Biogasberater Seminar 2021

Die Biogastagung 2021 fand am 3. und 4. November in Seekirchen am Wallersee statt. Der Schwerpunkt lag beim Thema Wirtschaftsdüngervergärung.

 

Bericht

 

Programm:

Hygienestatus, Nährstoffverfügbarkeit und Schwermetallgehalte bei der Vergärung von Wirtschaftsdünger,
DI Erwin Pfundtner, AGES
zu den Vortragsfolien

 

Biogasgülle und Wirtschaftsdünger – Vor und Nachteile hinsichtlich Treibhausgas- und Ammoniakemissionen,
DI Andreas Zentner, Raumberg-Gumpenstein
zu den Vortragsfolien

 

Verwendung von Biogasgülle auf Grünlandbetrieben – Was gilt es zu beachten, BSc Simon Krigner Schramml,
Boden Wasser Schutz Beratung, LK-OÖ,
zu den Vortragsfolien

 

Rahmenbedingungen für den Einsatz von Biogasgülle auf Biobetrieben und Bio-Austria Betrieben,
DI Eva Marthe BIO Austria
zu den Vortragsfolien

 

Technische Aspekte der Wirtschaftsdüngervergärung,
DI Dr. Günther Bochmann, Inst. Für Umweltbiotechnologie, BOKU
zu den Vortragsfolien

 

Klein- und Kleinstanlagen auf Tierhaltungsbetrieben,
Hermann Wenger-Oehn, Industrie Consult OEG
zu den Vortragsfolien

 

Präsentation zu den Branchenstandards Biogas,
DI Florian Brunner, Kompost & Biogas Verband
zu den Vortragsfolien

 

 

Am 4. November fanden zwei Besichtigungen statt:

 

Ökostrom Dürager KEG,
Hamberg 23, 5162 Obertrum am See; Anlage mit 100 kW elektrisch

 

Graskraft Steindorf e.g.,
Bergstraße 6, Steindorf bei Straßwalchen; Bio-Methan Einspeisung, 200 m³/h

 

ÖKL-Bautagung Frühling 2021 online

Die Frühlingstagung fand als Online-Veranstaltung am 21. April statt, es nahmen 48 Personen teil.

Auf der Tagesordnung standen vor allem ÖKL-Publikationen sowie ein Überblick über die aktuelle Planung künftiger Fördermaßnahmen.

Weiters:

Referat „Innovatives Bauen mit Holz – Potenziale von CLT-Brettsperrholz“, DI David Unterrainer, ÖKL

Referat „Aktuelle Bewertungen der Fachstelle im Nutztierbereich – Geflügelsysteme“, DI Dr. Katrina Eder, Fachstelle

Referat „Aktuelle Bewertungen der Fachstelle im Nutztierbereich – Stallfußböden für Rinder“, Dr. Claudia Schmied-Wagner, Fachstelle

 

ÖKL-Bautagung Herbst 2021 in Vorarlberg

Die Herbstbautagung 2021 fand (nach einer coronabedingten Pause) wieder als „echte“ Veranstaltung statt! Knapp 30 Expertinnen und Experten aus dem Bauwesen, Bauberatung, Förderungswesen kamen zusammen, um gemeinsam mit den Vorsitzenden MR DI Manfred Watzinger (BMLRT) zwei Sitzungsvormittage und einen Exkursionsnachmittag zu verbringen.

Aus dem Programm:

Vorstellung fertiggestellter und Diskussion über in Arbeit befindlicher Merkblätter sowie Publikationsplanung

Informationen zum aktuellen Stand Besonders tierfreundliche Haltung und Ammoniakreduktion

Vorstellung ÖKL-Wissenspool auf www.oekl-bauen.at

Diskussion Spaltenböden und Emissionen; neue Entwicklungen

Fachvortrag „Bauen mit Holz“ – Baukastensystem-Bauweise, Bmst. DI Hubert Rhomberg (Geschäftsführer der Rhomberg Holding GmbH)

Exkursion:

Besuch von zwei landwirtschaftlichen Betrieben (in Röthis und in Thüringen) …

… und Besichtigung und Fachführung im „Haus 2226“ (Baumschlager-Eberle) in Lustenau

 

 

 

 

ÖKL-Kurs Landtechnik für Frauen

DIESER KURS WIRD VERSCHOBEN!
Wir bemühen uns, bis Ende dieses Jahres einen neuen Termin bekannt geben zu können!

