Bericht ÖKL-Seminar Drainage März 2018

Am 29.3.2018 wurde zum wiederholten Mal ein ÖKL-Seminar zum Thema „Spülung und Reparatur von Drainagen“ abgehalten. Als Mitveranstalter stellte uns die Forst- und Gutsverwaltung Hardegg in Großkadolz einen Seminarraum und Flächen zur Praxisdemonstration zur Verfügung.

Albert Spreu, Geschäftsführer des RKL, führte die Teilnehmer in die vielschichtige Materie rund um Drainagen ein. Sie gewährleisten eine funktionierende Entwässerung und damit erst die Bewirtschaftung mancher landwirtschaftlicher Flächen. Funktioniert diese Entwässerung nicht mehr, müssen Spül- und Reparaturmaßnahmen getroffen werden.

Die Ursachen einer Verstopfung

 Zur Zeit der Neuanlage vieler Drainagesysteme wurden vorwiegend Tonrohre verwendet. Sie zeichneten sich vor allem durch ihre lange Haltbarkeit von bis zu 100 Jahren aus. Diese Zeitspanne nagt allerdings am Material der Rohre, sodass die Stabilität und Funktionalität durch Materialermüdung nicht mehr gegeben ist. Zusätzlich haben sich im Vergleich die Maschinengewichte über die Zeit drastisch erhöht. Die früher häufig eingesetzten Tonrohre sind also gewaltigen Belastungen ausgesetzt, die zum Bruch der Rohre führen. Aber auch Verockerungen oder eingewachsene Wurzeln können die Ursachen der Verstopfung sein.

Ein gebrochenes oder verlegtes Drainagerohr führt unweigerlich zu Vernässungen im Feld und im schlimmsten Fall zu eingesunkenen Maschinen und Ertragsausfällen auf der betroffenen Fläche. Die Erhaltung der Funktionsfähigkeit ist also ein ganz wesentlicher Beitrag zum verlässlichen Betriebserfolg. Rechtzeitig gesetzte Maßnahmen zur Instandhaltung sparen Zeit und Geld, vor allem wenn in ohnehin arbeitsreichen Jahreszeiten Maschinen steckenbleiben.

Reparatur          

An vernässten Stellen kann Anfangs mit einem Bagger o.Ä. vorgearbeitet werden. Für die letzten 20 cm bis zur Drainage empfiehlt sich allerdings das Graben mit einer Schaufel, um die Verrohrung nicht völlig zu zerstören. Bei der Reparatur ist eine provisorische Lösung nicht empfehlenswert. Sie hält gewöhnlicherweise nicht lange, sodass nach kurzer Zeit eine erneute Reparatur notwendig ist. Besser ist es, das beschädigte Stück großzügig auszutauschen. Beim Einsetzen der Rohre ist darauf zu achten, dass der darunter liegende Boden verfestigt ist. So können die Rohre auf einen stabilen Untergrund gelegt werden der nicht mehr nachgibt. Ein Praxistipp: eine Verlängerung des mittleren Baggerzinkens beim Ziehen der Gräben erzeugt eine Vertiefung, in die das Drainagerohr bequem gelegt werden kann. Beim Verfüllen der Gräben ist insbesondere bei steinigen Böden sorgsam vorzugehen. Eine Ummantelung mit Stroh verhindert das Einschlämmen von Material. Eine Lage Schotter (Sortierung 16/32 mm) über dem Schlauch schont diesen und vergrößert außerdem den Einzugsbereich.

Spülung

Regelmäßiges Spülen verhindert das Zuwachsen bzw. Versanden oder Verschlämmen der Anlagen. Zum Zusetzen kann es auch durch Verockerung kommen, einer chemischen Reaktion des  Eisens im Drainagewasser. Im Vorfluter wiederum können Schlieren entstehen, die wie Öl aussehen und ebensolchen Alarm auslösen können! Beim Spülen ist darauf zu achten, dass nicht zu große Mengen Ocker die Kiemen von Fischen verkleben.

Die praktischen Vorführungen zur Spülung und Drainage-Inspektion mit einer Kamera wurden in Zusammenarbeit mit der Firma Berl „kommunal services“, einem überregional tätigen Unternehmen auf einer Fläche der Forst- und Gutsverwaltung Hardegg durchgeführt. Eine Besonderheit am Spülfahrzeug ist, dass das Spülwasser gleich darin gereinigt und somit der Frischwasserverbrauch verringert wird.

