ÖKL-Seminar Fruchtfolgeplanung im Biolandbau

Technik im Biolandbau: Fruchtfolgeplanung
(Software zur Anbauplanung)

Dezember 2019 in Wien

Der Winter ist die Jahreszeit, in der die Landwirtin und der Landwirt am ehesten Zeit finden sich mit der Planung des neuen Anbaujahres auseinanderzusetzen und über die vergangene Saison zu reflektieren. Eine gut durchdachte und abgestimmte Fruchtfolge und Anbauplanung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Ernte im Folgejahr. Die Planung muss eine Reihe von Faktoren des vergangenen Jahres (Nährstoffentzug durch die Ernte, Nährstoffeintrag durch Düngung, (Winter-) Begrünungsbestand, Schädlings- und Krankheitsaufkommen, Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit, Witterung, Wechselwirkungen und Verträglichkeit von Kulturen etc.) berücksichtigen. Des Weiteren müssen Produktionsfaktoren, aber auch die Marktsituation für das kommende Anbaujahr so genau wie möglich eingeschätzt werden.

Im Theorieteil am Vormittag werden all diese Faktoren im Detail besprochen und gezeigt wie diese in der Planung berücksichtigt werden müssen. Am Nachmittag wird ein Workshop abgehalten in dem die Bedienung und Möglichkeiten von ein bis zwei konkreten Softwarepaketen für die Anbau- und Fruchtfolgeplanung den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nähergebracht werden.

ÖKL-Praxisseminar Boden als Lebensgrundlage

Technik im Ackerbau: Der Boden als Lebensgrundlage für viele Generationen
(Technik zur Entnahme von Bodenproben, Bodenbearbeitungsgeräte)

Oktober 2019 an der LFS Obersiebenbrunn

Der Boden ist die Grundlage unserer Ernährung und wird einerseits durch Verbauung und Versiegelung, andererseits durch die intensive Nutzung und die Abfuhr von Nährstoffen als Erntegut immer mehr bedroht. Diese Umstände machen den Boden zu einer gefährdeten Ressource und stellt die langfristige Ernährungssicherheit vor eine große Herausforderung. Dieses Seminar soll zur Bewusstseinsbildung im nachhaltigen, schonenden und umweltgerechten Umgang mit dieser wichtigen und grundlegenden Ressource beitragen.

Im Theorieteil wird auf die Möglichkeiten zur Erhaltung von Bodenleben, Bodengesundheit und Humusaufbau durch gezielte Bewirtschaftungsmaßnahmen hingewiesen. Im Praxisteil werden Methoden zur Bestandsaufnahme der Bodengesundheit aufgezeigt und vorgeführt (Ansprache eines Bodenprofils, Bewertung der Durchwurzelung, Technik zur Entnahme von Bodenproben). Die Wirkung der verschiedenen Bodenbearbeitungsgeräte auf die Ökologie werden durch Vorführung der Geräte (Grubber, Scheibenegge, Pflug) praxisnah dargestellt. Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme und deren umweltgerechter Einsatz hinsichtlich der Bodenökologie stehen bei den Vorführungen im Vordergrund. Den Seminarteilnehmerinnen und Teilnehmern sollen dadurch konkrete Möglichkeiten zur langfristigen Erhaltung ihrer wichtigsten Ressource aufgezeigt werden. Durch Humusaufbau können die Landwirtinnen und Landwirte einen wichtigen Beitrag gegen die Anreicherung von CO2 in der Atmosphäre – und gegen die Klimaerwärmung – leisten.

ÖKL-Praxisseminar Wir folgen der (Soja-)Schote auf den Grund

Technik im Ackerbau: Wir folgen der (Soja-)Schote auf den Grund
(Flex- und Bandschneidwerke)

September 2019 in Hornstein, Burgenland

Die Konstruktion des Schneidwerks und dessen Einstellung stellen am Mähdrescher den ersten wichtigen Einflussfaktor auf einen möglichst hohen Durchsatz des Erntegutes dar. Entsteht hier ein ungleichmäßiger Gutfluss, werden sowohl die Flächenleistung als auch die Qualität der Ernte vermindert. Speziell in Soja sind besondere Anforderungen an die Technik gestellt, da der niedrige Schotenansatz zu Verlusten bei herkömmlichen Schneidwerken führt. Flexible Schneidwerkskonstruktionen erlauben daher eine niedrigere Schnitthöhe und Förderbänder einen schonenden Gutfluss, um Verluste zu minimieren und die Qualität zu steigern.

