Land & Raum Extensives Grünland

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum widmet sich dem Extensiven Grünland – warum es für alle wertvoll ist und wie es in Wert gesetzt werden kann! Extensives Grünland weist eine besonders reiche Pflanzen- und Tiervielfalt auf. Leider befindet es sich auf dem Rückzug.
Elf Beiträge auf 32 Seiten.
Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

Mehr lesen Sie hier

Land & Raum Extensives Grünland

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum widmet sich dem Extensiven Grünland – warum es für alle wertvoll ist und wie es in Wert gesetzt werden kann!

11 Beiträge, 32 Seiten
Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

Wiesen und Weiden machen knapp 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Österreich aus, wobei die Almen nicht mitgezählt sind. Der Anteil an extensivem Grünland, also Grünland mit geringem Viehbesatz und wenig bzw. keiner Düngung sowie geringer Nutzungshäufigkeit, beträgt nur knapp 14 Prozent. Dieses extensive Grünland weist eine besonders reiche Pflanzen- und Tiervielfalt auf. Leider befindet es sich auf dem Rückzug.

Würde das extensive Grünland nicht mehr bewirtschaftet, würde es sukzessive verbuschen und verwalden und damit ganz verschwinden. Zur Erhaltung ist eine extensive Bewirtschaftung notwendig. Diese Ausgabe von Land & Raum will zeigen, wie das gehen kann!

Auf 32 Seiten gibt es elf Beiträge:

Über den Wert artenreicher Wiesenflächen 
Elisabeth Süßenbacher

Starker Rückgang der bunten Muttertagswiesen     
Johanna Huber

Der vielfältige Hummelhof in Vorarlberg      
Tanja Moser

Über den Gesundheitswert von extensiven Wiesen
Elisabeth Stöger

Nicht was sich rechnet, ist gut, sondern was gut ist, muss sich rechnen  
Sandra und Andreas Panhuber

Regionale genetische Vielfalt in Wert gesetzt!
Günter Jaritz

Die Zwergohreule – Otus scops – ein  Brutvogel unserer Streuobstwiesen          
Kurt Grafl

Wiesenpflege im Nationalpark Thayatal
Christian Übl

Kulturlandschafts-Erhaltungsprogramm im Naturpark Weißensee
Robert Heuberger

Heilsam und entspannend – in duftendes Heu gewickelt
Elisabeth Rabeder

Biodiversität rechnet sich – Tierhaltung im Extensivgrünland        
Barbara Steurer

EDITORIAL von Eva-Maria Munduch-Bader

Wiesen und Weiden machen knapp 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Österreich aus, wobei die Almen nicht mitgezählt sind. Der Anteil an extensivem Grünland, also Grünland mit geringem Viehbesatz und wenig bzw. keiner Düngung sowie geringer Nutzungshäufigkeit, beträgt nur knapp 14 Prozent. Dieses extensive Grünland weist eine besonders reiche Pflanzen- und Tiervielfalt auf. Leider befindet es sich auf dem Rückzug.

Würde das extensive Grünland nicht mehr bewirtschaftet, würde es sukzessive verbuschen und verwalden und damit ganz verschwinden. Zur Erhaltung ist eine extensive Bewirtschaftung notwendig. Diese Ausgabe von Land & Raum will zeigen, wie das gehen kann!

Elisabeth Süßenbacher und Johanna Huber schreiben über den Wert der bunten Wiesen für die Tier- und Pflanzenwelt – bis zu 60 Pflanzenarten und bis zu 5.000 (!) Tierarten können in so einer „Muttertagswiese“ leben. Die Gründe für die Nutzungsaufgabe sind vor allem die schwere Bewirtschaftbarkeit (z.B. steile Lage), die mangelnde Arbeitszeit, aber auch der geringere Ertrag. Das Österreichische Agrarumweltprogramm (ÖPUL), das derzeit aktualisiert wird, hat die Erhaltung der Biodiversität mit unterschiedlichen Lösungsansätzen sehr stark im Focus.