Die fahrbare Kamera mit elektrischem Antrieb lässt sich mit unterschiedlich großen Rädern ausrüsten und kann sich auch noch bei 15 cm Rohrdurchmesser zu bewegen. (Foto: G. Hauer/LK NÖ).

Das erzeugte Bild aus der „Froschperspektive“. (Foto ÖKL)

Bei stärkeren Ablagerungen  können sich aktiv bewegende Fräsköpfe eingesetzt werden. In einem Fall werden durch Unwucht Schwingungen erzeugt, die die Ablagerungen lösen. In schwierigeren Fällen rotieren Ketten wie bei Mulchgeräten.

 

Unterschiedliche Fräsköpfe bzw. Arbeitswerkzeuge (Foto: ÖKL)

Die Seminarteilnehmer waren Landwirte, Obmänner von Wassergenossenschaften und Mitarbeiter von Landesregierungen Stellenweise geriet die Diskussion zum (österreich-) spezifischen Erfahrungsaustausch, bei dem Albert Spreu sich in der Rolle eines Moderators sah. Daher musste der Theorieteil mit Grundsatzüberlegungen und vielen nützlichen Tipps verlängert werden. Der Vortragende Albert Spreu hält Vorträge in verschiedensten Regionen, auch in der Ukraine und Kasachstan.

ÖKL-Praxisseminar Spülung und Reparatur von Drainagen

Immer größere und schwerere Maschinen erledigen die Arbeit. Durch die hohen Achslasten, die auf den Untergrund wirken, kann es an vernässten Stellen durch verstopfte Drainagen dann schon mal zu versinkenden Maschinen, aufwändigen Bergeaktionen und Flurschäden kommen. Das ÖKL-Praxisseminar „Spülung und Reparatur von Drainagen“ Ende März zeigte, was hier zu tun ist!

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ÖKL Praxisseminar Spülung und Reparatur von Drainagen

Ausführlicher BERICHT

Die Effizienzsteigerung macht auch vor der Landwirtschaft nicht Halt, und so erledigen immer größere Maschinen die Arbeit, die früher von mehreren Arbeitskräften bewerkstelligt wurde. Mit der steigenden Größe werden allerdings auch die Achslasten, die auf den Untergrund wirken, immer höher. Im Fall von vernässten Stellen durch verstopfte Drainagen kann es dann schon mal zu versinkenden Maschinen, aufwändigen Bergeaktionen und Flurschäden kommen. Die Ursachen dafür sind meist eingeschlämmter Sand, Wurzelwuchs in die Rohre, Verockerung oder durch Maschinengewicht verschobene Drainagerohre. Mit einer Drainagespülung kann man Verstopfungen meist vorbeugen. Reicht eine Spülung nicht aus, muss die Leitung anhand von Verlegungsplänen (wenn vorhanden) aufwändig gesucht werden. Beide Vorgänge werden in diesem ÖKL-Seminar sowohl in der Theorie als auch in der Praxis behandelt!

Einladung & Programm DRAINAGE [pdf]

Donnerstag, 29. März 2018

Guts- u. Forstverwaltung Maximilian Hardegg
Großkadolz 1, A-2062 Seefeld-Kadolz

Tagungsbeitrag:             
Mit LW Betriebsnummer: 80 €
Ohne LW Betriebsnummer: 110 €

Mittagspause im Gasthaus Seefelderhof
Seefeld 18, 2062 Seefeld-Kadolz
Die Kosten für die Mittagspause sind von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Ort zu bezahlen!

Tagesprogramm:

08.30 Uhr Registrierung, Kaffee
09.00 Uhr Begrüßung

Vortrag Albert Spreu, RKL

  • Gründe für das Zusetzen von Drainagen
  • Richtiges Gefälle
  • Auswahl geeigneter Rohre und Füllmaterial
  • Bodenhorizonte

12:30 Uhr Mittagspause

13:15 Uhr Praktischer Einsatz

Beim Praxisteil werden das Spülen und die Drainage-Inspektion mit einer Kamera demonstriert

 

ÖKL-Bericht: Umweltgerechter und effizienter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Bericht vom ÖKL Praxisseminar „Umweltgerechter und effizienter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln“ am 13. und 14. Februar 2018

Mit insgesamt etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand das ÖKL-Seminar zum Thema Mischbarkeit, umweltgerechter und effizienter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln am 13.2. am Francisco Josephinum in Wieselburg und am 14.2. an der Gartenbauschule in Ritzlhof gut besucht statt. Beide Schulen konnten durch ihre landwirtschaftliche Ausrichtung eine perfekte Infrastruktur für dieses Seminar bieten.

