Land & Raum 4/2015

Land & Raum 4 2015 Betriebsanlagen für den ländl RaumLand & Raum 4 2015, Preis 5 Euro, zu bestellen unter 01/5051891 oder office@oekl.at oder im Webshop.

Die Winterausgabe von Land & Raum hat sich als Themenschwerpunkt „Betriebsanlagen im ländlichen Raum“ gesetzt und rollt das Thema mit Hilfe des Netzwerkes „Behörden-Engineering  BEING“ auf. Dies ist ein freier Zusammenschluss unabhängiger Planungs- und Beratungsfirmen verschiedenster Fachgebiete, die sich zum Ziel gesetzt haben, gemeinsam Kundenprojekte zu planen und bei der behördlichen Einreichung zu betreuen. Das Netzwerk wird durch die WKO Oberösterreich, Sparte Information und Consulting, unterstützt.
In diesem Heft kommen einige Netzwerkmitglieder zu Wort; die Artikel behandeln folgende Themenbereiche: Versiegelung versus Bestandsnutzung, Wasserver- und Wasserentsorgung bei Umnutzungsprojekten, Geländeanpassungen – Aushub- und Abbruchmaterialien, Betriebsansiedlungen im Spannungsfeld der Flächenwidmungsplanung und das Konfliktpotenzial von landwirtschaftlicher Tierhaltung im Siedlungsgebiet am Beispiel der Schweinehaltung in der Steiermark. Weitere Themen sind Berührungen mit dem Naturschutz,  Dachbegrünungen und die Seveso-Richtlinie.

Inhalt:

BEING – ein interdisziplinäres Netzwerk für Behördenverfahren
Peter Baumann

Landschaft versiegeln oder Bestandsbauten nutzen?
Peter Baumann

Bei Umnutzung: Senkgrube oder Kanal?
Peter Baumann

Ökologische Betriebslandschaften –  Boden, Klima, Wasser und Artenvielfalt in Industrie- und Gewerbebetrieben:
Teil 1: Behördenverfahren
Teil 2: Die Zukunft sind grüne Dächer
Harald Kutzenberger

Geländeanpassungen rechtssicher und ALSAG-befreit ausführen
Philippe Brandner

Betriebsansiedlungen im Spannungsfeld der Flächenwidmungsplanungen
Rainer Gagstädter

Konfliktpotential der landwirtschaftlichen Tierhaltung zur heranrückenden Bebauung
Anton Stana

Seveso-III-Richtlinien Betriebe im ländlichen Raum – Spannungsfeld zwischen Anlagen- und Naturschutz
Gerhard Czejka

Weiters:
Österreichischer Klimaschutzpreis 2015
Netzwerk Zukunftsraum Land

Landwirtschaft. Ein Lebensweg.

Land & Raum 3 2015 LW Ein LebenswegDie Herbstausgabe von Land & Raum widmet sich dem Thema „Landwirtschaft. Ein Lebensweg.“ Auf 36 Seiten sind dazu neun Beiträge zusammengestellt, vier davon sind sehr persönliche Geschichten von Landwirten bzw. Landwirtinnen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ein Heft kostet 5 Euro und ist im ÖKL erhältlich: 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop.

Land & Raum 3 2015 Landwirtschaft. Ein Lebensweg.

Land & Raum 3 2015 LW Ein LebenswegDie Herbstausgabe von Land & Raum widmet sich dem Thema „Landwirtschaft. Ein Lebensweg.“ Auf 36 Seiten sind dazu neun Beiträge zusammengestellt, vier davon sind sehr persönliche Geschichten von Landwirten bzw. Landwirtinnen.

Zum Beispiel öffnet ein junger Landwirt die Türe zu seinem Bauernhof mit dem Satz: „Landwirt zu sein ist der schönste Beruf, den es gibt.“ Der Hofleiter des Familienbetriebes mit Milchviehhaltung ist mit Herz und Seele in seiner Berufung seit Kindesbeinen aktiv. Sein BOKU-Studium hat ihm in den Bereichen Direktvermarktung und Marketing wichtige Möglichkeiten aufgezeigt, die er ambitioniert nun auch im Hofladen umsetzt.

