Land & Raum 2016 2 Konsumenten & Produzenten

Erhältlich zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/505 18 91, office@oekl.at

KonsumentInnen und ProduzentInnen – eine Annäherung.

Land & Raum 2 2016 Konsument ProduzentSo lautet der Titel der Sommerausgabe von Land & Raum, die sich mit der Beziehung zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen von Lebensmitteln ein sehr heikles Thema vorgenommen hat. An sich sollte man ja glauben, dass in Zeiten der globalen Kommunikation sowohl die Kenntnis voneinander als auch ein gewisses Verständnis füreinander relativ leicht zu erreichen sind. Leider zeigt sich im Gegenteil bei den Konsumenten oft großes Unwissen vom Tun und Lassen der Bauern. Und auch der „ganz bewusste“ Konsument weiß oft wenig von Vorgängen auf den Agrar- und Lebensmittelmärkten.
Was zum Beispiel die Preisbildung bei Agrarprodukten anbelangt, so fällt den wenigsten auf, welch unsinnige Diskrepanzen hier auftreten, etwa wenn Milch billiger ist als Wasser oder Sojaprodukte (ein wichtiges Viehfutter) mehr kosten als Fleisch. Die österreichische EU-Abgeordnete Elisabeth Köstinger prangert die Schleuderpreispolitik auf Kosten der Landwirte an und bezichtigt Handelskonzerne, die nachhaltige Nahrungsmittelherstellung zu torpedieren, wenn sie „Milch und Fleisch als Lockmittel unter dem Einstands­preis verscherbeln“.

Diese Momente der Verunsicherung von KonsumentInnen können in „Land und Raum“ immerhin in Ansätzen behandelt werden. So beschreibt zunächst Werner Beutelmeyer den Konsumenten der Zukunft als Produkt von Kräften eines nachhaltigen gesellschaftspolitischen Wandels, als dessen „Megatrends“ er Verstädterung, Gesundheitstrends, Individualismus gepaart mit Smartness und Vertrauensverluste ortet.

Aufklärung über die Arbeit der Produzenten leistet „Afterwork am Bauernhof“ des ÖKL, erläutert von Stephanie Köttl. Interessierte Städter lernen Betriebe kennen und bekommen jede Menge Fragen beantwortet, die sich auf Feldfrüchte, Fütterung, Nutztierrassen oder auch biologische Methoden beziehen.

Ein Kernthema der thematischen Annäherung ist die Vision eines „fairen“ Handels. Elisabeth Wallner skizziert die Ziele von „Fairtrade Österreich“, Ungleichgewichte im globalen Handel abzubauen, die durch schwierige, unsoziale und ausbeuterische Produktionsbedingungen in Entwicklungsländern entstehen. Die Strategie von „Fairtrade International“ versucht letztlich ja, den Weg von Kleinbauern und Plantagenarbeitern in ein gutes und selbstbestimmtes Leben zu erleichtern.

Eine Schulinformationsaktion über landwirtschaftliche Zusammenhänge, Produkte und Leistungen, über die Maresa Gallauner berichtet, geht vom Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum aus. Die Thematik wird methodisch altersgerecht und „multimedial“ aufbereitet und von der Jugend engagiert aufgenommen.

Ronald Würflinger berichtet von der Tätigkeit der gemeinnützigen Privatstiftung „Blühendes Österreich“, ins Leben gerufen von REWE International zur Erhaltung der Biodiversität.

Den direkten Kontakt, in eher kleinerem Rahmen, beschreiben Sandra Panhuber und Stefanie Moser in ihrem Beitrag zur Lebensmitteleinkaufsgemeinschaft GuaT – „Gutes aus Taiskirchen“. Bislang sind es 60 Mitglieder, die gemeinsam von 26 bäuerlichen Produzenten im Inn­viertel an die 350 Produkte aller Art einkaufen.

