Land & Raum Landtechnik 2040 – Wohin geht die Reise?

Die Herbstausgabe unserer Zeitschrift Land & Raum ist eine ergänzte Nachlese zum landtechnischen Kolloquium des ÖKL, das im Juni 2022 in Wieselburg stattfand, und geht der Frage nach, wohin die Reise in der Landtechnik in den nächsten Jahrzehnten gehen wird.

32 Seiten, Einzelpreis 5 Euro (exkl. Versandkosten)

Zu bestellen unter 01/505 18 91, office@oekl.at und im Webshop.

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Land & Raum: Landtechnik 2040 – Wohin geht die Reise?

Die Herbstausgabe unserer Zeitschrift Land & Raum ist eine ergänzte Nachlese zum landtechnischen Kolloquium des ÖKL, das im Juni 2022 in Wieselburg stattfand.

32 Seiten, Einzelpreis 5 Euro (exkl. Versandkosten)

Zu bestellen unter 01/505 18 91, office@oekl.at und im Webshop.

Eingebettet in die Fest- und Fachveranstaltungen „75 Jahre Landtechnische Forschung und Prüfung in Wieselburg“ von 7. bis 10. Juni 2022 fand das landtechnische Kolloquium des Österreichischen Kuratoriums für Landtechnik und Land­entwicklung (ÖKL) statt, an dem ca. 120 Personen teilnahmen. Die Herbstausgabe von Land & Raum bereitet die wichtigsten Themen auf!
Das Thema des Kolloquiums am Mittwoch, 8. Juni 2022, lautete „Landtechnik 2040 – Wohin geht die Reise?“ und es wurde ein Blick in die fernere Zukunft der Landtechnik gewagt.
Im ersten Teil der Veranstaltung wurden nach einem kurzen Rückblick auf die vergangenen 60 Jahre Landtechnik die aktuellen Themen der landtechnischen Forschung aufgezeigt, um dann im zweiten Teil zuerst mögliche Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft im Jahr 2040 abzustecken und danach zu erörtern, was das für die Landtechnik bedeuten könnte. Die wichtigsten Referenten: Heinrich Prankl vom Josephinum Research, Gebhard Aschenbrenner vom ÖKL, Franz Sinabell vom Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) und Markus Demmel von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft.
Im dritten Teil kamen Firmenvertreter zu Wort, um ihre visionären Einschätzungen – was die Landtechnik in 20 Jahren beschäftigen wird bzw. was die Herausforderungen für ihre Unternehmen im Jahr 2040 sein könnten – mitzuteilen. Die Vertreter der einschlägigen Firmen waren: Christian Huber (CNH), Franz Haas (Reform-Werke), Markus Baldinger (Pöttinger), Stefan Kiefer (Amazonen-Werke), Thomas Engel (John Deere) und Eberhard Nacke (Claas).
Für diese Ausgabe haben wir zusätzlich zwei Landwirte gebeten, uns über ihre Erfahrungen bzw. Zukunftspläne zu berichten.

Inhalt:

Zum Geleit
Alois Rosenberger
Meilensteine seit den 60er Jahren
Gebhard Aschenbrenner und Otto Krönigsberger
75 Jahre Agrartechnik Wieselburg
Heinrich Prankl
Innovation Farm: Landwirtschaft 4.0 angreifbar machen
Markus Gansberger, Christian Fasching, Robert Zinner
Positionsbezogen arbeiten? Klar! … sofern es Sinn hat
Otto Krönigsberger
Bodenschonender Maschineneinsatz, Aussaat mit der Drohne
Johann Leeb
Auswirkungen absehbarer Trends auf die Landwirtschaft
Franz Sinabell
Das muss die Landtechnik im Jahr 2040 leisten können
Markus Demmel
Lösungen für die Zukunft aus Sicht der führenden Landmaschinenhersteller:
Christian Huber, Global Case IH & STEYR Tractors, Franz Haas, Reform-Werke Bauer & Co Holding AG, Markus Baldinger, PÖTTINGER Landtechnik GmbH, Stefan Kiefer, Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co.KG, Thomas Engel, John Deere Walldorf GmbH & Co. KG, Eberhard Nacke, Claas KGaA mbH

Land & Raum: Das Volkslied – die Poesie der Gesellschaft

Bei der diesjährigen Sommerausgabe von Land & Raum geht uns das Herz auf, denn der thematische Schwerpunkt ist „Das Volkslied – die Poesie der Gesellschaft“.

