ÖKL-Richtwerte Sommeraktion

In den Monaten Juli und August gibt es die ÖKL-Richtwerte für die Maschinenselbstkosten zum Sommeraktionspreis!
Statt 15 Euro pro Heft zahlen Sie nur 10 Euro für die unverbindliche Berechnungsgrundlage für den land- und forstwirtschaftlichen Einsatz in der Nachbarschaftshilfe!
Bestellungen unter 01/5051891 oder office@oekl.at!

ÖKL-Richtwerte für 2018

ÖKL-Richtwerte für die Maschinenselbstkosten 2018
Die unverbindliche Berechnungsgrundlage
für den land- und forstwirtschaftlichen Einsatz in der Nachbarschaftshilfe für das heurige Jahr ist erschienen!
Als Heft, als Excel-Tabelle oder kostenlos auf unserer Homepage: Mehr finden Sie HIER
1 Heft zum Preis von 15 Euro.
Bestellungen im ÖKL unter 01/5051891 oder office@oekl.at oder im Webshop

ÖKL-Richtwerte für die Maschinenselbstkosten 2017

Unverbindliche Berechnungsgrundlage für den land- und forstwirtschaftlichen Einsatz in der Nachbarschaftshilfe

  • über 1500 Maschinen und Geräte
  • Pauschalrichtwerte für flächenbezogene Arbeitsgänge
  • Berechnungsgrundlagen und Beispielrechnung
  • Steuerhinweise, Anwendungsbereich
  • Kraftstoffverbrauch in der Land- und Forstwirtschaft
  • Pflanzenöl als Ersatz für Dieselkraftstoff

Als Heft bzw. als Excel-Tabelle zum Preis von 15 Euro im ÖKL erhältlich.
Und kostenlos auf unter Richtwerte Online einsehbar.
Mehr lesen Sie hier: ÖKL-Richtwerte

 

 

ÖKL-Richtwerte 2016

RW 16 Cover 300dpiDie ÖKL-Richtwerte für die Maschinenselbstkosten 2016 sind erhältlich! Sie wurden wie jedes Jahr aktualisiert und sind als Heft sowie als Excel-Tabelle erhältlich, außerdem sind sie kostenlos einsehbar auf der ÖKL-Homepage.

Mehr unter http://oekl.at/oekl-richtwerte/.

ÖKL-Richtwerte für die Maschinenselbstkosten 2015

RW cover 2015Die ÖKL-Richtwerte für die Maschinenselbstkosten 2015 sind erhältlich! Sie sind die unverbindliche Berechnungsgrundlage für den land- und forstwirtschaftlichen Einsatz in der Nachbarschaftshilfe.
Mit Werten zum Treibstoffverbrauch.
Mit unverbindlichen Pauschalrichtwerten für flächenbezogene Arbeitsgänge.
Werte ohne Mehrwertsteuer.
Mehr Informationen hier. Bestellungen unter 01/5051891 oder office@oekl.at. Das Heft kostet 15 Euro pro Stück.

Pflanzenöl als Ersatz für Dieselkraftstoff

Entwicklungen der letzten Jahre haben es möglich gemacht, dass Pflanzenöl als Ersatz für Dieseltreibstoff verwendet werden kann. In diesem Zusammenhang ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass die Traktoren durch eine entsprechende Fachwerkstätte für den Pflanzenölbetrieb umgerüstet werden. Inzwischen kann bei manchen Traktorherstellern die Option „Pflanzenölbetrieb“ beim Ankauf eines Neutraktors erworben werden und damit verbunden auch die Absicherung einer Garantieleistung durch den Traktorhersteller erhalten bleiben. Beim Einkauf von Pflanzenöl ist zu beachten, dass die Mindestanforderungen gemäß Kraftstoffverordnung eingehalten werden. Bezüglich Gewährleistungen und einen einwandfreien Betriebes mit Pflanzenöl sind jedoch die strengeren Grenzwerte der DIN 51605 „Rapsölkraftstoff“ bzw. die DIN 51623 „Pflanzenölkraftstoff“ zu beachten.
Um die Wettbewerbsstellung von Pflanzenölkraftstoff mit Dieselkraftsoff beurteilen zu können, sind vor allem die vier  folgenden Faktoren ausschlaggebend:

