Vernetzungstreffen Futtervielfalt

Am 14. Juni findet findet auf der Dellacher Alm ein Vernetzungstreffen für Almbewirtschafter und Interessierte statt. Es geht um den Erfahrungsaustausch zu Problembereichen und zielführenden Maßnahmen zur Verbesserung der Futterqualität und der Biodiversität auf Almweiden.

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Vernetzungstreffen Futtervielfalt

Am Freitag, 14. Juni, findet auf der Dellacher Alm ein Vernetzungstreffen für Almbewirtschafterinnen und Ambewirtschafter sowie Interessierte statt. Es geht um den Erfahrungsaustausch zu Problembereichen und zielführenden Maßnahmen zur Verbesserung der Futterqualität und der Biodiversität auf Almweiden.

Prgrammfolder 14. Juni Dellacher Alm

Im Rahmen des österreichweiten Projektes „Futtervielfalt auf Almen“ befassen sich im Gailtal vier Almen mit unterschiedlichen Problemstellungen wie beispielsweise dem massiven Aufkommen von Germer, Farn oder dem Scharfen Hahnenfuß. Sie testen unterschiedliche Maßnahmen und dokumentieren die Entwicklung der Flächen.

Neben Veränderungen in der Almbewirtschaftung führen auch Umwelteinflüsse wie der Klimawandel zu Veränderungen der Almweiden und stellen zahlreiche AlmbewirtschafterInnen vor Herausforderungen. Im Rahmen eines Vernetzungstreffens soll die Diskussion mit ExpertInnen und ein Erfahrungsaustausch ermöglicht werden.

Wann: Freitag 14. Juni 2019 von 10:00 bis 15:30

Wo: Dellacher Alm, 9620 Hermagor (Nähe Egger Alm)

ReferntIn: Doz. DI Dr. Karl Buchgraber (Wissenschaftliche Leitung des Institutes Pflanzenbau und Kulturlandschaft in Raumberg-Gumpenstein), Dr. Susanne Aigner (ExpertIn für Almpflegemaßnahmen und standortangepasste Almwirtschaft)

Veranstalter: ÖKL, Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung

Info und Anmeldung: bis Donnerstag 13. Juni: klagenfurt@umweltbuero.at, 0463/516614

 

Vielfalt auf meinem Betrieb

Von Bauer zu Bauer über Vielfalt reden!
Bildungsprojekt

Projekthomepage: www.vielfalt-am-betrieb.at/

Liegengelassene Holzhaufen, alte Obstbäume, Blühstreifen, selten gemähte Böschungen oder vergessene Winkel mit wucherndem Altgras und Brennnesseln – rund um den landwirtschaftlichen Betrieb gibt es eine unheimlich große, oft nicht bewusst wahrgenommene Vielfalt an Leben!

Im Projekt „Vielfalt auf meinem Betrieb“ geht es genau um diese kleinen Besonderheiten und Lieblingsplätze rund um den Bauernhof. Und es geht um‘s genaue Hinschauen, d‘rüber Reden und Wahrnehmen der eigenen Vielfalt!

Die Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Vielfalt und hat eine große Verantwortung, wenn es darum geht, das Überleben vieler Tier- und Pflanzenarten zu sichern. Ziel des Projektes ist es, die vielfältigen Leistungen der Landwirtschaft ins Bewusstsein der BewirtschafterInnen und der Öffentlichkeit zu rücken und den Zusammenhang zwischen Bewirtschaftung und Biodiversität verständlich zu machen.

Speziell geschulte „BiodiversitätsvermittlerInnen“, die selbst LandwirtInnen sind, besuchen ihre BerufskollegInnen in ganz Österreichund erstellen bei einem Betriebsgespräch individuelle Biodiversitäts-Portfolios.

Jede/r Landwirt/in mit einer Betriebsnummer kann sich für ein kostenloses Betriebsgespräch „Vielfalt auf meinem Betrieb – von Bauer zu Bauer, von Bäurerin zu Bäuerin“ anmelden und erhält dabei auch umfassendes Bildungsmaterial sowie ein kostenloses Plakat über die Vielfalt auf seinem/ihrem Betrieb.

