Land & Raum 1 2022 Innovation aus Österreich in die Welt

Innovation aus Österreich in die Welt lautet der Titel der Frühlingsausgabe der Zeitschrift Land & Raum! In acht Beiträgen stellen wir Ihnen Projekte und Menschen vor, die gute Ideen, Initiativen sowie Forschungsergebnisse über die Grenzen unseres Landes hinaus verbreiten und wertvolle Impulse geben!

28 Seiten, A4, farbig, Einzelpreis 5 Euro

Zu bestellen unter 1/505 18 91, office@oekl.at und im Webshop.

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Land & Raum 1 2022: Innovation aus Österreich in die Welt

Innovation aus Österreich in die Welt lautet der Titel der Frühlingsausgabe der Zeitschrift Land & Raum! In acht Beiträgen stellen wir Ihnen Projekte und Menschen vor, die gute Ideen, Initiativen sowie Forschungsergebnisse über die Grenzen unseres Landes hinaus verbreiten und wertvolle Impulse geben!

28 Seiten, A4, farbig, Einzelpreis 5 Euro (exkl. Versandkosten)

Zu bestellen unter 1/505 18 91, office@oekl.at und im Webshop.

Inhalt:

Grünland und Milchwirtschaft in der Mongolei
Franz Greif und Karl Buchgraber
Waldbau-Wissenschaften der BOKU als Pionier in China
Alfred Pitterle
Kartoffeln im Klimastress: Molekularbiologie und Hightech im Team auf der Suche nach stresstoleranten Erdäpfeln
Markus Teige
Citizen Science – Forschen Sie mit!
Florian Heigl und Daniel Dörler
Our Planetary Garden – Kunst & Naturschutz – Eine Kooperation im Biodiversitätsmonitoring
Maria Zacharias-Strahlhofer
Feldtage – wie Wissen von der Forschung zur Praxis kommt
Karl Buchgraber
Cross laminated timber – ein nachhaltiger Baustoff revolutioniert den Holzbau
David Unterrainer
BIO AUSTRIA zeichnet innovative Ideen aus
Veronika Edler

Editorial von Tatjana Fischer

Diesmal stellen wir Ihnen Projekte engagierter Menschen und Initiativen vor, die wichtige Impulse für die nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt in Land und Stadt entfalten. Stellvertretend für die Fülle an Innovationen, die in Österreich entstanden sind und hier sowie (weit) über die Landesgrenzen Wirkung entfalten, haben wir acht Beiträge für Sie ausgewählt. Sie erfahren die Entstehungsgeschichte der Projekte, den Stand der Dinge und den Ausblick in die Zukunft.

Den Anfang machen Franz Greif und Karl Buchgraber mit ihrem Beitrag zur österreichisch-mongolischen Kooperation im Bereich Grünland und Milchwirtschaft. Sie berichten davon, wie österreichisches Know-How zur ökologisch und wirtschaftlich nachhaltigen Lebensmittelversorgung der Menschen in der mongolischen Hauptstadt beiträgt und zeigen die Bedeutung der politischen Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Projekts auf. Weiters betonen sie die Wichtigkeit der Diversifizierung im Bereich des Ackerbaus und der Bedeutung der kontinuierlichen wissenschaftlichen Begleitung sowie der Aus- und Weiter­bildung.

Alfred Pitterle berichtet von der langjährigen österreichisch-chinesischen Zusammenarbeit im Bereich der Waldbau-Wissenschaften. Für die seit mehr als 40 Jahren bestehende Austauschbeziehung im Bereich Wissenstransfer und Projektzusammenarbeit werden zwei zentrale Aspekte identifiziert: die Begeisterung der Forschenden beider Länder für ihr Fach und die kulturelle und (sozial-)politische Bedeutung des Waldes in der konfuzianisch-kulturellen Tradition. An den Beispielen „Drei-Norden Programm“ und „Yangtze-River Conversation-Program“ wird die ökologische Bedeutung der Projekte für China erklärt.