  1. Kosten der Adaptierung bzw. Umrüstung des Motors
  2. Kosten für die separate Lagerung des Treibstoffes
    Auf das ÖKL-Merkblatt Nr. 60 „Hoftankanlagen für Diesel und Biotreibstoffe“ sei hingewiesen.
  3. Jährlicher Kraftstoffverbrauch des Traktors
  4. Preisdifferenz zwischen Pflanzen- und Dieselöl

Daraus können Fahrzeughalter ableiten, ab welchem Einsatzumfang bzw. Nutzungsdauer die Mehrkosten der Pflanzenölumrüstung wirtschaftlich gedeckt sind.

Klare CO2- und Umweltvorteile von Pflanzenölkraftstoff

Das Klimaschutzabkommen von Paris zur Reduktion des jährlichen Temperaturanstieges auf unter 2°C wird auch von der heimischen Landwirtschaft einen Beitrag verlangen. Pflanzenölkraftstoff reduziert die Treibhausgasemissionen wesentlich. Laut EU-Richtlinie 2009/28/EG beträgt der Standardwert zur Minderung von Treibhausgasen bei Rapsöl 57 % im Vergleich zu fossilem Treibstoff. Der Referenzwert für fossilen Treibstoff beträgt 83,8 g CO2eq/MJ. Heimisches Pflanzenöl erfüllt zusätzlich die strengen Nachhaltigkeitsvorschriften, die gesetzlich von Biokraftstoffen gefordert werden.

Zu beachten ist auch, dass Pflanzenöl beim Betrieb von Motoren in umweltsensiblen Gebieten Vorteile bietet, da Pflanzenöl biologisch abbaubar ist. In Deutschland ist Pflanzenöl als „nicht wassergefährdend“ eingestuft.

Weiter sei auf die Möglichkeit hingewiesen, durch (Selbst-)Versorgung mit Pflanzenölkraftstoff auch in Krisenfällen die Bewirtschaftung aufrecht erhalten zu können.

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.pflanzenoel-austria.at bzw. www.pflanzenoel.agrarplus.at

ÖKL-Richtwerte 2014

ÖKL RW 2014 CoverDie ÖKL-Richtwerte für die Maschinenselbstkosten sind eine unverbindliche Berechnungsgrundlage für den land- und forstwirtschaftlichen Einsatz in der Nachbarschaftshilfe.
Hier finden Sie mehr!

Vorwort der Frau Bundesminister Elisabeth Köstinger

HEIMAT.LAND.LEBENSWERT.

Tradition, Qualität und Regionalität – das sind die Eckpfeiler unserer österreichischen Landwirtschaft. Das wissen nicht nur die Österreicherinnen und Österreicher zu schätzen: Auch international können wir mit unseren hochwertigen, gentechnikfrei erzeugten Lebensmitteln punkten. Von der Produktion über die Verarbeitung bis zur Gastronomie sind wir Weltspitze. Doch die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen am Land liegen in bestimmten Bereichen leider immer noch deutlich unter den Standards, den Großstädte bieten können. Ich werde als neue Ministerin auch weiterhin starke regionale Schwerpunkte in meiner Arbeit setzen.

Der „Masterplan für den ländlichen Raum“ hat viel gute Ideen und Vorschläge geliefert, wie wir die Chancengerechtigkeit in den ländlichen Regionen wieder verbessern können. Das Ergebnis ist eine umfangreiche, ressortübergreifende Strategie für den ländlichen Raum – ein gemeinsamer Weg, mit dem die Wirtschafts- und Lebensbedingungen am Land systematisch verbessert werden. Im Mittelpunkt stehen jene Themen, die den Menschen am Land am Herzen liegen – darunter Land- und Forstwirtschaft, Infrastruktur, Mobilität, soziale Verantwortung und das digitale Dorf.