Auf 40 Seiten in 13 Beiträgen geht es von Vorarlberg bis Wien, von Kärnten nach Oberösterreich, vom Tal auf den Berg, vom Land in die Stadt.
Einzelpreis 5 Euro (exkl. Versandkosten)
Zu bestellen unter 01/505 18 91, office@oekl.at und im Webshop.

Das Heft entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Volksliedwerk.

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Land & Raum Das Volkslied

Bei der diesjährigen Sommerausgabe von Land & Raum geht uns das Herz auf, denn der thematische Schwerpunkt ist „Das Volkslied – die Poesie der Gesellschaft“.

Auf 40 Seiten in 13 Beiträgen geht es von Vorarlberg bis Wien, von Kärnten nach Oberösterreich, vom Tal auf den Berg, vom Land in die Stadt.

Einzelpreis 5 Euro (exkl. Versandkosten)

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Das Heft entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Volksliedwerk!

 

Vorwort von Tatjana Fischer:

Diesmal geben wir einem Thema Raum, das uns alle berührt und dadurch verbindet: der Musik, konkret dem Volkslied. Dabei schlagen wir mit 13 Beiträgen die Brücke vom Musizieren als Lust an der Freude und gesellschaftliche Ausdrucksform bis hin zu dessen Bedeutung im und für den ländlichen Raum. Begleiten Sie uns auf unserer Reise durch Österreich und lernen Sie verschiedene Menschen kennen, die in Initiativen, Vereinen oder als Privatpersonen mit Begeisterung, Leidenschaft und (Arbeits-)Einsatz dieses Kulturgut für uns alle pflegen und weiterentwickeln.
Der erste Beitrag fasst ein Interview mit Irene Egger, der Geschäftsleiterin des Österreichischen Volksliedwerks, zusammen. Es geht um die Entstehungs­geschichte sowie die Anliegen und Aufgaben des Volksliedwerks und um einen vorsichtig optimistischen Blick in die Zukunft.
Die zentrale Funktion von Gast­stätten für das gemeinsame Musizieren beschreibt Michael Reiter in „Musik beim Wirt – eine Initiative des Steirischen Volksliedwerks“. Daran beteiligen sich rund 300 Gaststätten und Buschen­schänken. Im Rahmen der rund 1.000 Veranstaltungen im Jahr ist es durchaus gewünscht, wenn Gäst*innen bei den Darbietungen der Profimusiker*innen das Herz aufgeht und alle zusammen singen. Interkulturelle Veranstaltungen erweitern das Repertoire.
Der Bedeutung musikalischer Basis­bildung widmet sich der Beitrag von Wolfgang Veith. Er weist darauf hin, dass das Gehirn entsprechend geschult werden muss, damit ein Mensch Musik mit allen Sinnen erleben kann. Deshalb wurde auf Initiative des Österreichischen Volksliedwerks im Jahr 1996 ein Projekt im Bereich der schulischen Musikerziehung ins Leben gerufen, bei dem mittlerweile rund 220.000 Schüler*innen beteiligt sind.
Im folgenden Artikel werden am Beispiel des Liedes „In die Berg bin i gern“ die Besonderheiten des Almlieds beschrieben. Irene Egger zeigt die vielfältigen inhaltlichen Bezüge zum oftmals romantisierten Land­leben auf dem Berg und im Tal auf und macht dadurch den Zusammenhang zwischen dem (festlichen) Anlass und der Lied(er)wahl verständlich. Daran knüpft Franz Greif an, der die Geschichte des Kärntnerliedes als „markantes Landes­symbol“ erzählt. Er weist auf die Heftigkeit und Deftigkeit der Liedinhalte hin und erklärt die identitätsstiftende Bedeutung des Kärnterliedes.
Ins Burgenland und zur Tamburica führt uns Julia Kittelmann. Sie erklärt, was Tamburica ist, seit wann und warum sie zur „Entwicklung des Selbstverständnisses der Burgenlandkroat*innen“ und zur interkulturellen Kommunikation beiträgt.