Eine junge Frau zeigt uns den mutigen Quereinstieg einer freiberuflichen Wissenschaftlerin in die Landwirtschaft und stellt dabei die kritische Frage in den Raum: Perspektive oder Sackgasse? Vier Erwachsene und zwei Kinder sind in das Projekt mit Fokus auf Gemüse- und Kräuteranbau integriert.

Der Leiter eines Schweinemastbetriebes eröffnet seinen Beitrag über den Familienbetrieb mit den positiven Grundsatzgedanken der fünfköpfigen Familie und fragt konstruktiv: Was müssen wir tun, damit es funktioniert? Anstatt zu jammern. Internationale persönliche Erfahrungen, eine weltoffene Grundeinstellung und ein offener Hof bieten hier auch eine neue Sicht auf die Schweinemast.

Dann werden die LeserInnen zu einer Führung durch den Sturm-Archehof und die Knopfmachstube eingeladen. Eine engagierte Quereinsteigerfamilie wählt bewusst das Bauernleben in kleinstrukturierter Landwirtschaftsform, mit seltenen Haustierrassen und einer gesunden Portion Bildungstourismus als quasi Selbstversorger.

Leopold Kirner von der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien beschäftigt sich in seinem Beitrag mit dem „Betrieblichen Wachstum: Chancen und Risiken am Beispiel der Milchviehhaltung.“ Dabei werden wirtschaftliche Überlegungen, technologische Fortschritte und die Agrarpolitik als möglicher Auslöser für Wachstum sowie die Frage nach Arbeit und Lebensqualität behandelt.

Josef Hambrusch, Christoph Tribl und Karin Heinschink zeigen anhand von Beispielen auf, dass strukturiertes betriebliches Risikomanagement in der Landwirtschaft erfolgreich hilft und unterstützt, um Unsicherheiten zu begegnen. Und Erika Quendler, Thomas Resl und Martin Brückler von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft beschäftigen sich mit der Möglichkeit einer außerfamiliären Hofübergabe als Alternative bei fehlender Nachfolge, die bei den untersuchten Höfen derzeit bei zwei Prozent liegt.

Arthur Spieglers Beitrag aus dem Blickwinkel eines versierten Geographen mit dem Titel „Landwirtschaft schafft Landschaft“ regt an, sich bewusster mit den sich laufend verändernden vielfältigen Kultur-Landschaften sowie dem „schaffen“ als stete Veränderung der Landschaft auseinanderzusetzen.

Gudrun Schindler, Geschäftsführerin des BOKU-Alumnidachverbandes, gibt im Interview Einblicke in die Universität des Lebens und beschreibt, was diese den jungen Menschen mit auf den persönlichen Weg in die Landwirtschaft gibt.

(Aus dem Editorial von Brigitte Macaria, Redaktionsmitglied)

Land & Raum Netzwerke im Donauraum

Land & Raum 2 2015 Netzwerke im DonauraumDas Thema der Sommerausgabe von Land & Raum heißt „Netzwerke im Donauraum“! In elf Beiträgen auf 40 farbigen Seiten werden einige interessante Netzwerke vorgestellt: von der ARGE Donauländer zum europäischen Bodenbündnis, von „goodworks“ bis zu den „Danubeparks“, von Donau Soja bis zu einem Projekt, das wilde Störe in der Donau sichern soll. 40 Seiten, farbig, Preis: 5 Euro. Erhältlich im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop. Mehr lesen Sie hier

Land & Raum 2 2015 Netzwerke im Donauraum

Land & Raum 2 2015 Netzwerke im DonauraumDie Sommerausgabe von Land & Raum hat „Netzwerke im Donauraum“ zum Schwerpunktthema gewählt.

40 Seiten, farbig, elf Beiträge, Inhaltsverzeichnis siehe unten.

Erhältlich zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/505 18 91, office@oekl.at oder im Webshop.