Interessenten wenden sich gerne an:
Andrea Aigner, Tel: 01-505 18 91-22, andrea.aigner@oekl.at oder
Stepahnie Köttl, Tel: 01-505 18 91-22, stephanie.koettl@oekl.at

 

Das Bildungsprojekt wird im Rahmen des Programmes Ländliche Entwicklung von EU, Bund und Ländern gefördert.

Landschaft verstehen – Geschichten aus zwei Regionen in NÖ

Eine Herausforderung in der Naturvermittlung liegt darin, dass viele Wissbegierige sich schnell mit „Bergen“ von Fachwissen überladen fühlen und der nachhaltige Lerneffekt oft nur gering ist.

Daher ist es zielführend, in den Menschen ein grundsätzliches Verständnis für die Landschaft zu wecken: Warum schaut es hier so aus? Welche Rolle haben die hier wirtschaftenden Menschen bei der Entwicklung der Landschaft gespielt? Warum wachsen hier Wiesen, dort drüben stehen aber Fichten? Warum gibt es hier keine Feldlerche, aber dafür Alpendohlen?

Menschen merken sich Fachwissen auch dann leichter, wenn es in einen Zusammenhang gesetzt und mit Emotionen verknüpft wird. Das geschieht am besten in Form einer spannenden Geschichte (beim sogenannten „Storytelling“). Ob ein Märchen, eine Sage oder eine Erlebnisgeschichte, sie verknüpft logisch zusammenhängende Fakten mit Emotionen und wird so leichter gemerkt – oft für das ganze Leben.

D´Hauswiesn in St. Oswald,
Foto Doris Wimmer, St. Oswald

Das Projekt
Um dieses neue Konzept auszuprobieren und unter Österreichs NaturvermittlerInnen zu verbreiten, wurde von 2016 bis 2018 ein Kooperationsprojekt von BirdLife Österreich, LFI Österreich, Umweltdachverband und ÖKL, umgesetzt.
Gemeinsam mit NaturvermittlerInnen wurde eine Grundlage erarbeitet, welche Botschaften im Rahmen der Natur- und Landschaftsvermittlung zu den Sektoren Land- und Forstwirtschaft, Zoologie, Botanik, Geologie, Boden und Kulturgeschichte im Sinne einer ganzheitlichen Sicht auf die charakteristische Landschaft kommuniziert werden sollen.
In zwei ausgewählten Pilotregionen – dem ÖTSCHER:REICH – Mariazellerland und der Region Weitenbachtal – Yspertal – Freiwald sammelten im nächsten Schritt NaturvermittlerInnen und Einheimische zahlreiche Erzählungen zu den unterschiedlichen Sektoren, die in einem professionell moderierten Schreibprozess aufgearbeitet wurden.
Diese unzähligen Botschaften zum Verständnis der Landschaft werden bald auf einer speziellen Onlinedatenbank, der Wiki-Plattform, den Natur- und LandschaftsvermittlerInnen sowie der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt:
http://landschaftsgeschichten.naturvermittlung.at

Die Broschüre
Eine kleine Auswahl der Geschichten finden Sie in dieser optisch schön aufbereiteten Broschüre. Für eine gute Nutzbarkeit wurden die Erzählungen in fünf Landschaftsräume gruppiert – Grünland, Wald, Berg, Siedlung und Nacht. Bei jeder Geschichte gibt es eine „Botschaft“ sowie nützliche fachliche Zusatzinfos für die ErzählerInnen samt Dialektausdrücken.

Erhältlich bei: LFI NÖ,
irene.blasge@lk-noe.at

Unsere Kulturlandschaften erzählen unendlich viele Geschichten –
es bedarf nur Menschen, die sie aufschreiben und weitererzählen!




Seltene Nutztierrassen – traditionell und heimisch

Unter dem Dach der ARCHE Austria werden über 40 österreichische, vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen betreut. Seit 30 Jahren setzt sich die ARCHE Austria gemeinsam mit der ÖNGENE und den verantwortlichen Zuchtverbänden dafür ein, den Bestand der Rassen zu schützen und sie wieder auf unsere Höfe zurückzuholen.