Als Aufruf zum Dabeisein und Mitmachen versteht sich der Artikel zum „OU“ Jodelfest, ein prominentes Beispiel für Volksmusik­reisen, welches heuer im September in Ötz (Tirol) stattfinden wird. Bei diesem dreitägigen Spektakel geht es ums aktive Mitmachen und Zuhören, wenn namhafte Referent*innen über das Jodeln sprechen.
„Singen mit Aussicht!“ als Angebot für Körper, Geist und Seele stellen Eva Zeindl und Doris Zizala von der Volkskultur Niederösterreich vor. Die Veranstaltungsreihe bietet einen Rahmen, um „auf den schönsten Plätzen“ zum gemeinsamen Singen im Freien zusammenzukommen.
Von der Oberösterreichischen Liebe zum Wienerlied handelt der Beitrag von Susanne Rosenlechner. Sie erzählt, was sie zum Wiener Volksliedwerk geführt hat, warum der Liebhartstaler Bockkeller für das Genre von besonderer Bedeutung ist und was hinter „wean hean“ steckt.
Wieder zurück in die Natur führt das Interview von Brigitte Macaria mit dem „Märchenerzähler aus dem Almtal“. Im Gespräch erfahren wir, wie Helmut Wittmann zu einem bedeutenden Hüter des österreichischen Märchenschatzes wurde und auf welchen Wegen er Jung und Alt dieses Immaterielle UNESCO-Kultur­erbe näher bringt.
Der Beitrag von Jasmin Linzer und Erna Ströbitzer stellt das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes und die Möglichkeiten, wie jede*r Interessierte* den dort gesammelten (Lieder-)Schatz nutzen kann, vor. Hier sind rund „680.000 Lieder und Musikstücke, viele davon mit Ton- und Taktart, …“ dokumentiert.
Konrad Köstlin bereichert das Heft um eine kritische Betrachtung des Begriffs Volks­kultur. Er setzt ihn in Beziehung zur Volks­poesie und dem Volkslied und erklärt, warum „heute der Begriff Volkskultur in der Wissenschaft kaum mehr akzeptiert wird, …im allgemeinen und öffentlichen Sprachgebrauch [jedoch] durchaus populär [ist].“
Die Vorstellung der vom Österreichischen Integrationsfonds und Österreichischen Volksliedwerk gemeinsam herausgegebenen Publikation „Mucks, die Maus im Feste-Braus“, einem illustrierten Kinderbuch „zur frühsprachlichen Förderung mit musikalischer Bildung und Wertevermittlung“ rundet dieses Heft ab. Möge uns dieser Beitrag dazu ermuntern, das Leben (mehr) mit Kinder­augen zu betrachten: aufregend und bunt!
Einen wunderschönen Sommer wünscht Ihnen
Tatjana Fischer im Namen des Redaktionsteams

Inhalt:

Das Volkslied – die Poesie der Gesellschaft
Irene Egger im Gespräch mit Land & Raum
Herr Wirt, an Liter für die Musi!
Michael Reiter
Mit allen Sinnen – Projekte zur musikalischen Basisbildung
Wolfgang Veith
Und der Schnee geht bald weg …
Irene Egger
Das Kärntnerlied – ein markantes Landessymbol
Franz Greif
Burgenlandla war´n jo Sandla ohne Tamburica …
Judith Kittelmann
Notenbeispiele (2 Seiten)
„OU“ Jodelfest – einmal durch die Alpen mitten in die Lust
Irene Egger und Markus Prieth
Singen mit Aussicht
Eva Zeindl und Doris Zizala
Oberösterreichische Liebe zum Wienerlied
Susanne Rosenlechner
Helmut Wittmann – der Märchenerzähler aus dem Almtal
Ein Interview mit Brigitte K. Macaria
Das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes
Jasmin Linzer und Erna Ströbitzer
Volkskultur – Volkspoesie – Volkslied
Konrad Köstlin
Mucks, die Maus im Feste-Braus
Österreichischer Integrationsfonds

