ÖKL-Richtwerte für die Maschinenselbstkosten 2015

RW cover 2015Die ÖKL-Richtwerte für die Maschinenselbstkosten 2015 sind erhältlich! Sie sind die unverbindliche Berechnungsgrundlage für den land- und forstwirtschaftlichen Einsatz in der Nachbarschaftshilfe.
Mit Werten zum Treibstoffverbrauch.
Mit unverbindlichen Pauschalrichtwerten für flächenbezogene Arbeitsgänge.
Werte ohne Mehrwertsteuer.
Mehr Informationen hier. Bestellungen unter 01/5051891 oder office@oekl.at. Das Heft kostet 15 Euro pro Stück.

Pflanzenöl als Ersatz für Dieselkraftstoff

Entwicklungen der letzten Jahre haben es möglich gemacht, dass Pflanzenöl als Ersatz für Dieseltreibstoff verwendet werden kann. In diesem Zusammenhang ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass die Traktoren durch eine entsprechende Fachwerkstätte für den Pflanzenölbetrieb umgerüstet werden. Inzwischen kann bei manchen Traktorherstellern die Option „Pflanzenölbetrieb“ beim Ankauf eines Neutraktors erworben werden und damit verbunden auch die Absicherung einer Garantieleistung durch den Traktorhersteller erhalten bleiben. Beim Einkauf von Pflanzenöl ist zu beachten, dass die Mindestanforderungen gemäß Kraftstoffverordnung eingehalten werden. Bezüglich Gewährleistungen und eines einwandfreien Betriebes mit Pflanzenöl sind jedoch die strengeren Grenzwerte der DIN 51605 „Rapsölkraftstoff“ bzw. die DIN 51623 „Pflanzenölkraftstoff“ zu beachten.
Um die Wettbewerbsstellung von Pflanzenölkraftstoff mit Dieselkraftsoff beurteilen zu können, sind vor allem die vier  folgenden Faktoren ausschlaggebend:

  1. Kosten der Adaptierung bzw. Umrüstung des Motors
  2. Kosten für die separate Lagerung des Treibstoffes
    Auf das ÖKL-Merkblatt Nr. 60 „Hoftankanlagen für Diesel und Biotreibstoffe“ sei hingewiesen.
  3. Jährlicher Kraftstoffverbrauch des Traktors
  4. Preisdifferenz zwischen Pflanzen- und Dieselöl

Daraus können Fahrzeughalter ableiten, ab welchem Einsatzumfang bzw. Nutzungsdauer die Mehrkosten der Pflanzenölumrüstung wirtschaftlich gedeckt sind.

Klare CO2- und Umweltvorteile von Pflanzenölkraftstoff

Das Klimaschutzabkommen von Paris zur Reduktion des jährlichen Temperaturanstieges auf unter 2°C wird auch von der heimischen Landwirtschaft einen Beitrag verlangen. Pflanzenölkraftstoff reduziert die Treibhausgasemissionen wesentlich. Laut EU-Richtlinie 2009/28/EG beträgt der Standardwert zur Minderung von Treibhausgasen bei Rapsöl 57 % im Vergleich zu fossilem Treibstoff. Der Referenzwert für fossilen Treibstoff beträgt 83,8 g CO2eq/MJ. Heimisches Pflanzenöl erfüllt zusätzlich die strengen Nachhaltigkeitsvorschriften, die gesetzlich von Biokraftstoffen gefordert werden.

Deutschland hat eine CO2-Besteuerung eingeführt, die an 2021 Zahlungen für fossile Treibstoffe vorsieht. Ab 2021 sind mindestens € 10,- je Tonne zu zahlen. Dieser Betrag steigt bis 2025 auf € 35,- an. Ab 2026 sind die Verschmutzungsrechte zu ersteigern. Es soll dazu einen Preiskorridor von mindestens € 35,- bis max. € 60,- geben.

Zu beachten ist auch, dass Pflanzenöl beim Betrieb von Motoren in umweltsensiblen Gebieten Vorteile bietet, da Pflanzenöl biologisch abbaubar ist. In Deutschland ist Pflanzenöl als „nicht wassergefährdend“ eingestuft.

Weiter sei auf die Möglichkeit hingewiesen, durch (Selbst-)Versorgung mit Pflanzenölkraftstoff auch in Krisenfällen die Bewirtschaftung aufrecht erhalten zu können.