Heimische Produktion wird auch von Großvermarktern geschätzt – hier abschließend am Beispiel von McDonald’s Österreich. Diese Kette nutzt sichtlich das Image einer bewussten regionalen Verankerung ihres Bezugsnetzes, in der auch Qualitätsbewusstsein, der Verzicht auf ein Niedrigstpreisniveau und ein Informationsprogramm für den Kunden über die Qualitätsschiene des „M-Rindes“ enthalten sind, wie Ursula Riegler darlegt.

Eine angenehme Lektüre und einen erholsamen Sommer wünscht
Ihr Franz Greif

(Editorial)

Land & Raum: Ausgezeichnete Projekte!

Land & Raum 1 2016 AusgezeichnetDie Frühlingsausgabe von Land & Raum holt auf 40 Seiten Projekte, Gemeinden und Menschen vor den Vorhang, die vor kurzem eine Auszeichnung für ihre Bemühungen v.a. im Bereich Nachhaltigkeit erhalten haben. Vom Klimaschutz- und Mobilitätspreis über den „Bio-Fuchs“ und ÖGUT-Preis bis hin zur Musikauszeichnung. Mehr finden Sie hier !

Land & Raum 1 2016 „Ausgezeichnet“

Land & Raum 1 2016 AusgezeichnetAusgezeichnet! Vorzeigeprojekte im ländlichen Raum

Diese Ausgabe von Land & Raum holt auf 40 Seiten Projekte, Initiativen, Betriebe, Gemeinden und Menschen vor den Vorhang, die vor kurzem eine Auszeichnung für ihre Bemühungen vor allem im Bereich Nachhaltigkeit erhalten haben.

Bestellungen unter 01/505 18 91, office@oekl.at oder im Webshop.
Preis für das Einzelheft: 5 Euro

Wir gratulieren allen „Ausgezeichneten“ ganz herzlich!

Die Palette reicht vom Klimaschutzpreis und Mobilitätspreis über den „Bio-Fuchs“ und ÖGUT-Preis bis hin zur Musikauszeichnung.

Den Beginn dieser Ausgabe macht „Alles Birne“, eine Initiative im Mostviertel, Niederösterreich, die mit dem EDEN-Award als Vorzeigeprojekt für die Zusammenarbeit von Tourismus und regionaler Kulinarik ausgezeichnet wurde.

Die Gemeinde Wolfurt in Vorarlberg erhielt für ihr Verkehrskonzept den VCÖ-Mobilitätspreis 2015. Die wahrscheinlich herausragendste Maßnahme zur Verkehrsberuhigung  und -sicherheit sowie zur Förderung des nicht motorisierten Verkehrs ist die Gestaltung einer Landstraße als „Begegnungszone“.

Ein landwirtschaftlicher Bio-Betrieb in der Buckligen Welt in Niederösterreich erhielt in der Kategorie Landwirtschaft den Klimaschutzpreis 2015. Dort tummeln sich 100 Ziegen, die Milch wird direkt am Hof täglich frisch zu hochwertigen Milch-, Joghurt- und Käsespezialitäten verarbeitet.

Der Umweltpreis 2015 der Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) ging an die Stadtgemeinde Hartberg in der Steiermark. Dort ist es gelungen, alle gemeindeeigenen Fahrzeuge, Gebäude und Dienstleistungen CO2-neutral zu betreiben und das ohne Zukauf von Zertifikaten!

Was das ÖKL besonders freut: Den Publikumspreis „Land & Leute Favorit 2015“ erhielt der Adelwöhrerhof im Murtal in der Steiermark. Auf diesem Betrieb wird erfolgreich und auf höchstem Niveau die Betreuung von Seniorinnen und Senioren angeboten – die Bauernhoftiere tragen sehr zur Lebensfreude und zum Wohl der älteren Menschen bei.

Die Auszeichnung des Rostfestes in Eisenerz durch den Leader-Innovationspreis liegt zwar schon etwas zurück, das Fest gibt es aber immer noch und geht 2016 in die fünfte Runde! Neben Spaß, Kunst und Kultur ist es das Ziel, die von Abwanderung gekennzeichnete Region um den Erzberg zu beleben.