Mit der Neugliederung der Ressorts ist das neue Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus nun das Dach für alle Themenfelder, die für den ländlichen Raum wichtig sind. Der Umstand, dass nun Klimaschutz und Energie unter einem Dach sind ist ebenso bedeutend wie die Tatsache, dass die Zuständigkeit für den ländlichen Raum nun mit den Agenden des Tourismus in einem Ressort partnerschaftlich gestaltet werden kann.

Im landwirtschaftlichen Bereich sind bäuerliche Nachbarschaftshilfe und zwischenbetriebliche Zusammenarbeit unverzichtbare Stützen der heimischen Landwirtschaft. Die Richtwerte des Österreichischen Kuratoriums für Landtechnik und Landentwicklung bieten einen objektiven Maßstab für gegenseitig erbrachte Leistungen. Zudem ermöglichen sie eine faire Ab­rechnung zwischen den Betrieben. Auch die Umsetzung des Masterplans wird gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen. Wir müssen die Weichen für die Zukunft jetzt stellen, um neue Chancen für den ländlichen Raum zu eröffnen und den Betrieben eine wirtschaftlich gute und lebenswerte Zukunft zu bieten.

Elisabeth Köstinger

Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus

Jänner 2018

Bildnachweis: BMNT/Paul Gruber

 

Berechnungsgrundlagen 2018

1. Die ÖKL-Richtwerte in Euro pro Stunde (€/h) tatsächlicher Zeit (bei mechanischen, motordrehzahlabhängigen Traktormetern nicht in jedem Fall gegeben!) sind reine Selbstkosten, d.h. dass kein Gewinn, keine Umsatzsteuer (Ust.), kein Entgelt für Arbeitszeit oder andere Spesen zugerechnet wurden.
Bei außergewöhnlichen Verhältnissen oder Sonderausstattungen sind Zuschläge gerechtfertigt. Z.B. sind insbesondere bei Bodenbearbeitungsgeräten Zuschläge bzw. Abzüge etwa für schwere, steinige oder leichte Böden nach lokalen Verhältnissen vorzunehmen.

2. Die Selbstkosten wurden unter Berücksichtigung mittlerer Neuwerte vergleichbarer Fabrikate errechnet. Die Neuwerte wurden aktuellen Preislisten entnommen. Wenn solche nicht verfügbar waren, wurden die Preise telefonisch oder über Mailanfrage eingeholt. Konnten Preise nicht erhoben werden, wurden die Neuwerte hochgerechnet bzw. bestimmte, nicht mehr produzierte Maschinen gestrichen. Teilweise wurde für Maschinen, die nicht mehr hergestellt, aber noch verwendet werden, der Neuwert mit einem Faktor analog zu den übrigen Maschinen hochgerechnet. Die Werte wurden mit den Vorjahreswerten abgestimmt und netto, d.h. ohne Umsatzsteuer (vgl. Punkt 3) eingesetzt. Kosten für die Lieferung an den Käufer, eine eventuelle Beleuchtung und Bremsen als Sonderausstattung (bei Arbeitsmaschinen) wurden nicht eingerechnet. Die Basis für die Neuwerte bildet das 3. Quartal 2017.  
Die Selbstkosten setzen sich aus folgenden Faktoren zusammen:

a) Fixkosten (= Festkosten, Grundkosten) bestehend aus
    –  Abschreibung  (= Amortisation, A),
    –  Zinsanspruch (Z) und
    –  Kosten für Unterbringung und Versicherung (U).
Für die Abschreibung (A) wird ein Prozentsatz aus der angenommenen wirtschaftlichen Nutzungsdauer (N) errechnet:
        A in % = 100 / N in Jahren
Für den Zinsanspruch (Z) werden 3,5 % vom halben Neuwert (= 1,75 % vom Neuwert), für Unterbringung und Versicherung (U) 2 % vom Neuwert berechnet. Daher kommen zur Abschreibung (A in %) einheitlich 3,75 % dazu:
            Fixkosten in % = A % + Z % + U % = A % + 3,75 %
Aus dem mittleren Neuwert und den Fixkosten in % werden die Fixkosten in Euro pro Jahr errechnet. Anmerkung: Umgekehrt lässt sich die in den Richtwerten angenommene Nutzungsdauer dadurch (rück-)berechnen, dass vom Prozentwert die oben erläuterten 3,75 Prozent (Verzinsung, Unterbringung, Versicherung) abgezogen werden und der Wert 100 durch die errechnete Zahl geteilt wird.
Z.B.: Traktor: 9,75 %; 9,75 – 3,75 = 6; 100 : 6 = 16,67 Jahre.