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.pflanzenoel-austria.at bzw. www.pflanzenoel.agrarplus.at

ÖKL-Richtwerte 2014

ÖKL RW 2014 CoverDie ÖKL-Richtwerte für die Maschinenselbstkosten sind eine unverbindliche Berechnungsgrundlage für den land- und forstwirtschaftlichen Einsatz in der Nachbarschaftshilfe.
Hier finden Sie mehr!

Vorwort der Frau Bundesminister Maria Patek

Regionale Impulse für eine nachhaltige Landwirtschaft

Der ländliche Raum nimmt in ganz Europa eine zentrale Rolle für Wirtschaftskraft und Lebensqualität ein. Ein starker Rückhalt für unsere Familienbetriebe ist die Voraussetzung dafür, dass Österreichs Bäuerinnen und Bauern ihre vielseitigen Aufgaben weiterhin erfüllen können und
gerecht für ihre unersetzlichen Leistungen entlohnt werden.

Die Folgen des Klimawandels stellen die heimische Landwirtschaft vor besonders große Herausforderungen: Temperaturschwankungen und unberechenbare Wetterkapriolen haben in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen, den Kulturen zugesetzt und die Erträge dezimiert.

Zur Abfederung der oftmals verheerenden Auswirkungen wurde die Erhöhung der öffentlichenBezuschussung der Agrarversicherungsprämien, die Ergänzung der Dürreindexversicherungen, ein Maßnahmenpaket für den Forstschutz und die Wiederbewaldung in die Wege geleitet. Neben der Evaluierung des derzeitigen Versicherungssystems hinsichtlich notwendiger Anpassungen wird laufend geprüft, ob weitere spezifische Maßnahmen möglich sind. Dazu gehört auch die Prüfung entsprechender Versicherungsangebote.

Auch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU bietet der österreichischen Landwirtschaft ein wichtiges Sicherheitsnetz. Durch die mehrjährigen Programme im Rahmen der GAP ist es gelungen, unseren Bäuerinnen und Bauern mehr Planungssicherheit zu bieten. Gezielte regionale Impulse
fördern eine moderne und nachhaltig produzierende Landwirtschaft, unterstützen die regionale Wirtschaft und setzen soziale Akzente.

Zwischenbetriebliche Zusammenarbeit und Nachbarschaftshilfe bleiben unverzichtbare Stützen für den Erfolg unserer bäuerlichen Familienbetriebe. Die Richtwerte des Österreichischen Kuratoriums
für Landtechnik und Landentwicklung spielen dabei eine zentrale Rolle – darum möchte ich mich an dieser Stelle herzlich für das vorbildliche Engagement aller Beteiligten bedanken.

Ich wünsche ein erfolgreiches Jahr!

DI Maria Patek
Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus

Dezember, 2019

 

Wegzeiten

ÖKL-Richtwerte für Wegzeiten

Für die Wegzeit ist

  • bei Traktoren und Motorkarren (Transportern) ein Abschlag von 10 % und
  • bei selbstfahrenden Arbeitsmaschinen wie Mähdreschern, Rübenvollerntern, Selbstfahrhäckslern, Selbstfahrfuttermischwagen, Traubenvollerntern etc. von 15%

jeweils von den Gesamtkosten vorzunehmen.

Die Höhe der Abschläge begründet sich wie folgt:

  • Die fixen Kosten als kostenmäßig wichtigster Faktor sind auch bei Überstellungsfahrten zu berücksichtigen.
  • Ein Dieselmotor, der mit hoher Drehzahl und geringer Belastung läuft, hat aufgrund seiner Charakteristik einen relativ hohen Treibstoffverbrauch.
  • Die Bereifung als ein wesentlicher (Reparatur-)Kostenfaktor unterliegt auf Straßen einem hohen Verschleiß.

Die abzuziehenden Sätze unterscheiden sich, weil eine selbstfahrende Arbeitsmaschine (vgl. Mähdrescher) bei Überstellungsfahrten weniger bewegte Teile im Vergleich zum Feldbetrieb aufweist und der Verschleiß relativ geringer ist.