Noch ein Gewinner des Klimaschutzpreises wird vorgestellt, und zwar die Biogemeinde Seeham in der Kategorie Gemeinden & Regionen. Seit Jahren wird dort der Weg zum Biodorf verfolgt, mit einem Anteil an BiolandwirtInnen von 80 Prozent, einem Biohotel, einem Biomasseheizwerk, der Bio-Käserei, einem Bienenerlebnisweg, den Seehamer Biotagen und vielem mehr.

Für eine „handfeste“ Erfindung des oberösterreichischen Landwirts Starlinger gab es 2016 den „BIO-Fuchs“ als Belohnung. Für die Vereinfachung der Herstellung von Kompost bester Qualität „bastelte“ der Biobauer einen Vlieswickler für den Kompostwender, der einen Teil der Handarbeit übernimmt.

Das für seine Naturbelassenheit bekannte Lesachtal wurde schon mit unterschiedlichen Auszeichnungen bedacht. In dieser Ausgabe von Land & Raum stellen wir eine Fleischhauerei vor, die mit Erfolg und Freude die Marke „Lesachtaler Fleisch“ entwickelte. Der Speck und die Würste bekommen anstelle von  Pökelsalz oder Zusatzaromen ganz viel Zeit – und einige Medaillen!

Auf der Landkarte zurück nach Niederösterreich erfahren wir vom Musikpreis Prima la Musica und dem schon mehrfachen Gewinner: dem Ensemble Quattro Stagioni. Die vier  jungen MusikerInnen spielen auf „Jungwirth-Wienerhörnern“, die einen besonders schönen Klang besitzen.

Den ersten Österreichisichen Bodenschutzpreis erhielt 2015 die Gemeinde Tulln in Niederösterreich für die umweltschonende und nachhaltige Stadtentwicklung. Besonders im Vordergrund steht der sparsame Umgang mit der Ressource Boden!

Den Abschluss macht ein Beitrag, der Einblick in das „Immaterielle Kulturgut“ der UNESCO und die entsprechenden internationalen und nationalen Listen gibt.  In Österreich sind derzeit drei immateriellen Kulturgüter als solche ausgezeichnet: das Imster Schemenlaufen, die Falknerei und die Klassische Reitkunst der Spanischen Hofreitschule.

Im Namen des Redaktionsteams, das diesmal besonders fleißig war und zwölf Beiträge auf 40 Seiten zusammengetragen bzw. selbst verfasst hat, wünsche ich Ihnen angenehme Lesestunden! Wir hoffen, unserem Anspruch, gute Ideen im ländlichen Raum zu verbreiten, mit dieser Ausgabe wieder gerecht zu werden!

(Editorial Eva-Maria Munduch-Bader)

Inhalt:

EDEN Award für Moststraße
Gudrun Vösenhuber

Der „Wolfurter Weg“ gewinnt den VCÖ-Mobilitätspreis
Victoria Thompson

Mandls Ziegenkäse gewinnt den Klimaschutzpreis
Antonia Krenn und Michael Mandl

Hartberg gewinnt den ÖGUT-Umweltpreis 2015
Anton Schuller

ÖKL- und Green Care-Betrieb Adelwöhrerhof ist „Land und Leute Favorit 2015“
Petra und Johann Steiner

Das Eisenerzer Rostfest
Brigitte Macaria und das Team Rostfest

Das Herz der Seehamer schlägt im Bio-Rhythmus!
Renate Schaffenberger

Ein „Vlieswickler“ gewinnt den Bio-Fuchs Wettbewerb
Veronika Edler

Das Bergsteigerdorf Lesachtal und seine Auszeichnungen
Jan Salcher und Roland Kals