Dieses Seminar verbindet Theorie und Praxis in der Mähdreschereinstellung. Agrartrainer Klaus Semmler erläutert die theoretischen Hintergründe und Erfahrungen zu Dreschwerks- und Maschineneinstellungen unter schwierigen Erntebedingungen, die technischen Modifikationen und Anpassungen zur Durchflusssteigerung. Bei den anschließenden Maschinendemonstrationen erklärt er die spezifischen Unterschiede und Optimierungsmöglichkeiten. (5 Schneidwerke!!).

ÖKL-Praxisseminar Technik im Grünland: Mähtechnik

Technik im Grünland: Mähtechnik
(Doppelmesserschneidewerk vs. Trommel- und Scheibenmäher)

Juni 2019 in Kindberg, Steiermark

Den Doppelmesserschneidewerken werden gegenüber herkömmlichen (Rotationsmähwerken) eine Reihe von Vorteilen zugesprochen: Sie sind bei vergleichbarer Arbeitsbreite um zwei Drittel leichter und begnügen sich mit etwa einem Fünftel der Antiebsleistung. Dadurch können kleine Drei- oder Vierzylinder-Traktoren unter 100 PS zum Einsatz kommen was zu geringerer Bodenverdichtung und früherer Befahrbarkeit der Flächen im Frühjahr führt. Sie schonen die gesamte Wiesenfauna und arbeiten viel leiser als eine Scheiben- oder Trommelmäher. Der große Nachteil der Doppelmesserschneidewerke ist die aufwendige Wartung (Quelle: Praxistest: Umweltschondend auf voller Breite, Johannes Paar, Landwirt 13/2018).

https://bbumwelttechnik.com/wp-content/uploads/2018/07/Landwirt-Test-Frontschmetterling.pdf

Der Theorieteil dieses Seminars beschäftigt sich mit den Möglichkeiten zur Steigerung und Förderung der Diversität im Grünland. Eine vielfältige Wiesenflora bringt qualitativ hochwertiges Futter, gesunden Bestand und ein üppiges Blühangebot für Insekten. Auch auf bodenschonende Bearbeitung wird hingewiesen und Maßnahmen für die Ernte hochwertigen Futters ohne Verunreinigungen (Steine und Erde) werden vorgestellt.

Im Praxisteil werden Doppelmesserschneidewerke und Rotationsmähwerke vorgeführt und deren Vor- und Nachteile besprochen. Die Arbeitsergebnisse werden von Experten kommentiert.

ÖKL-Praxisseminar Technik im Biolandbau – Beikrautregulierung

Technik im Biolandbau: Beikrautregulierung (Hackgeräte und Striegel)

April 2019, Versuchsanstalt Groß-Enzersdorf (BOKU)

Da im Biolandbau der Einsatz von chemischen Herbiziden im Biolandbau nicht erlaubt ist, stellt die Beikrautregulierung oft eine besondere Herausforderung dar. Die Unterdrückung der Beikräuter und die damit verbundene Ertragssicherheit kann nur durch einen systemischen Ansatz erreicht werden. Fruchtfolgen, Bodenbearbeitung und Managementmaßnahmen müssen perfekt aufeinander abgestimmt und terminiert werden. Der Theorieteil des Seminars behandelt die wichtigsten Eckpunkte des herbizidfreien Beikrautmanagements.

Der optimale Einsatz von Hackgeräten und Striegel mit den richtigen Einstellungen ist unverzichtbar für die Etablierung eines gesunden und ertragreichen Feldbestands. Der Praxisteil dieses ÖKL-Seminars widmet sich den Einstellungen und Unterschieden von Hackgeräten verschiedener Hersteller und deren Einsatzmöglichkeiten.

ÖKL-Praxisseminar Saattechnik für Festbodenwirtschaft

Technik im Ackerbau: Saattechnik für Festbodenwirtschaft
(Mulch- und Direktsaat, Strip Till Verfahren)

März 2019, Mistelbach

Ackerbau ohne Pflug erfordert in allen Bereichen (Fruchtfolge, Verfahren der Stoppelbearbeitung, Sätechnik, Pflanzenschutz, Erntetechnik, Feldrandhygiene) das Beachten der zahlreichen Wechselwirkungen im Gesamtsystem. Alte Gewohnheiten müssen geändert und dem neuen Anbausystem angepasst werden. Bei einer Umstellung ist daher zu empfehlen, den Einstieg nach sorgfältiger Vorbereitung in Etappen vorzunehmen. Die komplexen Wechselwirkungen stellen das größte Problem pflugloser Verfahren dar. Vor allem in der Anfangsphase besteht das Risiko von Fehleinschätzungen. Falsche Entscheidungen werden oft dem System angelastet, sind aber häufig auf Managementfehler zurückzuführen.