Das ÖKL bietet an der Bildungswerkstatt Mold, NÖ den einwöchigen Kurs „Landtechnik für Frauen“ an. In diesem Kurs erlernen die Teilnehmerinnen den sicheren und kraftsparenden Umgang mit Landmaschinen. Die wichtigsten Arbeiten mit Landmaschinen wie Anhänger Kuppeln, Geräte Anbauen und Einstellen oder Hydraulik Bedienen werden sehr praxisnah vorgeführt. Die Frauen sind hier unter sich und können nach Belieben Fragen stellen, ausprobieren und trainieren. Einzelfahrtrainings mit erfahrenen Trainern runden das Programm ab.

Der Kurs richtet sich an Bäuerinnen, Hofnachfolgerinnen und Quereinsteigerinnen!
Mehr lesen Sie hier!

ÖKL-Kurs Landtechnik für Frauen

AKTUELLER TERMIN:
28.2.2022 bis 4.3.2022

Bildungswerkstatt Mold, NÖ

Am bäuerlichen Familienbetrieb wird von allen ein sachkundiger Umgang mit landwirtschaftlichen Maschinen erwartet. Oft fehlt aber die erforderliche Routine und es bleibt manchmal keine Zeit zum Üben.

In diesem Kurs erlernen die Teilnehmerinnen den sicheren und kraftsparenden Umgang mit Landmaschinen. Die wichtigsten Arbeiten mit Landmaschinen wie Anhänger Kuppeln, Geräte Anbauen und Einstellen oder Hydraulik Bedienen werden sehr praxisnah vorgeführt. Die Frauen* sind hier unter sich und können nach Belieben Fragen stellen, ausprobieren und trainieren. Einzelfahrtrainings mit erfahrenen Trainern runden das Programm ab. Ziel ist es, den Umgang mit Landmaschinen für die Kursteilnehmerinnen noch sicherer zu machen! Der Kurs richtet sich an Bäuerinnen, Hofnachfolgerinnen und Quereinsteigerinnen!

Kursgebühr: 250 € (mit landwirtschaftlicher Betriebsnummer)

Der erste Kurstag widmet sich ganz dem Thema „Sicherer Umgang mit Landmaschinen“. Nach einigen allgemeinen Sicherheitshinweisen wird ausführlich auf das Thema Ladungssicherung und Sicherheit im Straßenverkehr eingegangen.

Am zweiten Kurstag werden in den ersten beiden Einheiten die Themen überbetrieblicher Maschineneinsatz und die Grundlagen der Maschinenkostenrechnung behandelt. Der restliche Tag widmet sich ganz den neuen digitalen Technologien. Eine Einführung ins Smart-Farming, ein Überblick über Lenkhilfen und moderne Traktor-Terminals sind ebenso Bestandteile dieses Tages wie auch eine Einführung in Farmmanagementsysteme und in die Grundlagen der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung.

Am dritten Kurstag wird den Teilnehmerinnen der Umgang mit dem Traktor nähergebracht: worauf es beim Kuppeln von Geräten ankommt, was bei der Wartung der Zugmaschinen beachtet werden sollte, welche Vorteile eine Reifendruckregelanlage bringt, wie diese richtig eingesetzt wird und wie Treibstoff gespart werden kann.

Der vierte Tag steht im Zeichen der Anhänge- und Anbaugeräte und Maschinen. Wie diese optimal eingestellt werden, worauf bei deren Einsatz geachtet werden muss und wie diese möglichst umweltschonend und effizient betrieben werden können, sind die wichtigsten Aspekte der Kurseinheiten.