b) Der Fixkostenanteil ist pro Betriebsstunde angegeben. Dieser errechnet sich aus den Jahresfixkosten, geteilt durch die mittlere Ausnützung der Maschine (Stunden/Jahr). Die mittlere Aus­nützung der Maschinen in Stunden pro Jahr entspricht der praktisch erreichbaren Kampagneleistung.

c) Reparaturkostenfaktor in % vom Neuwert für 100 Betriebsstunden: Dieser ergibt die Reperaturkosten in Euro pro Betriebsstunde.
Reparaturkosten Euro/h = (Neuwert x Reparaturkostenfaktor %) : (100 x 100)
Bei einem Soloverleih kann von einem um 10 bis 20% erhöhtem Reparaturrisiko ausgegangen werden.

d) Für Maschinen mit Verbrennungsmotoren sind die Kosten für Treibstoffe und Schmiermittel angegeben. Die Werte für die Treibstoffverbrauchsmengen stammen aus Maschinenprüfberichten bzw. Datensammlungen.
Dabei sind bei Traktoren und Traubenvollerntern Auslastungen von 40 % und bei Mähdreschern von 50 % der Nennleistung angenommen worden. Ferner sind für Schmiermittel 10 %ige Zuschläge zu den reinen Treibstoffkosten berücksichtigt. Die Treibstoffpreise sind nach dem Durchschnitt von Jänner bis Oktober 2017 ohne Umsatzsteuer eingesetzt.
Der mittlere Tankstellenpreis beträgt:
für 1 Liter Dieselöl: € 1,10 mit Ust. bzw. € 0,92 je Liter ohne Ust. (gerundet)
für 1 Liter Normalbenzin: € 1,17 mit Ust. bzw. € 0,98 je Liter ohne Ust. (gerundet)
Anmerkung: Beim Bezug größerer Mengen an Treibstoff sind die Literpreise zwar niedriger; der Vorteil wird zum Teil durch die Finanzierungskosten (Kapitalbindung) und zu einem weiteren Teil durch die Abschreibung für den erforderlichen und den Bestimmungen entsprechenden Treibstofftank aufgezehrt (siehe ÖKL-MB 60).

e) Aus der Summe von Fixkosten, Reparaturkosten und Treibstoffkosten ergeben sich die gerundeten Gesamtkosten in Euro pro Stunde bzw. die ÖKL-Richtwerte für Maschinenselbstkosten.

3. Die Gesamtkosten sind reine Nettowerte ohne Umsatzsteuer.
Es sind daher bei Einsätzen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe (Maschinenringe) die gesetzlich vorgeschriebenen Sätze für die Umsatzsteuer zuzuschlagen: Bei Lieferungen und Leistungen durch umsatzsteuerpauschalierte Landwirte an andere Unternehmen beträgt der Steuersatz ab 2016 13 %. Wenn der Leistungserbringer zur Regelbesteuerung optiert hat, sind 20 % USt. hinzuzurechnen.
Anmerkung: Bei Umsätzen zwischen pauschalierten Betrieben handelt es sich um Leistungen an Unternehmen.

