Land & Raum „Agrar-PV: Möglichkeiten und Grenzen der Photovoltaik“

Die Herbstausgabe der Zeitschrift Land & Raum widmet sich dem heftig diskutierten Thema „Agrar-PV“, also Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen, und ihren Möglichkeiten und Grenzen.

Inhalt:

Brennpunkt Agrar-PV: Notwendiges Übel oder echte Chance?
Hemma Burger-Scheidlin
Agrarland – Produktionsfaktor oder Spielball von Interessen
Franz Greif
Sonnenstrom in Österreich – Warum wir die unterschiedlichsten Flächen nutzen müssen
Vera Immitzer
Diagramme
Auswirkungen des Baus von PV-Anlagen auf Agrarstruktur und Bodenmarkt
Jobst Jungehülsing
Nahrungsmittel, Ökostrom und Biodiversität aus einer Hand
Christian Metschina
Rechtliche Aspekte der Agrar-PV aus Sicht der Land- und Forstwirtschaft
Fabiana Freissmuth
Freiflächensolaranlagen im Kontext von Naturschutz und Landwirtschaft
Franziska Janke, Andrea Molkenthin-Keßler und Pia Schmidt
Agrar-Photovoltaik – Ansprüche an den Raum
Hans Kordina

Land & Raum Sommer 2021

Wohin am Wochenende, wohin im (Kurz)-Urlaub, wo kann ich mich erholen und Neues entdecken? Die Sommerausgabe von Land & Raum zeigt uns,wohin uns die Sommerreisesehnsucht führen kann: Zum Prügelsteg im Naturpark Heidenreichsteiner Moor, auf Schmugglerpfade in Richtung Schweiz, auf die „Vier Berge“ zum Vierbergelauf in Kärnten, in den Naturpark Karwendel, zu den (Halb)Trockenrasen in den Leiser Bergen und vieles mehr!
8 Beiträge auf 28 Seiten.
Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop!

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Land & Raum Sommer

Die Sommerausgabe von Land & Raum widmet sich besonders schönen Ausflugs- und Urlaubszielen in Österreich, die sich durch ein hohes Naturraumpotenzial auszeichnen.

Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop!

Der Titel lautet:
Erholen – Staunen – Entdecken in österreichischen Naturräumen

Inhalt:

Naherholung in geschützten Gebieten (Kathrin Hausmann)
Acht Bundesländer laden mit 47 Naturparken zur Erkundung ihrer Vielfalt ein (Brigitte Macaria)
Schmugglerpfade in Vorarlberg und der Schweiz (Bettina Riedmann und Hans Kordina)
Naturpark des Jahres ist das Heidenreichsteiner Moor (Horst Dolak)
Der Vierbergelauf in Mittelkärnten (Franz Greif)
Der Naturpark Karwendel (Hermann Sonntag und Anton Heufelder)
Leiser Berge – ein Naturpark mit Geschichte und Zukunft  (Harald Rötzer)
Biosphärenpark Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge (Markus Schaflechner)

Editorial von Karin Heinschink

Der Sommer ruft und es zieht uns ins Freie, um Gesundheit (Vitamin D), Freude und Kraft zu tanken. Und das Gute liegt so nah! Zahlreiche Orte, an denen Erholung gesucht und gefunden wird, befinden sich fast vor der Haustür. Viele davon zeichnen sich durch eine besondere Landschaft, besondere Arten oder Lebensgemeinschaften aus und stehen sogar unter Schutz, wie beispielsweise Naturparke und Naturschutzgebiete.