Abschließend wird am letzten Tag ein Reparatur-Workshop abgehalten. Einfache Metallarbeiten wie Bohren, Senken, Gewinde Schneiden, Blechbearbeitung, Lackier- und Ausbesserungsarbeiten, Reifenreparaturen werden von den Trainern praxisnah vermittelt.

Abgerundet wird der Kurs durch jeweils drei Fahrtrainingseinheiten für die Teilnehmerinnen. Parallel zu den Kurseinheiten werden von Dienstag bis Donnerstag exklusive Fahrtrainings angeboten. Die Teilnehmerinnen entscheiden selbst, welche Tätigkeiten sie mit dem Traktor üben möchten. Voraussetzung dafür ist ein Traktorführerschein.

Programm und Einladung Landtechnikkurs für Frauen 2022

Bericht Landtechnik für Frauen

Wann?       28.2.2022 bis 4.3.2022

Wo?           Bildungswerkstatt Mold, Mold 72, 3580 Horn

Wieviel?    Kursgebühr: 250 € mit landwirtschaftlicher Betriebsnummer

Vollpension: 53 € pro Tag im Doppelzimmer bzw. 58 € pro Tag im Einzelzimmer

Anmeldungen auf https://oekl.at/webshop/veranstaltungen/ oder unter 01/5051891.

Zimmerreservierung unter: 05 025929500 oder office@mold.lk-noe.at

Für weitere Informationen steht Ihnen DI David Unterrainer unter 01 / 5051891 – 15 oder unter david.unterrainer@oekl.at zur Verfügung.

 

BERICHT ÖKL-Kolloquium Landtechnik 2040 – Wohin geht die Reise?

Eingebettet in die Fest- und Fachveranstaltungen „75 Jahre Landtechnische Forschung und Prüfung in Wieselburg“ von 7. bis 10. Juni fand das landtechnische Kolloquium des Österreichischen Kuratoriums für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL) statt. Das Thema lautete:
Landtechnik 2040 – Wohin geht die Reise?
Gemeinsam mit 120 Personen haben wir mit elf Fachreferenten einen Blick in die fernere Zukunft der Landtechnik gewagt. Begrüßt wurde vom Direktor der Bundeslehr- und Forschungsanstalt Francisco Josephinum, Alois Rosenberger, von Lorenz Mayr, Vizepräsident der LK Niederösterreich, sowie von Stefan Dworzak, Obmann des ÖKL.

Foto: von links nach rechts: Heinrich Prankl (Josephinum Research), Stefan Kiefer (Amazone), Markus Demmel (Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft), Thomas Engel (John Deere), ‚Stefan Dworzak (ÖKL), Munduch-Bader (ÖKL), Franz Sinabell (WIFO), Eberhard Nacke (Claas), Otto Krönigsberger (ÖKL), Franz Haas (Reform), Rupert Gruber (ÖKL), Anne-Katrin Baatz (ÖKL)

Bericht Kolloquium 2022

Tagungsband 2022

EINLADUNG u PROGRAMM ÖKL Kolloquium 2022 8 Juni

Eine KURZFASSUNG:

Gebhard Aschenbrenner, langjähriger Landtechnik-Referent und Geschäftsführer des ÖKL warf mit seinem Beitrag „Meilensteine der Landtechnik seit den 60er Jahren. Was ist geblieben?“ erst einmal einen Blick zurück: Die wichtigste Errungenschaft am Traktor selbst war für ihn die Regelhydraulik, die 1956 erstmals zum Einsatz kam und wofür sich Massey Ferguson das Patent sicherte. Als dieses Patent auslief, wurde die Regelhydraulik auch von anderen Herstellern eingesetzt. Ein bedeutender Wendepunkt im Ackerbau, an dem auch Aschenbrenner durch die Umsetzung von Fachveranstaltungen maßgeblich beteiligt war, war die Abkehr der Strohverbrennung am Feld hin zur Einarbeitung der Ernterückstände mit nichtwendenden Bodenbearbeitungsgeräten und Humusaufbau.