 

 

Land & Raum 1 2022 Innovation aus Österreich in die Welt

Innovation aus Österreich in die Welt lautet der Titel der Frühlingsausgabe der Zeitschrift Land & Raum! In acht Beiträgen stellen wir Ihnen Projekte und Menschen vor, die gute Ideen, Initiativen sowie Forschungsergebnisse über die Grenzen unseres Landes hinaus verbreiten und wertvolle Impulse geben!

28 Seiten, A4, farbig, Einzelpreis 5 Euro

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Land & Raum 1 2022: Innovation aus Österreich in die Welt

Innovation aus Österreich in die Welt lautet der Titel der Frühlingsausgabe der Zeitschrift Land & Raum! In acht Beiträgen stellen wir Ihnen Projekte und Menschen vor, die gute Ideen, Initiativen sowie Forschungsergebnisse über die Grenzen unseres Landes hinaus verbreiten und wertvolle Impulse geben!

28 Seiten, A4, farbig, Einzelpreis 5 Euro (exkl. Versandkosten)

Zu bestellen unter 1/505 18 91, office@oekl.at und im Webshop.

Inhalt:

Grünland und Milchwirtschaft in der Mongolei
Franz Greif und Karl Buchgraber
Waldbau-Wissenschaften der BOKU als Pionier in China
Alfred Pitterle
Kartoffeln im Klimastress: Molekularbiologie und Hightech im Team auf der Suche nach stresstoleranten Erdäpfeln
Markus Teige
Citizen Science – Forschen Sie mit!
Florian Heigl und Daniel Dörler
Our Planetary Garden – Kunst & Naturschutz – Eine Kooperation im Biodiversitätsmonitoring
Maria Zacharias-Strahlhofer
Feldtage – wie Wissen von der Forschung zur Praxis kommt
Karl Buchgraber
Cross laminated timber – ein nachhaltiger Baustoff revolutioniert den Holzbau
David Unterrainer
BIO AUSTRIA zeichnet innovative Ideen aus
Veronika Edler

Editorial von Tatjana Fischer

Diesmal stellen wir Ihnen Projekte engagierter Menschen und Initiativen vor, die wichtige Impulse für die nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt in Land und Stadt entfalten. Stellvertretend für die Fülle an Innovationen, die in Österreich entstanden sind und hier sowie (weit) über die Landesgrenzen Wirkung entfalten, haben wir acht Beiträge für Sie ausgewählt. Sie erfahren die Entstehungsgeschichte der Projekte, den Stand der Dinge und den Ausblick in die Zukunft.

Den Anfang machen Franz Greif und Karl Buchgraber mit ihrem Beitrag zur österreichisch-mongolischen Kooperation im Bereich Grünland und Milchwirtschaft. Sie berichten davon, wie österreichisches Know-How zur ökologisch und wirtschaftlich nachhaltigen Lebensmittelversorgung der Menschen in der mongolischen Hauptstadt beiträgt und zeigen die Bedeutung der politischen Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Projekts auf. Weiters betonen sie die Wichtigkeit der Diversifizierung im Bereich des Ackerbaus und der Bedeutung der kontinuierlichen wissenschaftlichen Begleitung sowie der Aus- und Weiter­bildung.

Alfred Pitterle berichtet von der langjährigen österreichisch-chinesischen Zusammenarbeit im Bereich der Waldbau-Wissenschaften. Für die seit mehr als 40 Jahren bestehende Austauschbeziehung im Bereich Wissenstransfer und Projektzusammenarbeit werden zwei zentrale Aspekte identifiziert: die Begeisterung der Forschenden beider Länder für ihr Fach und die kulturelle und (sozial-)politische Bedeutung des Waldes in der konfuzianisch-kulturellen Tradition. An den Beispielen „Drei-Norden Programm“ und „Yangtze-River Conversation-Program“ wird die ökologische Bedeutung der Projekte für China erklärt.