Naturparke streben nicht nur Schutz und Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft an, sondern dienen auch der Erholung, Bildung und Regionalentwicklung. Brigitte Macaria führt uns in einer Rundreise durch die Naturparke der Bundesländer. Horst Dolak erzählt vom Heidenreichsteiner Moor, dem Naturpark des Jahres 2021. Auch zwei sprichwörtliche Urgesteine werden vorgestellt: Harald Rötzer gibt Einblicke in den Naturpark Leiser Berge und Hermann Sonntag portraitiert den Naturpark Karwendel. Er stellt einen „Megatrend ‚Zurück zur Natur‘“ fest und erwähnt „Brennpunkte, wo zu viel an unterschiedlichen (Freizeit-)Interessen aufeinander treffen“.
In Naturschutzgebieten ist insbesondere die Erhaltung der Natur, ihrer bedrohten Lebensräume, Arten und Gemeinschaften oberstes Ziel. Fasziniert von seltenen Blumen oder Tieren ist für viele Besucher*innen die Versuchung groß, ganz nahe heranzutreten – was aber schwerwiegende Folgen hat. Kathrin Hausmann erläutert daher, wie man sich im Naturschutzgebiet rücksichtsvoll verhält: indem man auf den offiziellen Wegen bleibt, Hunde an der Leine führt, Wildtiere nicht stört, Pflanzen nicht beschädigt oder entnimmt, Mitgebrachtes nicht zurücklässt etc. Dies ist einfach umzusetzen, kostet nichts und ist notwendig, um die Schutzgüter zu erhalten.
Als Beispiele für Erholung im Naturraum mit sportlichem Anspruch schildert Franz Greif den Vierbergelauf in Mittelkärnten, ein schon vor über 500 Jahren beschriebenes Brauchtum, bei dem eine ganze Menschenschar wandert. Bettina Riedmann und Hans Kordina erzählen vom Treiben auf einstigen Schmugglerpfaden, die heute als eher ruhige, aber meist anspruchsvolle Wanderrouten in einer malerischen Kulisse erkundet werden können. Zu guter Letzt nennt Markus Schaflechner beispielhaft den Biosphärenpark Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge als nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsraum mit schönem Natur­raum.

So ziehe ich meinen Schluss: Öster­reichs Natur ist vielfältig und facettenreich. Erfahren wir den Naturraum „sanft“ – achtsam und rücksichtsvoll – so steht der Erholung nichts im Wege. In diesem Sinne wünscht das Redaktionsteam allen Leser*innen einen genussvollen und erholsamen Sommer!
Karin Heinschink (Redakteurin)

 

Land & Raum Extensives Grünland

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum widmet sich dem Extensiven Grünland – warum es für alle wertvoll ist und wie es in Wert gesetzt werden kann! Extensives Grünland weist eine besonders reiche Pflanzen- und Tiervielfalt auf. Leider befindet es sich auf dem Rückzug.
Elf Beiträge auf 32 Seiten.
Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

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Land & Raum Extensives Grünland

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum widmet sich dem Extensiven Grünland – warum es für alle wertvoll ist und wie es in Wert gesetzt werden kann!

11 Beiträge, 32 Seiten
Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

Wiesen und Weiden machen knapp 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Österreich aus, wobei die Almen nicht mitgezählt sind. Der Anteil an extensivem Grünland, also Grünland mit geringem Viehbesatz und wenig bzw. keiner Düngung sowie geringer Nutzungshäufigkeit, beträgt nur knapp 14 Prozent. Dieses extensive Grünland weist eine besonders reiche Pflanzen- und Tiervielfalt auf. Leider befindet es sich auf dem Rückzug.

Würde das extensive Grünland nicht mehr bewirtschaftet, würde es sukzessive verbuschen und verwalden und damit ganz verschwinden. Zur Erhaltung ist eine extensive Bewirtschaftung notwendig. Diese Ausgabe von Land & Raum will zeigen, wie das gehen kann!