Heinrich Prankl, Josephinum Research, sagt in seinem Beitrag zur Digitalen Landwirtschaft, dem ein kleiner Film über 75 Jahre Landtechnik in Wieselburg vorangestellt wird: „Die Frage nach der Zukunft der Landwirtschaft ist für eine Forschungseinrichtung wie Wieselburg sehr zentral“, und freut sich über die Wahl des Tagungsthemas “Landtechnik 2040 – Wohin geht die Reise”. Wichtig ist, dass Landtechnik und deren Digitalisierung kein Selbstzweck wird und Landwirte und Landwirtinnen einen Nutzen aus den Neuerungen ziehen können. Deshalb ist es für Ihn wichtig, dass Landwirte, Landwirtinnen, Forscher, Forscherinnen und Maschinenhersteller gemeinsam den Weg in die Zukunft gehen!

Markus Gansberger, BLT Wieselburg, schaltete sich live von den Versuchsflächen des BLT zu und präsentierte die unterschiedlichen Forschungsfelder der “Innovation Farm”, welche im Rahmen der “Innovation Days” durch Vorführungen und Feldbegehungen der Öffentlichkeit zugänglich sind.

Der zweite Teil des Vormittags beginnt mit dem Beitrag „Auswirkung von absehbaren Megatrends auf die Landwirtschaft“ von Franz Sinabell, WIFO – Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung. Mit Grafiken und Statistiken zeigt Wirtschaftswissenschafter einige für die Landwirtschaft maßgebliche Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. Zusammenfassend kann man sagen, dass Kapitalintensität für die landwirtschaftliche Produktion steigt. Es werden heute mehr Kapital und mehr Dienstleistungen eingesetzt als früher und die Nettowertschöpfung der Lebensmittelproduktion ist von 35 % auf 25 % geschrumpft. Es wird eine große Herausforderung sein, junge Menschen zu gewinnen, um im Sektor Landwirtschaft tätig zu werden.

Markus Demmel, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, betonte in seinem Beitrag „Anforderungen an die Landtechnik der Zukunft, dass die Agrartechnik Techniken und Technologien entwickeln und produzieren muss, die nachhaltige Produktionsverfahren, letztendlich eine echte Kreislaufwirtschaft (Circular Bioeconomy) ermöglichen. Digitalisierung und Smart-farming werden eine Schlüsselrolle spielen, aber sie sind nicht die alleinige Lösung, sondern nur ein Hilfsmittel.

Am Nachmittag der ÖKL-Veranstaltung kamen DIE führenden Landtechnik-Strategen der namhaften Firmen zu Wort, um dem Publikum Lösungen für die Zukunft aufzuzeigen! Hier einige Hightlights:

Christian Huber, CNH Industrial Österreich GmbH, zum „Traktor 2040“: Autonome Roboter die alternativ angetrieben werden, ein multiflexibler Traktor mit hoher Schlagkraft oder kleine autonome Schwarm-Lösungen werden neben einander existieren und weiterentwickelt werden. Diese werden Kabel-, Solarstrom-, oder Batteriestromgetrieben sein, vielleicht mit Brennstoffzellen oder mit einer Kombination aus mehreren Systemen angetrieben werden.

Franz Haas, Reform-Werke, zur Landtechnik im Berggebiet: Die große Herausforderung für die Produktion von Spezialmaschinen für das Bergland in Kleinserien ist, dass die Produkte an geringe Einsatzzeiten angepasst werden müssen. Hohe Investitionskosten seitens der Landwirte und Landwirtinnen sind problematisch. Lange Nutzungsdauern erfordern Weitsicht und gut angepasste, erweiterbare Produkte.

Für Markus Baldinger, Pöttinger Landtechnik GmbH, ist der zentrale Punkt, dass die Versorgungssicherheit erhalten bleiben muss. Die Anpassung an den Klimawandel ist dafür notwendig und wird eine große Herausforderung für die Landwirtschaft sein. Wetterextreme, Bevölkerungswachstum, Strukturwandel, steigende variable Kosten, Versiegelung und das Konfliktfeld Energieerzeugung – Lebensmittelproduktion werden den Produzenten Kopfzerbrechen bereiten. Für Baldinger ist eine konsequente Kreislaufwirtschaft ein Konzept, das viele Probleme lösen kann.