Das Editorial schrieb Dr. Arthur Spielger:

Der Donauraum. Es ist das Gebiet, in dem sich bedeutendste Ereignisse der österreichischen Geschichte abgespielt haben. Und heute ist er eine der europäischen Großregionen, wie der Alpenraum oder der Baltische Raum – und er steht für das, was wir gewohnt sind oder waren, „Mitteleuropa“ zu nennen. Der Donauraum erfüllt eine geographische, soziale, wirtschaftliche und politische Brückenfunktion. Verstärkt wird diese Funktion, vor allem wirtschaftlich, durch die Verbindung durch den Rhein-Main Donau-Kanal, der diese beiden identitätsstiftenden, aber auch irgendwie in der Geschichte konkurrierende Flusslandschaften und Kulturräume verbindet. Siehe dazu Heft 3/2011 von Land & Raum mit dem Titel „Die Donau. Raum – Funktion – Strategie“.
Damit die neue, europäische Großregion auch „funktioniert“, das heißt, wirtschaftlich, sozial und politisch ein Erfolg wird, ist das Verständnis der Bevölkerung und ihre Mitwirkung an den vielfältigen Aufgaben eine unabdingbare Voraussetzung. Und dafür wiederum haben sich Netzwerke des Lernens und Umsetzens vorzüglich bewährt. Genau um Solche geht es in dieser Ausgabe.
Es können hier nur einige von den vielen Hundert in und zwischen den 18 Ländern und den vielen Kleinregionen des Donauraumes beispielhaft vorgestellt werden, schwerpunktmäßig natürlich mit starkem Österreichbezug. Unter Netzwerken werden hier freiwillige (nichtverordnete) Kooperationsformen zur Wissensvermittlung und zum Wissensaustausch sowie zur Umsetzung der gewonnenen Erfahrungen im „Miteinander“ auf allen Verwaltungsebenen verstanden, von Regierungsstellen über Vereine (NGOs) bis zu den Gemeinden.  Wenn dies gelingt, gilt dafür international die Bezeichnung “Good Governance“, worüber in Heft 4/2007 von Land & Raum berichtet wurde.
Ursula Bittner: Eine österreichische Initiative zur Förderung des Sojaanbaues hat sich inzwischen erfolgreich über die gesamte Donauregion und darüber hinaus entwickelt. Dies führte zur Vereinsgründung „Donau Soja“ im Jahr 2012 und ist nun „die wesentlichste europäische Initiative im Agrarbereich“.
Georg Frank beschreibt das Netzwerk „Danube Parks“, Schutzgebiete entlang der Donau und seine Aufgaben.  Erste Initiativen 2007, Vereinsgründung 2014, Sitz Schloss Orth im Nationalpark Donauauen.  Auch das Management von Schutzgebieten ist ein gutes Beispiel dafür, wie Schützen und Nützen zusammenwirken können.
Simon Ortner: Netzwerke sind da, um Synergien zu schaffen und zu nutzen. Eingebettet sind viele in bereits bestehende Kooperationsplattformen (z.B. dem Rat der Donaustädte und Regionen) der seit 1990 bestehenden „ARGE Donauländer“ mit deren Generalsekretariat in der Niederösterreichischen Landesregierung.
Christian Steiner weist warnend auf die Schutzwürdigkeit des Bodens hin, eines unserer kostbarsten Güter. Zur Verrichtung dieser dringlichen Aufgabe gibt es sogar ein weltweites Netzwerk und ein „Europäisches Bodenbündnis“.
Franz Rybacek zeigt anhand der „sozioökologischen Produktion“, um wieviel besser in vielfacher Hinsicht ein „Miteinander“ anstelle eines Konkurrenzkampfes ist. Dies wird durch etwa 150 Good Practice Beispiele von „Sozialbetrieben“ gezeigt. Gerade diese kleinen Kooperationsformen sind „nahe am Menschen“ und daher so wirksam!
Wie die Ergebnisse eines mehrere Regionen umspannenden und natürlich grenzüberschreitenden Netzwerkes umgesetzt werden können, beschreibt ein ganzes Autorenkollektiv dieser Regionen aus Niederösterreich und der Slowakei.
Erwin Szlezak zeigt abermals am Beispiel Boden des Donauraumes, wie Strategien des „Schützens“ und „Nützens“ positiv zusammenwirken können, wobei den Gemeinden eine „Schlüsselrolle“ zukommt.
Harald Kutzenberger und Teodora Trichkova weisen am Beispiel der österreichisch-rumänische Zusammenarbeit darauf hin, dass es nicht nur Positiva, sondern auch Gefahren aus der Entwicklungsgeschichte des Donauraumes und dessen ständiger Veränderung gibt. Dies wird anhand sogenannter „invasiver Arten“ dargelegt. Das sind Pflanzen und Tiere, die sich in einem für sie nicht heimischen Raum ausbreiten und angestammte Arten verdrängen.
Fazit: Die Steuerung der Entwicklung eines derart großen Raumes, in sich in allen Belangen unterschiedlich (Sprachen, Kulturen, soziale Umstände, Ethnien, Klima, Geologie, Böden, Reliefformen u.v.a.) und doch durch die „Kulturachse Donau“ verbunden, kann nicht von heute auf morgen vor sich gehen.
So schöne Erfolge in vielen Bereichen es bereits gibt, so sehr das Vorhaben von der Europäischen Kommission unterstützt wird, eines der wichtigsten Anliegen fristet bis jetzt ein Geheimdasein: Zur nachhaltigen Sicherung eines immer breiteren Wohlstandes und Wohlergehens der ländlichen Bevölkerung sind die größten Anstrengungen zu unternehmen, damit sich die Schere zwischen „Arm“ und „Reich“ nicht immer und noch schneller öffnet!
Ihr Arthur Spiegler