Auf 32 Seiten gibt es elf Beiträge:

Über den Wert artenreicher Wiesenflächen 
Elisabeth Süßenbacher

Starker Rückgang der bunten Muttertagswiesen     
Johanna Huber

Der vielfältige Hummelhof in Vorarlberg      
Tanja Moser

Über den Gesundheitswert von extensiven Wiesen
Elisabeth Stöger

Nicht was sich rechnet, ist gut, sondern was gut ist, muss sich rechnen  
Sandra und Andreas Panhuber

Regionale genetische Vielfalt in Wert gesetzt!
Günter Jaritz

Die Zwergohreule – Otus scops – ein  Brutvogel unserer Streuobstwiesen          
Kurt Grafl

Wiesenpflege im Nationalpark Thayatal
Christian Übl

Kulturlandschafts-Erhaltungsprogramm im Naturpark Weißensee
Robert Heuberger

Heilsam und entspannend – in duftendes Heu gewickelt
Elisabeth Rabeder

Biodiversität rechnet sich – Tierhaltung im Extensivgrünland        
Barbara Steurer

EDITORIAL von Eva-Maria Munduch-Bader

Wiesen und Weiden machen knapp 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Österreich aus, wobei die Almen nicht mitgezählt sind. Der Anteil an extensivem Grünland, also Grünland mit geringem Viehbesatz und wenig bzw. keiner Düngung sowie geringer Nutzungshäufigkeit, beträgt nur knapp 14 Prozent. Dieses extensive Grünland weist eine besonders reiche Pflanzen- und Tiervielfalt auf. Leider befindet es sich auf dem Rückzug.

Würde das extensive Grünland nicht mehr bewirtschaftet, würde es sukzessive verbuschen und verwalden und damit ganz verschwinden. Zur Erhaltung ist eine extensive Bewirtschaftung notwendig. Diese Ausgabe von Land & Raum will zeigen, wie das gehen kann!

Elisabeth Süßenbacher und Johanna Huber schreiben über den Wert der bunten Wiesen für die Tier- und Pflanzenwelt – bis zu 60 Pflanzenarten und bis zu 5.000 (!) Tierarten können in so einer „Muttertagswiese“ leben. Die Gründe für die Nutzungsaufgabe sind vor allem die schwere Bewirtschaftbarkeit (z.B. steile Lage), die mangelnde Arbeitszeit, aber auch der geringere Ertrag. Das Österreichische Agrarumweltprogramm (ÖPUL), das derzeit aktualisiert wird, hat die Erhaltung der Biodiversität mit unterschiedlichen Lösungsansätzen sehr stark im Focus.

Um gute Ideen zu verbreiten, zeigen wir zwei sehr positive Beispiele. Tanja Moser stellt uns ihren biologisch geführten „Hummelhof“ in Vorarlberg vor, auf dem sie Rinder und vor allem Ziegen hält. Diese liefern ihr wertvolles Haarkleid, das zu feiner Mohairwolle gefertigt und direkt vermarktet wird. Die kleinräumige Flächenstruktur und die meist steilen Hänge erfordern einen hohen Arbeitsaufwand beim Mähen. Das Ergebnis der sorgfältigen, extensiven Grünlandnutzung ist eine großartige Artenvielfalt. Am Betrieb der Familie Panhuber in Oberösterreich stehen die Streuobstwiesen im Mittelpunkt. Auch hier wird durch die Nutzung der Obstwiesen, auf denen Schafe gehalten werden, die Artenvielfalt geschützt und gefördert. Die Konsumentin und der Konsument trägt durch den Kauf der Obstsäfte, der fruchtigen Essigkreationen, von Senf, Schokolade, Apfelringen und vielem mehr dazu bei, die wertvollen Streuobstwiesen zu erhalten. Wertschöpfung und Wertschätzung sind die Schlüsselbegriffe!

Elisabeth Stöger ist Tierärztin und weiß, dass Kühe, Schafe und Ziegen das Futter auf der Weide nicht einfach wahllos fressen und dass sie nicht nur auf den Eiweiß- und Energiegehalt achten. Die Tiere haben besondere Vorlieben und Bedürfnisse und planen z.B. Gerbstoffe, enthalten im Großen Wiesenknopf oder im Wiesensalbei, in ihren „Speiseplan“ ein, weil diese Pflanzen u.a. entzündungshemmend wirken. Auch ätherische Öle und Bitterstoffe sind Heilmittel. Ein vielfältiger Pflanzenbestand, wie ihn die Tiere auf extensiven Wiesen finden, hat also eine positive Wirkung auf die Gesundheit der Pflanzenfresser.