Zur Eröffnung wurde durch die AGES das Thema der Ökotoxikologie und Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln angesprochen. Zur Risikoeinschätzung bei der Anwendung von PSM werden von der AGES die verträglichen Umweltkonzentrationen genau ermittelt. Dazu werden Stoffeigenschaften untersucht, Studien mit Wirkstoffen & Metaboliten und entsprechende Modellierungen erstellt. Dabei überprüfen und beurteilen die zuständigen Wissenschaftler bei allen PSM deren Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere, Insekten und Bodenorganismen. Denn auch wenn man bei Pflanzenschutzmaßnahmen den gewünschten Effekt bei Schädlingen und Beikräutern erreicht, so kann man durch falsche Handhabung auch Schäden an Nützlingen wie Bodenwürmern, Springschwänzen oder etwa Bienen verursachen. Dabei werden nicht nur die Wirkstoffe in den vertriebenen Formen als Suspension oder Granulat untersucht, sondern auch ihre Abbauprodukte auf schädliche Auswirkungen auf Boden, Wasser, Pflanzen und Tiere geprüft. Darüber hinaus können Wirkstoffe zwar einzeln ohne Bedenken ausgebracht werden, in Kombination mit bestimmten Mischungspartnern aber toxische Wirkungen entfalten.  Schädlich können nicht nur die Maßnahmen sein, die unmittelbar im stehenden Bestand durchgeführt werden. Auch Beizmittel können bei der Aussaat einen erheblichen Schaden in der Nützlingspopulation anrichten. In Deutschland kam es zum Beispiel vermutlich durch den Abrieb von Neonicotinoid-Beizmitteln zu großen Schäden an Bienenbeständen. Der Aussaatzeitpunkt traf dabei genau auf die Rapsblüte und abdriftmindernde Maßnahmen waren noch nicht umgesetzt.  Genauere Informationen zur Risikoeinschätzung von Neonicotinoiden auf Bienenbestände finden Sie hier: https://www.efsa.europa.eu/de/press/news/130116.

Informationen zu Anwendungsempfehlungen von PSM, Auflagen und Hinweise finden sich im Pflanzenschutzmittelregister der AGES (http://pmg.ages.at). Grundsätzlich gilt es natürlich, Bestimmungen und Auflagen zum Umwelt- und Artenschutz zu folgen. So sind abdriftmindernde Maßnahmen und Abstände zu angrenzenden Gewässern unbedingt einzuhalten!

Hans-Werner Heidemann der DEULA Nienburg führte durch den restlichen Teil des Tages und wies ausdrücklich auf die Wichtigkeit der Verwendung von Schutzkleidung hin. Kontaminationen werden meist wegen der nicht unmittelbaren Folgen zu wenig ernst genommen. Doch die Auswirkungen des Kontakts mit Chemikalien dürfen nicht unterschätzt werden! Deshalb empfiehlt er, angemessene Schutzkleidung zu tragen (Vollschürze oder Overall, chemiefeste Handschuhe, Schutzbrille)! Sicherheitsvorrichtungen an der Einspülschleuse verringern den direkten Kontakt mit den PSM und somit das Kontaminationspotential.

Bei der Ausbringung von PSM ist ein einwandfreier Zustand der Technik wichtig! Nicht festsitzende Schrauben und ausgeleierte Gestänge können durch vertikale und horizontale Schwingungen erhebliche Schwankungen in der Wirkstoffkonzentration verursachen. Vor allem durch die Vor- und Rückbewegung des Spritzgestänges entsteht beim Stillstand eine massive punktuelle Überkonzentration. Die Konzentrationen können dabei von 70-1000l/ha betragen. Eine Reduktion der Fahrgeschwindigkeit muss aber nicht unbedingt eine Reduktion der Schwingungen bedeuten, im Gegenteil: durch die niedrige Geschwindigkeit werden sogar mehr Schwingungen übertragen. Der Vorschlag des Experten: das Anbringen von Ketten an das Spritzgestänge, da die Ketten bei Schwingungen rasseln. Je leiser das Rasseln wird, desto näher ist man an der optimalen Geschwindigkeit.