Prima la musica
Katharina Heger

Tulln: nachhaltige Stadtentwicklung für die Zukunft
Julia Schwanzer

Immaterielles Kulturerbe
Brigitte Macaria

Betriebsanlagen für den ländlichen Raum

Land & Raum 4 2015 Betriebsanlagen für den ländl RaumDie Winterausgabe von Land & Raum beschäftigt sich mit dem Schwerpunktthema „Betriebsanlagen für den ländlichen Raum“. Wer kennt das nicht? Man möchte eigentlich nur das Dachgeschoß ausbauen oder in seiner Werkstatt eine neue Maschine aufstellen und schon geht die Ungewissheit los. Benötige ich eine Baubewilligung? Reicht eine Bauanzeige oder muss ich die Behörde fragen? Land & Raum 4/2015 versucht, hier ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen. Mehr lesen Sie hier!

Land & Raum 4/2015

Land & Raum 4 2015 Betriebsanlagen für den ländl RaumLand & Raum 4 2015, Preis 5 Euro, zu bestellen unter 01/5051891 oder office@oekl.at oder im Webshop.

Die Winterausgabe von Land & Raum hat sich als Themenschwerpunkt „Betriebsanlagen im ländlichen Raum“ gesetzt und rollt das Thema mit Hilfe des Netzwerkes „Behörden-Engineering  BEING“ auf. Dies ist ein freier Zusammenschluss unabhängiger Planungs- und Beratungsfirmen verschiedenster Fachgebiete, die sich zum Ziel gesetzt haben, gemeinsam Kundenprojekte zu planen und bei der behördlichen Einreichung zu betreuen. Das Netzwerk wird durch die WKO Oberösterreich, Sparte Information und Consulting, unterstützt.
In diesem Heft kommen einige Netzwerkmitglieder zu Wort; die Artikel behandeln folgende Themenbereiche: Versiegelung versus Bestandsnutzung, Wasserver- und Wasserentsorgung bei Umnutzungsprojekten, Geländeanpassungen – Aushub- und Abbruchmaterialien, Betriebsansiedlungen im Spannungsfeld der Flächenwidmungsplanung und das Konfliktpotenzial von landwirtschaftlicher Tierhaltung im Siedlungsgebiet am Beispiel der Schweinehaltung in der Steiermark. Weitere Themen sind Berührungen mit dem Naturschutz,  Dachbegrünungen und die Seveso-Richtlinie.

Inhalt:

BEING – ein interdisziplinäres Netzwerk für Behördenverfahren
Peter Baumann

Landschaft versiegeln oder Bestandsbauten nutzen?
Peter Baumann

Bei Umnutzung: Senkgrube oder Kanal?
Peter Baumann

Ökologische Betriebslandschaften –  Boden, Klima, Wasser und Artenvielfalt in Industrie- und Gewerbebetrieben:
Teil 1: Behördenverfahren
Teil 2: Die Zukunft sind grüne Dächer
Harald Kutzenberger

Geländeanpassungen rechtssicher und ALSAG-befreit ausführen
Philippe Brandner

Betriebsansiedlungen im Spannungsfeld der Flächenwidmungsplanungen
Rainer Gagstädter

Konfliktpotential der landwirtschaftlichen Tierhaltung zur heranrückenden Bebauung
Anton Stana

Seveso-III-Richtlinien Betriebe im ländlichen Raum – Spannungsfeld zwischen Anlagen- und Naturschutz
Gerhard Czejka

Weiters:
Österreichischer Klimaschutzpreis 2015
Netzwerk Zukunftsraum Land

Landwirtschaft. Ein Lebensweg.

Land & Raum 3 2015 LW Ein LebenswegDie Herbstausgabe von Land & Raum widmet sich dem Thema „Landwirtschaft. Ein Lebensweg.“ Auf 36 Seiten sind dazu neun Beiträge zusammengestellt, vier davon sind sehr persönliche Geschichten von Landwirten bzw. Landwirtinnen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ein Heft kostet 5 Euro und ist im ÖKL erhältlich: 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop.

Land & Raum 3 2015 Landwirtschaft. Ein Lebensweg.