Die konservierende Bodenbearbeitung stellt spezielle Anforderungen an die Saat und Saattechnik. Der Einmischung der Ernterückstände kommt bei der Mulchsaat entscheidende Bedeutung zu. Dabei müssen jedoch jede Landwirtin und jeder Landwirt für sich selbst entscheiden welches Verfahren er für sich wählt. Das ackerbauliche Konzept mit Blick auf den vorsorgenden Bodenschutz erfordert angepasste und flexibel handhabbare Frucht- und Bodenbearbeitungsverfahren.

Im Theorieteil sollen für den Bereich Sätechnik die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Verfahren hervorgehoben werden um eine optimale Maschinenwahl für oder -anpassung an die einzelnen betrieblichen Voraussetzungen zu ermöglichen. Weiters werden die größten Barrieren (erhöhter Pflanzenschutzmitteleinsatz, verminderte Mineralisierung von Nährstoffen, Bodenverdichtung und geringere Bodenerwärmung im Frühjahr) für Direkt- und Mulchsaat behandelt.

Im Praxisteil werden Direktsaatgeräte verschiedener Hersteller vorgeführt und deren Arbeitsergebnis von Fachleuten kommentiert.

ÖKL-Kolloquium 2019

Das Landtechnische Kolloquium des ÖKL findet im November 2019 statt. Das Thema wird in intensiver Absprache mit dem ÖKL-Vorstand entwickelt und auf aktuelle Themen und mit anderen Veranstaltungen abgestimmt. Bei der eintägigen Veranstaltung werden acht bis neun Fachvorträge gehalten, wenn es zum Thema passt, werden auch kürzere Praxisberichte gegeben. Eine offene Diskussion zwischen den Fachreferenten und dem Publikum wird angestrebt.

Das Thema (ev. „Der Dieselmotor“) und der Austragungsort (ev. Wieselburg in NÖ) werden rechtzeitig bekannt gegeben!

ÖKL-Kolloquium Produktionsfaktor Wetter

Das ÖKL veranstaltete am 27. November das landtechnische Kolloquium in Graz. Das Thema „Produktionsfaktor Wetter“ lockte hundert Personen in den Steiermarkhof.

Die Landwirtschaft kann bzw. muss auf den Klimawandel durch angepasste Pflanzenkulturen reagieren. Beim ÖKL-Kolloquium referierten und diskutierten ExpertInnen und Praktiker über Lösungen!

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ÖKL-Biogasberatertagung Oktober 2018 in Graz

Am 15. und 16. Oktober 2018 fand im Steiermarkhof in Graz die ÖKL-Biogasberatertagung statt, an der knapp 20 BiogasexpertInnen teilnahmen.

Thema: „Verwertung von biogenen Abfällen in Biogasanlagen – Anforderungen beim Wechsel des Schirmgesetzes“

Das Seminar widmete sich den verschiedenen Gesellschaftsformen und Rechtsgrundlagen für Biogasanlagenbetreiber. Es wurden Unterschiede, Vor- und Nachteile der einzelnen Schirmgesetze erörtert und aus Sicht der Planer und der Behörden diskutiert.

Die Fachvorträge am 15. Oktober 2018:

Ing. Alexander Luidolt, Planergy GmbH
Biogasanlagen mit ldw. Reststoffen und biogene Abfälle betreiben – Anforderungen und Grenzen

DI Hermann Wenger-Oehn, Industrieconsult Wenger-Oehn
Umstieg in AWG oder GewO aus Sicht eines Planers

Mag. Agnes Schmidhofer, Amt der steiermärkischen Landesregierung
Anforderungen an Biogasanlagen bei der Überführung in die GewO oder AWG aus Sicht des Landes Steiermark

DI Gerhard Capellari, Amt der steiermärkischen Landesregierung
Anforderungen aus Sicht der Elektrotechnik und des Explosionsschutzes bei einem Wechsel des Schirmgesetzes

Dipl.-HLFL-Ing. Erich Mandl, pbeg GmbH
Genehmigung von Abfallschlüsselnummern bei NAWARO-Biogasanlagen aus Sicht eines Planers

Ing. Hubert Schmied, Bios1 GmbH
Anforderungen an die Technik bei der Verwendung biogener Abfälle und deren wirtschaftliche Voraussetzungen

Betriebsbesichtigungen am 16. Oktober 2018:

Rosenthaler Bio Kraftwerk in St. Stefan/Rosental
2x  500 kW el.; Bio-Abfall; Gülle, NAWAROS

RWP Bioenergie in Saaz
500 kW el.; Gülle, Gras, Hirse

Das Seminar wurde wie immer in Zusammenarbeit mit dem Kompost & Biogas Verband Österreich veranstaltet.