4. Bei den Kostenrechnungen blieben unberücksichtigt:
a) Wegzeiten
b) Arbeitserschwernisse (Lagergetreide, Hanglage, steinige Böden u.ä.)
c) Lohnkosten für Bedienungspersonal
d) Kosten für Bindegarn
e) Stromkosten bei elektrisch betriebenen Maschinen (Kosten für E-Motoren sind separat ausgewiesen, jedoch ebenfalls ohne Stromkosten)
f) Bei allen gezogenen Maschinen und Geräten verstehen sich die Stundensätze ohne Traktorkosten (Ausnahmen sind angegeben).
g) Sonderausstattungen
h) Preisnachlässe bzw. -zuschläge

5. Die Kosten sind für reine Betriebszeiten ausgerechnet. Die Kostenbemessung für Standzeiten und Wegzeiten muss separat erfolgen, am besten nach den örtlich gebräuchlichen Vereinbarungen – z.B. laut Geschäftsordnung des Maschinenringes, wobei Standzeiten nie mit dem vollen Tarif gerechnet werden.

6. Kleinwerkzeuge, Pferdegespanne
Für nicht in den Richtwerten angeführte Kleinwerkzeuge (z.B. Schaufel, Rechen, Leiter, Schubkarren, Kabel­trommel etc.) kann eine Pauschale von bis zu 1,50 €  (exkl. Ust.) pro Stunde verrechnet werden.
Für z.B. in der Forstwirtschaft eingesetzte Pferdegespanne können pro Stunde eingesetzt werden:
€ 11,00 (einspännig) bzw. € 18,70 (zweispännig) zuzüglich Ust. von derzeit 13 % (vgl. Pkt. 3.)

7. Hallen- und Garagenmieten por Jahr in Abhängigkeit vom Bauvolumen
Berechnung des Gebäudevolumens: Grundfläche x Höhe (Maximalhöhe = 4,0 m)
einfache Bauweise:
unter 1.200 m³           5,30 Euro/m³
1.200 bis 2.400 m³     3,50 Euro/m³
über 2.400  m³           3,00 Euro/m³
massive Bauweise:
unter 800 m³       8,40 Euro/m³
über 800 m³         5,40 Euro/m³
Die Berechnung erfolgt gestaffelt: Beispiel für einfache Bauweise, Volumen = 2.600 m³:
1.200 x 5,3 + 1.200 x 3,5 + 200 x 3,0 = 11.160 Euro/a
(Die Fixkosten wurden mit 5% vom Neuwert und der Reparaturkostenfaktor mit 0,5% angenommen. Grundlage: Pauschalbaukostensätze)

8. Arbeitszeitbedarfszahlen
In der Regel beziehen sich die Angaben auf die Leistung im Sinne des Zeitaufwandes in Stunden pro Hektar. In speziellen Fällen werden spezifische Leistungsangaben wiedergegeben.
Die Arbeitszeitbedarfszahlen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, können aber für durchschnittliche Verhältnisse wertvolle Anhaltspunkte darstellen. Die BLT (Biomasse/Logistik/Technologie) in Wieselburg hat die Grundlagen geliefert und dem ÖKL das Veröffentlichungsrecht eingeräumt. Bei der Abstimmung mit der internationalen Literatur wurden auch Veröffentlichungen des KTBL (D) und Agroscope/FAT (CH) berücksichtigt.

9. Wegzeiten
Für die Wegzeit ist bei Traktoren und Motorkarren (Transportern) ein Abschlag von 10 % und bei selbstfahrenden Arbeitsmaschinen wie Mähdreschern, Rübenvollerntern, Selbstfahrhäckslern, Selbstfahrfuttermischwagen, Traubenvollerntern etc. von 15 % jeweils von den Gesamtkosten vorzunehmen.
Die relativ geringe Höhe der Abschläge begründet sich wie folgt:
Die fixen Kosten als kostenmäßig wichtigster Faktor sind auch bei Überstellungsfahrten zu berücksichtigen.
Ein Dieselmotor, der mit hoher Drehzahl und geringer Belastung läuft, hat aufgrund seiner Charakteristik einen relativ und absolut hohen Treibstoffverbrauch.
Die Bereifung als ein wesentlicher (Reparatur-)kostenfaktor unterliegt auf Straßen einem hohen Verschleiß.
Die abzuziehenden Sätze unterscheiden sich, weil eine selbstfahrende Arbeitsmaschine (vgl. Mähdrescher, Rüben­ernter) bei Überstellungsfahrten weniger bewegte Teile im Vergleich zum Feldbetrieb aufweist und der Verschleiß deshalb geringer ist.