Auf die Ackerfrucht Kartoffel konzentriert sich ADAPT, ein innovatives Projekt, welches Markus Teige in seinem Beitrag vorstellt. In diesem EU-Projekt gehen zehn Forschungsinstitute gemeinsam mit Züchtern und weiteren Organisationen der Frage nach, was die Stresstoleranz der Kartoffel gegenüber Dürreperioden und Starkregen ausmacht. Das Ziel ist es, Züchtungen hervorzubringen, um „auch unter den schwierigen klimatischen Bedingungen der Zukunft stabile Erträge zu liefern“.

Davon, wie sich jede Person für das Gute in der Welt durch Forschung einsetzen kann, handelt der Beitrag von Florian Heigl und Daniel Dörler. Sie stellen die Initiative „Citizen Science“ vor und zeigen, in welchen Bereichen die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Bevölkerung wichtig und möglich ist und welche Beteiligungsformen es gibt. Am Beispiel zweier Projekte zeigen die Autoren die Bedeutung von Privatpersonen bei der Datensammlung auf. Weiters rufen die Autoren Sie als Leserinnen und Leser dazu auf, Teil der Citizen Science Community in Österreich zu werden – sofern Sie es nicht bereits sind.

Maria Zacharias-Strahlhofer stellt in ihrem Beitrag zwei Projekte im Bereich Biodiversitätsmonitoring vor. Eines der beiden, „Our Planetary Garden“, ist ein Kooperationsprojekt von Naturschutz und Kunst und für den diesjährigen Citizen Science Award nominiert. Das Anliegen dieses Projekts ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass die Konsequenzen des Wandels der Kulturlandschaft uns in allen Sinnen betreffen.

Am Beispiel der Feldtage erklärt Karl Buchgraber auf Basis seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Wissensvermittlung den Mehrwert des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis in den Bereichen Landwirtschaft und Kulturlandschaft. Seine Feldbegehungen führten ihn durch Österreich, Europa und bis in die Mongolei. Die Feldtage dienen unter anderem dazu, die Sensibilität der Bauernschaft für die Umwelt zu festigen und das Grundverständnis der Konsumentinnen und Konsumenten für eine „bodenständige Landwirtschaft und regionale Produktion“ (wieder)zubeleben.

David Unterrainer stellt einen neuen nachhaltigen Baustoff vor: das Brettsperrholz. Er erklärt in seinem Beitrag die Vorzüge und Einsatzmöglichkeiten dieses Produkts und dessen Beitrag zur Schließung regionaler Produktions- und Wertschöpfungsketten.

Der Anerkennung innovativer Ideen widmet sich Veronika Edler. Sie stellt den Verein BIO AUSTRIA vor, der alljährlich Projekte im Bereich Bio-Landbau und alle zwei Jahre Projekte zu Spezialthemen wie beispielsweise Tierwohl oder Klima­schutz mit dem „Bio-Fuchs“ auszeichnet. Lassen Sie sich von den prämierten Projekten des Jahres 2021 inspirieren!

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen
Tatjana Fischer im Namen
des Redaktionsteams

Land & Raum 4 2021 Landwirtschaft und Gesellschaft im Gespräch

Die Winterausgabe von Land & Raum will den Dialog und das Gespräch anregen:

„Reden wir d‘rüber!
Landwirtschaft und Gesellschaft im Gespräch“

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Inhalt:

AfterWork am Bauernhof
Kornelia Zipper
Durch´s Reden kommen die Leut´ zam
Bianca Blasl
Kulinarische Region Steirisches Vulkanland
Michael Fend
Green Care als gesellschaftspolitischer Dialog
Clemens Scharre
Landwirtschaft und Gesellschaft im Dialog: Urlaub am Bauernhof
Hans Embacher
Wut, Schweiß und das Picknick im Weizenfeld
Thomas Weber
„Luschnouar Spaziergäng“ im westösterreichischen Grenzland
Brigitte K. Macaria
Jeder Griff ins Regal ist ein Produktionsauftrag
Ein Gespräch mit Hannes Royer und Maria Fanninger
Unterricht für Kopf, Herz und Hand
Claudia Olinowetz und Anna Schlatte