INHALTSVERZEICHNIS:

Die Makroregionale EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR)
Roland Arbter

Die Arbeitsgemeinschaft der Donauländer
Simon Ortner

Jahr des Bodens 2015 – Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen
Christian Steiner

Unser Boden im Donauraum – sinnvoll nützen und sorgsam schützen
Erwin Szlezak

Bodenbotschafter und fliegende Bodenklassenzimmer
Eva Erhart, Bernhard Kuderer, Květuše Hejátková, Milan Hluchý, Elisabeth Neuner, Katharina Watzka, Wilfried Hartl

goodworks – sozialökologisch produziert im Donauraum
Bernhard Kuderer, Szabolcs Hollosi, Franz Rybaczek

Projekt BeFoRe – Nachhaltige Entwicklung
Richard Weber, Martin Weber, Ingrid Schwarz, Andrea Cheppisak, Therese Stickler und Isabella Sattler

DANUBEPARKS – Netzwerk der Donauschutzgebiete
Georg Frank

DIAS – Ein wissenschaftliches Netzwerk zum Umgang mit invasiven Arten im Donauraum
Harald Kutzenberger und Teodora Trichkova

Donau Soja – Österreichische Initiative verbindet den Donauraum
Ursula Bittner

Die Sicherung der wilden Störe in der Donau
Christina Sandu und Harald Kutzenberger

Land & Raum 1 2015 Biologische Landwirtschaft – Biologische Lebensmittel

LR 1 2015 CoverL e i d e r  a u s v e r k a u f t!

Die erste Ausgabe der Zeitschrift Land & Raum in diesem Jahr widmet sich dem Thema „Biologische Landwirtschaft – Biologische Lebensmittel“.

Preis 5 Euro, zu bestellen im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop.

Inhaltsverzeichnis:

Österreich ist Bio-Weltmeister
Andrä Rupprechter

Biologisch oder konventionell – worin  liegt der Unterschied?
Gabriele Gollner und Walter Starz

Entwicklung der Wirtschaftlichkeit der Biologischen Landwirtschaft in Österreich
Michael Eder und Stefan Kirchweger

Bio-Lebensmittel und Gesundheit?
Claus Holler

Bio in Österreich – eine Erfolgsgeschichte
Barbara Köcher-Schulz

Bio-Forschung für ein lebenswertes Österreich
Andreas Steinwidder

10 Jahre FiBL Österreich – BioKompetenz vom Acker bis zum Teller
Wilfried Oschischnig

Biokräuter aus der Bioregion Mühlviertel
Karl Dirnberger

Bio-Heu-Region Trumer Seenland – ein Zukunftsprojekt
Franz Keil

Ramsauer Bioniere: 100% Bio
Georg Berger

foodcoop Rübezahl17
Eine Rübezahlin

 