Nicht zuletzt dank der Berücksichtigung der seltenen Nutztierrassen im österreichischen Agrarumweltprogramm (ÖPUL) entwickelten sich die Bestandszahlen zuletzt wieder positiv. Rund 10.000 Bauern halten ihre Tiere vor allem dort, wo eine intensive Landwirtschaft nicht mehr möglich ist. Alle Bemühungen sollen mit gezielten Maßnahmen für LandwirtInnen fortgesetzt werden.

Die wichtigsten Bildungs- und Informationsmaßnahmen des Vorhabens „Seltene Nutztierrassen – traditionell und heimisch“ sind:

Das Vorhaben „Seltene Nutztierrassen – traditionell und heimisch“ ist ein Bildungsprojekt im Rahmen des Programmes Ländliche Entwicklung und erfolgt mit Unterstützung von Bund, Ländern und Europäischer Union.


ARCHE Austria


2. Schulung VIELFALT auf meinem Betrieb

Im Jahr 2018 bietet das ÖKL erneut die Schulung „Vielfalt auf meinem Betrieb“ in der Steiermark an.

Termine Steiermark:
Block I: 15. bis 16. März 2018  in St. Oswald/Möderbrugg
Block II: 24. bis 25. Mai 2018 in Kindberg-Mürzhofen

Im Rahmen der 4 Schulungstage lernen Sie unterschiedliche Lebensräume und Strukturen sowie die Bedeutung der abgestuften Nutzungsintensitäten rund um den Betrieb kennen – vom Streuobstgarten bis hin zum Acker und Grünland ist hier Vielfältiges dabei!

Nach der Schulung erhalten Sie ein Zertifikat, welches Sie dazu berechtigt, ab 2018 Betriebsgespräche „Vielfalt auf meinem Betrieb. Von Bauer zu Bauer“ durchzuführen. Für die Betriebsbesuche ist auch eine Abgeltung vorgesehen.

Einladung ‫Schulung 2018

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Netzwerk Almvielfalt

Die Zunahme von Problempflanzen und das Zuwachsen wertvoller Almflächen stellt die Almwirtschaft vor immer größer werdende Herausforderungen. Diesem Problem nahmen sich seit Projektstart im Jahr 2018 schon über 47 Almbetriebe mit mehr als 75 Versuchsflächen in ganz Österreich an. Das Projekt war bis jetzt ein voller Erfolg und so konnten durch die Versuchsergebnisse der letzten vier Jahre schon viele wertvolle Erkenntnisse für die Praxis gewonnen und weitergeben werden.

>>> Aktuell <<<

ÖKL-Webinar „Angepasste Almbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels“
Mittwoch, 13.Dezember 2023, 18:00-20:30 Uhr

Im ÖKL Webinar zum standortangepassten Almmanagement erfahren Sie, wie man typische Problempflanzen auf Almen erfolgreich zurückdrängt. Es soll dabei jedoch nicht nur auf einzelne Maßnahmen verwiesen werden, sondern vor allem die Bedeutung des guten Weidemanagements hervorgehoben werden, welche die Basis für jegliche auf der Alm durchgeführte Maßnahme ist. Dabei mit einbeziehen wollen wir die Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels, welcher in Zukunft bei der Wahl unserer Maßnahmen berücksichtigt werden muss.

Einladung und Programm Webinar Angepasste Almbewirtschaftung

Auf dem Programm:

Regulierung von Problempflanzen auf Almen und in alpinen Räumen
Susanne Aigner (Ökologiebüro Aigner)

Filmvorstellung: Praxisworkshop auf der Litzlhofalm

Insekten auf der Alm:  Wozu und wie man Insekten auf der Alm fördern kann
Georg Derbuch (Biologe)

Einfluss von Klimaerwärmung auf Ertrag und Futterqualität: Ergebnisse aus dem Projekt ALM20
Thomas Guggenberger (HBFLA Raumberg-Gumpenstein)

Standortangepasstes Weidemanagement und der Klimawandel auf der Alm
Susanne Aigner (Ökologiebüro Aigner)

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Die Veranstaltung kann außerdem als Weiterbildung mit 2 UE für die ÖPUL 2023 Maßnahme „Almbewirtschaftung“ – optionaler Zuschlag: „Naturschutz auf der Alm“ angerechnet werden.

