Abgestufte Wiesennutzung

Aufbauend auf den Konzepten der „Abgestuften Wiesennutzung“ (Dietl et. al, 1995) wurde seit dem Frühjahr 2016 mit einer Gruppe von 17 Milchvieh- und Mutterkuhbetrieben aus der Region Puchberg am Schneeberg getestet, ob sich die vornehmlich für intensivere Grünlandregionen entwickelten Konzepte auch auf extensive Grünlandregionen übertragen lassen.

Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt wurden nun in Form einer Beratungsbroschüre veröffentlich und bei der Abschlusspräsentation in Puchberg am 28.2.2018 den teilnehmenden Betrieben präsentiert.

Nähere Informationen und die Broschüre finden Sie HIER.

Abgestufte Nutzungsintensitäten auf Wiesen und Weiden

Ergebnisbroschüre [pdf]:
Abgestufte Nutzungsintensitäten auf Wiesen und Weiden mit praktischen Beispielen aus Niederösterreich

Im Rahmen des vom Niederösterreichischen Landschaftsfonds geförderten Projektes „Abgestufte Grünlandnutzung in Niederösterreich, Modellregion Puchberg am Schneeberg“ wurde in den Jahren 2016 und 2017 gemeinsam mit 17 interessierten Grünlandbetrieben der Region die Anwendung des Konzepts für eine abgestufte Grünlandnutzung (vgl. Angeringer et al., 2016) auf den Raum des Alpen­ostrandes untersucht. Dabei wurden als Grundlage sowohl umfassende vegetationsökologische Untersuchungen von allen Betriebsflächen als auch Futteranalysen von ausgewählten Flächen durchgeführt. Für alle Beispielsbetriebe wurde eine Düngerbilanzierung und in Abstimmung mit den Ergebnissen der vegetationsökologischen Untersuchungen eine Planung für eine flächenbezogene Düngerverteilung erstellt.

In dieser Broschüre wird anhand von zwei ausgewählten Projektbetrieben beispielhaft aufgezeigt, wie sich die vorgeschlagenen Änderungen der derzeitigen Bewirtschaftung im Sinne der abgestuften Grünlandnutzung in einem relativ niederschlagsarmen Gebiet (800 mm Jahresniederschlag) auswirken.

Land & Raum 1 2018 Bienenwirtschaft und Biodiversität

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum widmet sich in elf Beiträgen auf 32 Seiten ganz dem Thema „Bienenwirtschaft und Biodiversität“! Sie entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Bienenzentrum Oberösterreich.

Preis pro Heft: 5 Euro, zu beziehen im ÖKL unter office@oekl.at, 01/5051891 oder im Webshop.

Aus dem Editorial von Petra Halsgrübler:

Anlass für dieses Thema war die Neugründung des Bienenzentrums Oberösterreich. Eine derartige Stelle ist einzigartig in Österreich. Sie dient der Vernetzung unterschiedlicher Interessengruppen, dies soll in dieser Ausgabe veranschaulicht werden. Bienen und Blumen brauchen einander – unter diesem Motto wird gezielt Bewusstseinsbildung betrieben.
Die Honigbiene ist das drittwichtigste Nutztier nach dem Rind und dem Schwein. Durch die Anpassung an ein gemäßigtes Klima mit langen Kälteperioden sind sie weltweit absolute Spezialisten. Mit der Bildung von Winterbienen ist ein problemloses Überwintern in kleine Völkern möglich. Bienen und Blumen haben seit Millionen von Jahren eine sehr gut funktionierende Partnerschaft. Es ist eine Ko­evolution, bei der der eine ohne den anderen nicht überlebensfähig ist. Bienen und blütenbestäubende Insekten sind die wichtigsten und effizientesten Pollenüberträger und Bestäuber. Die Bienen bleiben ihren Sammelarealen treu und fliegen über einen längeren Zeitraum auf den gleichen Blütentyp. Die Pflanze profitiert davon, da weniger Pollen benötigt werden und diese nicht auf artfremden Blüten landen, somit ist eine erfolgreiche Fortpflanzung gewährleistet. Pflanzen bieten eine unverzichtbare Nektar- und Pollenquelle. Der Nektar dient als Energielieferant und als Treibstoff zum Fliegen und zum Heizen bzw. Kühlen des Bienenstockes. Pollen ist eine Eiweiß-, Vitamin-, Fett- und Mineralquelle. Im Gegensatz zu den Honigbienen fliegen Wildbienen auch schon bei kühleren Temperaturen und sind teilweise effektivere Bestäuber, da sie mit bestimmten Pflanzen eine Symbiose eingegangen sind. Wildbienen brauchen Nistplätze im Boden, Totholz, Höhlen in Obstbäumen, sonnige und lückige Bereiche im Unterwuchs.
Die Steigerung der Biodiversität und der Artenvielfalt ist uns ein großes Anliegen. Schon mit wenigen Schritten lässt sich die Biodiversität auf dem Landwirtschaftsbetrieb fördern und steigern. Die Anlage von Ackerblühstreifen, artenreichen Blumenwiesen, Ackersäumen, Feldrainen und Hecken ist ein wesentlicher Beitrag dazu. Wichtig ist aber auch die räumliche Vernetzung ähnlicher Biodiversitätsflächen untereinander. Somit kann die genetische Vielfalt erhalten bleiben und den Insekten werden Rückzugsgebiete geboten. Schonende Bewirtschaftungs­methoden leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Insektenvielfalt.

