitätsmonitoring mit Landwirtinnen und Landwirten
Stephanie Köttl
Registrierungspflicht für Imkerinnen und Imker & internationaler Handel mit Bienen
Rainer Hader
Landesverband für Bienenzucht OÖ: 25 Jahre Labor für Bienenprodukte und -gesundheit im OÖ Imkereizentrum
Susanne Wimmer

 

Biene auf Hornklee, Foto: Peter Frühwirth, Die Hochland Imker

Land & Raum: Soziale Projekte im ländlichen Raum

Die Winterausgabe widmet sich dem Thema „Soziale Projekte im ländlichen Raum“ und hält elf Beiträge für Sie bereit: Vom Grundsatzartikel und Green Care allgemein über ein Lerncafé für Kinder oder eine CityFarm bis zum Holzhausbau mit Flüchtlingen und einem Biobauernhof für Jugendliche und vieles mehr.

36 Seiten, Preis Einzelheft: 5 Euro.
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Land & Raum 4 2017 Soziale Projekte im ländlichen Raum

Die Winterausgabe unserer Zeitschrift Land & Raum widmet sich Sozialen Projekten im ländlichen Raum!

11 Beiträge, 36 Seiten
Preis pro Einzelheft: 5 Euro
Zu bestellen unter 01/5051891 oder office@oekl.at

Inhalt:

Soziale Infrastrukturen in ländlichen Räumen
Tatjana Fischer
Die Zwei mit dem  Rollstuhl 
Alois Moosbrugger
Green Care – Wo Menschen aufblühen:Potenzial für einen lebenswerten ländlichen Raum
Clemens Scharre
Inklusionspreisträger 2016: „Wesenufer Hotel & Seminarkultur an der Donau“
Claudia Pauzenberger
Der bäuerliche Betrieb als Ort der Inklusion – Beispiel Biobauernhof Watscher
Bettina Riedmann und Hans Kordina
Das Lerncafé der Caritas in Mürzzuschlag ist ein lebendiges Beispiel für Inklusion
Dominik Ebner-Staberhofer
Tageswerkstätte Stephanus – Arbeit mit Tieren, die Menschen verbindet
Hedda Heilburg
In einem paradiesischen Garten – berufliche Integration in der Emmaus CityFarm
Eva Enne, Gabriele Kellner und Hans Kogler
Flüchtlingswohnung im Schloss Tollet
Brigitte K. Macaria
Handwerk – Hand in Hand
Roswitha Wolf
Cenacolo – Raus aus der Abhängigkeit
Roman Ott

 

Editorial von Barbara Steurer:

In der vorliegenden „Weihnachtsausgabe“ der Zeitung Land & Raum stellen wir viele positive Beispiele von sozialen Projekten vor, die zum Nachdenken und „Nachleben“ anregen sollen. Dabei geht es vielfach um „Inklusion“, ein soziologischer Begriff, der das Konzept einer Gesellschaft beschreibt, in der jeder Mensch akzeptiert wird sowie gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen“ (vgl. SCHÖB, A.).
Am Land lebt es sich anders als in der Stadt. Das Landleben ist gekennzeichnet durch die Nähe zur Natur, durch mehr individuellen Freiraum und besseren sozialen Kontakten, was vor allem für Kinder und Jugendliche sowie für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und alten Menschen wichtig ist. Demgegenüber steht jedoch die Tatsache, dass gerade die soziale Infrastruktur am Land bedingt durch demographischen Wandel immer kostenintensiver und somit weniger wird. Im Beitrag von Tatjana Fischer wird dieser Problematik aus Sicht der Raumordnung auf den Grund gegangen.
Umso wichtiger sind konkrete Projekte, die hier Lösungsansätze bereitstellen. So bieten sowohl das „Hotelprojekt Wesenufer“ als auch die „Emmaus CityFarm“ Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit psychischen Beinträchtigungen und Langzeitarbeitslosen an, wobei die Etablierung einer regelmäßigen Tagesstruktur, aber auch die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess im Vordergrund stehen.
Wie die Integration von geflüchteten Menschen in unsere Gesellschaft gelingen kann, wird in den Beiträgen „Lerncafe in Mürzzuschlag“, „Flüchtlingswohnung im Schloss Tolet“ und „Handwerk – Hand in Hand“ anschaulich vor Augen geführt.
Das besondere Potenzial, das Bauernhöfe für Kinder, alte Menschen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen sowie für Suchtkranke haben, wird im Artikel „Green Care – wo Menschen aufblühen“ von Clemens Scharre beschrieben. Green Care ist dabei ein Sammelbegriff, der alle Aktivitäten und Interaktionen zwischen Mensch, Tier und Natur auf landwirtschaftlichen Betrieben zusammenfasst, die wesentlich zur Gesundheitsförderung und Therapie beitragen bzw. auch soziale und pädagogische Ziele verfolgen. Die mittlerweile 26 zertifizierten „Green Care“ Bauernhöfe Österreichs zeigen klar auf, welche Vielfalt an sozialen Angeboten hier möglich ist.  
Gelungene Sozialprojekte im ländlichen Raum können zukünftig nicht nur zur Inklusion bisheriger Randgruppen in die Gesellschaft, sondern auch zu einer Aufwertung des ländlichen Raumes beitragen. Besonders hervorzuheben ist dabei natürlich die Arbeit der vielen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, ohne die vieles nicht möglich ist und denen nicht oft genug gedankt werden kann!
„Man muss das Gute tun, damit es in der Welt sei!“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