 

21. September 2023, 9 bis ca. 15:30
Almpflege auf der Grabneralm –
Praxisworkshop mit Maßnahmenumsetzung und Fachvorträgen im Projekt Netzwerk Alm- und Futtervielfalt

Einladung zum Praxisworkshop Almpflege Grabneralm

Neben einem Vortrag von Elisabeth Stöger zur Tiergesundheit in Zusammenhang mit Biodiversität, bieten wir Ihnen die Möglichkeit, beim Anlegen von Versuchsflächen zu Problempflanzen dabei zu sein. Außerdem werden beim Praxisworkshop Schwendsensen von Thomas Huber vom Sensenverein Österreich herzgezeigt und Sie dürfen auch selbst Hand anlegen, um verschiedenste Sensentypen auszuprobieren. Hauptaugenmerk liegt an diesem Tag bei den Problempflanzen Ampfer, Weißer Germer, Zwergsträucher und Distel. Gemeinsam diskutieren wir mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Problempflanzen auf Österreichs Almen, Bewirtschaftung und Zusammenhänge mit den vorhandenen Insekten. Und Sie haben die Möglichkeit vom Erfahrungsschatz weiterer teilnehmenden AlmbewirtschafterInnen zu profitieren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Praxisversuche im Projekt Netzwerk Almvielfalt werden im ÖPUL durch die Zusatzoption „Naturschutzmonitoring – Biodiversitätsmonitoring“ mit € 275/Jahr abgegolten. Diese Maßnahme ist jährlich im MFA zu beantragen. www.naturschutzmonitoring.at
Die Veranstaltung kann außerdem als Weiterbildung mit 3 UE für die ÖPUL 2023 Maßnahme „Almbewirtschaftung“ – optionaler Zuschlag: „Naturschutz auf der Alm“ angerechnet werden.
Für Betriebe, welche am Tiergesundheitsdienst teilnehmen, kann die Veranstaltung als Weiterbildung mit 1 UE angerechnet werden.

Anmeldung und Infos bei Thomas Labuda, ÖKL, thomas.labuda@oekl.at

Vernetzungstreffen Almvielfalt
Das ÖKL veranstaltete am 8. September ein Vernetzungstreffen im Projekt „Netzwerk Almvielfalt“. Das Treffen fand in Kärnten auf der Hoferalm bei Seeboden statt.

Wir boten die Möglichkeit, gemeinsam mit der Familie Olsacher, welche die Alm bewirtschaftet, sowie den ExpertInnen Susanne Aigner, Barbara Fischer und dem Insektenexperten Georg Derbuch, die angelegten Versuchsflächen zu besichtigen, Maßnahmen zu diskutieren und vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu profitieren.

Für Betriebe, welche am ÖPUL teilnehmen, konnte die Veranstaltung außerdem als Weiterbildung mit 3 UE für die ÖPUL 2023 Maßnahme „Almbewirtschaftung“ – optionaler Zuschlag: „Naturschutz auf der Alm“ angerechnet werden.

Einladung Hoferalm-Seeboden.

„Alm-Zeit-Reise“ auf der Alpe Dias in Kappl (Tirol) am 4. August

Am Freitag, den 4. August 2023 um 10 Uhr boten wir die einmalige Gelegenheit, die Almwirtschaft des Paznauntals näher kennenzulernen. Gemeinsam mit dem Almobmann der Alpe Dias, Johannes Reinalter und weiteren AlmexpertInnen, wanderten wir über die Almflächen und erfuhren dabei über die Bewirtschaftung von Almen und ihre Herausforderungen, sowie die Regulierung von Problempflanzen und die Geschichte der Weidewirtschaft in den Alpen. Abschließend gab es einen Besuch im örtlichen Almmuseum. Details hier in der Einladung 

Sternstunden auf der Alm Hochbärneck am 28. Juli ab 16 Uhr

Am Freitag den 28. Juli 2023 ab 16 Uhr boten wir im Zuge des Projektes „Netzwerk Almvielfalt“ die Möglichkeit, bei Führungen über die Almflächen die Leistungen der niederösterreichischen Almwirtschaft zu bestaunen. Neben Versuchen zu Problempflanzen zeigten wir gemeinsam mit AlmexpertInnen die Zusammenhänge von Almmanagement und dem Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten auf.
Zu späterer Stunde widmeten wir uns außerdem den tierischen Bewohnern von Almgebieten und konnten Fledermäuse detektieren und Nachtfalter beobachten. Außerdem wurde die Astrostation auf der Alm geöffnet, um gemeinsam einen Blick in die Sternennacht zu werfen. Details in der Einladung

Am 9. September 2022 informierten wir vor Ort über die Tätigkeiten im Projekt beim jährlichen Vernetzungstreffen auf der Halmschlaglalm.