Editorial

Diesmal beschäftigen wir uns damit, wie die Landwirtschaft und die Bevölkerung miteinander in Kontakt treten können – auf Augenhöhe, sachlich, wertschätzend und wenn möglich von Angesicht zu Angesicht.
Dieses Thema haben wir gewählt, weil in Bezug auf Lebensmittel, Landschaft und Landnutzung oft ein Informationsdefizit geortet wird. Da heißt es: Die (städtische und ländliche) Bevölkerung habe den Kontakt zu den Produzent*innen weitgehend verloren. Es fehle der Bevölkerung an Grundwissen über Lebensmittel, und zwar von der Herstellung (z.B. Stichwort Pflanzenschutz) über die Verarbeitung und Lagerung bis hin zum Verbrauch (z.B. Stichwort Mindesthaltbarkeitsdatum). Geforderte Standards würden aber mit dem Griff zum Billigprodukt nicht abgegolten.
Andererseits: Welche Informationen stehen der Bevölkerung zur Verfügung? Die oft stark romantisierten oder skandalisierenden Darstellungen scheinen kaum geeignet, um fundierte Entscheidungen zu treffen – der Großteil der vielfältigen Praxis ist im Raum zwischen den Extremen angesiedelt. Fachliteratur und Statistiken sind oft kostenlos und frei zugänglich – für „Themenneulinge“ wäre es aber ein großer Aufwand, aus der Informationsflut alles Wichtige selbst zusammenzusuchen, die Aussagekraft der Quellen zu bewerten, die Informationen zu verknüpfen und zu reflektieren. Gütesiegel sollen als Entscheidungsgrundlage dienen, doch gibt es mittlerweile so viele Gütesiegel mit unterschiedlichen Standards, dass die Lage als unübersichtlich wahrgenommen wird.
Und die Generationenfrage: Wie können Erwachsene, die sich selbst kaum mit Inhalten zu Lebensmitteln und Landnutzung in einer globalisierten Welt auseinandersetzen, diese komplexen Themen den Kindern und Jugendlichen vermitteln?
Aus mehreren Gründen ist es also gar nicht so einfach, die „richtigen“ Fragen zu stellen und die „richtigen“ Entscheidungen zu treffen. Aber viele Praktiker*innen sind gerne bereit, von ihrer Arbeit zu erzählen und umgekehrt die Sicht der Verbraucher*innen zu hören, z.B. beim Ab-Hof-Verkauf oder am Bauernmarkt. Darüber hinaus werden im Heft weitere Formate portraitiert:
Das direkte Gespräch vor Ort und das Sammeln eigener Eindrücke ist etwa bei AfterWork am Bauernhof (für Erwachsene), Schule am Bauernhof (für Kinder), Urlaub am Bauernhof (für alle) und Green Care (für bestimmte Personengruppen) möglich. Bei manchen Vor-Ort-Angeboten steht eine ganze Region im Fokus, z.B. bei der Vulkanland Route 66 mit ihren Erlebnisbetrieben oder beim Themenspaziergang in der Kulturlandschaft Auerriet im Rahmen der Luschnouar Spaziergäng.
Auf Verbraucher*innen zugeschnittene Informationen werden zunehmend auch online ange­boten und sind jederzeit, von jedermann und von überall abrufbar. Die Formate sind vielfältig: Blogs, Podcasts, Videos, Infografiken, Unterrichts­materialien, Veranstaltungen, Berichte und Reportagen etc. Beispielhaft werden vorgestellt: BauertothePeople, melange.in.gummi­stiefeln, der Land schafft Leben- und der Stadt Wien Podcast.
Mit sachlichen Informationen und im Dialog können Informationsdefizite überbrückt, Missverständnisse ausgeräumt und eigene Vorstellungen geteilt werden. Das ist natürlich keine Einbahnstraße: Jede*r kann vom Gegenüber lernen und man kann gemeinsam vorankommen.
In diesem Sinne des wert­schätzenden Miteinanders
wünschen wir einen schönen
Jahresausklang und ein gutes neues Jahr!
Karin Heinschink im Namen des Redaktionsteams

 

Land & Raum zum Thema Agrar-Photovoltaik

Die Herbstausgabe der Zeitschrift Land & Raum widmet sich dem viel diskutierten Thema „Agrar-PV“, also Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen, und ihren Möglichkeiten und Grenzen. Sie bietet einen Rückblick auf eine Online-Tagung „Agrar-PV: Möglichkeiten und Grenzen der Photovoltaik in der Landwirtschaft“.

Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop!

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Land & Raum „Agrar-PV: Möglichkeiten und Grenzen der Photovoltaik“

Die Herbstausgabe der Zeitschrift Land & Raum widmet sich dem heftig diskutierten Thema „Agrar-PV“, also Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen, und ihren Möglichkeiten und Grenzen. Sie bietet einen Rückblick auf die Online-Tagung „Agrar-PV: Möglichkeiten und Grenzen der Photovoltaik in der Landwirtschaft“, die im Mai 2021 stattfand und vom Netzwerk Zukunftsraum Land in Abstimmung mit der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume organisiert wurde.

Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop!

Inhalt:

Brennpunkt Agrar-PV: Notwendiges Übel oder echte Chance?
Hemma Burger-Scheidlin
Agrarland – Produktionsfaktor oder Spielball von Interessen
Franz Greif
Sonnenstrom in Österreich – Warum wir die unterschiedlichsten Flächen nutzen müssen
Vera Immitzer
Diagramme
Auswirkungen des Baus von PV-Anlagen auf Agrarstruktur und Bodenmarkt
Jobst Jungehülsing
Nahrungsmittel, Ökostrom und Biodiversität aus einer Hand
Christian Metschina
Rechtliche Aspekte der Agrar-PV aus Sicht der Land- und Forstwirtschaft
Fabiana Freissmuth
Freiflächensolaranlagen im Kontext von Naturschutz und Landwirtschaft
Franziska Janke, Andrea Molkenthin-Keßler und Pia Schmidt
Agrar-Photovoltaik – Ansprüche an den Raum
Hans Kordina

