Land & Raum 3/2020 WASSER

Trink- und Brauchwasser, Quellwasser, Bodenwasser und Eis, Grundwasser, Süßwasser, Salzwasser, Niederschlag und Verdunstungswasser, Bäche, Flüsse, Seen, Wasser als Betriebsmittel für die Landwirtschaft, Wasser als wichtiger Faktor für die Erholung und für den Tourismus, Wasser als Lebensraum, Wasser und Klima, Wasserkraft als Energiequelle, Wasser als eines der wichtigsten Güter auf unserem Globus – in diesem Heft begegnet uns das Element Wasser in vielen Formen und Zuständen, Dimensionen und Zusammenhängen. Einmal zu viel und einmal zu wenig, einmal Lebens­grundlage, einmal Gefahr. Fest steht, dass Wasser für uns alle unentbehrlich ist!

Zu Beginn werden wir von zwei ExpertInnen (Susanne Brandstetter und Ernst Überreiter) des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Tourismus und Regionen (BMLRT) in das große Thema Wasser eingeführt. Und wir begegnen dem Begriff „Wasserschatz Österreichs“. Es handelt sich um ein Projekt des BMLRT, das ergänzend zum Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) detaillierte Fachgrundlagen für die sektorale Planung und für Vorsorgemaßnahmen erarbeitet. Zentrale Fragestellungen sind die nutzbaren Grundwasserressourcen, der Wasserbedarf für Trinkwasserversorgung, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft sowie das Verhältnis zwischen Wasserbedarf und verfügbaren Grundwasserressourcen, also der Ausnutzungsgrad. Die Studie wird Ende des Jahres vorliegen, das Ministerium wird ausführlich darüber berichten. Etwas weiter hinten im Heft erfahren wir mehr über den Neptun Wasser­preis 2021.

Über Dürre- und Hitzeperioden, markante Niederschlagsereignisse, Klimavergangenheit und Klima­szenarien und -rechenmodelle schreibt Klaus Haslinger, Klima­experte der ZAMG. Auch wenn viele Unsicherheiten vorhanden sind, müsse man sich auf vielfältige Veränderungen im Klimasystem einstellen.
Johannes Grath, Experte für Grundwasser im Umweltbundesamt, informiert uns über das Grundwasser als wichtigste Trinkwasserressource in Österreich und über die vielen Messstellen und die strengen Kriterien für die Überwachung und den Schutz der Qualität und der Nutzung.

Gleich drei Beiträge schauen in diesem Heft ins Burgenland! Einmal geht es um die (Reste der) salzigen Lacken des Seewinkels, Überbleibsel aus der Eiszeit und deren ganz besondere Pflanzen- und Vogelwelt (Autor Alois Lang vom Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel). Tobias Schernhammer kennt sich mit dem kleinen Getier in den sogenannten Ackersutten gut aus. Unter anderem kommen in diesem besonderen Gewässertyp, den es nur selten und auch nur kurz gibt, Urzeitkrebse vor. Der Sommer-Schildkrebs, der immerhin zehn Zentimeter groß werden kann, ist eine der 16 Arten in Österreich. Ist die Ackersutte dann wieder trocken, können die Eier bis zu 20 Jahre im Trockenen überdauern. Der Beitrag auf der letzten Seite widmet sich einem Projekt, in dem es genau um diese „Lebensräume auf Zeit“ geht und das Maßnahmen entwickelt, um die Ackersutten im Burgenland zu erhalten und zu schützen – gemeinsam mit den GrundbesitzerInnen der bewirtschafteten Ackerflächen.

Lorenz Mayr ist Landwirt und Obmann des Vereins Boden.Leben, der „für den Boden kämpft“. Seine Überzeugung ist, dass das ständige Bedeckthalten von landwirtschaftlichen Böden Erosion und Trockenheit entgegen wirken kann. Sehr konkret zählt er Möglichkeiten für die Begrünungen auf, durch die Wasser viel besser im Boden gehalten werden kann. Auch für Maximilian Hardegg ist Wasser „mehr als ein Betriebsmittel“ und das große Thema im trockenen Seefeld. Er setzt auf eine vernünftige Fruchtfolge, auf Bewässerung und Wasserspeicher sowie auf Kulturlandschaftspflege.

