ÖKL-Merkblatt 90 Asphalt

img_MB 90 Seite 1: ÖKL-Merkblatt 90 Baustoffe in der Landwirtschaft – Asphalt
(Grundlagen und Anwendungen)

2011, 1. Auflage, 12 Seiten, s/w,
Preis 6 Euro
Bestellungen unter 01/5051891 oder office@oekl.at oder webshop

 

Beim Bauen mit Asphalt ist selbstverständlich eine professionelle Ausführung des Einbaus durch eine Fachfirma wichtig; aber es sind auch gewisse Grundlagenkenntnisse der verschiedenen Asphaltanwendungen seitens des Auftraggebers aus der Landwirtschaft notwendig, um bei der Planung, im Bauvertrag bzw. während des Einbauverfahrens die für den speziellen Anwendungsbereich dauerhafte und technisch richtige Asphaltsorte und den entsprechenden tragfähigen Aufbau kontrollieren zu können. Gerade in der Landwirtschaft sind völlig andere Rahmenbedingungen als im Straßenbau zu berücksichtigen, so dürfen zum Beispiel keine karbonatischen Gesteinskörnungen in Bereichen, wo sich auch Futter, Gülle oder Festmist findet, verwendet werden!

Das ÖKL-Merkblatt 90 in der Reihe ‚Baustoffe in der Landwirtschaft‘ beschäftigt sich mit dem Baustoff Asphalt und seinen Anwendungsmöglichkeiten. Geeignete Asphalttypen im landwirtschaftlichen Anwendungsbereich sind: Asphaltbetone (als Deck-, Trag- oder Tragdeckschicht) sowie Dichtasphalt und Gussasphalt.

In Kapitel Grundlagen werden die Begriffe und Eigenschaften von Asphalt und Bitumen ausführlich erklärt. Eine Tabelle gibt Auskunft über die (nicht ganz einfache) Kennzeichnung von Asphaltbetonen gemäß ÖNORM B 3580-1.

Bei den Heißbauweisen wird in einer meist stationären Mischanlage Asphaltheißmischgut aus getrockneten Gesteinskörnungen und heißem Bindemittel hergestellt. Erklärt werden der Einbau sowie die Verdichtung von Asphaltheißmischgut, der Dichtasphalt, der Gussasphalt und der Zusammenhang zwischen Größtkorn (D) und Schichtdicke sowie der Zusammenhang zwischen Dichtheit und Wasserdurchlässigkeit.

Die Kaltbauweise wird in Österreich vorwiegend zur Instandhaltung, Reparatur und Instandsetzung eingesetzt. Hier wird als Bindemittel eine Bitumenemulsion eingesetzt, wobei grundsätzlich alle Arten von Bitumen, die auch heiß zu Verfügung stehen, in Form einer Emulsion angeboten werden können.

Was die Anwendungen betrifft, eignet sich Beton als konstruktives Element oder als Estrich oder Beschichtung. Eine große Tabelle zeigt die Anwendungsmöglichkeiten für bestimmte Asphaltarten im landwirtschaftlichen Bereich auf. Im Kapitel ‚Ausgewählte Beispiele‘ wird Folgendes gezeigt:

  • Variante für den Aufbau von Dichtasphaltflächen, wie z.B. für Flachsilos, Kompostflächen, Mistlager, Manipulationsflächen für Düngemittel
  • Beispiel für Stallfußböden, Melkstände, Instandsetzung von Silos
  • Beispiel für Kaltbauweise
  • Beispiel für Kompostflächen, Düngerstätten, Fahrsilos (Neubau und Instandsetzung)
  • Beispiele für Verkehrsflächen und Hofbefestigungen ohne besondere Belastung

Weiters werden Bitumenzementestriche und Halbstarre Beläge beleuchtet.

Nicht behandelt werden in diesem Merkblatt Bitumenanstriche und Bitumenbahnen.

Preis: 6 Euro BESTELLUNGEN im ÖKL: 01/505 18 91, office@oekl.at, www.oekl.at

Wichtig ist eine professionelle Ausführung des Einbaus durch eine Fachfirma. Die ÖKL-Merkblätter 24, 24a, 29, 33, 49a, 55 und 86 beinhalten außerdem die geeignete konkrete Bauvariante mit Asphalt für die jeweilige Anwendung.

Inhalt

1. Vorbemerkungen
2. Ausgewählte Rechtsvorschriften und Normen, Literatur
3. Grundlagen der Asphaltanwendungen
3.1 Allgemeines
3.2 Abkürzungen und Begriffsbestimmungen
3.3 Bauweisen
3.4 Anwendungen
4. Ausgewählte Beispiele zu den Anwendungen
5. Sonderbauweisen

Verfasser:

ÖKL-Arbeitskreis Landwirtschaftsbau
Obmann:
MR DI Manfred Watzinger (BMLFUW)
Arbeitsgruppenleitung:
DI Dr. Michael Kostjak (Kompetenzzentrum Swietelsky) Arbeitsgruppe:
Mag. Vitus Lenz (LK OÖ)
DI Florian Petscharnig (Techn. Büro für Verfahrenstechnik)
Bmst. Ing. Rudolf Schütz (LK NÖ)

Die ÖKL-Merkblätter werden von den Arbeitskreisen des Österreichischen Kuratoriums für Landtechnik und Landentwicklung, denen Fachleute der jeweiligen Fachgebiete aus allen Bundesländern angehören, ausgearbeitet. Die ÖKL-Merkblätter sind bei der Landwirtschaftsförderung anzuwenden.
(Erlass BMLFUW, Zahl 21.200/50-II/00 vom 27.7.2000)