EDITRORIAL

Erdöl hat die Menschheit in den letzten 120 Jahren geprägt: Die im Öl gespeicherte Energie wird in Kraftwerken (oder Motoren) in Wärme, elektrischen Strom oder Bewegungsenergie umgewandelt und genutzt. Das in Millionen von Jahren unter viel Druck und hoher Temperatur aus biogenem Ausgangsmaterial entstandene fossile Öl sprudelt reichlich, aber nicht unendlich. Die Quellen sind begrenzt. Aber nicht nur die Quellen (Ressourcen) sind bald erschöpft, sondern auch unsere Atmosphäre sollte nicht weiter mit CO2 angereichert werden.
Andere, regenerative und dadurch nachhaltige Energie­formen sind notwendig. Wasserkraft wird schon seit Jahrtausenden genutzt, die Ausbaumöglichkeiten sind aber gering. Auch Windkraft nutzt der Mensch schon sehr lange, in den letzten Jahrzehnten hat ein Boom in der Nutzung der Windenergie eingesetzt. Die Sonnenenergie wird vom Menschen genutzt, seit er auf der Welt ist: Sie lässt die Pflanzen (Nahrungsenergie) wachsen, sie bestimmt den Rhythmus des Jahres. Die Pflanzen verwandeln das Sonnenlicht mittels Photosynthese in (Wachstums-)Energie. Mit der Erfindung von Halbleitern war es erstmals möglich, Sonnenenergie für die Produktion von elektrischem Strom zu nutzen. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts und der massenhaften Produktion und Installation von Photovoltaikmodulen wurde die aus Sonnenenergie erzeugte Strommenge massiv gesteigert.
Die Stromproduktion aus Photovoltaik (PV) benötigt Fläche, viel Fläche. Und solange es nicht gelingt, den Strom in der Sahara zu pro­duzieren und nach Europa zu leiten, benö­tigt PV die Fläche vor Ort – hier bei uns. Aber wo? Sehr bald kommen PV-Anlagen auf „Frei­flächen“ ins Spiel. Was sind eigentlich „Frei­flächen“? Jahrhunderte­lang kultiviertes und gepflegtes – in unseren Breiten auch im Global­vergleich hoch ertragreiches – Ackerland und Grünland? Der Begriff „frei“ suggeriert fälschlicher­weise, dass diese Flächen bisher nicht genutzt wurden.
Die vorliegende Ausgabe von Land & Raum beschäftigt sich genau mit diesem Thema, der Agrar-Photovoltaik in Österreich. Die Grundlage ist eine Online-Tagung mit dem Titel „Agrar-PV: Möglichkeiten und Grenzen der Photovoltaik in der Landwirtschaft“, die im Mai dieses Jahres stattfand und vom Netzwerk Zukunftsraum Land in Abstimmung mit der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume organisiert wurde. Die meisten Beiträge dieses Heftes stammen von den ExpertInnen und Experten aus Österreich und Deutschland, die bei dieser Tagung mitwirkten.
Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, den Stromverbrauch bis 2030 aus 100 % im Inland erzeugter erneuerbarer Energie zu decken – zumindest bilanziell. Und bis 2040 soll Österreich klimaneutral werden, ein Jahrzehnt früher als die EU-weite Zielvorgabe.
Die Grafik des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (kurz BMK) auf Seite 12 zeigt, wie das gehen kann: 27 TWh müssen bis 2030 zusätzlich aus erneuerbaren Energien (EE) hergestellt werden, davon 11 TWh aus Photo­voltaik. Und die Grafik auf der­selben Seite darunter (zur Verfügung gestellt vom Bundesverband Photo­voltaic Austria) zeigt, dass das PV-Gesamtpotenzial auf Gebäuden zwar viel höher (über 18 TWh) wäre, dass jedoch aus unterschiedlichen Gründen nur Flächen für 4 TWh verfügbar sind. Schade. Es ist schon klar, dass weder der Stephansdom noch Schönbrunn eine PV-Anlage „auf´s Dach“ bekommen werden, warum es aber für Parkplätze, Super­märkte, Einkaufszentren etc. keine eindeutigen Auflagen gibt (z.B. in den Raum­ordnungsgesetzen), ist eigentlich nicht nachvollziehbar.
Und: Was in der Diskussion kaum vorkommt und auch in diesem Heft nur ein Autor erwähnt: Sollte man sich nicht auch einmal überlegen, wie man den Energiebedarf drosseln könnte?
Doch zeigen einige Beiträge auch positive Beispiele, wie z.B. Hühner- oder Schafweiden unter Photovoltaik­anlagen oder schatten­liebende Sonderkulturen unter Solar­paneelen oder wie in Solarparks Biodiversitätsflächen geschaffen werden können. Lesen Sie in diesem Heft auch, welche technische Möglichkeiten (vertikale, horizontale, bewegliche, in unterschiedlicher Höhe montierbare Paneele …) es bisher gibt.
Doch insgesamt sind sich eigentlich alle Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe einig: Dass PV-Anlagen NICHT auf Flächen errichtet werden sollten, die für die landwirtschaftliche Produktion oder für Naturschutzzwecke wichtig sind. Und der Autor dieses Editorials fragt sich, ob unsere Gesellschaft damit einverstanden ist, dass für Flächen für Solarenergie zehnmal höhere Pachtpreise bezahlt werden als für Flächen für die Produktion unserer Lebensmittel. Ist Strom so viel wertvoller als Brot?

Wir wünschen Ihnen eine interessante und aufschlussreiche Lektüre zu diesem viel diskutierten Thema!
Stefan Dworzak und das Redaktionsteam

Land & Raum Sommer 2021

Wohin am Wochenende, wohin im (Kurz)-Urlaub, wo kann ich mich erholen und Neues entdecken? Die Sommerausgabe von Land & Raum zeigt uns, wohin uns die Sommerreisesehnsucht führen kann: Zum Prügelsteg im Naturpark Heidenreichsteiner Moor, auf Schmugglerpfade in Richtung Schweiz, auf die „Vier Berge“ zum Vierbergelauf in Kärnten, in den Naturpark Karwendel, zu den (Halb)Trockenrasen in den Leiser Bergen und vieles mehr!
8 Beiträge auf 28 Seiten.
Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop!

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Land & Raum Sommer

Die Sommerausgabe von Land & Raum widmet sich besonders schönen Ausflugs- und Urlaubszielen in Österreich, die sich durch ein hohes Naturraumpotenzial auszeichnen.