Um gute Ideen zu verbreiten, zeigen wir zwei sehr positive Beispiele. Tanja Moser stellt uns ihren biologisch geführten „Hummelhof“ in Vorarlberg vor, auf dem sie Rinder und vor allem Ziegen hält. Diese liefern ihr wertvolles Haarkleid, das zu feiner Mohairwolle gefertigt und direkt vermarktet wird. Die kleinräumige Flächenstruktur und die meist steilen Hänge erfordern einen hohen Arbeitsaufwand beim Mähen. Das Ergebnis der sorgfältigen, extensiven Grünlandnutzung ist eine großartige Artenvielfalt. Am Betrieb der Familie Panhuber in Oberösterreich stehen die Streuobstwiesen im Mittelpunkt. Auch hier wird durch die Nutzung der Obstwiesen, auf denen Schafe gehalten werden, die Artenvielfalt geschützt und gefördert. Die Konsumentin und der Konsument trägt durch den Kauf der Obstsäfte, der fruchtigen Essigkreationen, von Senf, Schokolade, Apfelringen und vielem mehr dazu bei, die wertvollen Streuobstwiesen zu erhalten. Wertschöpfung und Wertschätzung sind die Schlüsselbegriffe!

Elisabeth Stöger ist Tierärztin und weiß, dass Kühe, Schafe und Ziegen das Futter auf der Weide nicht einfach wahllos fressen und dass sie nicht nur auf den Eiweiß- und Energiegehalt achten. Die Tiere haben besondere Vorlieben und Bedürfnisse und planen z.B. Gerbstoffe, enthalten im Großen Wiesenknopf oder im Wiesensalbei, in ihren „Speiseplan“ ein, weil diese Pflanzen u.a. entzündungshemmend wirken. Auch ätherische Öle und Bitterstoffe sind Heilmittel. Ein vielfältiger Pflanzenbestand, wie ihn die Tiere auf extensiven Wiesen finden, hat also eine positive Wirkung auf die Gesundheit der Pflanzenfresser.

Günter Jaritz berichtet u.a. über das Projekt „wild und kultiviert“ in Salzburg. Dort werden selten gewordene, artenreiche Blumenwiesen für die Gewinnung von regionalem Wiesensaatgut herangezogen. Auf ausgewählten „Sammlerflächen“ wird mit Hilfe von Bürstengeräten hochwertiges und vielfältiges Saatgut gewonnen, das dann auf anderen Grünflächen eingesetzt wird.

Dass die Zwergohreule Streuobstwiesen liebt, erzählt uns Kurt Grafl. Die kleinen Eulen starten in der Savannenzone Afrikas ihre Reise und landen im April zum Beispiel in den Streuobstwiesen im Bezirk Mattersburg, wo sie bis Ende August bleiben. In der Dämmerung kann man sie sehen bzw. vor allem hören – besonders in der Balzzeit geben sie alle paar Sekunden ein „Dju“ von sich. Warum sie sich extensive Streuobstwiesen aussuchen? Weil sie hier Bruthöhlen finden, weil kein Spritzmittel stört und weil das Insektenangebot reichhaltig und vielfältig ist. Den landwirtschaftlichen Betrieben, die Obstbäume nachpflanzen und die Wiesen mähen, kommt eine ganz besondere Funktion bei der Erhaltung unserer Artenvielfalt und Kulturlandschaft zu – das zeigen alle Beiträge in dieser Ausgabe von Land & Raum. Und das ist für die Gesellschaft von großem Wert und Wichtigkeit! Im Naturpark Weißensee zum Beispiel gehen über die Kurtaxe insgesamt rund 30.000 Euro im Jahr an die Betriebe, die ihre Wiesen entlang des Seeufers offen und durch den richtigen Mähzeitpunkt artenreich halten.

Im Nationalpark Thayatal gibt es entlang der Thaya und der Fügnitz wertvolle Feucht- und Fettwiesen, Magerwiesen und extensive Trockenwiesen sowie besonders gefährdete Standorte, wie z.B. Seggenrieder, die von Landwirtinnen und Landwirten schonend bewirtschaftet werden. Außerdem wird auch auf die Beweidung durch Schafe gesetzt. Wie man die Gäste im Curhaus in Bad Mühllacken mit Heublumenwickel verwöhnt und wie damit Schmerzen und Entzündungen gelindert werden können, schreibt Elisabeth Rabeder. Das Heft schließt mit einem Bericht zum Webinar „Tierhaltung im Extensivgrünland“ von Barbara Steurer.

 

Land & Raum Kunst & Kultur im ländlichen Raum

Die Winterausgabe von Land & Raum steht ganz im Zeichen von Kunst und Kultur im ländlichen Raum!

Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

Auf 40 Seiten gibt es folgende Beiträge:

Tourismus und Kultur im ländlichen Raum
Elisabeth Köstinger
# Kunstverein Eisenstadt # Einen Besuch wert
Peter Menasse
Kultur braucht Boden: das Kunstprojekt „Würmlas Wände“
Brigitte Rametsteiner
Musik in Schönbach
Franz Greif
„Kultur.pflanzen“ – Theaterpädagogik am Bauernhof
Brigitte Rametsteiner
Kulturvermittlung: eine Brücke zwischen kulturellem Erbe und Publikum
Helga Steinacher
Natur und Landwirtschaft – Quellen für meine künstlerische Inspiration
Karin Mosshammer
Entwicklungspotentiale der Kunst in ländlichen Regionen
Michael Groier, Karin Heinschink, Ingrid Machold, Georg Wiesinger
ART HOUSE PROJECT
Nora Demattio und Thomas Sailer
„DorfUni“ – ein neuer Bildungsansatz im ländlichen Raum
Brigitte K. Macaria im Gespräch mit Franz Nahrada
Das FAQ Bregenzerwald – ein Forum mit Festivalcharakter
Kornelia Zipper
Das Kultur- und Handwerkshaus in Ferlach
Monika Pegam, Susanne Aigner und Britt Egger
Bauen ist Kultur und schafft Raum für Kultur
Elsa Brunner
Über pannonische Baukultur & das Streckhof-Institut
Brigitte K. Macaria im Gespräch mit Klaus-Jürgen Bauer
Die Arbeitsgemeinschaft Ländlicher Raum
Franz Greif

EDITORIAL von Barbara Steurer

Es ist die Hoffnung, die den schiffbrüchigen Matrosen mitten im Meer veranlasst, mit seinen Armen zu rudern, obwohl kein Land in Sicht ist.“ Diese Erkenntnis hatte der römische Dichter Ovid zu Zeiten Christi Geburt und sie ist aktueller denn je.
Gerade in dieser schwierigen und unsicheren Zeit ist es wichtig, darauf zu vertrauen, dass wir schon bald wieder sicheres Land unter unseren Füßen verspüren, das Leben gemeinsam mit der Familie und unseren Freunden genießen und den neuen, kalten Begriff des „social distancing“ wieder vergessen werden.
Ganz genau in diesem Sinn ist auch die vorliegende Nummer mit dem Schwerpunkt „Kunst und Kultur im ländlichen Raum“ zu verstehen. Sie soll aufmerksam machen auf die zahlreichen kulturellen Aktivitäten, die der ländliche Raum anbietet und die wir dann – nach der hoffentlich bald überstandenen Krise – wieder uneingeschränkt und ohne Sicherheitsabstand „konsumieren“ dürfen, wie es uns die lebendigen Abbildungen in diesem Heft vorzeigen.

Im Einleitungsartikel spricht Bundes­ministerin Elisabeth Köstinger über die enge Verbindung zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Kultur und der gesellschaftlichen und touristischen Bedeutung, welche alte und neue Kulturinitiativen, die Kulinarik sowie die zahlreichen kleineren und größeren kulturellen Veranstaltungen im ländlichen Raum haben.
Kunst kann es nie genug geben“, davon sind nicht nur der Kulturverein Eisenstadt sowie die engagierten Betreiber des ebenfalls in Eisenstadt gelegenen „Art House Projects“ überzeugt, auch in den Beiträgen von Brigitte Rametsteiner über „Würmlas Wände 2019“ sowie das „Kunst.projekt zur Theaterpädagogik am Bauernhof“ kommt dies klar zum Ausdruck.
Damit Kunst und Kultur vom Publikum verstanden und angenommen werden, ist es jedoch auch wichtig, die Botschaften entsprechend zu transportieren. Dafür gibt es in Nieder­österreich den Lehrgang der Kulturvermittlung, über den Helga Steinbacher berichtet. Welche künstlerischen Inspirationen die Natur bietet, zeigt uns Karin Mosshammer. Als Landwirtin und Kunstfotografin macht sie die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft zum Thema ihrer ausdrucksstarken Bilder.
Kunst ist das Herz unserer Gesellschaft, bewegt sie uns, so bewegen wir uns“ steht am Beginn des Artikels von Michael Groier et.al. zu einem kürzlich gestarteten Forschungsprojekt der Bundes­anstalt für Agrarwirtschaft. U.a. soll dabei untersucht werden, ob künstlerische Projekte im ländlichen Raum einen Einfluss auf die Stabilisierung regionaler Strukturen haben.
Ein gelebtes Beispiel dafür ist das „Kultur- und Handwerkshaus Ferlach“, bei dem nicht nur alte Baukultur wieder in Wert gesetzt wurde, sondern welches einen kommunikativen Raum bietet, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen, um alte Kultur­techniken, wie etwa das Spinnen und Färben von Wolle, wieder­zubeleben, um so gemeinschaftlich „Neues erfahren und weitergeben“ zu können.
Ganz gleich, welche der zahlreichen in diesem Heft beschriebenen künstlerischen und kulturellen Aktivitäten, die im ländlichen Raum stattfinden, man betrachtet: Überall kommt klar zum Ausdruck, dass dabei der Mensch und seine Interaktionen mit anderen Menschen im Mittelpunkt stehen – und zwar in erster Linie analog und nicht digital.
Beginnen wir also alle gemeinsam, fest mit den Armen zu rudern, in der Überzeugung, dass das Land nicht mehr fern ist! Im Namen der Redaktion von Land und Raum wünsche ich Ihnen ein schönes, besinnliches und hoffnungsvolles Weihnachtsfest und das Allerbeste für 2021!

