ÖKL-Merkblatt 99 Kellereigebäude: Neubau, Planung, Baudetails

3. Auflage 2017
16 Seiten, farbig, zahlreiche Abbildungen, Tabellen, Planbeispiele
Preis: 7,00 Euro
Bestellungen: 01/505 18 91, office@oekl.at, ÖKL-Webshop

Unter dem Begriff „Weinkeller“ wird in allen Weinbaugebieten sowohl das alte Kellergewölbe zur Weinlagerung als auch der moderne Weinkeller verstanden. Dieses Merkblatt behandelt das moderne Kellereigebäude.

Die alten und feuchten Kellergewölbe garantieren die Dichtheit der Holzfässer, weisen eine konstante Temperatur von 8 bis 10 °C auf und schaffen somit ideale Lager­bedingungen für Wein. Die Weiterentwicklung im Weinbau betreffend Lagerung, Funktionalität und Hygiene erfordert jedoch Verhältnisse, welchen diese klassischen Weinkeller nur mehr in Einzelfällen entsprechen können. Auch im Presshaus in der Kellergasse oder im Pressraum innerhalb bestehender, oft beengter Hofanlagen kann Weinbau nach heutigen Maßstäben nicht betrieben werden.

Ein modernes Kellereigebäude verfügt über ein reguliertes Raumklima und kann durch die Verwendung und Ausgestaltung spezieller Materialien dennoch die traditionellen Ansprüche erfüllen.
In Mehrzweckräumen laufen alle Arbeiten wie z.B. Pressen, Lagern, Füllen, Präsentieren, Verkosten und Verkaufen ab. Solche Konzepte bieten funktionelle Vorteile und entsprechen dem Wunsch der Kundinnen und der Kunden nach transparenten Betrieben, wo der Weg des Weines von der Traube bis in das Glas lückenlos nachvollziehbar ist. Die Arbeitsabläufe sowie die hygienischen Mindest­anforderungen dürfen dadurch nicht beeinträchtigt werden. Im Rahmen einer betrieblichen ISO- oder IFS-Zertifizierung (International Food Standard) sind hierfür besondere Vorschriften zu berück­sichtigen.

Moderne Kellereigebäude geben Winzerinnen und Winzern die Möglichkeit, ihre ganz persönliche Linie zu finden und zu präsentieren. Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Planerinnen und Planer ermöglicht eine zeitgemäße Weinarchitektur, die für die Unverwechselbarkeit des Betriebes und dessen Weine verantwortlich ist.

Inhalt
1.  Vorbemerkungen
2.  Ausgewählte Rechtsvorschriften, Normen und Beratungsblätter
3.  Planungsvoraussetzungen
4.  Bauphysik
5.  Verarbeitungsbereich und Lager
6.  Baudetails
7.  Beispiele
8.  Gestaltung und Erfolg

Verfasser: ÖKL-Arbeitskreis Landwirtschaftsbau
Obmann: MR DI Manfred Watzinger (BMLFUW)
Arbeitsgruppenleitung: DI Dagmar Kreutzer (LK Stmk.)
Arbeitsgruppe: Ing. Manfred Eder (LK Stmk.), DI Christian Kalch (Amt der NÖ Landesregierung), DI Dieter Kreuzhuber (ÖKL), DI Josef Moser (LK NÖ), Ing. Martin Obermann, Ing. Martin Palz (LK Stmk.)