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Der Titel lautet:
Erholen – Staunen – Entdecken in österreichischen Naturräumen

Inhalt:

Naherholung in geschützten Gebieten (Kathrin Hausmann)
Acht Bundesländer laden mit 47 Naturparken zur Erkundung ihrer Vielfalt ein (Brigitte Macaria)
Schmugglerpfade in Vorarlberg und der Schweiz (Bettina Riedmann und Hans Kordina)
Naturpark des Jahres ist das Heidenreichsteiner Moor (Horst Dolak)
Der Vierbergelauf in Mittelkärnten (Franz Greif)
Der Naturpark Karwendel (Hermann Sonntag und Anton Heufelder)
Leiser Berge – ein Naturpark mit Geschichte und Zukunft  (Harald Rötzer)
Biosphärenpark Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge (Markus Schaflechner)

Editorial von Karin Heinschink

Der Sommer ruft und es zieht uns ins Freie, um Gesundheit (Vitamin D), Freude und Kraft zu tanken. Und das Gute liegt so nah! Zahlreiche Orte, an denen Erholung gesucht und gefunden wird, befinden sich fast vor der Haustür. Viele davon zeichnen sich durch eine besondere Landschaft, besondere Arten oder Lebensgemeinschaften aus und stehen sogar unter Schutz, wie beispielsweise Naturparke und Naturschutzgebiete.

Naturparke streben nicht nur Schutz und Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft an, sondern dienen auch der Erholung, Bildung und Regionalentwicklung. Brigitte Macaria führt uns in einer Rundreise durch die Naturparke der Bundesländer. Horst Dolak erzählt vom Heidenreichsteiner Moor, dem Naturpark des Jahres 2021. Auch zwei sprichwörtliche Urgesteine werden vorgestellt: Harald Rötzer gibt Einblicke in den Naturpark Leiser Berge und Hermann Sonntag portraitiert den Naturpark Karwendel. Er stellt einen „Megatrend ‚Zurück zur Natur‘“ fest und erwähnt „Brennpunkte, wo zu viel an unterschiedlichen (Freizeit-)Interessen aufeinander treffen“.
In Naturschutzgebieten ist insbesondere die Erhaltung der Natur, ihrer bedrohten Lebensräume, Arten und Gemeinschaften oberstes Ziel. Fasziniert von seltenen Blumen oder Tieren ist für viele Besucher*innen die Versuchung groß, ganz nahe heranzutreten – was aber schwerwiegende Folgen hat. Kathrin Hausmann erläutert daher, wie man sich im Naturschutzgebiet rücksichtsvoll verhält: indem man auf den offiziellen Wegen bleibt, Hunde an der Leine führt, Wildtiere nicht stört, Pflanzen nicht beschädigt oder entnimmt, Mitgebrachtes nicht zurücklässt etc. Dies ist einfach umzusetzen, kostet nichts und ist notwendig, um die Schutzgüter zu erhalten.
Als Beispiele für Erholung im Naturraum mit sportlichem Anspruch schildert Franz Greif den Vierbergelauf in Mittelkärnten, ein schon vor über 500 Jahren beschriebenes Brauchtum, bei dem eine ganze Menschenschar wandert. Bettina Riedmann und Hans Kordina erzählen vom Treiben auf einstigen Schmugglerpfaden, die heute als eher ruhige, aber meist anspruchsvolle Wanderrouten in einer malerischen Kulisse erkundet werden können. Zu guter Letzt nennt Markus Schaflechner beispielhaft den Biosphärenpark Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge als nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsraum mit schönem Natur­raum.

So ziehe ich meinen Schluss: Öster­reichs Natur ist vielfältig und facettenreich. Erfahren wir den Naturraum „sanft“ – achtsam und rücksichtsvoll – so steht der Erholung nichts im Wege. In diesem Sinne wünscht das Redaktionsteam allen Leser*innen einen genussvollen und erholsamen Sommer!
Karin Heinschink (Redakteurin)

 

Land & Raum Extensives Grünland

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum widmet sich dem Extensiven Grünland – warum es für alle wertvoll ist und wie es in Wert gesetzt werden kann! Extensives Grünland weist eine besonders reiche Pflanzen- und Tiervielfalt auf. Leider befindet es sich auf dem Rückzug.
Elf Beiträge auf 32 Seiten.
Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

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Land & Raum Extensives Grünland

Die Frühlingsausgabe von Land & Raum widmet sich dem Extensiven Grünland – warum es für alle wertvoll ist und wie es in Wert gesetzt werden kann!