EDITORIAL von Eva-Maria Munduch-Bader

Für die Frühlingsausgabe von Land & Raum haben wir das Thema Biologische Landwirtschaft – Biologische Lebensmittel gewählt.
Als Einstieg hier einige Zahlen und Fakten:
Biolandbau weltweit
37,5 Mio Hektar wurden 2012 bio­logisch bewirtschaftet, das sind  ca. 0,76 % der weltweiten landwirtschaftlich genutzten Fläche. Große Teile der Biolandwirtschaftsfläche befinden sich in Ozeanien (32 Prozent), Europa (30 Prozent) und Lateinamerika (18 Prozent).
Die Länder mit der größten Biolandwirtschaftsfläche sind Australien (12 Mio ha), Argentinien (3,6 Mio ha) und die Vereinigten Staaten (2,2 Mio ha). Die Länder mit den höchsten Bioanteilen weltweit sind die Falklandinseln (36,3 %), Liechtenstein (29,6 %), und Österreich (19,7 %). Es gibt weltweit 1,9 Mio Biobetriebe. Die Länder mit den meisten Biobetrieben sind Indien, Uganda und Mexiko.
Biolandbau in Europa
In Europa wurden Ende 2012 11,2 Mio ha ökologisch bewirtschaftet (EU: 10 Mio ha). Das sind 2,3 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche Europas (EU: 5,6 Prozent) und 30 Prozent der globalen Biolandwirtschaftsfläche. Es gibt über 320.000 Biobetriebe.
Die flächenstärksten Länder in Europa sind Spanien, Italien und Deutschland. Die höchsten Anteile sind in Liechtenstein, Österreich und der Schweiz zu verzeichnen. Der Zuwachs gegenüber 2011 betrug 0,6 Mio Hektar.
(Quelle: http://www.fibl.org/de/themen/themen-statistiken.html#c7180, 24. März 2015 und eigene Recherchen)
Biobetriebe in Österreich
2013 bewirtschafteten von insgesamt 167.500 Betrieben 21.810 biologisch, das ist ein Anteil von 16,9 Prozent. Der große Zuwachs  erfolgte 1991 bis 1995 mit einem Anstieg von 1.970 Betrieben auf 18.542 Betriebe.
Die biologisch bewirtschaftete Fläche beträgt 2013 526.689 ha, das ist fast ein Fünftel der gesamten Landwirtschaftlichen Nutzfläche. Bio-Ackerland zeigt seit 2010 flächenmäßig eine Verdreifachung und beträgt insgesamt 14 %. Die Bio-Grünlandflächen (inkl. Almen und Bergmähder) liegen bei 324.071 ha, das sind 26%. Damit ist jeder vierte Grünland-Hektar in Österreich biologisch bewirtschaftet, 2000 war es erst jeder fünfte Hektar.
Der Bio-Weinbau ist der Bio-Bereich mit den größten Flächenzuwächsen. Bereits 10% der Weinfläche werden biologisch bewirtschaftet. Auch Bio-Obstanlagen steigen, 2013 sind 17% bio.
Halter und Anzahl von Biorindern stagnieren in den letzten Jahren eher, die Anzahl der Halter von Bio­schweinen ging zurück, die Tieranzahl stieg leicht an. Im Bereich von Biogeflügel gibt es einen rasanten Zuwachs, z.B. waren es 2005 848.337 Stück, 2009 1.227.553 Stück und 2013 1.403.597 Stück Geflügel auf Biobauernhöfen; die Anzahl der Betriebe blieb im Vergleich dazu nahezu konstant.
(Quelle: Grüne Berichte, BMLFUW Österreich)