Worauf man im eigenen Garten beim Umgang mit Wasser in Hinblick auf die Sicherheit der vielen Insekten, Vögel, Igel und anderen kleinen „Wildtiere“ achten soll, schreibt Karin Hein. Oft können ganz kleine Handgriffe oder Hilfsmittel sowie Achtsamkeit verhindern, dass z.B. eine Kröte im Pool ertrinkt oder ein Insekt aus einer Gießkanne nicht mehr heraus kann.

Den Abschluss bilden zwei Beiträge aus Wien: Zum einen die „Coolen Straßen“ (Anna Detzlhofer), die den StadtbewohnerInnen in einem heißen Sommer ein wenig Kühle und vor allem mehr Lebensqualität bringen. Zum anderen wird die Versorgung der Großstadt mit kristallklarem Trinkwasser kurz umrissen (Theresa Dienstl).

Um auch nur annähernd die vielfältigen Aspekte der Lebensgrundlage Wasser zu beleuchten, fehlt hier der Platz. Doch wir hoffen, Ihnen mit unserer Zeitschrift wieder ein bisschen Wissenswertes und Anregendes liefern zu können!
Bleiben Sie gesund!
Ihre Eva-Maria Munduch-Bader

Inhaltsverzeichnis:

Ressource Wasser in Österreich
Susanne Brandstetter
Trocken und heiß! Ein schöner Sommer, oder?
Ernst Überreiter
„Der Klimawandel ist bei uns angekommen!“ hörte man in letzter Zeit oft
Klaus Haslinger
Von Grund auf gutes Wasser
Johannes Grath
Ein Fenster nach Asien – die verbleibenden Lacken des Seewinkels
Alois Lang
Wasser(knappheit) in der Landwirtschaft
Lorenz Mayr
Wasser – mehr als nur ein Betriebsmittel
Maximilian Hardegg
Wer huscht denn da? Praxistipps zu Wasser und Wildtieren im Garten
Karin Hein
Ackersutten: Ein Lebensraum auf Zeit
Tobias Schernhammer
Neptun Wasserpreis 2021 – jetzt einreichen!
Susanne Brandstetter
Wiener Wasser
Theresa Dienstl
Wie cool ist denn diese Straße?!
Anna Detzlhofer und Sabine Dessovic

 

Land & Raum 2 2020 Lebensfreude

Die frühsommerliche Ausgabe von Land & Raum widmet sich mit Leidenschaft der Lebensfreude!
Das Thema stand lange vor Corona fest und wir wollten keinesfalls daran rütteln!

28 Seiten, 9 Beiträge, zum Einzelpreis von 5 Euro zu bestellen im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im ÖKL-Webshop.

Die vergangenen Wochen haben uns vor Augen geführt, wie eng die Lebensfreude mit dem Tätig­sein für sich und andere, aber auch mit der Bewegung in der Natur verknüpft ist.
Deshalb freut es uns besonders, Ihnen am Übergang von einer Phase des Stillstands hin zu einer (neuen) Betriebsamkeit die aktuelle Ausgabe mit dem Titel „Lebensfreude“ vorlegen zu dürfen.

In insgesamt neun Beiträgen schildern die Autorinnen und Autoren, was Lebensfreude für sie bedeutet. Sie erzählen von glücklichen Fügungen und günstigen Konstellationen, die sie auf dem Weg zum Lebensglück unterstütz(t)en, und von den Risiken, die sie bereit waren, einzugehen. Und immer wieder weisen sie darauf hin, dass es – um es mit den Worten Albert Schweitzers zu sagen – möglich ist, Glück zu verdoppeln, wenn man es teilt.

So berichtet im ersten Beitrag Anita Fürtbauer, Lehrerin und Bäuerin in Oberösterreich, von ihrem (Lebens-)Weg hin zur Lebensfreude, die sie in der Verbindung von körperlicher und geistiger Arbeit sieht. Dabei betont sie die Bedeutung von Neugier, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, den Mut zum Risiko und die Bedeutung der Familie als Rückhalt.

Danach macht sich Franz Greif Gedanken über Lebensfreude als Staatsziel. Am Beispiel des Königreichs Bhutan reflektiert er über den Sinn des sogenannten Brutto­sozialglücks als Messinstrument für die Lebenszufriedenheit einer Bevölkerung. Um die Ganzheitlichkeit dieses Ansatzes zu verstehen, lädt er zu einem Streifzug durch die Geschichte der Wohlstands­messung aus der Sicht der Wirtschafts­wissenschaften ein.