Workshop auf der Litzlalm
Am 29. September luden wir zu einem Praxisworkshop mit Maschinenvorführung auf die Litzlalm nach Kärnten ein, bei dem es auch die Möglichkeit gabw, selbst Hand anzulegen und verschiedene Werkzeuge zur Bekämpfung der Verbuschung kennenzulernen!

Außerdem fanden Maschinenvorführungen statt, bei denen neue Möglichkeiten zum Freihalten der Almflächen hergezeigt wurden. Bei einem Rundgang mit dem bekannten Zoologen Georg Derbuch konnten die TeilnehmerInnen zudem hautnah erleben, wie wertvoll unsere Almflächen für die Biodiversität sind.

EINLADUNG und PROGRAMM [pdf]

NEU: Broschüre „Wir geben unser Wissen weiter“

Darin finden Sie unter anderem Beiträge von engagierten Almbäuerinnen und -bauern, die beim Projekt mitmachen. Sie beschreiben ihre Intentionen, ihre Ideen und ihre Erfahrungen mit der Pflegemahd gegen den Bürstling und gegen den Adlerfarn, mit Koppeln gegen Adlerfarn und Heidelbeere bzw. gegen Verheidung und Verbuschung, mit Bewässerung für eine gute Futterqualität, mit Düngung gegen den Scharfen Hahnenfuß und über die bisherigen Erfolge beim Beobachten der Insektenwelt auf der Alm.

Außerdem findet man in der Broschüre alle beteiligten Landwirtinnen und Landwirte sowie Projektpartner und weitere Tipps und Informationen zum Projekt!

Sie können die 24seitige Broschüre „Wir geben unser Wissen weiter“ kostenlos im ÖKL bestellen: 01/5051891!

Für die Jahre 2022 und 2023 besteht für zehn zusätzliche Betriebe die Möglichkeit, am Projekt teilzunehmen!

Neben der Betreuung vor Ort gibt es 2022 eine Abgeltungsprämie von 70 Euro. Ab dem Jahr 2023 können die Versuche im Rahmen der ÖPUL 2023 – Maßnahmen „UBB“ und „Bio­logische Wirtschaftsweise“, Zusatzauflage „Naturschutzmonitoring – Projekt Biodiversitätsmonitoring“ mit 275 Euro pro Betrieb und Jahr abgegolten werden.

Obwohl unterschiedliche Pflegemaßnahmen bekannt sind, gibt es bisher keine vergleichende Darstellung der Wirkung verschiedener Methoden auf unterschiedlichen Standorten. Im LE-Projekt „Arten- und Futtervielfalt auf Almen“ (M 7.6.1) werden gemeinsam mit AlmbewirtschafterInnen aus ganz Österreich standortangepasste Regulierungsmaßnahmen entwickelt und deren Wirkungen miteinander verglichen. Dadurch soll der Verlust von Futterflächen und Biodiversität durch Problempflanzen aufgehalten und artenreiche Almfutterflächen wiederhergestellt werden.

Ausprobieren >> Schlüsse Ziehen >> Weitersagen

Je nach Problemart werden auf den Almflächen eine oder mehrere Pflegemaßnahmen ausgetestet. Die AlmbewirtschafterInnen werden bei der Anlage der Versuchsflächen vor Ort durch Experten und einem gut verständlichen Versuchshandbuch bestmöglich unterstützt. Zur besseren Vergleichbarkeit der Ergebnisse werden die laufenden Beobachtungen und Bilder der Fläche beim Almbesuch gleich online über das Smartphone hochgeladen. Dadurch sollen wertvolle Kenntnisse zu den lokal unterschiedlichen Anforderungen und den standortgerechten Methoden gewonnen werden. Auf den jährlich stattfindenden „Vernetzungstreffen“ können Praxiserfahrungen geteilt und mit FachexpertInnen besprochen werden. Hier wurden schon einige neue, auch kreative Ansätze zur Wiederherstellung der Almfutterflächen entwickelt.