Unser Heft beginnt mit dem österreichischen Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, der stolz darauf ist, dass Österreich Weltmeister in „bio“ ist!
In den folgenden beiden Beiträgen der Universität für Bodenkultur bzw.  der HBLFA Raumberg Gumpenstein werden erstens die Unterschiede zwischen konventioneller und biologischer Wirtschaftsweise erklärt (Gabriele Gollner und Walter Starz) und zweitens die wirtschaftliche Entwicklung beleuchtet (Michael Eder und Stefan Kirchweger). Die Auseinandersetzung mit den sieben Grafiken lohnt sich!
Claus Holler von BIO AUSTRIA präsentiert uns fünf Gründe, die für bio­logisch hergestellte Lebensmittel sprechen, Barbara Köcher-Schulz vom Bio-Merketing der AMA führt uns sicher durch den Kennzeichnungsdschungel von Bio-Lebensmitteln.
Andreas Steinwidder und Wilfried Oschischnig stellen die Forschungseinrichtungen Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein bzw. das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) vor – beide Einrichtungen feiern ihr zehnjähriges Bestehen und beide haben inter­essante Projekte vorzuweisen.
Danach folgen drei konkrete Bio-Beiträge: Vorgestellt werden die Biokräutergenossenschaft im Mühlviertel, die Bioheuregion Trumer Seenland und die Ramsauer Bioniere. Zu guter Letzt wird eine „foodcoop“, eine Lebensmittelkooperative, vorgestellt, in der Bio zwar kein Muss, aber ein wichtiges Thema ist.
Das Redaktionsteam hofft, Ihnen  mit diesem Heft eine gute Information über biologische Landwirtschaft zu geben sowie ein anregendes Lesevergnügen zu bereiten!
Ihre Eva-Maria Munduch-Bader

Land & Raum 4/2014 Vereinsleben am Land

Land & Raum 4 2014 Vereinsleben am LandDie Winterausgabe der Zeitschrift Land & Raum widmet sich dem Vereinsleben am Land.
32 Seiten, farbig, zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL: office@oekl.at oder 01/5051891 oder im Webshop

Zehn Vereine bzw. Institutionen werden in diesem Heft vorgestellt, von der Feuerwehr bis zum Schiverein, von der Blasmusik bis zum Frauenverein, von der Kirche bis zur Naturschutzorganisation. Die meisten Tätigkeiten, die im Rahmen dieser Vereine zum Großteil ehrenamtlich erbracht werden, dienen dem Gemeinwohl! Statt eines Editorials gibt es auf Seite 3 eine Auflistung vieler Ehrenamtbörsen und anderer Informationsstellen, die man kontaktieren kann, wenn man selbst ein gemeinnütziges Ehrenamt übernehmen möchte.

Inhalt:

Vereinswesen in Österreich – Fakten und Zahlen
Eva-Maria Munduch-Bader

Ehrenamtliches Engagement und Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen – raumwissenschaftliche Überlegungen
Tatjana Fischer und Tanja Blüml

BASIS … um Himmels Wissen, die meinen es ernst!
Angelika Hörmann

Vereinsleben am Land – Beitrag der Glaubensgemeinschaften
Stefan Vukits

Netzwerk Kraftfeld
Ursula Blunder, Alice Ebenberger und Elisabeth Tropper-Kranz

TURCO –  ATIB-Dachverband der Türkischen Vereine in OÖ
Gülnur Karakaya

Schiverein Tisis in Feldkirch
Andrea Zelzer

Das Pavelhaus – Pavlova hiša – in Bad Radkersburg
Elisabeth Arlt

Der Musikverein Kapelln in Niederösterreich
Isabella Sattler

Lokal – regional – international: Naturfreunde bewegen
Florian Rosenberg

Die Freiwillige Feuerwehr verbindet Generationen
Andreas Rieger und Thomas Meier

Rotes Kreuz – Sozialer Lückenfüller
Robert Dempfer und Markus Glanzer

Land & Raum „Bäuerliche Familienbetriebe in Österreich“

Land & Raum 3 2014 FamilienbetriebeDie UNO hat das Jahr 2014 offiziell zum Internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe erklärt – für das Redaktionsteam von Land & Raum Anlass genug, diese Ausgabe den bäuerlichen Familienbetrieben in Österreich zu widmen. Immerhin sind 92,7 Prozent aller land- und forstwirtschaftlichen Betriebe Einzelunternehmen, also Familienbetriebe. Diese 160.697 Betriebe bewirtschaften insgesamt 60,5 Prozent der Gesamtflächen. Weiter

Land & Raum 3 2014 Bäuerliche Familienbetriebe in Österreich

Land & Raum 3 2014 FamilienbetriebeDie 32 seitige farbige Ausgabe von Land & Raum ist zum Preis von 5 Euro im ÖKL erhältlich: office@oekl.at oder 01/5051891 oder im Webshop.