Margrit De Colle wiederum findet ihre Lebensfreude darin, dem Glück in Form von Blumen beim Wachsen zuzusehen. Zu diesem Zweck hat sie einen Maisacker in der Südoststeiermark in eine bunte Blumenwiese umgewandelt, wo Blumen unter natürlichen Bedingungen gedeihen. So wie ihr Projekt.

Danach knüpft Franz Greif an seinen ersten Beitrag an und stellt zwölf Alternativen zur wirtschaftlichen Gesamtrechnung vor. Das Besondere dabei ist die knappe und doch umfassende Darstellung der Idee, des Ziels und der Methodik der einzelnen Ansätze.

Im darauf folgenden Beitrag von Andreas Panhuber schildert dieser seine Liebe zur Streuobstwiese als zentrales Element der Kultur­landschaft. In Zell an der Pram lebt, arbeitet und wirtschaftet er im Kreislauf der Natur – unterstützt von seiner Familie. Dabei zeigt er die Herausforderungen einer natürlichen Wirtschaftsweise und die Abhängigkeit von der Nachfrage nach den erzeugten Produkten auf. Zum Abschluss legt er in acht Punkten dar, warum das Wirtschaften im Kreislauf der Natur Sinn macht.

Für Iris Putz wiederum bedeutet Lebensfreude, am Aufbau einer inklusiven Gesellschaft mitzuarbeiten. Dies tut sie im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit bei der Lebens­hilfe in Oberösterreich. Sie zeigt auf, dass jeder Mensch unabhängig von seinen intellektuellen Fähigkeiten im Stande ist, durch eine für ihn sinnvolle Tätigkeit Lebensfreude zu finden. Dafür sind sowohl ein geschützter Rahmen als auch die Verbindung zur „Mitwelt“ unerlässlich.

Dass alles mit allem zusammenhängt, weiß auch Anne Jagenbrein aus Leithaprodersdorf. Ihr persönlicher Weg zur Lebensfreude hat sie von der Stadt aufs Land geführt, wo sie einen ehemaligen Bauernhof gekauft und in einen Yoga-Hof umgewandelt hat. Geduld, das Gespür für das, was es vor Ort braucht, und das Glück, im richtigen Moment die richtigen Wegbegleiter zur Seite zu haben, identifiziert sie als unabdingbar für ihren Erfolg.

Durch Zufall hingegen hat Hannes Buchinger zum Lebensglück gefunden. Seit zehn Jahren verbringt er die Sommer auf einer Kärntner Alm. Mit Liebe zum Detail beschreibt er den Tagesablauf und die harte Arbeit in luftigen Höhen. Einmal Alm, immer Alm – ist er überzeugt und dankbar dafür, wechselweise ein einfaches Leben da oben und ein komfortables Leben unten in der Stadt führen zu dürfen.

Leben ohne Atmen ist unmöglich. Im abschließenden Beitrag geht es um das Einatmen der Atmosphäre des Waldes. „Waldbaden“ heißt das Erfahren der wohltuenden Wirkungen des Waldes, das als gesundheits­fördernde Maßnahme in der Tradi­tionellen Europäischen Medizin schon lange bekannt ist. Die Inhalte des entsprechenden Lehrgangs werden in diesem Beitrag vorgestellt.

Möge Ihnen dieses Heft viel Freude bereiten!
Tatjana Fischer
im Namen des Redaktionsteams

(Editorial)

INHALT:

Mit LeichtSINN leben – vom Alltag mit einem bunten Kopf
Anita Fürtbauer
Lebensfreude als Staatsziel und das Bruttosozialglück
Franz Greif
Ich bin eine Blumenpflückerin
Margrit De Colle
Alternativen zur wirtschaftlichen Gesamtrechnung
Franz Greif
Sag Hallo zur Streuobstwiese und zur Lebensfreude
Andreas Panhuber
Lebenshilfe: Ein Hotspot der Lebensfreude
Iris Punz
Lebensfreude und Yoga
Anne Jagenbrein
Von der Lebensfreude auf der Alm
Hannes Buchinger
Die Kraft des Waldes nutzbar machen
LFI Oberösterreich

Weiters:
Hinweise und Tipps
Ergänzung zur letzten Ausgabe von Land & Raum „Freilichtmuseen“

Land & Raum 2020/1 Freilichtmuseen

Das Frühlingsheft widmet sich den Freilichtmuseen und dem Leben in früheren Zeiten! Auf 32 Seiten bieten wir Ihnen 6 Portraits von Freilichtmuseen in Österreich und in der Schweiz und vieles mehr!