Auf die Ackerfrucht Kartoffel konzentriert sich ADAPT, ein innovatives Projekt, welches Markus Teige in seinem Beitrag vorstellt. In diesem EU-Projekt gehen zehn Forschungsinstitute gemeinsam mit Züchtern und weiteren Organisationen der Frage nach, was die Stresstoleranz der Kartoffel gegenüber Dürreperioden und Starkregen ausmacht. Das Ziel ist es, Züchtungen hervorzubringen, um „auch unter den schwierigen klimatischen Bedingungen der Zukunft stabile Erträge zu liefern“.

Davon, wie sich jede Person für das Gute in der Welt durch Forschung einsetzen kann, handelt der Beitrag von Florian Heigl und Daniel Dörler. Sie stellen die Initiative „Citizen Science“ vor und zeigen, in welchen Bereichen die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Bevölkerung wichtig und möglich ist und welche Beteiligungsformen es gibt. Am Beispiel zweier Projekte zeigen die Autoren die Bedeutung von Privatpersonen bei der Datensammlung auf. Weiters rufen die Autoren Sie als Leserinnen und Leser dazu auf, Teil der Citizen Science Community in Österreich zu werden – sofern Sie es nicht bereits sind.

Maria Zacharias-Strahlhofer stellt in ihrem Beitrag zwei Projekte im Bereich Biodiversitätsmonitoring vor. Eines der beiden, „Our Planetary Garden“, ist ein Kooperationsprojekt von Naturschutz und Kunst und für den diesjährigen Citizen Science Award nominiert. Das Anliegen dieses Projekts ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass die Konsequenzen des Wandels der Kulturlandschaft uns in allen Sinnen betreffen.

Am Beispiel der Feldtage erklärt Karl Buchgraber auf Basis seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Wissensvermittlung den Mehrwert des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis in den Bereichen Landwirtschaft und Kulturlandschaft. Seine Feldbegehungen führten ihn durch Österreich, Europa und bis in die Mongolei. Die Feldtage dienen unter anderem dazu, die Sensibilität der Bauernschaft für die Umwelt zu festigen und das Grundverständnis der Konsumentinnen und Konsumenten für eine „bodenständige Landwirtschaft und regionale Produktion“ (wieder)zubeleben.

David Unterrainer stellt einen neuen nachhaltigen Baustoff vor: das Brettsperrholz. Er erklärt in seinem Beitrag die Vorzüge und Einsatzmöglichkeiten dieses Produkts und dessen Beitrag zur Schließung regionaler Produktions- und Wertschöpfungsketten.

Der Anerkennung innovativer Ideen widmet sich Veronika Edler. Sie stellt den Verein BIO AUSTRIA vor, der alljährlich Projekte im Bereich Bio-Landbau und alle zwei Jahre Projekte zu Spezialthemen wie beispielsweise Tierwohl oder Klima­schutz mit dem „Bio-Fuchs“ auszeichnet. Lassen Sie sich von den prämierten Projekten des Jahres 2021 inspirieren!

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen
Tatjana Fischer im Namen
des Redaktionsteams

Land & Raum 4 2021 Landwirtschaft und Gesellschaft im Gespräch

Die Winterausgabe von Land & Raum will den Dialog und das Gespräch anregen:

„Reden wir d‘rüber!
Landwirtschaft und Gesellschaft im Gespräch“

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Inhalt:

AfterWork am Bauernhof
Kornelia Zipper
Durch´s Reden kommen die Leut´ zam
Bianca Blasl
Kulinarische Region Steirisches Vulkanland
Michael Fend
Green Care als gesellschaftspolitischer Dialog
Clemens Scharre
Landwirtschaft und Gesellschaft im Dialog: Urlaub am Bauernhof
Hans Embacher
Wut, Schweiß und das Picknick im Weizenfeld
Thomas Weber
„Luschnouar Spaziergäng“ im westösterreichischen Grenzland
Brigitte K. Macaria
Jeder Griff ins Regal ist ein Produktionsauftrag
Ein Gespräch mit Hannes Royer und Maria Fanninger
Unterricht für Kopf, Herz und Hand
Claudia Olinowetz und Anna Schlatte