Inhalt:

Wie geht es den Honigbienen in Österreich
Christian Boigenzahn
Wilde Zeiten für Wildbienen
Fritz Gusenleitner
Faszination Biene – ein vielfältiges Tier
Petra Haslgrübler und Theresa Frühwirth
Was man mit Honig alles machen kann
Peter Frühwirth
„Zukunft Biene 2014 bis 2017“ – Ein Forschungsprojekt zur Gesundheit der Biene
Karl Crailsheim, Rudolf Moosbeckhofer, Linda Morawetz,
Wolfgang Schühly und Robert Brodschneider
Bienenfreundliche Gemeinden: Wie sich Kommunen als Vorbilder und VermittlerInnen für einen vielfältigen Lebensraum stark machen
Richard Schachinger
Regionale, zertifizierte Blühmischungen: ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Biodiversität
Bernhard Krautzer und Wilhelm Graiss
Artenschutzprojekte in Oberösterreich – ein essentieller Beitrag zum Wildbienenschutz
Michael Strauch
„Wir schauen auf unsere Bienen und Bestäuberinsekten“ – Biodiversitätsmonitoring mit Landwirtinnen und Landwirten
Stephanie Köttl
Registrierungspflicht für Imkerinnen und Imker & internationaler Handel mit Bienen
Rainer Hader
Landesverband für Bienenzucht OÖ: 25 Jahre Labor für Bienenprodukte und -gesundheit im OÖ Imkereizentrum
Susanne Wimmer

 

Biene auf Hornklee, Foto: Peter Frühwirth, Die Hochland Imker

Land & Raum: Soziale Projekte im ländlichen Raum

Die Winterausgabe widmet sich dem Thema „Soziale Projekte im ländlichen Raum“ und hält elf Beiträge für Sie bereit: Vom Grundsatzartikel und Green Care allgemein über ein Lerncafé für Kinder oder eine CityFarm bis zum Holzhausbau mit Flüchtlingen und einem Biobauernhof für Jugendliche und vieles mehr.

36 Seiten, Preis Einzelheft: 5 Euro.
Mehr lesen Sie hier.

Land & Raum 4 2017 Soziale Projekte im ländlichen Raum

Die Winterausgabe unserer Zeitschrift Land & Raum widmet sich Sozialen Projekten im ländlichen Raum!

11 Beiträge, 36 Seiten
Preis pro Einzelheft: 5 Euro
Zu bestellen unter 01/5051891 oder office@oekl.at

Inhalt:

Soziale Infrastrukturen in ländlichen Räumen
Tatjana Fischer
Die Zwei mit dem  Rollstuhl 
Alois Moosbrugger
Green Care – Wo Menschen aufblühen:Potenzial für einen lebenswerten ländlichen Raum
Clemens Scharre
Inklusionspreisträger 2016: „Wesenufer Hotel & Seminarkultur an der Donau“
Claudia Pauzenberger
Der bäuerliche Betrieb als Ort der Inklusion – Beispiel Biobauernhof Watscher
Bettina Riedmann und Hans Kordina
Das Lerncafé der Caritas in Mürzzuschlag ist ein lebendiges Beispiel für Inklusion
Dominik Ebner-Staberhofer
Tageswerkstätte Stephanus – Arbeit mit Tieren, die Menschen verbindet
Hedda Heilburg
In einem paradiesischen Garten – berufliche Integration in der Emmaus CityFarm
Eva Enne, Gabriele Kellner und Hans Kogler
Flüchtlingswohnung im Schloss Tollet
Brigitte K. Macaria
Handwerk – Hand in Hand
Roswitha Wolf
Cenacolo – Raus aus der Abhängigkeit
Roman Ott