Vorbemerkungen

zu den ÖKL-Richtwerten 2020

Die zwischenbetriebliche Zusammenarbeit (bäuerliche Nachbarschaftshilfe) spielt in der österreichischen Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Sie trägt wesentlich dazu bei, die Betriebskosten zu senken, vor allem durch eine Reduktion des in Maschinen gebundenen Kapitals.
Bei den ÖKL-Richtwerten für die Maschinenselbstkosten handelt es sich um Durchschnittssätze. Einkünfte aus Nebentätigkeiten, wie Dienstleistungen und Gerätevermietungen im Rahmen der bäuerlichen Nachbarschaftshilfe, sind bei der Gewinnermittlung im Rahmen der Voll- und Teilpauschalierung abgegolten, wenn

  • diese Leistungen von Landwirt zu Landwirt,
  • mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln der Urproduktion, die im eigenen Betrieb verwendet werden,
  • in einem örtlichen Nahbereich (§ 2 Abs. 4 Gewerbeordnung 1994) erbracht werden,
  • der Verrechnungswert nicht höher liegt als die Selbstkosten für Maschinen nach den ÖKL-Richtwerten und
  • eine wirtschaftliche Unterordnung zum land- und forstwirtschaftlichen Hauptbetrieb vorliegt.

Der Gesetzgeber fördert die bäuerliche Nachbarschaftshilfe und trägt ihrer Bedeutung auf mehreren Ebenen Rechnung. Gemäß § 7 Abs 4 LuF PauschVO, BGBl II 125/2013 und EStR, Rz 4206 sind Einnahmen, die auf reiner Selbstkostenbasis und ohne Verrechnung der eigenen Arbeitsleistung im Rahmen der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit der Landwirte erzielt werden, bei der Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen (Voll- und Teilpauschalierung) nicht zu berücksichtigen. Erforderlich ist, dass eine wirtschaftliche Unterordnung zum land- und forstwirtschaftlichen Hauptbetrieb gegeben ist. Eine Unterordnung kann angenommen werden, wenn nur ein einziges Betriebsmittel einer bestimmten Art (z.B. Mähdrescher, Rundballenpresse) im Betrieb vorhanden ist. Sind mehrere Betriebsmittel derselben Art vorhanden, hat der Steuerpflichtige glaubhaft zu machen, dass deren Verwendung im eigenen Betrieb erforderlich ist.

Zusätzlich ab der Veranlagung 2016 liegt eine Unterordnung nur dann vor, wenn die Einnahmen aus der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit € 33.000 (inkl. USt) nicht übersteigen (gesonderter Einnahmentopf – keine Anrechnung auf die schon vor 2016 geltende € 33.000 Einnahmengrenze). Bei über diesen Betrag hinausgehenden Einnahmen ist eine Unterordnung dann gegeben, wenn der Umsatz aus der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit 25% der Gesamtumsätze des land- und forstwirtschaftlichen Betriebes nicht übersteigt. Bei Überschreiten der Grenzen liegen Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb vor. Es ist eine vollständige Gewinnermittlung durch Einnahmen-Ausgaben-Rechnung erforderlich und diese Umsätze sind nicht von der USt-Pauschalierung erfasst.

Das Bundesministerium für Finanzen vertritt die Meinung, dass bei der bäuerlichen Nachbarschaftshilfe die Bareinahmen belegerteilungspflichtig und betreffend Registrierkassenpflicht bei der Berechnung der 7.500 € Barumsatzgrenze einzubeziehen sind. Es sollte daher angedacht werden, diese Zahlungen auf Überweisungen umzustellen, da sie dann nicht als Barumsatz zählen. Auf die unveränderte Rechnungslegungspflicht zwischen Unternehmern (dazu gehören auch vollpauschalierte Landwirte!) unabhängig von der Zahlungsform wird allerdings hingewiesen!

§ 20a des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes sieht vor, dass Einnahmen aus Dienstleistungen, die auf Selbstkostenbasis und ohne Verrechnung der eigenen Arbeitskraft erbracht werden, nicht in die Beitragsgrundlage einzubeziehen sind. Bei der Überprüfung, ob zwischenbetriebliche Verrechnungen auf Selbstkostenbasis erfolgen, orientieren sich die Abgabenbehörden an Durchschnittssätzen, die auf Erfahrungen über die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Landwirtschaft beruhen (vgl § 17 Abs 4 EStG).

Bei Erbringung von Leistungen durch einen Landwirt an einen Nichtlandwirt (eigener oder fremder Gewerbebetrieb) sind die ÖKL-Richtwerte nicht relevant.
Stattdessen können, wenn das Entgelt überwiegend für die Bereitstellung von Fahrzeugen, Maschinen oder Geräten gegenüber Nichtlandwirten geleistet wird, 50% der gesamten Einnahmen aus dem land- und forstwirtschaftlichen Nebenerwerb als pauschale Betriebsausgaben abgezogen werden (vergleiche § 7 Abs 24 LuF PauschVO (BGBl II 125/2013 sowie EStR, Rz 4203 ff).