 

Land und Raum 03/2020 Wasser

lebenswichtig – erfrischend – unentbehrlich … Trink- und Brauchwasser, Quellwasser, Bodenwasser und Eis, Grundwasser, Süß- und Salzwasser, Niederschlag + Verdunstung, Bäche, Flüsse, Seen, Wasser als Betriebsmittel für die Landwirtschaft, als wichtiger Faktor für Erholung und Tourismus, Wasser als Lebensraum, Wasser + Klima, Wasserkraft als Energiequelle, Wasser als eines der wichtigsten Güter auf unserem Globus – in diesem Heft begegnet uns das Element Wasser in vielen Formen und Zuständen, Dimensionen und Zusammenhängen.
12 Beiträge auf 36 Seiten. Mehr lesen Sie hier.
Zum Einzelpreis von 5 Euro zu bestellen im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im ÖKL-Webshop

Land & Raum 3/2020 WASSER

lebenswichtig – erfrischend – unentbehrlich

Trink- und Brauchwasser, Quellwasser, Bodenwasser und Eis, Grundwasser, Süßwasser, Salzwasser, Niederschlag und Verdunstungswasser, Bäche, Flüsse, Seen, Wasser als Betriebsmittel für die Landwirtschaft, Wasser als wichtiger Faktor für die Erholung und für den Tourismus, Wasser als Lebensraum, Wasser und Klima, Wasserkraft als Energiequelle, Wasser als eines der wichtigsten Güter auf unserem Globus – in diesem Heft begegnet uns das Element Wasser in vielen Formen und Zuständen, Dimensionen und Zusammenhängen. Einmal zu viel und einmal zu wenig, einmal Lebens­grundlage, einmal Gefahr. Fest steht, dass Wasser für uns alle unentbehrlich ist!

12 Beiträge auf 36 Seiten

Zum Einzelpreis von 5 Euro zu bestellen im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im ÖKL-Webshop.

Zu Beginn werden wir von zwei ExpertInnen (Susanne Brandstetter und Ernst Überreiter) des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Tourismus und Regionen (BMLRT) in das große Thema Wasser eingeführt. Und wir begegnen dem Begriff „Wasserschatz Österreichs“. Es handelt sich um ein Projekt des BMLRT, das ergänzend zum Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) detaillierte Fachgrundlagen für die sektorale Planung und für Vorsorgemaßnahmen erarbeitet. Zentrale Fragestellungen sind die nutzbaren Grundwasserressourcen, der Wasserbedarf für Trinkwasserversorgung, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft sowie das Verhältnis zwischen Wasserbedarf und verfügbaren Grundwasserressourcen, also der Ausnutzungsgrad. Die Studie wird Ende des Jahres vorliegen, das Ministerium wird ausführlich darüber berichten. Etwas weiter hinten im Heft erfahren wir mehr über den Neptun Wasser­preis 2021.