 

Editorial von Barbara Steurer:

In der vorliegenden „Weihnachtsausgabe“ der Zeitung Land & Raum stellen wir viele positive Beispiele von sozialen Projekten vor, die zum Nachdenken und „Nachleben“ anregen sollen. Dabei geht es vielfach um „Inklusion“, ein soziologischer Begriff, der das Konzept einer Gesellschaft beschreibt, in der jeder Mensch akzeptiert wird sowie gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen“ (vgl. SCHÖB, A.).
Am Land lebt es sich anders als in der Stadt. Das Landleben ist gekennzeichnet durch die Nähe zur Natur, durch mehr individuellen Freiraum und besseren sozialen Kontakten, was vor allem für Kinder und Jugendliche sowie für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und alten Menschen wichtig ist. Demgegenüber steht jedoch die Tatsache, dass gerade die soziale Infrastruktur am Land bedingt durch demographischen Wandel immer kostenintensiver und somit weniger wird. Im Beitrag von Tatjana Fischer wird dieser Problematik aus Sicht der Raumordnung auf den Grund gegangen.
Umso wichtiger sind konkrete Projekte, die hier Lösungsansätze bereitstellen. So bieten sowohl das „Hotelprojekt Wesenufer“ als auch die „Emmaus CityFarm“ Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit psychischen Beinträchtigungen und Langzeitarbeitslosen an, wobei die Etablierung einer regelmäßigen Tagesstruktur, aber auch die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess im Vordergrund stehen.
Wie die Integration von geflüchteten Menschen in unsere Gesellschaft gelingen kann, wird in den Beiträgen „Lerncafe in Mürzzuschlag“, „Flüchtlingswohnung im Schloss Tolet“ und „Handwerk – Hand in Hand“ anschaulich vor Augen geführt.
Das besondere Potenzial, das Bauernhöfe für Kinder, alte Menschen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen sowie für Suchtkranke haben, wird im Artikel „Green Care – wo Menschen aufblühen“ von Clemens Scharre beschrieben. Green Care ist dabei ein Sammelbegriff, der alle Aktivitäten und Interaktionen zwischen Mensch, Tier und Natur auf landwirtschaftlichen Betrieben zusammenfasst, die wesentlich zur Gesundheitsförderung und Therapie beitragen bzw. auch soziale und pädagogische Ziele verfolgen. Die mittlerweile 26 zertifizierten „Green Care“ Bauernhöfe Österreichs zeigen klar auf, welche Vielfalt an sozialen Angeboten hier möglich ist.  
Gelungene Sozialprojekte im ländlichen Raum können zukünftig nicht nur zur Inklusion bisheriger Randgruppen in die Gesellschaft, sondern auch zu einer Aufwertung des ländlichen Raumes beitragen. Besonders hervorzuheben ist dabei natürlich die Arbeit der vielen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, ohne die vieles nicht möglich ist und denen nicht oft genug gedankt werden kann!
„Man muss das Gute tun, damit es in der Welt sei!“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

In diesem Sinn wünschen wir allen unseren Leserinnen und Lesern besinnliche Festtage und ein schönes Neues Jahr!
Barbara Steurer

SCHÖB, A. (2013), Definition Inklusion in http://www.inklusion-schule.info/inklusion/definition-inklusion.html (Zugriff: 12.12.2017)

Land & Raum 3/2017 TIERWOHL

Die Herbstausgabe von Land & Raum widmet sich dem viel diskutierten Thema TIERWOHL! 14 Beiträge auf 40 Seiten hat das Redaktionsteam zusammengestellt, die Beiträge bieten (wissenschaftliche) Grundlagen und viele positive Beispiele aus der heimischen Landwirtschaft!
Preis: 5 Euro
Das Heft ist im ÖKL erhältlich und kann unter 01/5051891 oder office@oekl.at oder im Webshop bestellt werden!

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LTS 234 Stallbau für die Biotierhaltung: SCHAFE

2. Auflage, 2017, 36 Seiten, farbig, mit 116 Fotos, Skizzen und Tabellen

Preis 9,00 Euro
BESTELLUNGEN unter office@oekl.at, 01/505 18 91 und im Webshop

Die vorliegende ÖKL-Broschüre stellt eine umfassende Informationsgrundlage für alle Landwirtinnen und Landwirte dar, die mit stallbaulichen Maßnahmen in der Schafhaltung konfrontiert sind.