Land & Raum 3 2015 LW Ein LebenswegDie Herbstausgabe von Land & Raum widmet sich dem Thema „Landwirtschaft. Ein Lebensweg.“ Auf 36 Seiten sind dazu neun Beiträge zusammengestellt, vier davon sind sehr persönliche Geschichten von Landwirten bzw. Landwirtinnen.

Zum Beispiel öffnet ein junger Landwirt die Türe zu seinem Bauernhof mit dem Satz: „Landwirt zu sein ist der schönste Beruf, den es gibt.“ Der Hofleiter des Familienbetriebes mit Milchviehhaltung ist mit Herz und Seele in seiner Berufung seit Kindesbeinen aktiv. Sein BOKU-Studium hat ihm in den Bereichen Direktvermarktung und Marketing wichtige Möglichkeiten aufgezeigt, die er ambitioniert nun auch im Hofladen umsetzt.

Eine junge Frau zeigt uns den mutigen Quereinstieg einer freiberuflichen Wissenschaftlerin in die Landwirtschaft und stellt dabei die kritische Frage in den Raum: Perspektive oder Sackgasse? Vier Erwachsene und zwei Kinder sind in das Projekt mit Fokus auf Gemüse- und Kräuteranbau integriert.

Der Leiter eines Schweinemastbetriebes eröffnet seinen Beitrag über den Familienbetrieb mit den positiven Grundsatzgedanken der fünfköpfigen Familie und fragt konstruktiv: Was müssen wir tun, damit es funktioniert? Anstatt zu jammern. Internationale persönliche Erfahrungen, eine weltoffene Grundeinstellung und ein offener Hof bieten hier auch eine neue Sicht auf die Schweinemast.

Dann werden die LeserInnen zu einer Führung durch den Sturm-Archehof und die Knopfmachstube eingeladen. Eine engagierte Quereinsteigerfamilie wählt bewusst das Bauernleben in kleinstrukturierter Landwirtschaftsform, mit seltenen Haustierrassen und einer gesunden Portion Bildungstourismus als quasi Selbstversorger.

Leopold Kirner von der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien beschäftigt sich in seinem Beitrag mit dem „Betrieblichen Wachstum: Chancen und Risiken am Beispiel der Milchviehhaltung.“ Dabei werden wirtschaftliche Überlegungen, technologische Fortschritte und die Agrarpolitik als möglicher Auslöser für Wachstum sowie die Frage nach Arbeit und Lebensqualität behandelt.

Josef Hambrusch, Christoph Tribl und Karin Heinschink zeigen anhand von Beispielen auf, dass strukturiertes betriebliches Risikomanagement in der Landwirtschaft erfolgreich hilft und unterstützt, um Unsicherheiten zu begegnen. Und Erika Quendler, Thomas Resl und Martin Brückler von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft beschäftigen sich mit der Möglichkeit einer außerfamiliären Hofübergabe als Alternative bei fehlender Nachfolge, die bei den untersuchten Höfen derzeit bei zwei Prozent liegt.

Arthur Spieglers Beitrag aus dem Blickwinkel eines versierten Geographen mit dem Titel „Landwirtschaft schafft Landschaft“ regt an, sich bewusster mit den sich laufend verändernden vielfältigen Kultur-Landschaften sowie dem „schaffen“ als stete Veränderung der Landschaft auseinanderzusetzen.

Gudrun Schindler, Geschäftsführerin des BOKU-Alumnidachverbandes, gibt im Interview Einblicke in die Universität des Lebens und beschreibt, was diese den jungen Menschen mit auf den persönlichen Weg in die Landwirtschaft gibt.