Bei den ÖKL-Richtwerten handelt es sich demnach um ein Hilfsmittel im Rahmen der Erhebung von Abgaben für landwirtschaftliche Betriebe. Hingegen ist es nicht Zweck der Richtwerte, gegenüber Landwirten oder sonstigen Unternehmen eine Empfehlung abzugeben, welche Preise verrechnet oder Kalkulationsrichtlinien eingehalten werden sollen, wenn im gewerblichen Bereich (außerhalb der bäuerlichen Nachbarschaftshilfe) Maschinen vermietet oder Dienstleistungen erbracht werden.

  • Die ÖKL-Richtwerte sind online kostenlos einzusehen.
  • Die Richtwerte werden auch im Excel-Format zum Preis von 15,00 € per e-mail versandt.
  • Die ÖKL-Richtwerte sind unverbindliche Durchschnittswerte.

Leistungs- bzw. Flächeneinheiten

Die Kalkulation der ÖKL-Richtwerte erfolgt grundsätzlich nach Stunden.

Sollte eine Abrechnung nach einer anderen Leistungseinheit (z. B. m, ha, Ballen, t,) erfolgen, ist diese den ÖKL-Richtwerten konform, soweit diese nicht überschritten werden.

Eine solche Umrechnung muss objektiv nachprüfbar durchgeführt werden. Entspricht der umgerechnete Wert den kalkulatorischen Anforderungen, bestehen keine Bedenken, diesen Wert als Verrechnung von Maschinenkosten nach ÖKL-Richtwerten einzustufen.

ÖKL-Richtwerte

Die ÖKL-Richtwerte für die Maschinenselbstkosten sind eine unverbindliche Berechnungsgrundlage
für den land- und forstwirtschaftlichen Einsatz in der Nachbarschaftshilfe.

Aktuelle Ausgabe: 2020
(Preisbasis 3. und 4. Quartal 2019)

  • Mit Werten zum Treibstoffverbrauch
  • Mit unverbindlichen Pauschalrichtwerten für flächenbezogene Arbeitsgänge
  • Neu sind: Unverbindliche motorleistungsbezogene, kapazitätsbezogene sowie arbeitsbreitenbezogene Pauschalrichtwerte!
  • Neu sind: Werte für tierbetriebene Maschinen und Geräte

Werte ohne Mehrwertsteuer


Bestellungen
im ÖKL unter 01/5051891 oder office@oekl.at oder im Webshop

Preise in der SOMMERAKTION im Juli und August:
Heft (per Post): 10,00 Euro (zzgl. Versandkosten)
Excel-Tabelle (per mail): 10,00 Euro
(statt jeweils 15,00 Euro)

Vorwort der Bundesministerin Elisabeth Köstinger

Vorbemerkungen ÖKL-Richtwerte

Berechnungsgrundlagen Richtwerte

Pflanzenöl als Ersatz für Dieselkraftstoff

Unverbindliche Pauschalrichtwerte

Richtwerte online 2020

Die BearbeiterInnen der Ausgabe 2020 sind:

Ing. Gottfried Hauer (Obmann), Ing. Christoph Berndl, Ing. Robert Diem, Ing. Roman Hauer, Ing. Reinhard Hörmansdorfer, Walter Horzynek (alle Bildungswerkstatt Mold, LK NÖ); Ing. Christoph Wolfesberger (LK Niederösterreich), Dipl.-HFL-Ing. Alfred Griesbacher (LK Steiermark), DI Gebhard Aschenbrenner und DI David Unterrainer (beide ÖKL)
Weiters: Dipl.-HFL-Ing. Emil Blumauer (BLT Wieselburg), Dipl.-Päd. Ing. Josef Breinesberger (AgrarPlus), Ing. Wolfgang Ehmeier und Mag. Brigitte Kuttner-Raaz (Pferdewirtschaft), DI Harald Lindner (HBLA Wein- und Obstbau), Dr. Gerhard Moitzi (Universität für Bodenkultur), DI Nikolaus Nemestothy (BFW), Florian Poller (ehemals Maschinenring Österreich), DI Wolfgang Weichselbaum (Maschinenring Österreich)

Die ÖKL Richtwerte werden im Rahmen eines Bildungsprojektes in der Maßnahme 1 „Wissenstransfer und Informationsmaßnahmen in der Land- und Forstwirtschaft“ jährlich ausgearbeitet.