Der Ausbringungszeitpunkt will genau gewählt werden und wird von einigen natürlichen Faktoren beeinflusst. Wind führt etwa schon bei Geschwindigkeiten von 3-5 m/s zur Abdrift und damit zum Austrag in andere Kulturen oder Ökosysteme. Können bei niedrigen Windgeschwindigkeiten noch abdriftmindernde Maßnahmen gesetzt werden, zeigen diese bei höheren Geschwindigkeiten keine Wirkung mehr. Daher kein PSM-Einsatz bei starkem Wind! Auch Mesurol-gebeiztes Saatgut darf bei 5 m/s nicht mehr ausgebracht werden. Ebenso spielt die Thermik eine entscheidende Rolle dabei, ob das PSM auch wirklich in ausreichender Menge an der Kulturpflanze ankommt. Bei hoher Strahlung zu Mittag etwa werden feine Tropfen durch die Thermik in Schwebe gehalten und können über weite Strecken verlagert werden. Daher sind Zeitpunkte zu wählen, an denen die Strahlungsintensität nicht zu hoch ist (z.B. später Nachmittag). Eine gute Tröpfchenverteilung ist essenziell für die Wirksamkeit und Treffsicherheit der PSM. Sie sichert die gleichmäßige Benetzung der Pflanzen.

Bild 1: Injektordüsen erzeugen durch Unterdruck eine Tropfenform, die weniger von Abdrift betroffen ist und dennoch einen guten Benetzungsgrad erreicht. (ÖKL)

Während zu große Tropfen vom Blatt abrollen und ihre Wirkung verloren geht, werden aber zu feine Tropfen in der Luft verlagert. Als Grundregel gilt: feine Tropfen bei Kontaktmitteln (hier gilt es, die Pflanze ganz zu benetzen) und mittlere bis größere Tropfen bei systemischen Mitteln. Durch zu hohe Fahrgeschwindigkeiten und Gestängehöhe erhöht sich die Abdrift auch erheblich. Feine Tropfen können bei zu großem Abstand des Spritzgestänges zum Bestand bis zu 50 m verlagert werden. Die Wahl des Einsatzzeitpunktes, der Gestängehöhe (ca. 60 cm über der Oberfläche) und des notwendigen Tröpfchenspektrums ist daher sehr wichtig! Der Auswahl der Düsen kommt über das Tröpfchenspektrum hinaus zusätzliche Bedeutung zu. Um die Pflanze in und gegen die Fahrtrichtung bei höheren Geschwindigkeiten gleichmäßig zu benetzen, sind Düsen mit entsprechenden Neigungswinkeln zu wählen. Bei Randfahrten sind entsprechende Randdüsen zu benutzen, um eine ausreichende Wirkstoffmenge auch am Bestandesrand und eine Schonung von Nicht-Zielflächen zu gewährleisten. So können Resistenzbildungen am Feldrand verhindert und höhere Kosten bzw. Ertragsverluste vermieden werden!

Nach der PSM-Anwendung kommt es auf eine sachgemäße Reinigung der Spritze an. Oft reichen schon äußerst geringe Rückstände, um in anderen Kulturen erhebliche Schäden anzurichten!

Bild 2: Für die Düsenreinigung eignet sich ein Ultraschallreiniger optimal! (ÖKL)

Deshalb müssen die Einspülschleuse, die Spritzdüsen und auch die Außenhülle der Spritze gründlich gereinigt werden. Ungereinigte Spritzen müssen überdacht abgestellt werden. Bei der Außenreinigung ist jedoch darauf zu achten, dass das Reinigungswasser nicht in das Grund- oder Abwasser gelangt!