(Aus dem Editorial von Brigitte Macaria, Redaktionsmitglied)

Land & Raum Netzwerke im Donauraum

Land & Raum 2 2015 Netzwerke im DonauraumDas Thema der Sommerausgabe von Land & Raum heißt „Netzwerke im Donauraum“! In elf Beiträgen auf 40 farbigen Seiten werden einige interessante Netzwerke vorgestellt: von der ARGE Donauländer zum europäischen Bodenbündnis, von „goodworks“ bis zu den „Danubeparks“, von Donau Soja bis zu einem Projekt, das wilde Störe in der Donau sichern soll. 40 Seiten, farbig, Preis: 5 Euro. Erhältlich im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop. Mehr lesen Sie hier

Land & Raum 2 2015 Netzwerke im Donauraum

Land & Raum 2 2015 Netzwerke im DonauraumDie Sommerausgabe von Land & Raum hat „Netzwerke im Donauraum“ zum Schwerpunktthema gewählt.

40 Seiten, farbig, elf Beiträge, Inhaltsverzeichnis siehe unten.

Erhältlich zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/505 18 91, office@oekl.at oder im Webshop.

Das Editorial schrieb Dr. Arthur Spielger:

Der Donauraum. Es ist das Gebiet, in dem sich bedeutendste Ereignisse der österreichischen Geschichte abgespielt haben. Und heute ist er eine der europäischen Großregionen, wie der Alpenraum oder der Baltische Raum – und er steht für das, was wir gewohnt sind oder waren, „Mitteleuropa“ zu nennen. Der Donauraum erfüllt eine geographische, soziale, wirtschaftliche und politische Brückenfunktion. Verstärkt wird diese Funktion, vor allem wirtschaftlich, durch die Verbindung durch den Rhein-Main Donau-Kanal, der diese beiden identitätsstiftenden, aber auch irgendwie in der Geschichte konkurrierende Flusslandschaften und Kulturräume verbindet. Siehe dazu Heft 3/2011 von Land & Raum mit dem Titel „Die Donau. Raum – Funktion – Strategie“.
Damit die neue, europäische Großregion auch „funktioniert“, das heißt, wirtschaftlich, sozial und politisch ein Erfolg wird, ist das Verständnis der Bevölkerung und ihre Mitwirkung an den vielfältigen Aufgaben eine unabdingbare Voraussetzung. Und dafür wiederum haben sich Netzwerke des Lernens und Umsetzens vorzüglich bewährt. Genau um Solche geht es in dieser Ausgabe.
Es können hier nur einige von den vielen Hundert in und zwischen den 18 Ländern und den vielen Kleinregionen des Donauraumes beispielhaft vorgestellt werden, schwerpunktmäßig natürlich mit starkem Österreichbezug. Unter Netzwerken werden hier freiwillige (nichtverordnete) Kooperationsformen zur Wissensvermittlung und zum Wissensaustausch sowie zur Umsetzung der gewonnenen Erfahrungen im „Miteinander“ auf allen Verwaltungsebenen verstanden, von Regierungsstellen über Vereine (NGOs) bis zu den Gemeinden.  Wenn dies gelingt, gilt dafür international die Bezeichnung “Good Governance“, worüber in Heft 4/2007 von Land & Raum berichtet wurde.
Ursula Bittner: Eine österreichische Initiative zur Förderung des Sojaanbaues hat sich inzwischen erfolgreich über die gesamte Donauregion und darüber hinaus entwickelt. Dies führte zur Vereinsgründung „Donau Soja“ im Jahr 2012 und ist nun „die wesentlichste europäische Initiative im Agrarbereich“.
Georg Frank beschreibt das Netzwerk „Danube Parks“, Schutzgebiete entlang der Donau und seine Aufgaben.  Erste Initiativen 2007, Vereinsgründung 2014, Sitz Schloss Orth im Nationalpark Donauauen.  Auch das Management von Schutzgebieten ist ein gutes Beispiel dafür, wie Schützen und Nützen zusammenwirken können.
Simon Ortner: Netzwerke sind da, um Synergien zu schaffen und zu nutzen. Eingebettet sind viele in bereits bestehende Kooperationsplattformen (z.B. dem Rat der Donaustädte und Regionen) der seit 1990 bestehenden „ARGE Donauländer“ mit deren Generalsekretariat in der Niederösterreichischen Landesregierung.
Christian Steiner weist warnend auf die Schutzwürdigkeit des Bodens hin, eines unserer kostbarsten Güter. Zur Verrichtung dieser dringlichen Aufgabe gibt es sogar ein weltweites Netzwerk und ein „Europäisches Bodenbündnis“.
Franz Rybacek zeigt anhand der „sozioökologischen Produktion“, um wieviel besser in vielfacher Hinsicht ein „Miteinander“ anstelle eines Konkurrenzkampfes ist. Dies wird durch etwa 150 Good Practice Beispiele von „Sozialbetrieben“ gezeigt. Gerade diese kleinen Kooperationsformen sind „nahe am Menschen“ und daher so wirksam!
Wie die Ergebnisse eines mehrere Regionen umspannenden und natürlich grenzüberschreitenden Netzwerkes umgesetzt werden können, beschreibt ein ganzes Autorenkollektiv dieser Regionen aus Niederösterreich und der Slowakei.
Erwin Szlezak zeigt abermals am Beispiel Boden des Donauraumes, wie Strategien des „Schützens“ und „Nützens“ positiv zusammenwirken können, wobei den Gemeinden eine „Schlüsselrolle“ zukommt.
Harald Kutzenberger und Teodora Trichkova weisen am Beispiel der österreichisch-rumänische Zusammenarbeit darauf hin, dass es nicht nur Positiva, sondern auch Gefahren aus der Entwicklungsgeschichte des Donauraumes und dessen ständiger Veränderung gibt. Dies wird anhand sogenannter „invasiver Arten“ dargelegt. Das sind Pflanzen und Tiere, die sich in einem für sie nicht heimischen Raum ausbreiten und angestammte Arten verdrängen.
Fazit: Die Steuerung der Entwicklung eines derart großen Raumes, in sich in allen Belangen unterschiedlich (Sprachen, Kulturen, soziale Umstände, Ethnien, Klima, Geologie, Böden, Reliefformen u.v.a.) und doch durch die „Kulturachse Donau“ verbunden, kann nicht von heute auf morgen vor sich gehen.
So schöne Erfolge in vielen Bereichen es bereits gibt, so sehr das Vorhaben von der Europäischen Kommission unterstützt wird, eines der wichtigsten Anliegen fristet bis jetzt ein Geheimdasein: Zur nachhaltigen Sicherung eines immer breiteren Wohlstandes und Wohlergehens der ländlichen Bevölkerung sind die größten Anstrengungen zu unternehmen, damit sich die Schere zwischen „Arm“ und „Reich“ nicht immer und noch schneller öffnet!
Ihr Arthur Spiegler