Weiters gibt es ab heuer einen Schwerpunkt für Insektenförderung auf Almen. Hier werden gemeinsam mit FachexpertInnen die besten Maßnahmen für die Steigerung der Insektenvielfalt ausgetestet.

Was wird im Projekt gemacht?

  • Testen von Methoden zur wirksamen Reduzierung von Problempflanzen
  • Förderung von Insekten auf der eigenen Alm
  • Jährlicher Erfahrungsaustausch der ProjektteilnehmerInnen
  • Derzeit 47 teilnehmende AlmbewirtschafterInnen in ganz Österreich
  • Über 75 verschiedene Versuchsflächen
  • Individuelle Beratung zur eigenen Alm und gemeinsame Festlegung einer passenden Versuchsanordnung, der entsprechen Problemarten
  • Abgeltungsprämie für die Ergebnismeldung in der Höhe von 75€/Jahr

Selbst aktiv werden >> Versuchsflächen anlegen >> Insekten und Pflanzen beobachten

Wenn auch Sie auf Ihrer Alm mit Problempflanzen zu kämpfen haben und gemeinsam Methoden zur Bekämpfung ausprobieren oder bereits erfolgreiche Maßnahmen mit anderen AlmbewirtschafterInnen teilen möchten, dann freuen wir uns über Ihren Anruf!

Zum Foto: Beispiel Versuchsfläche ohne Farn und Vergleichsfläche mit Farn im Vordergrund (Foto: Richard Huber, Mernigalm)

Versuchshandbuch Arten- & Futtervielfaltauf Almen [pdf]

Online-Eingabe unter https://www.almwirtschaft.com/Aktuelles/futtervielfalt-auf-almen-neue-betriebe-fuer-praxisversuche-gesucht.html

 

Weitere Informationen zum Projekt:
Österreichisches Kuratorium für Landtechnik & Landentwicklung (ÖKL)
Tel.: 01/5051891-25
Ihr Ansprechpartner: DI Thomas Labuda
thomas.labuda@oekl.at

AfterWork am Bauernhof

Im Rahmen des Bildungsclusters „Dialog mit der Gesellschaft“ hat das ÖKL gemeinsam mit den Projektpartnern LFI NÖ, LFI OÖ, LFI Steiermark, der ARGE Bäuerinnen und dem FiBL Österreich eine neue charmante Kommunikationsschiene zwischen „Stadtmenschen“ und der Landwirtschaft entwickelt:
AfterWork am Bauernhof“.

Interessierte KonsumentInnen aus dem urbanen Raum (Wien, Linz, Graz, Klagenfurt) werden eingeladen die breite Palette der österreichischen Landwirtschaft kennen zu lernen. Die Landwirte und Landwirtinnen öffnen ihre Hof- und Stalltüren und erzählen aus ihrem Alltag, direkt und authentisch. Die Vermittlung von wertvollem Wissen über die reale landwirtschaftliche Produktion wird auf jedem Bauernhof mit einer Verkostung von hofeigenen Produkten abgerundet.

Mehr unter AfterWork am Bauernhof und auf Facebook

Ihr Ansprechpersonen im ÖKL:
DI Kornelia Zipper (Projektleitung)

ÖKL-Schulung VIELFALT auf meinem Betrieb

Im November 2017 und im Mai 2018 bietet das ÖKL die 4-tägige Schulung „Vielfalt auf meinem Betrieb“ an.
Sie lernen unterschiedliche Lebensräume und Strukturen sowie die Bedeutung der abgestuften Nutzungsintensitäten rund um den Betrieb kennen – vom Streuobstgarten bis hin zum Acker und Grünland ist hier Vielfältiges dabei! Nach der Schulung erhalten Sie ein Zertifikat, welches Sie dazu berechtigt, ab 2018 Betriebsgespräche zur Artenvielfalt „von Bauer zu Bauer“ durchzuführen.
Einladung ‫Schulung Vielfalt auf meinem Betrieb

Schulung Vielfalt auf meinem Betrieb

Foto: Daniel Wuttej

Schulung Artenvielfalt auf meinem Betrieb – Beratung von Bauer zu Bauer

Projekt abgeschlossen!