Am Prüfstand wurden am Nachmittag mehrere Düsen demonstriert. Die Tröpfchenverteilung und Spezifikationen (Spritzwinkel, Drücke) verschiedener Bauarten standen dabei im Mittelpunkt. An einem selbst gebauten Gestänge konnte auch die Tröpfchenverteilung in Fahrt veranschaulicht werden. Mit wassersensitivem Papier wurde ersichtlich, dass ab einer Geschwindigkeit von ca. 8 km/h durch High-Speed Düsen mit entsprechenden Neigungswinkeln eine bessere Benetzung der Pflanzen in und gegen die Fahrtrichtung erreicht werden kann. Für den Einsatz von Randdüsen wurde ein fiktiver Gewässerstreifen in Form einer Papierhandtuchrolle angebracht. Hier war klar ersichtlich, dass der Einsatz von Randdüsen den Eintrag von PSM in Nicht-Zielflächen und Gewässer absolut verhindern und trotzdem noch die gewünschte Wirkstoffmenge am Feldrand garantieren kann. Der Schutz von Gewässern und anderen Nicht-Zielflächen (angrenzende Raine, Wiesen und Felder) muss schon allein aus Imagegründen und Gründen der Umweltgerechtigkeit eingehalten werden!

Bild 3 : Beim Einsatz von normalen Düsen bei Randfahrten wird auch Wirkstoff in angrenzende Flächen und Gewässer eingetragen. Durch die richtige Installation von Randdüsen kann dieser Effekt verhindert werden. (ÖKL)

Die Wasserqualität ist ein wichtiger Faktor bei der PSM-Anwendung (pH-Wert, Oberflächenspannung, Anteil von Eisen und Mangan, Schmutzanteil, Wasserhärte). Bei geringer Wasserqualität soll auch mit weniger Wasser gefahren werden. Die hohe Komplexität der heutigen Wirkstoffe erfordert bewusstes Arbeiten und viel Know-How. Bei Wirkstoffmischungen muss man etwa beachten, dass die jeweiligen PSM unterschiedliche pH-Wert-Bereiche zur optimalen Wirkungsentfaltung benötigen. Zur Fixierung des pH-Wertes hilft die Zugabe von Stabilisatoren. Andere Additive ermöglichen die Reduktion von Wasser oder etwa die schnellere Aufnahme von PSM. Genauere Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel: https://www.topagrar.com/archiv/Damit-s-auch-wirklich-wirkt-1632274.html (zur Ansicht der Tabellen PDF-Version herunterladen). Die Verwendung von Additiven will aber gut überlegt sein! Denn das beste Additiv bringt nichts, wenn die Technik und die Anwendung nicht einwandfrei funktionieren bzw. beherrscht werden. Bevor man also zu solchen teuren Maßnahmen greift muss man sich genau überlegen, ob wirklich alle anderen Faktoren ausgereizt sind.

Insgesamt war das Seminar wieder von aktiver Teilnahme, hohem Interesse und hoher Qualität der Vorträge geprägt. Das hat sich vor allem durch Publikumsfragen und rege Diskussionen gezeigt. Auch Neuigkeiten zur Effizienzsteigerung im Technik-Sektor wurden angesprochen und lassen auf eine spannende Zukunft im Pflanzenschutz hoffen.

Das Seminar wurde mit 3h zum Pflanzenschutz-Sachkundeausweis angerechnet.

 

ÖKL-Praxisseminar Umweltgerechter Einsatz von PSM

Das ÖKL-Seminar „Mit der richtigen Mischung am Feld: Umweltgerechter und effizienter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM)“ soll dabei helfen, mit umweltgerechtem PSM-Einsatz in ein erfolgreiches Pflanzenbaujahr 2018 zu starten!

Das Seminar fand an 2 Tagen statt: Am 13. Februar an der HBLFA Francisco Josephinum in Wieselburg und am 14. Februar an der Gartenbauschule Ritzlhof in Haid bei Linz.

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ÖKL-Praxisseminar „Gut beladen, sicher unterwegs“ – ABGESAGT

Das Seminar wurde abgesagt!!

ÖKL-Praxisseminar am 13. und 14. Februar 2018

Die landwirtschaftliche Tätigkeit ist in hohem Ausmaß mit Transportarbeiten verbunden. Sei es der Transport von Betriebsmitteln für Pflanzenschutz und Düngung oder von Erntegut bzw. Futtermitteln: Jeder Transport bedarf einer gewissen Achtsamkeit, die von der Exekutive zunehmend kontrolliert wird. Und nicht ohne Grund: Unzureichend gesicherte Ladung kann bei Bremsmanövern Kräfte entfachen, die deren Masse um ein Vielfaches übersteigen und birgt somit ein erhebliches Sicherheitsrisiko für den Fahrzeuglenker und andere Verkehrsteilnehmer. Kommt es dann zu einem Unfall, kann das erhebliche gesundheitliche oder rechtliche Folgen nach sich ziehen. In diesem ÖKL-Praxisseminar werden rechtliche und theoretische Hintergründe sowie praktische Anwendungen zur Ladungssicherung angeboten – für ein sicheres Wirtschaftsjahr 2018!

