ÖKL-Merkblatt 12 Milchlagerung

MB 12 Seite 1 20156. Auflage 2015
12 Seiten, farbig, Preis: 7,00 Euro
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Die kühle Lagerung der Rohmilch erfolgt in der Regel in einem Milchlagerraum. Dieser wird so positioniert und ausgestattet, dass ein Hygienerisiko ausgeschlossen und die hohe Milchqualität direkt vom gesunden Tier erhalten wird.

Milcherzeugungsbetriebe sind Lebensmittelunternehmen und somit verantwortlich für die Anforderungen des Lebensmittelrechts. Das oberste Ziel bei der Gewinnung, Lagerung und einer späteren Be- und Verarbeitung von Milch ist daher die Erhaltung der vom gesunden Tier vorgegebenen Milchqualität.

Alle Maßnahmen und Vorkehrungen sind unter dem Begriff „Milchhygiene“ zusammengefasst. Die angestrebte Milchqualität erfordert im Erzeugerbetrieb in der Regel einen geeigneten Raum, in dem die Rohmilch nach der Gewinnung bis zur Abholung kühl gelagert werden kann. Für den Außenbereich geeignete Milchkühlbehälter benötigen hingegen einen solchen Raum nicht zwingend.

Dieser Milchlagerraum muss so positioniert, gestaltet und ausgestattet sein, dass Hygienerisiken ausgeschlossen sind. Der Raum soll aber vom Stall und von den melktechnischen Einrichtungen aus gut erreichbar sein. Da Rohmilch nahezu ausschließlich mittels Milchsammelwagen abgeholt wird, muss die Erreichbarkeit für betriebsfremde Fahrzeuge ohne Behinderungen möglich sein.

In Milchlagerräumen befinden sich üblicher­weise Milchlagerbehälter, Reinigungsautomat, Kühl­aggregat, Waschbecken, Ablagen, Handwaschbecken und Warmwasserbereitung. Wird die Milchkammer bei Ausweitung der Milchproduktion zu klein, kann die Errichtung eines eigenen Tank­raumes ausreichen. Die alte Milchkammer kann weiter als Arbeitsraum verwendet werden.

Die Vorschriften für die Erzeugung und Verarbeitung von Milch als Lebensmittel sind durch EU-Recht vorgegeben. In diesem Merkblatt werden die bauliche Gestaltung des Milchlagerraumes sowie die technische Ausrüstung behandelt.

Inhalt:
1. Vorbemerkungen
2. Ausgewählte Rechtsvorschriften und Normen
3. Anordnung – Erreichbarkeit
4. Planung – Richtgrößen
5. Bautechnische Anforderungen
6. Installationen
7. Technische Ausstattung
8. Energieeffizienz
9. Nebenräume
10. Planungsbeispiele

Verfasser: ÖKL-Arbeitskreis Landwirtschaftsbau
Obmann: MR DI Manfred Watzinger (BMLFUW)
Arbeitsgruppe: Ing. Franz Wolkerstorfer (LK OÖ), Mag. Vitus Lenz (LK OÖ), Ing. Josef Rechberger (LK NÖ), Ing. Franz Gappmayer (LK Salzburg)

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