Über Dürre- und Hitzeperioden, markante Niederschlagsereignisse, Klimavergangenheit und Klima­szenarien und -rechenmodelle schreibt Klaus Haslinger, Klima­experte der ZAMG. Auch wenn viele Unsicherheiten vorhanden sind, müsse man sich auf vielfältige Veränderungen im Klimasystem einstellen.
Johannes Grath, Experte für Grundwasser im Umweltbundesamt, informiert uns über das Grundwasser als wichtigste Trinkwasserressource in Österreich und über die vielen Messstellen und die strengen Kriterien für die Überwachung und den Schutz der Qualität und der Nutzung.

Gleich drei Beiträge schauen in diesem Heft ins Burgenland! Einmal geht es um die (Reste der) salzigen Lacken des Seewinkels, Überbleibsel aus der Eiszeit und deren ganz besondere Pflanzen- und Vogelwelt (Autor Alois Lang vom Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel). Tobias Schernhammer kennt sich mit dem kleinen Getier in den sogenannten Ackersutten gut aus. Unter anderem kommen in diesem besonderen Gewässertyp, den es nur selten und auch nur kurz gibt, Urzeitkrebse vor. Der Sommer-Schildkrebs, der immerhin zehn Zentimeter groß werden kann, ist eine der 16 Arten in Österreich. Ist die Ackersutte dann wieder trocken, können die Eier bis zu 20 Jahre im Trockenen überdauern. Der Beitrag auf der letzten Seite widmet sich einem Projekt, in dem es genau um diese „Lebensräume auf Zeit“ geht und das Maßnahmen entwickelt, um die Ackersutten im Burgenland zu erhalten und zu schützen – gemeinsam mit den GrundbesitzerInnen der bewirtschafteten Ackerflächen.

Lorenz Mayr ist Landwirt und Obmann des Vereins Boden.Leben, der „für den Boden kämpft“. Seine Überzeugung ist, dass das ständige Bedeckthalten von landwirtschaftlichen Böden Erosion und Trockenheit entgegen wirken kann. Sehr konkret zählt er Möglichkeiten für die Begrünungen auf, durch die Wasser viel besser im Boden gehalten werden kann. Auch für Maximilian Hardegg ist Wasser „mehr als ein Betriebsmittel“ und das große Thema im trockenen Seefeld. Er setzt auf eine vernünftige Fruchtfolge, auf Bewässerung und Wasserspeicher sowie auf Kulturlandschaftspflege.

Worauf man im eigenen Garten beim Umgang mit Wasser in Hinblick auf die Sicherheit der vielen Insekten, Vögel, Igel und anderen kleinen „Wildtiere“ achten soll, schreibt Karin Hein. Oft können ganz kleine Handgriffe oder Hilfsmittel sowie Achtsamkeit verhindern, dass z.B. eine Kröte im Pool ertrinkt oder ein Insekt aus einer Gießkanne nicht mehr heraus kann.

Den Abschluss bilden zwei Beiträge aus Wien: Zum einen die „Coolen Straßen“ (Anna Detzlhofer), die den StadtbewohnerInnen in einem heißen Sommer ein wenig Kühle und vor allem mehr Lebensqualität bringen. Zum anderen wird die Versorgung der Großstadt mit kristallklarem Trinkwasser kurz umrissen (Theresa Dienstl).

Um auch nur annähernd die vielfältigen Aspekte der Lebensgrundlage Wasser zu beleuchten, fehlt hier der Platz. Doch wir hoffen, Ihnen mit unserer Zeitschrift wieder ein bisschen Wissenswertes und Anregendes liefern zu können!
Bleiben Sie gesund!
Ihre Eva-Maria Munduch-Bader

Inhaltsverzeichnis:

Ressource Wasser in Österreich
Susanne Brandstetter
Trocken und heiß! Ein schöner Sommer, oder?
Ernst Überreiter
„Der Klimawandel ist bei uns angekommen!“ hörte man in letzter Zeit oft
Klaus Haslinger
Von Grund auf gutes Wasser
Johannes Grath
Ein Fenster nach Asien – die verbleibenden Lacken des Seewinkels
Alois Lang
Wasser(knappheit) in der Landwirtschaft
Lorenz Mayr
Wasser – mehr als nur ein Betriebsmittel
Maximilian Hardegg
Wer huscht denn da? Praxistipps zu Wasser und Wildtieren im Garten
Karin Hein
Ackersutten: Ein Lebensraum auf Zeit
Tobias Schernhammer
Neptun Wasserpreis 2021 – jetzt einreichen!
Susanne Brandstetter
Wiener Wasser
Theresa Dienstl
Wie cool ist denn diese Straße?!
Anna Detzlhofer und Sabine Dessovic

Land & Raum 2 2020 Lebensfreude

Die frühsommerliche Ausgabe von Land & Raum widmet sich mit Leidenschaft der Lebensfreude!
Das Thema stand lange vor Corona fest und wir wollten keinesfalls daran rütteln!