Projektleitung: Barbara Steurer (ÖKL) und Umweltbüro Klagenfurt, LACON, Dr. Daniel Bogner

Liegengelassene  Holz- oder Reisighaufen, alte Hofbäume, Trockensteinmauern, Ackerrandstreifen, extensive Wiesen und Weiden und vieles mehr – die Leistungen für die Artenvielfalt am bäuerlichen Betrieb sind mannigfaltig und den Bäuerinnen und Bauern oft gar nicht bewusst.

Fast auf jedem landwirtschaftlichen Betrieb kann man bei genauer Betrachtung bisher unbeachtete, artenreiche Fleckerl finden – sei es auf der Hofstelle selbst, im Grünland oder am Acker! Diese Vielfalt wird bei der ÖKL-Schulung „Förderung der Artenvielfalt am Betrieb“ genauer beleuchtet und das Konzept „Artenvielfalt auf meinem Betrieb. Vom Bauer zum Bauer!“ vorgestellt.

Artenvielfalt am Betrieb durch vielfältige Strukturen

bluetenkrabbenspinne-beim-fressen_2014Je größer die Vielfalt an Strukturen auf dem Betrieb und rund um die Hofstelle, desto größer ist das Angebot an Lebensräumen für unterschiedliche Arten. Totholz, Steinhaufen und alte Holzzäune sind Lebensraum für eine Vielzahl an Insekten und Spinnen. Ein Bauerngarten mit vielfältigen, bunten Blumenbeeten und Streuobstbestände zieht Wildbienen und andere Bestäuber magisch an. Alte  Bäume und Sträucher rund um die Hofstelle sowie gut zugängliche Scheunen- und Stallgebäude werden von unterschiedlichen Vögeln zum Nisten, zur Nahrungssuche oder als Singwarte genutzt. Extensive Wiesen und Weiden sowie  Randstreifen entlang von Grünland- und Ackerflächen beherbergen für die Bestäubung wichtige Insekten wie Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Diese Vielfalt ist auf sehr vielen landwirtschaftlichen Betrieben bereits gang und gäbe, fast schon selbstverständlich! Und genau diesen teilweise selbstverständlichen Leistungen unserer heimischen Bauern widmet sich die neue Schulung des Österreichischen Kuratoriums für Landtechnik und Landentwicklung!

2 Schulungen mit jeweils 4 Tagen

Bei der ÖKL-Schulung wurden Landwirtinnen und Landwirte zu „Experten“ für die Artenvielfalt am bäuerlichen Betrieb ausgebildet. Neben Fachvorträgen zu einzelnen Strukturelementen wie beispielsweise Streuobstwiesen oder Bauerngärten wurden unterschiedliche Aspekte der Vogelwelt, Botanik und Zoologie vorgestellt. Ergänzend dazu gab es einen intensiven Austausch zu Fördermöglichkeiten und konkreten Maßnahmen.

Beratung von Bauer zu Bauer

Hinter der Schulung zur Artenvielfalt steht ein Beratungskonzept von Bauer zu Bauer bzw. von Bäuerin zu Bäuerin, welches ab dem Jahr 2018 geplant ist. Die Teilnehmer der Schulung sollen dann andere landwirtschaftliche Betriebe zur Artenvielfalt beraten. Für diese  Beratungen ist auch eine Abgeltung vorgesehen.

Denn nur wem bewusst ist, welche Leistungen für die Artenvielfalt er auf seinem Betrieb erbringt, kann diese auch entsprechend nutzen, sei es über die Inanspruchnahme von Förderungen oder durch Vermarktungsvorteile bei der Direktvermarktung.

Mehr Informationen und unverbindliche Anmeldung zur Schulung:
Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL)
DI Stephanie Köttl
Tel: 01/5051891-22 oder per e-mail: stephanie.koettl@oekl.at