ÖKL-Merkblatt 16 Zuchtsauen – Wartestall

MB 16 Seite 1 2016 300 dpiStallbereiche für Gruppieren, Decken und Trächtigkeit

Auflage 3, 2016, 24 Seiten
Preis: 10 Euro
BESTELLUNGEN: 01/5051891, office@oekl.at und im webshop

Zum Decken dürfen die Sauen für höchstens zehn Tage in Einzelständen gehalten werden. Eine durchgehende Einzelstandhaltung vom Absetzen bis zur Trächtigkeitskontrolle ist nicht mehr zulässig. Dies hat auch weitreichende Folgen für den Stallbau!

Bei der Planung eines Wartestalls müssen die grundlegenden Verhaltensansprüche der Sauen berücksichtigt werden. In Gruppen gehaltene Sauen sind in einer Rangordnung organisiert. Auseinandersetzungen sind umso seltener und weniger verletzungsträchtig, je stabiler die Gruppen sind, je mehr Platz zum Ausweichen vorhanden ist und je rutschfester der Boden ist.

Im Haltungssystem sind speziell gestaltete Bereiche für Ruhen, Fressen, Aktivität und Ausscheidung vorzusehen. Deren Größe, Anordnung und Bodenausführung haben großen Einfluss auf das Gruppenverhalten, die Tiergesundheit und die Sauberkeit von Tieren und Bucht sowie auf den Arbeitszeitbedarf.

Es gibt eine Vielzahl an möglichen Varianten des Gruppierungs-, Deck- und Wartebereichs.

Im Kernstück des Merkblattes werden vier neue, von der Facharbeitsgruppe empfohlene Wartestall-Konzepte, welche eine Gruppierungsmöglichkeit berücksichtigen, dargestellt. Die Konzepte werden anschaulich in Beispielgrafiken und durch Fotos gezeigt. In einer Tabelle kann für jede der vier Varianten der Buchtenbedarf für stabile Gruppen für 28 (bzw. 21) Tage Säugezeit abgelesen werden.

Auf www.oekl-bauen.at steht das Ablaufschema zum jeweiligen Produktionsrhythmus und Konzept (A, B, C, D) als Download zur Verfügung.

In den Funktionsbereichen, die auch für die Gruppierung vorgesehen sind, ist ein über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehendes Flächenangebot sinnvoll.

Konzept A ist der Deck-Wartebereich mit Gruppierungsbucht. Das Gruppieren findet unmittelbar nach dem Absetzen auf einer planbefestigten, tief eingestreuten Fläche ohne jegliche Hindernisse statt. Die Gruppierungsbucht befindet sich in der Regel im Randbereich, ist lüftungstechnisch vom Warmstall abgetrennt und kann auch mit einem Auslauf kombiniert werden. Die Deck-Wartebuchten werden mit Spaltenboden und Einzelständen ausgeführt.

Konzept B: Gruppierungs-Deckbucht mit Wartebuchten. Das Gruppieren findet in Deckbuchten statt.  Danach erfolgt das Umstallen in die Wartebucht mit Fressplatzteilern.

Konzept C: Gruppierungs-Wartebucht mit Deckständen. Das Gruppieren erfolgt nach dem Umstallen aus den Einzelständen in die Gruppierungs-Wartebucht mit Abrufstation.

Konzept D ist eine Gruppierungs-Deck-Wartebucht: mit Einzelständen und strohlos für die konventionelle Tierhaltung bzw. als Strohsystem für besonders tierfreundliche Tierhaltung oder Biotierhaltung.

Inhalt

  1. Vorbemerkung
  2. Ausgewählte Rechtsvorschriften und Normen
  3. Planungsdaten
  4. Ansprüche der Tiere und Funktionsbereiche
  5. Stallklima
  6. Energieeffizienz
  7. Gestaltung und Anordnung der Bereiche für Gruppieren, Decken und Trächtigkeit
  8. Raumprogramm
  9. Stallsysteme

Verfasser: ÖKL-Arbeitskreis Landwirtschaftsbau
Obmann: MR DI Manfred Watzinger (BMLFUW)
Arbeitsgruppe: Ing. Christian Auinger (Schauer Agrotronic GmbH), Dr. Johannes Baumgartner (Vet. Med. Universität Wien), Dr. Werner Hagmüller, DI Birgit Heidinger (beide HBLFA Raumberg-Gumpenstein), Franz Hold (Fa. Bräuer), Mag. Vitus Lenz (LK OÖ), Josef Macher (LK Stmk.), Johannes Spangel (LK NÖ), DI Johann Stinglmayr (LK OÖ/BSP), Ing. Franz Xaver Stockinger (LK OÖ/BSP), DI Eduard Wagner (LK NÖ), Ing. Eduard Zentner (HBLFA Raumberg-Gumpenstein)

 

 

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