11 Beiträge, 32 Seiten
Zu bestellen zum Preis von 5 Euro im ÖKL: 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop.

Wiesen und Weiden machen knapp 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Österreich aus, wobei die Almen nicht mitgezählt sind. Der Anteil an extensivem Grünland, also Grünland mit geringem Viehbesatz und wenig bzw. keiner Düngung sowie geringer Nutzungshäufigkeit, beträgt nur knapp 14 Prozent. Dieses extensive Grünland weist eine besonders reiche Pflanzen- und Tiervielfalt auf. Leider befindet es sich auf dem Rückzug.

Würde das extensive Grünland nicht mehr bewirtschaftet, würde es sukzessive verbuschen und verwalden und damit ganz verschwinden. Zur Erhaltung ist eine extensive Bewirtschaftung notwendig. Diese Ausgabe von Land & Raum will zeigen, wie das gehen kann!

Auf 32 Seiten gibt es elf Beiträge:

Über den Wert artenreicher Wiesenflächen 
Elisabeth Süßenbacher

Starker Rückgang der bunten Muttertagswiesen     
Johanna Huber

Der vielfältige Hummelhof in Vorarlberg      
Tanja Moser

Über den Gesundheitswert von extensiven Wiesen
Elisabeth Stöger

Nicht was sich rechnet, ist gut, sondern was gut ist, muss sich rechnen  
Sandra und Andreas Panhuber

Regionale genetische Vielfalt in Wert gesetzt!
Günter Jaritz

Die Zwergohreule – Otus scops – ein  Brutvogel unserer Streuobstwiesen          
Kurt Grafl

Wiesenpflege im Nationalpark Thayatal
Christian Übl

Kulturlandschafts-Erhaltungsprogramm im Naturpark Weißensee
Robert Heuberger

Heilsam und entspannend – in duftendes Heu gewickelt
Elisabeth Rabeder

Biodiversität rechnet sich – Tierhaltung im Extensivgrünland        
Barbara Steurer

EDITORIAL von Eva-Maria Munduch-Bader

Wiesen und Weiden machen knapp 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Österreich aus, wobei die Almen nicht mitgezählt sind. Der Anteil an extensivem Grünland, also Grünland mit geringem Viehbesatz und wenig bzw. keiner Düngung sowie geringer Nutzungshäufigkeit, beträgt nur knapp 14 Prozent. Dieses extensive Grünland weist eine besonders reiche Pflanzen- und Tiervielfalt auf. Leider befindet es sich auf dem Rückzug.

Würde das extensive Grünland nicht mehr bewirtschaftet, würde es sukzessive verbuschen und verwalden und damit ganz verschwinden. Zur Erhaltung ist eine extensive Bewirtschaftung notwendig. Diese Ausgabe von Land & Raum will zeigen, wie das gehen kann!

Elisabeth Süßenbacher und Johanna Huber schreiben über den Wert der bunten Wiesen für die Tier- und Pflanzenwelt – bis zu 60 Pflanzenarten und bis zu 5.000 (!) Tierarten können in so einer „Muttertagswiese“ leben. Die Gründe für die Nutzungsaufgabe sind vor allem die schwere Bewirtschaftbarkeit (z.B. steile Lage), die mangelnde Arbeitszeit, aber auch der geringere Ertrag. Das Österreichische Agrarumweltprogramm (ÖPUL), das derzeit aktualisiert wird, hat die Erhaltung der Biodiversität mit unterschiedlichen Lösungsansätzen sehr stark im Focus.