32 Seiten, Preis: 5 Euro, zu bestellen im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

Lesen Sie HIER mehr!

Land & Raum 1/2020 Freilichtmuseen

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum ist fertig! Der Schwerpunkt liegt diesmal auf den Freilichtmuseen – vom Leben in früheren Zeiten!

32 Seiten, Preis: 5 Euro, zu bestellen im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

Freilichtmuseen zählen seit rund 130 Jahren zu den beliebtesten Museen und ermöglichen Besucherinnen und Besuchern eine Art „Zeitreise für alle Sinne mit edukativem Mehrwert“. – Dieser Satz von Veronika Plöckinger-Walenta leitet hervorragend in unser Thema der Frühlingsausgabe von Land & Raum ein. Es geht um oft schon fast verschwundene, aber noch nicht vergessene Welten, um das ländliche und bäuerliche Leben in früheren Zeiten, um historische Gebäude, Geräte und Gewänder, aber auch um das Dorfleben, um Gewohnheiten und den meist sehr harten Arbeits­alltag.
Nach dem einleitenden Beitrag der oben genannten Expertin, der den Ursprung der Freilichtmuseen Ende des 19. Jahrhunderts in Skandinavien, deren Entwicklung und deren Hauptaufgaben beleuchtet, stellen wir fünf Freilichtmuseen in Österreich und eines in der Schweiz vor. Weiters bieten wir einen Beitrag über den privaten Schoberhof mit offenen Türen und einen über grenzüberschreitende Kulturgüter mit Schwerpunkt Kozolci, markante Heurechen, die in Kärnten „Käsn“ genannt werden.

Das Freilichtmuseum Stübing in der Steiermark zählt sicherlich zu den bekanntesten. Im „Tal der Geschichte(n)“ sind hundert historische Bauten aus allen Bundesländern und aus sechs Jahrhunderten zu sehen, eingebettet in ein riesengroßes Naturschutzgebiet. Zu den Highlights gehören die Waldsiedlung, die das sehr ärmliche Leben der Holzknechte und Köhler zeigt, die fünf Getreidemühlen oder das historische Sägewerk.

In Kramsach lädt das Museum Tiroler Bauernhöfe die neugierigen Besucherinnen und Besucher ein, sich die Gebäude aus den verschiedenen Talschaften Tirols anzusehen. Die „Museumsmaus“ hilft mit, gemeinsam mit Kindern spielerisch die Uhr zurückzudrehen. Die Veranschaulichung der alten Brandenburger Holztrift, einer der größten in Mitteleuropa, macht den Transport tonnenschwerer Holzstämme über das Wasser nachvollziehbar.

Das Besondere am Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain ist nicht nur das Bewahren historischer Anlagen auf immerhin 50 ha Museumsareal, sondern auch das Nachdenken über die Zukunft. Was soll der Nachwelt erhalten werden und wie? Welche gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflussen das Museum? Ein neues Besucher­zentrum soll ein Zeichen für die Offen­heit sein, Bibliothek und Archive sollen transparenter und zugänglicher werden.

Das Museumsdorf Niedersulz lädt zu einem Spaziergang in ein typi­sches Weinviertler Dorf ein, Blumen- und Kräutergärten sowie 400 alte Obstbaumsorten machen das Gelände besonders ansprechend und bunt. KulturvermittlerInnen und HandwerkerInnen zeigen an Themen­tagen das dörfliche Leben anno dazumal.

Auch im Dorfmuseum Mönchhof im Burgenland – hier gibt es sogar eine Kirche! – kann man in die Häuser eintreten und Volkskultur pur erleben. Entstanden ist die Anlage aus einer kleinen Privatsammlung, heute stehen dort 35 Häuser, die alle aus dem Heideboden, dem „Hoadboden“ im Seewinkel des Neusiedler Sees, stammen.