Günter Jaritz berichtet u.a. über das Projekt „wild und kultiviert“ in Salzburg. Dort werden selten gewordene, artenreiche Blumenwiesen für die Gewinnung von regionalem Wiesensaatgut herangezogen. Auf ausgewählten „Sammlerflächen“ wird mit Hilfe von Bürstengeräten hochwertiges und vielfältiges Saatgut gewonnen, das dann auf anderen Grünflächen eingesetzt wird.

Dass die Zwergohreule Streuobstwiesen liebt, erzählt uns Kurt Grafl. Die kleinen Eulen starten in der Savannenzone Afrikas ihre Reise und landen im April zum Beispiel in den Streuobstwiesen im Bezirk Mattersburg, wo sie bis Ende August bleiben. In der Dämmerung kann man sie sehen bzw. vor allem hören – besonders in der Balzzeit geben sie alle paar Sekunden ein „Dju“ von sich. Warum sie sich extensive Streuobstwiesen aussuchen? Weil sie hier Bruthöhlen finden, weil kein Spritzmittel stört und weil das Insektenangebot reichhaltig und vielfältig ist. Den landwirtschaftlichen Betrieben, die Obstbäume nachpflanzen und die Wiesen mähen, kommt eine ganz besondere Funktion bei der Erhaltung unserer Artenvielfalt und Kulturlandschaft zu – das zeigen alle Beiträge in dieser Ausgabe von Land & Raum. Und das ist für die Gesellschaft von großem Wert und Wichtigkeit! Im Naturpark Weißensee zum Beispiel gehen über die Kurtaxe insgesamt rund 30.000 Euro im Jahr an die Betriebe, die ihre Wiesen entlang des Seeufers offen und durch den richtigen Mähzeitpunkt artenreich halten.

Im Nationalpark Thayatal gibt es entlang der Thaya und der Fügnitz wertvolle Feucht- und Fettwiesen, Magerwiesen und extensive Trockenwiesen sowie besonders gefährdete Standorte, wie z.B. Seggenrieder, die von Landwirtinnen und Landwirten schonend bewirtschaftet werden. Außerdem wird auch auf die Beweidung durch Schafe gesetzt. Wie man die Gäste im Curhaus in Bad Mühllacken mit Heublumenwickel verwöhnt und wie damit Schmerzen und Entzündungen gelindert werden können, schreibt Elisabeth Rabeder. Das Heft schließt mit einem Bericht zum Webinar „Tierhaltung im Extensivgrünland“ von Barbara Steurer.

 

Land & Raum Kunst & Kultur im ländlichen Raum

Die Winterausgabe von Land & Raum steht ganz im Zeichen von Kunst und Kultur im ländlichen Raum!

Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

Auf 40 Seiten gibt es folgende Beiträge:

Tourismus und Kultur im ländlichen Raum
Elisabeth Köstinger
# Kunstverein Eisenstadt # Einen Besuch wert
Peter Menasse
Kultur braucht Boden: das Kunstprojekt „Würmlas Wände“
Brigitte Rametsteiner
Musik in Schönbach
Franz Greif
„Kultur.pflanzen“ – Theaterpädagogik am Bauernhof
Brigitte Rametsteiner
Kulturvermittlung: eine Brücke zwischen kulturellem Erbe und Publikum
Helga Steinacher
Natur und Landwirtschaft – Quellen für meine künstlerische Inspiration
Karin Mosshammer
Entwicklungspotentiale der Kunst in ländlichen Regionen
Michael Groier, Karin Heinschink, Ingrid Machold, Georg Wiesinger
ART HOUSE PROJECT
Nora Demattio und Thomas Sailer
„DorfUni“ – ein neuer Bildungsansatz im ländlichen Raum
Brigitte K. Macaria im Gespräch mit Franz Nahrada
Das FAQ Bregenzerwald – ein Forum mit Festivalcharakter
Kornelia Zipper
Das Kultur- und Handwerkshaus in Ferlach
Monika Pegam, Susanne Aigner und Britt Egger
Bauen ist Kultur und schafft Raum für Kultur
Elsa Brunner
Über pannonische Baukultur & das Streckhof-Institut
Brigitte K. Macaria im Gespräch mit Klaus-Jürgen Bauer
Die Arbeitsgemeinschaft Ländlicher Raum
Franz Greif