Editorial

Diesmal beschäftigen wir uns damit, wie die Landwirtschaft und die Bevölkerung miteinander in Kontakt treten können – auf Augenhöhe, sachlich, wertschätzend und wenn möglich von Angesicht zu Angesicht.
Dieses Thema haben wir gewählt, weil in Bezug auf Lebensmittel, Landschaft und Landnutzung oft ein Informationsdefizit geortet wird. Da heißt es: Die (städtische und ländliche) Bevölkerung habe den Kontakt zu den Produzent*innen weitgehend verloren. Es fehle der Bevölkerung an Grundwissen über Lebensmittel, und zwar von der Herstellung (z.B. Stichwort Pflanzenschutz) über die Verarbeitung und Lagerung bis hin zum Verbrauch (z.B. Stichwort Mindesthaltbarkeitsdatum). Geforderte Standards würden aber mit dem Griff zum Billigprodukt nicht abgegolten.
Andererseits: Welche Informationen stehen der Bevölkerung zur Verfügung? Die oft stark romantisierten oder skandalisierenden Darstellungen scheinen kaum geeignet, um fundierte Entscheidungen zu treffen – der Großteil der vielfältigen Praxis ist im Raum zwischen den Extremen angesiedelt. Fachliteratur und Statistiken sind oft kostenlos und frei zugänglich – für „Themenneulinge“ wäre es aber ein großer Aufwand, aus der Informationsflut alles Wichtige selbst zusammenzusuchen, die Aussagekraft der Quellen zu bewerten, die Informationen zu verknüpfen und zu reflektieren. Gütesiegel sollen als Entscheidungsgrundlage dienen, doch gibt es mittlerweile so viele Gütesiegel mit unterschiedlichen Standards, dass die Lage als unübersichtlich wahrgenommen wird.
Und die Generationenfrage: Wie können Erwachsene, die sich selbst kaum mit Inhalten zu Lebensmitteln und Landnutzung in einer globalisierten Welt auseinandersetzen, diese komplexen Themen den Kindern und Jugendlichen vermitteln?
Aus mehreren Gründen ist es also gar nicht so einfach, die „richtigen“ Fragen zu stellen und die „richtigen“ Entscheidungen zu treffen. Aber viele Praktiker*innen sind gerne bereit, von ihrer Arbeit zu erzählen und umgekehrt die Sicht der Verbraucher*innen zu hören, z.B. beim Ab-Hof-Verkauf oder am Bauernmarkt. Darüber hinaus werden im Heft weitere Formate portraitiert:
Das direkte Gespräch vor Ort und das Sammeln eigener Eindrücke ist etwa bei AfterWork am Bauernhof (für Erwachsene), Schule am Bauernhof (für Kinder), Urlaub am Bauernhof (für alle) und Green Care (für bestimmte Personengruppen) möglich. Bei manchen Vor-Ort-Angeboten steht eine ganze Region im Fokus, z.B. bei der Vulkanland Route 66 mit ihren Erlebnisbetrieben oder beim Themenspaziergang in der Kulturlandschaft Auerriet im Rahmen der Luschnouar Spaziergäng.
Auf Verbraucher*innen zugeschnittene Informationen werden zunehmend auch online ange­boten und sind jederzeit, von jedermann und von überall abrufbar. Die Formate sind vielfältig: Blogs, Podcasts, Videos, Infografiken, Unterrichts­materialien, Veranstaltungen, Berichte und Reportagen etc. Beispielhaft werden vorgestellt: BauertothePeople, melange.in.gummi­stiefeln, der Land schafft Leben- und der Stadt Wien Podcast.
Mit sachlichen Informationen und im Dialog können Informationsdefizite überbrückt, Missverständnisse ausgeräumt und eigene Vorstellungen geteilt werden. Das ist natürlich keine Einbahnstraße: Jede*r kann vom Gegenüber lernen und man kann gemeinsam vorankommen.
In diesem Sinne des wert­schätzenden Miteinanders
wünschen wir einen schönen
Jahresausklang und ein gutes neues Jahr!
Karin Heinschink im Namen des Redaktionsteams