Ein Beispiel aus der Schweiz stellen wir ebenfalls vor, das Freilichtmuseum Ballenberg östlich des Brienzersees. Neben den über 100 baulichen Objekten, für die man schon einen ganzen Tag einplanen soll, trifft man hier auch auf alte Nutztierrassen. Das Thema Brot wird großgeschrieben, zurückzuführen u.a. auf die Kooperation mit der Stiftung Brotkultur Schweiz. In der Bäckerei werden 22.000 Holz­ofenbrote im Jahr gebacken und verkauft. Ebenso können die in der Hutmacherwerkstatt hergestellten Hüte erworben werden!

In den roten Kästen können Sie zu jedem Freilichtmuseum die Öffnungszeiten und den Veranstaltungskalender nachlesen. Es gibt viele Feste und Themenschwerpunkte, Handwerkertage, Musik- und Literaturveranstaltungen, besondere Programme für Kinder und SchülerInnen sowie auch Kurse, so zum Beispiel zur Errichtung von Trocken­steinmauern oder zum Löffel­schnitzen.
Leider müssen wir darauf hin­weisen, dass die Termine der Eröffnungsfeiern und Veranstaltungen mit Rücksicht auf die aktuellen Entwicklungen zu sehen sind. Bitte informieren Sie sich direkt bei den Freilichtmuseen, z.B. auf den Webseiten, die insgesamt sehr zu empfehlen sind!
(Editorial von Eva-Maria Munduch-Bader)

Inhaltsverzeichnis:

Geschichte, Entwicklung und Aufgaben von Freilichtmuseen in Europa
Veronika Plöckinger-Walenta
Zeitzeugen eines zeitlosen Wissens im Freilichtmuseum Stübing
Egbert Pöttler
Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach – ein spannender Ausflug in die Vergangenheit
Gabriele Grießenböck
Kozolci und andere grenzüberschreitende Kulturgüter
Arthur Spiegler
„Museum, das sind wir alle!“ – ein Blick in das Salzburger Freilichtmuseum, Großgmain
Brigitte K. Macaria im Gespräch mit Michael Weese
Weinviertler Museumsdorf Niedersulz
Veronika Plöckinger-Walenta
Der Schoberhof in Großriedenthal
Franz und Gerhild Perlaki
Dorfmuseum Mönchhof – gelebte Tradition
Dorfmuseum Mönchhof
Ballenberg: An uns kommen Sie nicht vorbei!
Brigitte K. Macaria

Land & Raum 4 2019 FRAUEN im ländlichen Raum

Es gab in schon vielen Ausgaben von Land & Raum beeindruckende, interessante Frauen, die den ländlichen Raum prägen und gestalten. Diesmal widmen wir eine gesamte Ausgabe den Frauen, ihren guten Ideen und ihren Erfolgen.

32 Seiten, Preis: 5 Euro, zu bestellen im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

Inhalt:

Ein Vierteljahrhundert später …    Gebhard Aschenbrenner
Bäuerin im Wandel: Von der kaum geschätzten Arbeitskraft zur starken Betriebsführerin   …   Karin Huber
Weibliche Lehrlinge verstärken das REFORM-Team    …   Carina Ratzenböck und Ursula Pramendorfer
Landtechnik für Frauen   …   David Unterrainer
Die Grieskirchner Bürgermeisterin   …   Brigitte Macaria im Gespräch mit Maria Pachner
Einzige burgenländische Bürstenmacherin   …   Melanie Eckhardt
Erste Frau an der Spitze einer Landwirtschaftskammer in Österreich   …   Michaela Langer-Weninger
Der „Weiberhof“ in der Südsteiermark   …   Erika Hütter
Charta für partnerschaftliche Interessenvertretung   …   Karin Huber und Birgit Bratengeyer
Gender Mapping    …   Theresia Oedl-Wieser
100 Jahre Frauenstudium an der BOKU   …   Eva Ploss

Wir beginnen mit einem Beitrag über eine Betriebsführerin, die schon vor ca. 25 Jahren vom ÖKL besucht und interviewt wurde. Sie war damals sehr jung und es war keinesfalls klar, dass der Bauernhof erfolgreich weitergeführt werden kann. Lesen Sie ab Seite 4, was inzwischen alles passiert ist!

Drei Beiträge widmen sich dem Thema Frauen & Technik: Vorgestellt werden junge Frauen in einer technischen Ausbildung in einer großen Landtechnikfirma und das ÖKL-Seminar „Landtechnik für Frauen“, welches das ÖKL kreiert hat. Ab Seite 27 können Sie einen Blick 100 Jahre zurück werfen, auf die Universität für Bodenkultur. Seit 1919 dürfen Frauen dort studieren, der akademische Weg für sie war eigentlich gar nicht geplant. Heute lehren dort neben 71 Professoren immerhin 22 Professorinnen.