EDITORIAL von Barbara Steurer

Es ist die Hoffnung, die den schiffbrüchigen Matrosen mitten im Meer veranlasst, mit seinen Armen zu rudern, obwohl kein Land in Sicht ist.“ Diese Erkenntnis hatte der römische Dichter Ovid zu Zeiten Christi Geburt und sie ist aktueller denn je.
Gerade in dieser schwierigen und unsicheren Zeit ist es wichtig, darauf zu vertrauen, dass wir schon bald wieder sicheres Land unter unseren Füßen verspüren, das Leben gemeinsam mit der Familie und unseren Freunden genießen und den neuen, kalten Begriff des „social distancing“ wieder vergessen werden.
Ganz genau in diesem Sinn ist auch die vorliegende Nummer mit dem Schwerpunkt „Kunst und Kultur im ländlichen Raum“ zu verstehen. Sie soll aufmerksam machen auf die zahlreichen kulturellen Aktivitäten, die der ländliche Raum anbietet und die wir dann – nach der hoffentlich bald überstandenen Krise – wieder uneingeschränkt und ohne Sicherheitsabstand „konsumieren“ dürfen, wie es uns die lebendigen Abbildungen in diesem Heft vorzeigen.

Im Einleitungsartikel spricht Bundes­ministerin Elisabeth Köstinger über die enge Verbindung zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Kultur und der gesellschaftlichen und touristischen Bedeutung, welche alte und neue Kulturinitiativen, die Kulinarik sowie die zahlreichen kleineren und größeren kulturellen Veranstaltungen im ländlichen Raum haben.
Kunst kann es nie genug geben“, davon sind nicht nur der Kulturverein Eisenstadt sowie die engagierten Betreiber des ebenfalls in Eisenstadt gelegenen „Art House Projects“ überzeugt, auch in den Beiträgen von Brigitte Rametsteiner über „Würmlas Wände 2019“ sowie das „Kunst.projekt zur Theaterpädagogik am Bauernhof“ kommt dies klar zum Ausdruck.
Damit Kunst und Kultur vom Publikum verstanden und angenommen werden, ist es jedoch auch wichtig, die Botschaften entsprechend zu transportieren. Dafür gibt es in Nieder­österreich den Lehrgang der Kulturvermittlung, über den Helga Steinbacher berichtet. Welche künstlerischen Inspirationen die Natur bietet, zeigt uns Karin Mosshammer. Als Landwirtin und Kunstfotografin macht sie die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft zum Thema ihrer ausdrucksstarken Bilder.
Kunst ist das Herz unserer Gesellschaft, bewegt sie uns, so bewegen wir uns“ steht am Beginn des Artikels von Michael Groier et.al. zu einem kürzlich gestarteten Forschungsprojekt der Bundes­anstalt für Agrarwirtschaft. U.a. soll dabei untersucht werden, ob künstlerische Projekte im ländlichen Raum einen Einfluss auf die Stabilisierung regionaler Strukturen haben.
Ein gelebtes Beispiel dafür ist das „Kultur- und Handwerkshaus Ferlach“, bei dem nicht nur alte Baukultur wieder in Wert gesetzt wurde, sondern welches einen kommunikativen Raum bietet, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen, um alte Kultur­techniken, wie etwa das Spinnen und Färben von Wolle, wieder­zubeleben, um so gemeinschaftlich „Neues erfahren und weitergeben“ zu können.
Ganz gleich, welche der zahlreichen in diesem Heft beschriebenen künstlerischen und kulturellen Aktivitäten, die im ländlichen Raum stattfinden, man betrachtet: Überall kommt klar zum Ausdruck, dass dabei der Mensch und seine Interaktionen mit anderen Menschen im Mittelpunkt stehen – und zwar in erster Linie analog und nicht digital.
Beginnen wir also alle gemeinsam, fest mit den Armen zu rudern, in der Überzeugung, dass das Land nicht mehr fern ist! Im Namen der Redaktion von Land und Raum wünsche ich Ihnen ein schönes, besinnliches und hoffnungsvolles Weihnachtsfest und das Allerbeste für 2021!