Einladung & Programm Ladungssicherheit [pdf]

(Foto: Berndl, Wolfesberger)

Termine, jeweils von 8:30 bis ca. 16:30:

13. Februar 2018
Gartenbauschule Ritzlhof
Kremstalstraße 125, 4053 Haid bei Linz                     

14. Februar 2018
HBLFA Francisco Josephinum   
Schloss Weinzierl 1, 3250 Wieselburg
                                                                                    

Tagungsbeitrag:             
Mit LW Betriebsnummer: 90 €
Ohne LW Betriebsnummer: 110 €
Die Kosten für die Mittagspause sind von den Teilnehmern vor Ort zu bezahlen!

Tagesprogramm

08.30 Uhr Registrierung, Kaffee

Vormittag:

Eingangsreferat „rechtliche Grundlagen“
am 13. Februar: Christoph Berndl, BW Mold
am 14. Februar: Christoph Wolfesberger, LK NÖ

Riko Kindmann, DEULA Nienburg

  • Verantwortlichkeiten
  • Physikalische Grundlagen
  • Arten von Ladegütern
  • Arten der Ladungssicherung

Mittagspause von 12.30 bis 13:30 Uhr  

Nachmittag:         

Riko Kindmann, DEULA Nienburg

  • Verwenden und Prüfen von Haltevorrichtungen (Zurrgurte/Ketten/Netze/Zurrpunkte)
  • Durchführung von praktischen Übungen mit Schlepper und Anhänger
  • Berechnung der Sicherungskräfte anhand Tabellen und App

 

 

Umweltgerechter und effizienter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

ÖKL-Praxisseminar

Mit der richtigen Mischung am Feld:
Umweltgerechter und effizienter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM)

Nichts ist in der Landwirtschaft so wichtig wie das richtige Management und der richtige Einsatz von Betriebsmitteln. In den Pflanzenschutz werden dabei im konventionellen Bereich besonders hohe Erwartungen gesetzt. Er soll den Pflanzen nicht nur vor Krankheiten und Schädlingen Schutz bieten oder sie bekämpfen, mit ihm soll auch ein möglichst hoher Ertrag sichergestellt werden. Somit ist er ein wichtiger Faktor im Betriebsergebnis und trägt erheblich zum wirtschaftlichen Erfolg eines landwirtschaftlichen Betriebes bei. Vor dem Hintergrund der hohen Kosten und des verantwortungsvollen Umgangs sind dabei jedoch der richtige Einsatz und die Berücksichtigung der Umweltwirkung zu beachten! Dieses ÖKL-Seminar soll Ihnen dabei helfen, mit umweltgerechtem PSM-Einsatz in ein erfolgreiches Pflanzenbaujahr 2018 zu starten!

Ausführlicher BERICHT

Einladung & Programm PSM [pdf]

Termine, jeweils 8:30 bis ca. 16:30:           

13. Februar 2018 
HBLFA Francisco Josephinum, Schloss Weinzierl 1, A-3250 Wieselburg 

14. Februar 2018
Gartenbauschule Ritzlhof, Kremstalstraße 125, A-4053 Haid bei Linz

Tagesprogramm

Vortrag Bewertung Ökotoxikologie (Britta Möbes-Hansen, AGES)

  • Kurzeinführung in die Ökotoxikologie & Risikobewertung von PSM
  • Auflagen zum Schutz der Umwelt
  • Umweltgerechter Einsatz von PSM

Grundlegendes zur PSM-Anwendung (Hans Werner Heidemann, DEULA Nienburg)

  • Zielflächen identifizieren und treffen
  • Einflussfaktoren auf die Wirksamkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen
  • Pflanzenschutzdüsen auswählen, pflegen und richtig einsetzen
  • Gerätecheck und Maschinenoptimierung

Richtiger Einsatz und Mischbarkeit (Hans Werner Heidemann, DEULA Nienburg)

  • Benetzung durch unterschiedliche Maßnahmen situationsabhängig managen
  • Wasseraufwandmengen situationsgerecht anpassen
  • Wasserqualität, -härte und pH messen und optimieren
  • Abdrift richtig bewerten und reduzieren
  • Additive gezielt auswählen und  bedarfsgerecht anwenden
  • Mischbarkeit verschiedener PSM (Düngemittel, Wirkstoffe, Mischreihenfolge)

Tipps & Tricks (Hans Werner Heidemann, DEULA Nienburg)

  • Hilfsmittel zur Applikationsverbesserung
  • Optimierte Gerätereinigung
  • Praxistauglicher Anwenderschutz

Das Seminar wurde im Ausmaß von 3 Stunden für den Pflanzenschutz-Sachkundeausweis anerkannt!!