INHALTSVERZEICHNIS:

Die Makroregionale EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR)
Roland Arbter

Die Arbeitsgemeinschaft der Donauländer
Simon Ortner

Jahr des Bodens 2015 – Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen
Christian Steiner

Unser Boden im Donauraum – sinnvoll nützen und sorgsam schützen
Erwin Szlezak

Bodenbotschafter und fliegende Bodenklassenzimmer
Eva Erhart, Bernhard Kuderer, Květuše Hejátková, Milan Hluchý, Elisabeth Neuner, Katharina Watzka, Wilfried Hartl

goodworks – sozialökologisch produziert im Donauraum
Bernhard Kuderer, Szabolcs Hollosi, Franz Rybaczek

Projekt BeFoRe – Nachhaltige Entwicklung
Richard Weber, Martin Weber, Ingrid Schwarz, Andrea Cheppisak, Therese Stickler und Isabella Sattler

DANUBEPARKS – Netzwerk der Donauschutzgebiete
Georg Frank

DIAS – Ein wissenschaftliches Netzwerk zum Umgang mit invasiven Arten im Donauraum
Harald Kutzenberger und Teodora Trichkova

Donau Soja – Österreichische Initiative verbindet den Donauraum
Ursula Bittner

Die Sicherung der wilden Störe in der Donau
Christina Sandu und Harald Kutzenberger