28 Seiten, 9 Beiträge, zum Einzelpreis von 5 Euro zu bestellen im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im ÖKL-Webshop.

Die vergangenen Wochen haben uns vor Augen geführt, wie eng die Lebensfreude mit dem Tätig­sein für sich und andere, aber auch mit der Bewegung in der Natur verknüpft ist.
Deshalb freut es uns besonders, Ihnen am Übergang von einer Phase des Stillstands hin zu einer (neuen) Betriebsamkeit die aktuelle Ausgabe mit dem Titel „Lebensfreude“ vorlegen zu dürfen.

In insgesamt neun Beiträgen schildern die Autorinnen und Autoren, was Lebensfreude für sie bedeutet. Sie erzählen von glücklichen Fügungen und günstigen Konstellationen, die sie auf dem Weg zum Lebensglück unterstütz(t)en, und von den Risiken, die sie bereit waren, einzugehen. Und immer wieder weisen sie darauf hin, dass es – um es mit den Worten Albert Schweitzers zu sagen – möglich ist, Glück zu verdoppeln, wenn man es teilt.

So berichtet im ersten Beitrag Anita Fürtbauer, Lehrerin und Bäuerin in Oberösterreich, von ihrem (Lebens-)Weg hin zur Lebensfreude, die sie in der Verbindung von körperlicher und geistiger Arbeit sieht. Dabei betont sie die Bedeutung von Neugier, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, den Mut zum Risiko und die Bedeutung der Familie als Rückhalt.

Danach macht sich Franz Greif Gedanken über Lebensfreude als Staatsziel. Am Beispiel des Königreichs Bhutan reflektiert er über den Sinn des sogenannten Brutto­sozialglücks als Messinstrument für die Lebenszufriedenheit einer Bevölkerung. Um die Ganzheitlichkeit dieses Ansatzes zu verstehen, lädt er zu einem Streifzug durch die Geschichte der Wohlstands­messung aus der Sicht der Wirtschafts­wissenschaften ein.

Margrit De Colle wiederum findet ihre Lebensfreude darin, dem Glück in Form von Blumen beim Wachsen zuzusehen. Zu diesem Zweck hat sie einen Maisacker in der Südoststeiermark in eine bunte Blumenwiese umgewandelt, wo Blumen unter natürlichen Bedingungen gedeihen. So wie ihr Projekt.

Danach knüpft Franz Greif an seinen ersten Beitrag an und stellt zwölf Alternativen zur wirtschaftlichen Gesamtrechnung vor. Das Besondere dabei ist die knappe und doch umfassende Darstellung der Idee, des Ziels und der Methodik der einzelnen Ansätze.

Im darauf folgenden Beitrag von Andreas Panhuber schildert dieser seine Liebe zur Streuobstwiese als zentrales Element der Kultur­landschaft. In Zell an der Pram lebt, arbeitet und wirtschaftet er im Kreislauf der Natur – unterstützt von seiner Familie. Dabei zeigt er die Herausforderungen einer natürlichen Wirtschaftsweise und die Abhängigkeit von der Nachfrage nach den erzeugten Produkten auf. Zum Abschluss legt er in acht Punkten dar, warum das Wirtschaften im Kreislauf der Natur Sinn macht.

Für Iris Putz wiederum bedeutet Lebensfreude, am Aufbau einer inklusiven Gesellschaft mitzuarbeiten. Dies tut sie im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit bei der Lebens­hilfe in Oberösterreich. Sie zeigt auf, dass jeder Mensch unabhängig von seinen intellektuellen Fähigkeiten im Stande ist, durch eine für ihn sinnvolle Tätigkeit Lebensfreude zu finden. Dafür sind sowohl ein geschützter Rahmen als auch die Verbindung zur „Mitwelt“ unerlässlich.

Dass alles mit allem zusammenhängt, weiß auch Anne Jagenbrein aus Leithaprodersdorf. Ihr persönlicher Weg zur Lebensfreude hat sie von der Stadt aufs Land geführt, wo sie einen ehemaligen Bauernhof gekauft und in einen Yoga-Hof umgewandelt hat. Geduld, das Gespür für das, was es vor Ort braucht, und das Glück, im richtigen Moment die richtigen Wegbegleiter zur Seite zu haben, identifiziert sie als unabdingbar für ihren Erfolg.