Um gute Ideen zu verbreiten, zeigen wir zwei sehr positive Beispiele. Tanja Moser stellt uns ihren biologisch geführten „Hummelhof“ in Vorarlberg vor, auf dem sie Rinder und vor allem Ziegen hält. Diese liefern ihr wertvolles Haarkleid, das zu feiner Mohairwolle gefertigt und direkt vermarktet wird. Die kleinräumige Flächenstruktur und die meist steilen Hänge erfordern einen hohen Arbeitsaufwand beim Mähen. Das Ergebnis der sorgfältigen, extensiven Grünlandnutzung ist eine großartige Artenvielfalt. Am Betrieb der Familie Panhuber in Oberösterreich stehen die Streuobstwiesen im Mittelpunkt. Auch hier wird durch die Nutzung der Obstwiesen, auf denen Schafe gehalten werden, die Artenvielfalt geschützt und gefördert. Die Konsumentin und der Konsument trägt durch den Kauf der Obstsäfte, der fruchtigen Essigkreationen, von Senf, Schokolade, Apfelringen und vielem mehr dazu bei, die wertvollen Streuobstwiesen zu erhalten. Wertschöpfung und Wertschätzung sind die Schlüsselbegriffe!

Elisabeth Stöger ist Tierärztin und weiß, dass Kühe, Schafe und Ziegen das Futter auf der Weide nicht einfach wahllos fressen und dass sie nicht nur auf den Eiweiß- und Energiegehalt achten. Die Tiere haben besondere Vorlieben und Bedürfnisse und planen z.B. Gerbstoffe, enthalten im Großen Wiesenknopf oder im Wiesensalbei, in ihren „Speiseplan“ ein, weil diese Pflanzen u.a. entzündungshemmend wirken. Auch ätherische Öle und Bitterstoffe sind Heilmittel. Ein vielfältiger Pflanzenbestand, wie ihn die Tiere auf extensiven Wiesen finden, hat also eine positive Wirkung auf die Gesundheit der Pflanzenfresser.

Günter Jaritz berichtet u.a. über das Projekt „wild und kultiviert“ in Salzburg. Dort werden selten gewordene, artenreiche Blumenwiesen für die Gewinnung von regionalem Wiesensaatgut herangezogen. Auf ausgewählten „Sammlerflächen“ wird mit Hilfe von Bürstengeräten hochwertiges und vielfältiges Saatgut gewonnen, das dann auf anderen Grünflächen eingesetzt wird.

Dass die Zwergohreule Streuobstwiesen liebt, erzählt uns Kurt Grafl. Die kleinen Eulen starten in der Savannenzone Afrikas ihre Reise und landen im April zum Beispiel in den Streuobstwiesen im Bezirk Mattersburg, wo sie bis Ende August bleiben. In der Dämmerung kann man sie sehen bzw. vor allem hören – besonders in der Balzzeit geben sie alle paar Sekunden ein „Dju“ von sich. Warum sie sich extensive Streuobstwiesen aussuchen? Weil sie hier Bruthöhlen finden, weil kein Spritzmittel stört und weil das Insektenangebot reichhaltig und vielfältig ist. Den landwirtschaftlichen Betrieben, die Obstbäume nachpflanzen und die Wiesen mähen, kommt eine ganz besondere Funktion bei der Erhaltung unserer Artenvielfalt und Kulturlandschaft zu – das zeigen alle Beiträge in dieser Ausgabe von Land & Raum. Und das ist für die Gesellschaft von großem Wert und Wichtigkeit! Im Naturpark Weißensee zum Beispiel gehen über die Kurtaxe insgesamt rund 30.000 Euro im Jahr an die Betriebe, die ihre Wiesen entlang des Seeufers offen und durch den richtigen Mähzeitpunkt artenreich halten.

Im Nationalpark Thayatal gibt es entlang der Thaya und der Fügnitz wertvolle Feucht- und Fettwiesen, Magerwiesen und extensive Trockenwiesen sowie besonders gefährdete Standorte, wie z.B. Seggenrieder, die von Landwirtinnen und Landwirten schonend bewirtschaftet werden. Außerdem wird auch auf die Beweidung durch Schafe gesetzt. Wie man die Gäste im Curhaus in Bad Mühllacken mit Heublumenwickel verwöhnt und wie damit Schmerzen und Entzündungen gelindert werden können, schreibt Elisabeth Rabeder. Das Heft schließt mit einem Bericht zum Webinar „Tierhaltung im Extensivgrünland“ von Barbara Steurer.