 

Land und Raum 03/2020 Wasser

lebenswichtig – erfrischend – unentbehrlich … Trink- und Brauchwasser, Quellwasser, Bodenwasser und Eis, Grundwasser, Süß- und Salzwasser, Niederschlag + Verdunstung, Bäche, Flüsse, Seen, Wasser als Betriebsmittel für die Landwirtschaft, als wichtiger Faktor für Erholung und Tourismus, Wasser als Lebensraum, Wasser + Klima, Wasserkraft als Energiequelle, Wasser als eines der wichtigsten Güter auf unserem Globus – in diesem Heft begegnet uns das Element Wasser in vielen Formen und Zuständen, Dimensionen und Zusammenhängen.
12 Beiträge auf 36 Seiten. Mehr lesen Sie hier.
Zum Einzelpreis von 5 Euro zu bestellen im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im ÖKL-Webshop

Land & Raum 3/2020 WASSER

lebenswichtig – erfrischend – unentbehrlich

Trink- und Brauchwasser, Quellwasser, Bodenwasser und Eis, Grundwasser, Süßwasser, Salzwasser, Niederschlag und Verdunstungswasser, Bäche, Flüsse, Seen, Wasser als Betriebsmittel für die Landwirtschaft, Wasser als wichtiger Faktor für die Erholung und für den Tourismus, Wasser als Lebensraum, Wasser und Klima, Wasserkraft als Energiequelle, Wasser als eines der wichtigsten Güter auf unserem Globus – in diesem Heft begegnet uns das Element Wasser in vielen Formen und Zuständen, Dimensionen und Zusammenhängen. Einmal zu viel und einmal zu wenig, einmal Lebens­grundlage, einmal Gefahr. Fest steht, dass Wasser für uns alle unentbehrlich ist!

12 Beiträge auf 36 Seiten

Zum Einzelpreis von 5 Euro zu bestellen im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im ÖKL-Webshop.

Zu Beginn werden wir von zwei ExpertInnen (Susanne Brandstetter und Ernst Überreiter) des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Tourismus und Regionen (BMLRT) in das große Thema Wasser eingeführt. Und wir begegnen dem Begriff „Wasserschatz Österreichs“. Es handelt sich um ein Projekt des BMLRT, das ergänzend zum Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) detaillierte Fachgrundlagen für die sektorale Planung und für Vorsorgemaßnahmen erarbeitet. Zentrale Fragestellungen sind die nutzbaren Grundwasserressourcen, der Wasserbedarf für Trinkwasserversorgung, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft sowie das Verhältnis zwischen Wasserbedarf und verfügbaren Grundwasserressourcen, also der Ausnutzungsgrad. Die Studie wird Ende des Jahres vorliegen, das Ministerium wird ausführlich darüber berichten. Etwas weiter hinten im Heft erfahren wir mehr über den Neptun Wasser­preis 2021.

Über Dürre- und Hitzeperioden, markante Niederschlagsereignisse, Klimavergangenheit und Klima­szenarien und -rechenmodelle schreibt Klaus Haslinger, Klima­experte der ZAMG. Auch wenn viele Unsicherheiten vorhanden sind, müsse man sich auf vielfältige Veränderungen im Klimasystem einstellen.
Johannes Grath, Experte für Grundwasser im Umweltbundesamt, informiert uns über das Grundwasser als wichtigste Trinkwasserressource in Österreich und über die vielen Messstellen und die strengen Kriterien für die Überwachung und den Schutz der Qualität und der Nutzung.