Durch Zufall hingegen hat Hannes Buchinger zum Lebensglück gefunden. Seit zehn Jahren verbringt er die Sommer auf einer Kärntner Alm. Mit Liebe zum Detail beschreibt er den Tagesablauf und die harte Arbeit in luftigen Höhen. Einmal Alm, immer Alm – ist er überzeugt und dankbar dafür, wechselweise ein einfaches Leben da oben und ein komfortables Leben unten in der Stadt führen zu dürfen.

Leben ohne Atmen ist unmöglich. Im abschließenden Beitrag geht es um das Einatmen der Atmosphäre des Waldes. „Waldbaden“ heißt das Erfahren der wohltuenden Wirkungen des Waldes, das als gesundheits­fördernde Maßnahme in der Tradi­tionellen Europäischen Medizin schon lange bekannt ist. Die Inhalte des entsprechenden Lehrgangs werden in diesem Beitrag vorgestellt.

Möge Ihnen dieses Heft viel Freude bereiten!
Tatjana Fischer
im Namen des Redaktionsteams

(Editorial)

INHALT:

Mit LeichtSINN leben – vom Alltag mit einem bunten Kopf
Anita Fürtbauer
Lebensfreude als Staatsziel und das Bruttosozialglück
Franz Greif
Ich bin eine Blumenpflückerin
Margrit De Colle
Alternativen zur wirtschaftlichen Gesamtrechnung
Franz Greif
Sag Hallo zur Streuobstwiese und zur Lebensfreude
Andreas Panhuber
Lebenshilfe: Ein Hotspot der Lebensfreude
Iris Punz
Lebensfreude und Yoga
Anne Jagenbrein
Von der Lebensfreude auf der Alm
Hannes Buchinger
Die Kraft des Waldes nutzbar machen
LFI Oberösterreich

Weiters:
Hinweise und Tipps
Ergänzung zur letzten Ausgabe von Land & Raum „Freilichtmuseen“

Land & Raum 2020/1 Freilichtmuseen

Das Frühlingsheft widmet sich den Freilichtmuseen und dem Leben in früheren Zeiten! Auf 32 Seiten bieten wir Ihnen 6 Portraits von Freilichtmuseen in Österreich und in der Schweiz und vieles mehr!

32 Seiten, Preis: 5 Euro, zu bestellen im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

Lesen Sie HIER mehr!

Land & Raum 1/2020 Freilichtmuseen

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum ist fertig! Der Schwerpunkt liegt diesmal auf den Freilichtmuseen – vom Leben in früheren Zeiten!

32 Seiten, Preis: 5 Euro, zu bestellen im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

Freilichtmuseen zählen seit rund 130 Jahren zu den beliebtesten Museen und ermöglichen Besucherinnen und Besuchern eine Art „Zeitreise für alle Sinne mit edukativem Mehrwert“. – Dieser Satz von Veronika Plöckinger-Walenta leitet hervorragend in unser Thema der Frühlingsausgabe von Land & Raum ein. Es geht um oft schon fast verschwundene, aber noch nicht vergessene Welten, um das ländliche und bäuerliche Leben in früheren Zeiten, um historische Gebäude, Geräte und Gewänder, aber auch um das Dorfleben, um Gewohnheiten und den meist sehr harten Arbeits­alltag.
Nach dem einleitenden Beitrag der oben genannten Expertin, der den Ursprung der Freilichtmuseen Ende des 19. Jahrhunderts in Skandinavien, deren Entwicklung und deren Hauptaufgaben beleuchtet, stellen wir fünf Freilichtmuseen in Österreich und eines in der Schweiz vor. Weiters bieten wir einen Beitrag über den privaten Schoberhof mit offenen Türen und einen über grenzüberschreitende Kulturgüter mit Schwerpunkt Kozolci, markante Heurechen, die in Kärnten „Käsn“ genannt werden.

Das Freilichtmuseum Stübing in der Steiermark zählt sicherlich zu den bekanntesten. Im „Tal der Geschichte(n)“ sind hundert historische Bauten aus allen Bundesländern und aus sechs Jahrhunderten zu sehen, eingebettet in ein riesengroßes Naturschutzgebiet. Zu den Highlights gehören die Waldsiedlung, die das sehr ärmliche Leben der Holzknechte und Köhler zeigt, die fünf Getreidemühlen oder das historische Sägewerk.

