ÖKL-Merkblatt 80 Trinkwasserversorgung für Rinder

MB 80 Seite 1 20152. Auflage 2015
12 Seiten, farbig, Skizzen, Fotos, Tabellen, Beispiele

Preis: 7 Euro, Bestellungen unter 01/5051891 oder office@oekl.at oder im Webshop

Die Versorgung mit einer ausreichenden Menge qualitativ hochwertigen Wassers ist eine wichtige Voraussetzung für gesunde und leistungsfähige Rinder. Eine unzureichende Wasserversorgung kann sich in einer zurückgehenden Futteraufnahme, unregelmäßigem oder nicht artgemäßem Trinken, Harntrinken, geringem Harnabsatz, zu festem Kot oder plötzlichem Einbruch der Milchleistung äußern.

Wasser sollte den Tieren in Trinkwasserqualität angeboten werden. Wird das Wasser aus dem Hausbrunnen bezogen, ist eine Untersuchung hinsichtlich bakteriologischer und chemischer Qualität empfehlenswert. Für Kühe werden pH-Werte zwischen 6 und 8 empfohlen. Des Weiteren soll auf die Gehalte an Eisen, Magnesium, Sulfat, Nitrat, Nitrit und Ammoniak geachtet werden. Die Anzahl an coliformen Keimen soll unter 1000 Keimen je Liter liegen.

001_Titel 1Nachdem im Bereich der Milchgewinnung (Melkstand, Milchkammer etc.) Trinkwasserqualität gesetzlich vorgeschrieben ist, werden diese Wasserleitungen sinnvollerweise auch zur Trinkwasserversorgung für die Tiere verwendet.
Verschmutzungen der Tränken durch Kot, Harn, Futterreste oder Algen sollen durch entsprechende Tränkegestaltung (Kotabweisevorrichtungen: Pendel­glocken bei Tränkebecken, Trittstufen oder Schutzstangen bei Trogtränken) weitestgehend vermieden werden. Außerdem müssen die Tränken mindestens einmal pro Woche entleert und ge­reinigt werden. Ablassventile (Ablaufstutzen so ange­ordnet, dass kein Restwasser in der Tränke bleibt) und kippbare Tränkebecken ermöglichen eine optimale Reinigung.

Außenklimaställe erhalten in der Rinderhaltung immer größere Bedeutung. In dieser Stallumgebung werden teilweise Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erreicht. Um Tränke und Wasserleitungen vor dem Einfrieren zu schützen, müssen entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen werden. Im Hinblick auf eine artgemäße Wasseraufnahme, gute Funktions­sicherheit und Haltbarkeit wird für das jeweilige Stallsystem der richtige Tränketyp gewählt.

Inhalt
1. Vorbemerkungen
2. Ausgewählte Rechtsvorschriften und ÖKL-Merkblätter
3. Rechtliche Grundlagen
4. Trinkverhalten
5. Wasserbedarf
6. Mindestanforderungen an Tränken und Leitungen
7. Anordnung und Anzahl von Tränken
8. Materialien
9. Trogtränken
10. Tränkebecken (Schalentränken)
11. Frostgeschützte Tränken
12. Weidetränken

Verfasser: ÖKL-Arbeitskreis Landwirtschaftsbau
Obmann: MR DI Manfred Watzinger (BMLFUW)
Arbeitsgruppenleitung: Dr. Elfriede Ofner-Schröck (HBLFA Raumberg-Gumpenstein)
Arbeitsgruppe: Mag. Vitus Lenz (LK OÖ), Bmst. Ing. Rudolf Schütz (LK NÖ)

Foto: LK Stmk.