 

Land & Raum zum Thema Agrar-Photovoltaik

Die Herbstausgabe der Zeitschrift Land & Raum widmet sich dem viel diskutierten Thema „Agrar-PV“, also Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen, und ihren Möglichkeiten und Grenzen. Sie bietet einen Rückblick auf eine Online-Tagung „Agrar-PV: Möglichkeiten und Grenzen der Photovoltaik in der Landwirtschaft“.

Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop!

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Land & Raum „Agrar-PV: Möglichkeiten und Grenzen der Photovoltaik“

Die Herbstausgabe der Zeitschrift Land & Raum widmet sich dem heftig diskutierten Thema „Agrar-PV“, also Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen, und ihren Möglichkeiten und Grenzen. Sie bietet einen Rückblick auf die Online-Tagung „Agrar-PV: Möglichkeiten und Grenzen der Photovoltaik in der Landwirtschaft“, die im Mai 2021 stattfand und vom Netzwerk Zukunftsraum Land in Abstimmung mit der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume organisiert wurde.

Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop!

Inhalt:

Brennpunkt Agrar-PV: Notwendiges Übel oder echte Chance?
Hemma Burger-Scheidlin
Agrarland – Produktionsfaktor oder Spielball von Interessen
Franz Greif
Sonnenstrom in Österreich – Warum wir die unterschiedlichsten Flächen nutzen müssen
Vera Immitzer
Diagramme
Auswirkungen des Baus von PV-Anlagen auf Agrarstruktur und Bodenmarkt
Jobst Jungehülsing
Nahrungsmittel, Ökostrom und Biodiversität aus einer Hand
Christian Metschina
Rechtliche Aspekte der Agrar-PV aus Sicht der Land- und Forstwirtschaft
Fabiana Freissmuth
Freiflächensolaranlagen im Kontext von Naturschutz und Landwirtschaft
Franziska Janke, Andrea Molkenthin-Keßler und Pia Schmidt
Agrar-Photovoltaik – Ansprüche an den Raum
Hans Kordina