In Kramsach lädt das Museum Tiroler Bauernhöfe die neugierigen Besucherinnen und Besucher ein, sich die Gebäude aus den verschiedenen Talschaften Tirols anzusehen. Die „Museumsmaus“ hilft mit, gemeinsam mit Kindern spielerisch die Uhr zurückzudrehen. Die Veranschaulichung der alten Brandenburger Holztrift, einer der größten in Mitteleuropa, macht den Transport tonnenschwerer Holzstämme über das Wasser nachvollziehbar.

Das Besondere am Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain ist nicht nur das Bewahren historischer Anlagen auf immerhin 50 ha Museumsareal, sondern auch das Nachdenken über die Zukunft. Was soll der Nachwelt erhalten werden und wie? Welche gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflussen das Museum? Ein neues Besucher­zentrum soll ein Zeichen für die Offen­heit sein, Bibliothek und Archive sollen transparenter und zugänglicher werden.

Das Museumsdorf Niedersulz lädt zu einem Spaziergang in ein typi­sches Weinviertler Dorf ein, Blumen- und Kräutergärten sowie 400 alte Obstbaumsorten machen das Gelände besonders ansprechend und bunt. KulturvermittlerInnen und HandwerkerInnen zeigen an Themen­tagen das dörfliche Leben anno dazumal.

Auch im Dorfmuseum Mönchhof im Burgenland – hier gibt es sogar eine Kirche! – kann man in die Häuser eintreten und Volkskultur pur erleben. Entstanden ist die Anlage aus einer kleinen Privatsammlung, heute stehen dort 35 Häuser, die alle aus dem Heideboden, dem „Hoadboden“ im Seewinkel des Neusiedler Sees, stammen.

Ein Beispiel aus der Schweiz stellen wir ebenfalls vor, das Freilichtmuseum Ballenberg östlich des Brienzersees. Neben den über 100 baulichen Objekten, für die man schon einen ganzen Tag einplanen soll, trifft man hier auch auf alte Nutztierrassen. Das Thema Brot wird großgeschrieben, zurückzuführen u.a. auf die Kooperation mit der Stiftung Brotkultur Schweiz. In der Bäckerei werden 22.000 Holz­ofenbrote im Jahr gebacken und verkauft. Ebenso können die in der Hutmacherwerkstatt hergestellten Hüte erworben werden!

In den roten Kästen können Sie zu jedem Freilichtmuseum die Öffnungszeiten und den Veranstaltungskalender nachlesen. Es gibt viele Feste und Themenschwerpunkte, Handwerkertage, Musik- und Literaturveranstaltungen, besondere Programme für Kinder und SchülerInnen sowie auch Kurse, so zum Beispiel zur Errichtung von Trocken­steinmauern oder zum Löffel­schnitzen.
Leider müssen wir darauf hin­weisen, dass die Termine der Eröffnungsfeiern und Veranstaltungen mit Rücksicht auf die aktuellen Entwicklungen zu sehen sind. Bitte informieren Sie sich direkt bei den Freilichtmuseen, z.B. auf den Webseiten, die insgesamt sehr zu empfehlen sind!
(Editorial von Eva-Maria Munduch-Bader)

Inhaltsverzeichnis:

Geschichte, Entwicklung und Aufgaben von Freilichtmuseen in Europa
Veronika Plöckinger-Walenta
Zeitzeugen eines zeitlosen Wissens im Freilichtmuseum Stübing
Egbert Pöttler
Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach – ein spannender Ausflug in die Vergangenheit
Gabriele Grießenböck
Kozolci und andere grenzüberschreitende Kulturgüter
Arthur Spiegler
„Museum, das sind wir alle!“ – ein Blick in das Salzburger Freilichtmuseum, Großgmain
Brigitte K. Macaria im Gespräch mit Michael Weese
Weinviertler Museumsdorf Niedersulz
Veronika Plöckinger-Walenta
Der Schoberhof in Großriedenthal
Franz und Gerhild Perlaki
Dorfmuseum Mönchhof – gelebte Tradition
Dorfmuseum Mönchhof
Ballenberg: An uns kommen Sie nicht vorbei!
Brigitte K. Macaria