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LTS 229 Bio Stallbau für SCHWEINE

Das ÖKL hat in enger Zusammenarbeit mit der Bauberatung der Landwirtschaftskammern, mit BIO AUSTRIA, den Kontrollstellen und der Forschung die 4. Auflage der LTS 229 „Stallbau für die Biotierhaltung – SCHWEINE“ herausgegeben. Die Fachbroschüre umfasst 64 Seiten und über 160 Fotos, Skizzen und zahlreiche Tabellen. Erhältlich zum Preis von 9 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop des ÖKL!

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ÖKL-Merkblatt 100 Haltung behornter Rinder

Das Interesse an der Haltung behornter Rinder steigt und damit die Fragen zur Sicherheit. Das neue ÖKL-Merkblatt 100 „Haltung von behornten Rindern“ gibt Auskunft über den Stallbau für behornte Rinder. Denn ein entsprechender Stallbau ist eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche und tiergerechte Haltung.
1. Auflage 2017, 12 Seiten
Preis: 7 Euro, Bestellungen unter 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop

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Land & Raum 3/2017 Tierwohl

Die Herbstausgabe von Land & Raum widmet sich dem viel diskutierten Thema TIERWOHL!

14 Beiträge auf 40 Seiten hat das Redaktionsteam zusammengestellt, die Beiträge bieten (wissenschaftliche) Grundlagen und viele positive Beispiele aus der heimischen Landwirtschaft!

Preis: 5 Euro
Das Heft ist im ÖKL erhältlich und kann unter 01/5051891 oder office@oekl.at oder im Webshop bestellt werden!

Das ÖKL hat 14 Beiträge zusammengestellt.

  • Das Heft beginnt mit einigen grundlegenden Beiträgen von Autorinnen, die definieren, was die Begriffe Tierwohl, Wohlbefinden, animal welfare, Tiergerechtheit usw. bedeuten: Z.B. stellt Frau Angela Bergschmidt vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft (Braunschweig, D) das Konzept der „fünf Freiheiten“ sowie das Konzept der „drei Dimensionen“ vor (Beitrag Bergschmidt). Veronika Edler von Bio Austria erklärt die Vorteile der Tierhaltung in der biologischen Landwirtschaft und Frau Elfriede Ofner-Schröck von der Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein geht speziell auf das Tierwohl in der Rinderhaltung ein. Die Tierärztin Beate Berger beleuchtet das Tierwohl in Zusammenhang mit heute üblichen Zuchtzielen und Franz Greif fasst zusammen, wie das Tier zum Schlachthof kommt und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen es dafür gibt.
  • Mehrere „Reports“ von landwirtschaftlichen Betrieben stellen die Praxis vor: Biohof Edibichl, Lindenhof Eisenkölbl, Biohof Labonca, die Tierhaltung bei Zotter Schokolade, Betrieb Thenner mit tiergestützter Intervention und der Verein Turopolje-Blondvieh-Waldviertel.
  • Ein Beitrag über die Zusammenhänge von Architektur und Tierwohl rundet das Thema ab, zusätzlich schreibt die AMA über die Initiative „federführend“ und die Werner Lampert Beratungsges.m.b.H. gibt einen  Einblick in die Produktionsstandards von „Prüf Nach!“.

Inhaltsverzeichnis:

Tierwohl – Definitionen, Konzepte und Indikatoren
Angela Bergschmidt
Wohlergehen, Wohlbefinden und noch vieles mehr
Veronika Edler
Tierwohl in der Rinderhaltung
Elfriede Ofner-Schröck
Tierschutz in der Nutztierzucht – Stichwort Qualzucht
Beate Berger
Wenn der Schlachthof zum Tier kommt
Franz Greif
Die Bisons am Biohof Edibichl stehen das ganze Jahr auf der Weide
Julia Kocher
Der Lindenhof der Familie Eisenkölbl
Franz Greif und Familie Eisenkölbl
Tierwohl und architektonische Aspekte
Andreas Weratschnig
Der Labonca Biohof
Norbert Hackl
Josef Zotters Essbarer Tiergarten
zotter Schokoladen Manufaktur
Tierwohl in Zusammenhang mit tiergestützten Angeboten
Larissa Thenner
Tiergerechte Tierhaltung und bestes Fleisch im Verein Turopolje-Blondvieh-Waldviertel
Gregor Einetter
Hendl und Pute aus Österreich sind federführend
Manuela Schürr
Tierwohl ist eine Frage der Würde
Stephan Pöchtrager