Die UNO hat das Jahr 2014 offiziell zum Internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe erklärt – für das Redaktionsteam von Land & Raum Anlass genug, diese Ausgabe den bäuerlichen Familienbetrieben in Österreich zu widmen. Immerhin sind 92,7 Prozent aller land- und forstwirtschaftlichen Betriebe Einzelunternehmen, also Familienbetriebe. Diese 160.697 Betriebe bewirtschaften insgesamt 60,5 Prozent der Gesamtflächen (siehe Beitrag Quendler und Partl).

Fünf Familienportraits
In  dieser Ausgabe  von Land & Raum kommen fünf Familien zu Wort. In z.T. sehr offenen und persönlichen Texten werden die Betriebe und deren Besonderheiten vorgestellt, hier kurz drei davon:
Für Familie Elpons ist „Bauersein“ die beste Wahl. Der Bio­schafhof im Südburgenland hat sich dem Krainer Steinschaf, einer hochgefährdeten alten Nutztierrasse, verschrieben und beweidet mit über 300 Tieren schwer zu bewirtschaftende Flächen, Dämme, Retentionsbecken etc.
Familie Lehrner, in der der Mann „der Oberchef“ ist, bewirtschaftet seit einem halben Jahrhundert einen Schweinebetrieb. Dazu kommt noch Schule am Bauernhof und das Engagement für die Erhaltung der Biodiversität auf den Magerwiesen (siehe dazu auch letzte Seite!).
Der Reiterhof der Familie Rohrmoser ist seit 1923 im Familienbesitz und hat neben der Mutterkuhhaltung gleich mehrere zusätzliche Standbeine: Schule am Bauernhof, Schule Wald, Urlaub am Bauernhof und Tiergestützte Intervention.
Den „Portraits“ der Familienbetriebe vorangestellt gibt es einen einleitenden Beitrag von Herrn Bundesminister Andrä Rupprechter, für den die flächendeckende Landwirtschaft getragen von bäuerlichen Familienbetrieben ein Leitbild für nachhaltige Landwirtschaft schlechthin ist, auch in Berg- und benachtei­ligten Gebieten.
Im Beitrag von Erika Quendler und Anna-Maria Partl wird der „bäuerliche Familienbetrieb“ in Österreich abgegrenzt und charakterisiert sowie aufgezeigt, wie vielfältig die Funktionen dieser Betriebe sind.
Leopold Kirner bespricht die Rolle von Strategien in bäuerlichen Familienbetrieben und geht den Fragen nach, warum man überhaupt eine Strategie braucht, welche Wege zum Ziel führen und welche Faktoren die richtige Wahl beeinflussen.  Eine Antwort lautet: den eigenen Handlungsspielraum nutzen! Die Gedanken dieses Beitrages lassen sich leicht auch auf andere Lebensbereiche umlegen, man muss keinen landwirtschaftlichen Betrieb führen, um hier positive Anregungen für sich persönlich zu finden.
Wolfgang Suske gewährt uns einen Blick in seinen Erfahrungsschatz aus dem Projekt „Mein Lieblingsplatz“ und nennt drei landwirtschaftliche Familienbetriebe, bei denen der Zusammenhalt der Familie und die Begeisterung für die Landwirtschaft im Vordergrund stehen.
Brigitte Klauser stellt in ihrem Beitrag unter anderem fest, dass das Erfolgsgeheimnis der Familienbetriebe die nachhaltige Lebensphilosophie ist!
Wir hoffen, mit dieser Ausgabe einen kleinen Beitrag zur Stärkung der Familienbetriebe  in Österreich zu leisten!
Editorial von Eva-Maria Munduch-Bader