Informationen erhalten Sie bei DI Daniel Fink daniel.fink@oekl.at !

ÖKL-Arbeitskreis Technik im Biolandbau

Am 14. November 2017 fand die ÖKL-Sitzung des Arbeitskreises „Technik im Biolandbau“ an der Versuchswirtschaft Groß-Enzersdorf der Universität für Bodenkultur statt.

Seit 2007 organisiert das ÖKL den Arbeitskreis „Technik im Biolandbau“ zusammen mit seinen Mitgliedern. In diesem Rahmen werden aktuelle Themen und Herausforderungen diskutiert und Schwerpunkte für Veröffentlichungen und Bildungsveranstaltungen gesetzt. Die inhaltlichen Beiträge kamen aus Wissenschaft, Beratung und Praxis. Auf deren Basis erfolgte abschließend eine konstruktive Diskussion über thematische Schwerpunkte.

Die Vorträge zur Sitzung:

Dr. Wilfried Hartl, Bioforschung Austria:
Aktuelles aus der Bioforschung

Dr. Robert Schneider, Bio Austria:
Anforderungen an die Technik im Biolandbau aus der Sicht der (Ackerbau-)Beratung

Ing. Josef Jugovits, Landwirt:
Praktische Erfahrungsberichte

 

Dr. Gerhard Moitzi, BOKU:
10 Jahre ÖKL-Arbeitskreis Technik im Biolandbau – Ein Rückblick

Alle Fotos: Otto Krönigsberger

Praktisches Landtechnik Seminar des ÖKL Ladungssicherung

„Gut beladen, sicher unterwegs“

Der Termin 21. November 2017 musste kurzfristig abgesagt werden. Das Seminar wird im Frühjahr 2018 abgehalten und neu ausgeschrieben!

 

Eine Vielzahl der landwirtschaftlichen Tätigkeiten ist mit Transportarbeiten verbunden. Besonders der Transport von Gütern auf Anhängern bedarf dabei besonderer Beachtung. Die Gefahren und folglich die Ansprüche an die Sicherheit nehmen zu – auch von Seiten der Exekutive. Zunehmend ist vom „Wassermaß“ und „lashing capacity“ die Rede. Immer höhere Tonnagen und Geschwindigkeiten sind im Spiel: letztere erhöht bei einer Beschleunigung (dazu gehört als negative Beschleunigung das Bremsen) durch ihre dynamische Wirkung die Masse die sich bei einem Aufprall vervielfacht. Einfache Maßnahmen wie das Unterlegen von Gummimatten und das Verkeilen mit Paletten tragen zur Sicherheit bei. Bestimmte Kenntnisse verlangt der sinnvolle Umgang mit Zurrgurten – aber auch geeignete Befestigungspunkte am Anhänger; wenngleich sie derzeit noch selten vorhanden sind.

Die Qualität der Vortragenden von der DEULA Nienburg ist aus zahlreichen andere Seminaren bekannt; im speziellen Fall wird deren Riko Kindmann die physikalischen Grundlagen, Arten von Ladegüterund der Ladungssicherung, die Verwenden und das Prüfen von Haltevorrichtungen (Zurrgurte/Ketten/Netze/Zurrpunkte)und die Berechnung der Sicherungskräfte anhand von Tabellen bzw. einer App referieren.

Die Gesetze der Physik gelten überall, während sich die Gesetzeslage zwischen Deutschland und Österreich unterscheidet. Letztere werden durch Ing. Christoph Wolfesberger der LK Niederösterreich dargelegt.

In bewährter Weise folgen der Theorie die praktischen Übungen, die den Schwerpunkt bilden; u.a. mit Bremsversuchen bei richtiger sowie unzureichender Ladungssicherung und den Befestigungsmöglichkeiten von Anschlagmitteln.

 

(Foto: Berndl, Wolfesberger)