In diesem Sinn wünschen wir allen unseren Leserinnen und Lesern besinnliche Festtage und ein schönes Neues Jahr!
Barbara Steurer

SCHÖB, A. (2013), Definition Inklusion in http://www.inklusion-schule.info/inklusion/definition-inklusion.html (Zugriff: 12.12.2017)

Land & Raum 3/2017 TIERWOHL

Die Herbstausgabe von Land & Raum widmet sich dem viel diskutierten Thema TIERWOHL! 14 Beiträge auf 40 Seiten hat das Redaktionsteam zusammengestellt, die Beiträge bieten (wissenschaftliche) Grundlagen und viele positive Beispiele aus der heimischen Landwirtschaft!
Preis: 5 Euro
Das Heft ist im ÖKL erhältlich und kann unter 01/5051891 oder office@oekl.at oder im Webshop bestellt werden!

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Land & Raum 3/2017 Tierwohl

Die Herbstausgabe von Land & Raum widmet sich dem viel diskutierten Thema TIERWOHL!

14 Beiträge auf 40 Seiten hat das Redaktionsteam zusammengestellt, die Beiträge bieten (wissenschaftliche) Grundlagen und viele positive Beispiele aus der heimischen Landwirtschaft!

Preis: 5 Euro
Das Heft ist im ÖKL erhältlich und kann unter 01/5051891 oder office@oekl.at oder im Webshop bestellt werden!

Das ÖKL hat 14 Beiträge zusammengestellt.

  • Das Heft beginnt mit einigen grundlegenden Beiträgen von Autorinnen, die definieren, was die Begriffe Tierwohl, Wohlbefinden, animal welfare, Tiergerechtheit usw. bedeuten: Z.B. stellt Frau Angela Bergschmidt vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft (Braunschweig, D) das Konzept der „fünf Freiheiten“ sowie das Konzept der „drei Dimensionen“ vor (Beitrag Bergschmidt). Veronika Edler von Bio Austria erklärt die Vorteile der Tierhaltung in der biologischen Landwirtschaft und Frau Elfriede Ofner-Schröck von der Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein geht speziell auf das Tierwohl in der Rinderhaltung ein. Die Tierärztin Beate Berger beleuchtet das Tierwohl in Zusammenhang mit heute üblichen Zuchtzielen und Franz Greif fasst zusammen, wie das Tier zum Schlachthof kommt und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen es dafür gibt.
  • Mehrere „Reports“ von landwirtschaftlichen Betrieben stellen die Praxis vor: Biohof Edibichl, Lindenhof Eisenkölbl, Biohof Labonca, die Tierhaltung bei Zotter Schokolade, Betrieb Thenner mit tiergestützter Intervention und der Verein Turopolje-Blondvieh-Waldviertel.
  • Ein Beitrag über die Zusammenhänge von Architektur und Tierwohl rundet das Thema ab, zusätzlich schreibt die AMA über die Initiative „federführend“ und die Werner Lampert Beratungsges.m.b.H. gibt einen  Einblick in die Produktionsstandards von „Prüf Nach!“.

Inhaltsverzeichnis:

Tierwohl – Definitionen, Konzepte und Indikatoren
Angela Bergschmidt
Wohlergehen, Wohlbefinden und noch vieles mehr
Veronika Edler
Tierwohl in der Rinderhaltung
Elfriede Ofner-Schröck
Tierschutz in der Nutztierzucht – Stichwort Qualzucht
Beate Berger
Wenn der Schlachthof zum Tier kommt
Franz Greif
Die Bisons am Biohof Edibichl stehen das ganze Jahr auf der Weide
Julia Kocher
Der Lindenhof der Familie Eisenkölbl
Franz Greif und Familie Eisenkölbl
Tierwohl und architektonische Aspekte
Andreas Weratschnig
Der Labonca Biohof
Norbert Hackl
Josef Zotters Essbarer Tiergarten
zotter Schokoladen Manufaktur
Tierwohl in Zusammenhang mit tiergestützten Angeboten
Larissa Thenner
Tiergerechte Tierhaltung und bestes Fleisch im Verein Turopolje-Blondvieh-Waldviertel
Gregor Einetter
Hendl und Pute aus Österreich sind federführend
Manuela Schürr
Tierwohl ist eine Frage der Würde
Stephan Pöchtrager