Der Beitrag „Bäuerin im Wandel“ von Karin Huber zeigt auf, wie sich die Stellung der Frau am Betrieb von der kaum geschätzten und auch nicht ausgebildeten Arbeitskraft zur starken Betriebsführerin entwickelt hat. Seit den 70er Jahren hat die ARGE Bäuerinnen einiges zu dieser Verbesserung beigetragen, und zwar nicht nur, was das Image angeht. Es geht um Bildung (Schlüssel!), Versicherung, Mutter­schutz, Anrechnung von Kinder­erziehungszeiten und vieles mehr. Heute werden immerhin 33 Prozent der Betriebe von Frauen geführt. Die Bäuerinnen gelten als Sympathie­trägerinnen und als Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft!

Weiters bietet das Heft einige Frauenportraits: In einem Interview erzählt die erste Bürgermeisterin der Bezirkshauptstadt Gries­kirchen, Maria Pachner, von den Heraus­forderungen und ihren Erfolgen in der männerdominierten Bürgermeisterwelt. Leider sind nicht einmal zehn Prozent der österreichischen BürgermeisterInnen-Ämter durch Frauen bestellt!
Melanie Eckhardt ist die einzige Bürstenmacherin im Burgenland. Sie liebt ihr Bürstensortiment und das Verkaufen auf Märkten. Sie will Frauen Mut machen und sie dabei unterstützen, sich selbständig zu machen.
Michaela Langer-Weninger ist die erste Frau an der Spitze einer Landwirtschaftskammer und zwar in Oberösterreich. Dort bewirtschaftet sie mit ihrer Familie einen Bio­betrieb am Mondsee (Bio-Heumilch) und auch sie ist überzeugt, dass Frauen ebenso geschickt, innovativ und vielseitig sind wie Männer.
Am Weiberhof in der Südsteiermark haben zwei Frauen mit Ideen und Tatendrang einen Ferienhof speziell für Frauen aufgebaut. Hier werden bio­logische Lebensmittel produziert und tiergestützte Intervention angeboten. Frauen können dort Kraft tanken, um dann vielleicht Neues zu wagen!

Ein Anlass für die Setzung des Frauenschwerpunkts war auch die Charta für partnerschaftliche Interessen­vertretung in der Land- und Forstwirtschaft, die den Frauen­anteil in Entscheidungs- und Führungspositionen erhöhen möchte.

Ein Beitrag über das Projekt Gender-Mapping zeigt, dass sich auch die Wissenschaft mit den Potentialen von Frauen befasst.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und eine fröhliche Weihnachtszeit
Eva-Maria Munduch-Bader und das Redaktionsteam

Land & Raum 3 2019 Bundesanstalt für Agrarwirtschaft & Bergbauernfragen

Die Herbstausgabe von Land & Raum widmet sich der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen (BAB), die aus der Zusammenlegung der bisherigen Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und der bisherigen Bundesanstalt für Bergbauernfragen entstand.
In 17 Beiträgen wird auf 40 Seiten das gesamte Repertoire der Bundesanstalt vorgestellt!
Erhältlich zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop

Näheres lesen Sie hier.

Land & Raum Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen

Die Herbstausgabe von Land & Raum widmet sich der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen (BAB), die aus der Zusammenlegung der bisherigen Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und der bisherigen Bundesanstalt für Bergbauernfragen entstand.

40 Seiten, farbig, 17 Beiträge
Erhältlich zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop

 

Editorial von Thomas Resl, BAB:

Herzlich Willkommen in der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen (BAB)!

Die BAB hat ihren Sitz in der Dietrichgasse 27, 1030 Wien und ist Dienststelle des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus. Sie ist mit 1. Januar 2019 aus der Zusammenlegung der bisherigen Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und der bisherigen Bundesanstalt für Bergbauernfragen entstanden. Sie zählt derzeit 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Schaffung dieser neuen Bundesanstalt war durch mehrere Ziele motiviert, darunter eine Verschlankung der Verwaltung sowie eine Modernisierung, um für zukünftige Fragestellungen fit zu sein. Für letzteres wurden zum einen eine entsprechende Vision und Strategie erarbeitet, und zum anderen die räumliche und die technische Infrastruktur modernisiert.

