ÖKL-Praxisseminar Saattechnik für Festbodenwirtschaft

Technik im Ackerbau: Saattechnik für Festbodenwirtschaft
(Mulch- und Direktsaat, Strip Till Verfahren)

März 2019, Mistelbach

Ackerbau ohne Pflug erfordert in allen Bereichen (Fruchtfolge, Verfahren der Stoppelbearbeitung, Sätechnik, Pflanzenschutz, Erntetechnik, Feldrandhygiene) das Beachten der zahlreichen Wechselwirkungen im Gesamtsystem. Alte Gewohnheiten müssen geändert und dem neuen Anbausystem angepasst werden. Bei einer Umstellung ist daher zu empfehlen, den Einstieg nach sorgfältiger Vorbereitung in Etappen vorzunehmen. Die komplexen Wechselwirkungen stellen das größte Problem pflugloser Verfahren dar. Vor allem in der Anfangsphase besteht das Risiko von Fehleinschätzungen. Falsche Entscheidungen werden oft dem System angelastet, sind aber häufig auf Managementfehler zurückzuführen.

Die konservierende Bodenbearbeitung stellt spezielle Anforderungen an die Saat und Saattechnik. Der Einmischung der Ernterückstände kommt bei der Mulchsaat entscheidende Bedeutung zu. Dabei müssen jedoch jede Landwirtin und jeder Landwirt für sich selbst entscheiden welches Verfahren er für sich wählt. Das ackerbauliche Konzept mit Blick auf den vorsorgenden Bodenschutz erfordert angepasste und flexibel handhabbare Frucht- und Bodenbearbeitungsverfahren.

Im Theorieteil sollen für den Bereich Sätechnik die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Verfahren hervorgehoben werden um eine optimale Maschinenwahl für oder -anpassung an die einzelnen betrieblichen Voraussetzungen zu ermöglichen. Weiters werden die größten Barrieren (erhöhter Pflanzenschutzmitteleinsatz, verminderte Mineralisierung von Nährstoffen, Bodenverdichtung und geringere Bodenerwärmung im Frühjahr) für Direkt- und Mulchsaat behandelt.

Im Praxisteil werden Direktsaatgeräte verschiedener Hersteller vorgeführt und deren Arbeitsergebnis von Fachleuten kommentiert.