Gleich drei Beiträge schauen in diesem Heft ins Burgenland! Einmal geht es um die (Reste der) salzigen Lacken des Seewinkels, Überbleibsel aus der Eiszeit und deren ganz besondere Pflanzen- und Vogelwelt (Autor Alois Lang vom Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel). Tobias Schernhammer kennt sich mit dem kleinen Getier in den sogenannten Ackersutten gut aus. Unter anderem kommen in diesem besonderen Gewässertyp, den es nur selten und auch nur kurz gibt, Urzeitkrebse vor. Der Sommer-Schildkrebs, der immerhin zehn Zentimeter groß werden kann, ist eine der 16 Arten in Österreich. Ist die Ackersutte dann wieder trocken, können die Eier bis zu 20 Jahre im Trockenen überdauern. Der Beitrag auf der letzten Seite widmet sich einem Projekt, in dem es genau um diese „Lebensräume auf Zeit“ geht und das Maßnahmen entwickelt, um die Ackersutten im Burgenland zu erhalten und zu schützen – gemeinsam mit den GrundbesitzerInnen der bewirtschafteten Ackerflächen.

Lorenz Mayr ist Landwirt und Obmann des Vereins Boden.Leben, der „für den Boden kämpft“. Seine Überzeugung ist, dass das ständige Bedeckthalten von landwirtschaftlichen Böden Erosion und Trockenheit entgegen wirken kann. Sehr konkret zählt er Möglichkeiten für die Begrünungen auf, durch die Wasser viel besser im Boden gehalten werden kann. Auch für Maximilian Hardegg ist Wasser „mehr als ein Betriebsmittel“ und das große Thema im trockenen Seefeld. Er setzt auf eine vernünftige Fruchtfolge, auf Bewässerung und Wasserspeicher sowie auf Kulturlandschaftspflege.

Worauf man im eigenen Garten beim Umgang mit Wasser in Hinblick auf die Sicherheit der vielen Insekten, Vögel, Igel und anderen kleinen „Wildtiere“ achten soll, schreibt Karin Hein. Oft können ganz kleine Handgriffe oder Hilfsmittel sowie Achtsamkeit verhindern, dass z.B. eine Kröte im Pool ertrinkt oder ein Insekt aus einer Gießkanne nicht mehr heraus kann.

Den Abschluss bilden zwei Beiträge aus Wien: Zum einen die „Coolen Straßen“ (Anna Detzlhofer), die den StadtbewohnerInnen in einem heißen Sommer ein wenig Kühle und vor allem mehr Lebensqualität bringen. Zum anderen wird die Versorgung der Großstadt mit kristallklarem Trinkwasser kurz umrissen (Theresa Dienstl).

Um auch nur annähernd die vielfältigen Aspekte der Lebensgrundlage Wasser zu beleuchten, fehlt hier der Platz. Doch wir hoffen, Ihnen mit unserer Zeitschrift wieder ein bisschen Wissenswertes und Anregendes liefern zu können!
Bleiben Sie gesund!
Ihre Eva-Maria Munduch-Bader

Inhaltsverzeichnis:

Ressource Wasser in Österreich
Susanne Brandstetter
Trocken und heiß! Ein schöner Sommer, oder?
Ernst Überreiter
„Der Klimawandel ist bei uns angekommen!“ hörte man in letzter Zeit oft
Klaus Haslinger
Von Grund auf gutes Wasser
Johannes Grath
Ein Fenster nach Asien – die verbleibenden Lacken des Seewinkels
Alois Lang
Wasser(knappheit) in der Landwirtschaft
Lorenz Mayr
Wasser – mehr als nur ein Betriebsmittel
Maximilian Hardegg
Wer huscht denn da? Praxistipps zu Wasser und Wildtieren im Garten
Karin Hein
Ackersutten: Ein Lebensraum auf Zeit
Tobias Schernhammer
Neptun Wasserpreis 2021 – jetzt einreichen!
Susanne Brandstetter
Wiener Wasser
Theresa Dienstl
Wie cool ist denn diese Straße?!
Anna Detzlhofer und Sabine Dessovic