Zu den Aufgaben der BAB zählen qualitative und quantitative Forschung zu vielfältigen Fragen der Agrarwirtschaft und des ländlichen Raumes, von den Gunstlagen bis zu den Berggebieten. In national und international ausgerichteten Projekten kooperiert die BAB mit Kolleginnen und Kollegen aus dem öffentlichen Sektor (insbesondere Politik, Bildung, Beratung), aus der Privatwirtschaft und der Bevölkerung. So ist es möglich, verschiedenste Perspektiven in die Arbeit einzubeziehen und aktuelle Themen und Entwicklungen abzubilden. Darüber hinaus pflegt die BAB einen umfassenden Daten- und Literaturbestand und Kontakte in zahlreichen Netzwerken. Die erarbeiteten Ergebnisse werden beispielsweise in Vorträgen, Berichten, Datensätzen oder Zeitschriften bereitgestellt.

Wir als BAB möchten an dieser Stelle unseren Dank aus­drücken: Danke den Auftraggeberinnen und Auftraggebern für spannende Aufgabenstellungen. Danke den Partnerinnen und Partnern für die gute Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BAB, ohne ihr Engagement, welches sehr oft über die „normalen“ Dienstpflichten hinausgeht, wäre vieles nicht möglich. Danke dem ÖKL, das der BAB mit dieser Spezialausgabe von Land & Raum eine Bühne gibt. Darin stellen wir einen kurzen Auszug aus unseren aktuellen Tätigkeiten und Fachgebieten vor. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Freude bei der Lektüre und bei der Erkundung unserer neuen Bundesanstalt.

Thomas Resl,
Direktor der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen

Inhalt:

Vision und Strategie der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen (BAB)
Sophie Pfusterschmid und Thomas Dax
Die Bundesanstalt für Bergbauernfragen – eine große Erfolgsgeschichte
Gerhard Hovorka
Die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft – eine bewährte Forschungseinrichtung des Landwirtschaftsministeriums
Klaus Wagner
Die Berglandwirtschaft in Österreich
Gerhard Hovorka
Entwicklung der Europäischen Berggebiete
Thomas Dax und Ingrid Machold
Die Ernte teilen – Solidarische Landwirtschaft als soziale Innovation
Sigrid Egartner, Julia Niedermayr und Klaus Wagner
RAIN – Kreislaufwirtschaft, Kooperation und Innovation in ländlichen Regionen
Sigrid Egartner, Heidelinde Grüneis, Karin Heinschink, Julia Niedermayr und Klaus Wagner
Frauen- und Geschlechterforschung mit Fokus auf den ländlichen Raum
Theresia Oedl-Wieser
Vom Klassenzimmer zum virtuellen Raum?
Erika Quendler und Mathias Renner-Martin
Betriebseigene Deckungsbeiträge mit dem Onlinerechner kalkulieren
Gerhard Gahleitner und Siegbert Linder
Schafe und Ziegen – mehr als „Kühe des kleinen Mannes“
Josef Hambrusch und Gerhard Gahleitner
Die Verankerung der BAB im Bundesämtergesetz
Im Garten der Daten – der Datenpool der BAB
Karlheinz Pistrich, Richard Maria und Siegbert Linder
Ist Kleinlandwirtschaft noch zeitgemäß?
Michael Groier und Ingrid Machold
Evaluierung des Programms zur Ländlichen Entwicklung
Josef Hambrusch, Julia Niedermayr und Christoph Tribl
Geld alleine macht nicht glücklich
Georg Wiesinger
Zusammenarbeit erfordert Kenntnisse in Gruppendynamik
Elisabeth Loibl
Stadt-Land-Kooperationen als Chance für zukunftsweisende Raumentwicklung
Lisa Bauchinger, Theresia Oedl-Wieser und Thomas Dax

Land & Raum Weinkultur in Österreich

Die Sommerausgabe der Zeitschrift Land & Raum widmet sich der „Weinkultur in Österreich“ und liefert einen guten Überblick über die aktuelle Weinproduktion. Besonders lebendig sind die vier Portraits der Weinbaubetriebe, die so freundlich waren, uns einen Einblick in ihre Welt zu geben.
32 Seiten, farbig, 12 Beiträge
Erhältlich zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop

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