EDITRORIAL

Erdöl hat die Menschheit in den letzten 120 Jahren geprägt: Die im Öl gespeicherte Energie wird in Kraftwerken (oder Motoren) in Wärme, elektrischen Strom oder Bewegungsenergie umgewandelt und genutzt. Das in Millionen von Jahren unter viel Druck und hoher Temperatur aus biogenem Ausgangsmaterial entstandene fossile Öl sprudelt reichlich, aber nicht unendlich. Die Quellen sind begrenzt. Aber nicht nur die Quellen (Ressourcen) sind bald erschöpft, sondern auch unsere Atmosphäre sollte nicht weiter mit CO2 angereichert werden.
Andere, regenerative und dadurch nachhaltige Energie­formen sind notwendig. Wasserkraft wird schon seit Jahrtausenden genutzt, die Ausbaumöglichkeiten sind aber gering. Auch Windkraft nutzt der Mensch schon sehr lange, in den letzten Jahrzehnten hat ein Boom in der Nutzung der Windenergie eingesetzt. Die Sonnenenergie wird vom Menschen genutzt, seit er auf der Welt ist: Sie lässt die Pflanzen (Nahrungsenergie) wachsen, sie bestimmt den Rhythmus des Jahres. Die Pflanzen verwandeln das Sonnenlicht mittels Photosynthese in (Wachstums-)Energie. Mit der Erfindung von Halbleitern war es erstmals möglich, Sonnenenergie für die Produktion von elektrischem Strom zu nutzen. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts und der massenhaften Produktion und Installation von Photovoltaikmodulen wurde die aus Sonnenenergie erzeugte Strommenge massiv gesteigert.
Die Stromproduktion aus Photovoltaik (PV) benötigt Fläche, viel Fläche. Und solange es nicht gelingt, den Strom in der Sahara zu pro­duzieren und nach Europa zu leiten, benö­tigt PV die Fläche vor Ort – hier bei uns. Aber wo? Sehr bald kommen PV-Anlagen auf „Frei­flächen“ ins Spiel. Was sind eigentlich „Frei­flächen“? Jahrhunderte­lang kultiviertes und gepflegtes – in unseren Breiten auch im Global­vergleich hoch ertragreiches – Ackerland und Grünland? Der Begriff „frei“ suggeriert fälschlicher­weise, dass diese Flächen bisher nicht genutzt wurden.
Die vorliegende Ausgabe von Land & Raum beschäftigt sich genau mit diesem Thema, der Agrar-Photovoltaik in Österreich. Die Grundlage ist eine Online-Tagung mit dem Titel „Agrar-PV: Möglichkeiten und Grenzen der Photovoltaik in der Landwirtschaft“, die im Mai dieses Jahres stattfand und vom Netzwerk Zukunftsraum Land in Abstimmung mit der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume organisiert wurde. Die meisten Beiträge dieses Heftes stammen von den ExpertInnen und Experten aus Österreich und Deutschland, die bei dieser Tagung mitwirkten.
Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, den Stromverbrauch bis 2030 aus 100 % im Inland erzeugter erneuerbarer Energie zu decken – zumindest bilanziell. Und bis 2040 soll Österreich klimaneutral werden, ein Jahrzehnt früher als die EU-weite Zielvorgabe.
Die Grafik des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (kurz BMK) auf Seite 12 zeigt, wie das gehen kann: 27 TWh müssen bis 2030 zusätzlich aus erneuerbaren Energien (EE) hergestellt werden, davon 11 TWh aus Photo­voltaik. Und die Grafik auf der­selben Seite darunter (zur Verfügung gestellt vom Bundesverband Photo­voltaic Austria) zeigt, dass das PV-Gesamtpotenzial auf Gebäuden zwar viel höher (über 18 TWh) wäre, dass jedoch aus unterschiedlichen Gründen nur Flächen für 4 TWh verfügbar sind. Schade. Es ist schon klar, dass weder der Stephansdom noch Schönbrunn eine PV-Anlage „auf´s Dach“ bekommen werden, warum es aber für Parkplätze, Super­märkte, Einkaufszentren etc. keine eindeutigen Auflagen gibt (z.B. in den Raum­ordnungsgesetzen), ist eigentlich nicht nachvollziehbar.
Und: Was in der Diskussion kaum vorkommt und auch in diesem Heft nur ein Autor erwähnt: Sollte man sich nicht auch einmal überlegen, wie man den Energiebedarf drosseln könnte?
Doch zeigen einige Beiträge auch positive Beispiele, wie z.B. Hühner- oder Schafweiden unter Photovoltaik­anlagen oder schatten­liebende Sonderkulturen unter Solar­paneelen oder wie in Solarparks Biodiversitätsflächen geschaffen werden können. Lesen Sie in diesem Heft auch, welche technische Möglichkeiten (vertikale, horizontale, bewegliche, in unterschiedlicher Höhe montierbare Paneele …) es bisher gibt.
Doch insgesamt sind sich eigentlich alle Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe einig: Dass PV-Anlagen NICHT auf Flächen errichtet werden sollten, die für die landwirtschaftliche Produktion oder für Naturschutzzwecke wichtig sind. Und der Autor dieses Editorials fragt sich, ob unsere Gesellschaft damit einverstanden ist, dass für Flächen für Solarenergie zehnmal höhere Pachtpreise bezahlt werden als für Flächen für die Produktion unserer Lebensmittel. Ist Strom so viel wertvoller als Brot?

Wir wünschen Ihnen eine interessante und aufschlussreiche Lektüre zu diesem viel diskutierten Thema!
Stefan Dworzak und das Redaktionsteam