10. Nicht angeführte (Zwischen-)Werte für „Leistungsgrößen“ wie z.B. Arbeitsbreiten, Tonnagen, Volumen  von Maschinen und Geräten, können so errechnet werden: Der höhere Wert wird durch die dazu angegebenen Leistung (z.B. Meter, Tonnagen) dividiert. Dieser Wert wird mit der zu berechnenden Leistungseinheit multipliziert.
Beispiel: In den Richtwerten finden sich Angaben für Cambridgewalzen mit 4 m (11,22 €) und 6 m (15,45 €) Arbeitsbreite. Eine Walze mit 4,7 m kostet demnach 15,45 € : 6 = 2,58 €; 2,58 € x 4,7 = 12,13 €.

11. Kosten für Transportgespann
Pro Tonne Transportgut und km einfacher Transportentfernung können 0,56 € im Rahmen der Maschinenvermietung verrechnet werden. Inkludiert sind die Beladezeit, Wartezeit, Entladezeit und die Fahrzeiten einschließlich der Leerfahrt.
Beispiel:
Nutzlast: 18 t
Feld-Abladeplatz-Entfernung (einfache Transportentfernung): 8 km
Kostenkalkulation: 18 t x 8 km x 0,56 €/t, km = 80,64 €

12. Materialien für den Maschineneinsatz
Im Zuge eines Maschineneinsatzes werden mitunter zusätzliche Materialien verwendet, die in der Kalkulation der Maschinenselbstkosten nicht enthalten sind. Es entspricht den Berechnungsgrundsätzen zur Ermittlung der ÖKL-Richtwerte, wenn in diesem Fall diese Materialien wie z.B. Bindenetz, Folie, Pflanzenschutzmittel, dem Leistungsempfänger zum Bezugspreis (Selbstkosten) weiterverrechnet werden.
Bei der Verwendung von Materialien sollen die Betriebsaufzeichnungen genau erfolgen, um bei einer eventuellen Überprüfung den Nachweis von Selbstkosten erbringen zu können.

13. Kosten für Arbeit werden in den ÖKL-Richtwerten nicht berücksichtigt!

 

Die Unterlagen wurden mit Sorgfalt erstellt und geprüft. Trotzdem können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Verlag, Herausgeber und Autoren können für fehlerhafte Angaben und deren Folgen weder eine juristische Verantwortung noch irgendeine Haftung übernehmen.

Für Vorschläge und Hinweise auf Fehler sind die Verfasser dankbar!

Wegzeiten

ÖKL-Richtwerte für Wegzeiten

Für die Wegzeit ist

  • bei Traktoren und Motorkarren (Transportern) ein Abschlag von 10 % und
  • bei selbstfahrenden Arbeitsmaschinen wie Mähdreschern, Rübenvollerntern, Selbstfahrhäckslern, Selbstfahrfuttermischwagen, Traubenvollerntern etc. von 15%

jeweils von den Gesamtkosten vorzunehmen.

Die Höhe der Abschläge begründet sich wie folgt:

  • Die fixen Kosten als kostenmäßig wichtigster Faktor sind auch bei Überstellungsfahrten zu berücksichtigen.
  • Ein Dieselmotor, der mit hoher Drehzahl und geringer Belastung läuft, hat aufgrund seiner Charakteristik einen relativ hohen Treibstoffverbrauch.
  • Die Bereifung als ein wesentlicher (Reparatur-)Kostenfaktor unterliegt auf Straßen einem hohen Verschleiß.

Die abzuziehenden Sätze unterscheiden sich, weil eine selbstfahrende Arbeitsmaschine (vgl. Mähdrescher) bei Überstellungsfahrten weniger bewegte Teile im Vergleich zum Feldbetrieb aufweist und der Verschleiß relativ geringer ist.