Zur intelligenten Bodenbearbeitung, Saat und Nährstoffeffizienz meint Stefan Kiefer, AmazonenWerke, unter anderem, dass uns der Pflug immer erhalten bleiben wird, denn er ist ein geniales Werkzeug. Die Reduktion von Pflanzenschutzmitten steht ganz oben auf der Agenda und bei hohem Unkrautdruck ist der Pflug unschlagbar. Bezüglich der Verfügbarkeit von mineralischen Düngern ist Kiefer optimistisch. Es passt, seiner Meinung nach, nicht immer alles in ein Schwarz-Weiß-Schema. Die Befürchtung, dass Phosphor immer teurer wird und bald gänzlich aus ist, hält er für unbegründet. Phosphor ist im Boden und das relativ konstant. Es braucht Verfahren, um diesen besser zu mobilisieren.

Thomas Engel, John Deere, erläutert künftige Perspektiven für die Pflanzenschutztechnik und er vermutet, dass autonomes Fahren vielleicht schneller kommt als wir das glauben. Dennoch gibt es große Herausforderungen, allen voran die Produkthaftung und die verkehrsrechtliche Situation, die bewältigt werden müssen. Auch die Umgebung ist herausfordernd: Staub, Dreck, Nebel und Vibrationen setzen Grenzen und machen Sensoren funktionsuntüchtig. Eine autonome Maschine fährt zwar alleine, sie muss aber eingestellt, gewartet, überwacht und ggf. muss eine Störung behoben werden. Dafür braucht es gut ausgebildete Fachkräfte.

Eberhard Nacke, Claas, geht v.a beim Thema Ernte davon aus, dass synthetische und biogene Treibstoffe ein Lösungsweg sind. Damit können wir die heutige Technik emissionsfrei betreiben. Investitionen seitens der Landwirte und Landwirtinnen wären verhältnismäßig gering. Damit können wir schon heute etwas bewirken, so Nacke. So wie andere Referenten der Veranstaltung meint auch er, dass es für die aktuellen Herausforderungen nicht eine, sondern eine ganze Liste an Lösungen gibt, die gut miteinander kombiniert werden sollen.

Was für alle Teilnehmenden klar wird: Die Landtechnik ist eher langsam-drehend und langlebig. Deshalb ist es wichtig, dass wir HEUTE damit anfangen, die von den Referenten aufgezeigten neuen Lösungswege, zu beschreiten, damit wir den nächsten Generationen eine intakte Welt hinterlassen.

Moderation Vormittag: Anne-Katrin Baatz, ÖKL
Moderation Nachmittag: Stefan Dworzak, ÖKL-Obmann

Anschließend nahmen einige die Gelegenheit wahr, die Innovation Farm gleich in der Nähe zu besuchen! (Maschinenausstellung, Feldversuchswesen, Roboter und neue Technologien)

 

 


 

2-tägiges ÖKL-Seminar Tierische Zugkraft

Tierische Zugkraft – altbewährte Geräte und moderne Technik

Beim zweitägigen ÖKL-Seminar lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine zukunftsweisende und schlagkräftige Methode der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung für spezielle Einsatzbereiche kennen, bei der der Fokus auf die Technik von tierbetriebenen Geräten und Maschinen gelegt wurde.

Ausführlicher Bericht zum Seminar Tierbetriebene Maschinen

Donnerstag, 30. September & Freitag 1. Oktober 2021
Am Hödlgut, Wolfgang Ehmeier, 4064 Oftering (OÖ)

Einladung tierische Zugkraft [pdf]

Durch die Mechanisierung in der jüngeren Geschichte wurde die einst wichtigste und wertvollste Arbeitskraft auf dem Hof und in der Industrie in unseren Breiten fast zur Gänze verdrängt.

Zugtiere, wie das Pferd oder alte Rinderrassen, die oft neben der Milch- und Fleischproduktion auch eine wichtige Arbeitsfunktion hatten, werden heute hauptsächlich als Liebhaberei gehalten. Jedoch gewinnt der Einsatz von Arbeitstieren in der Land- und Forstwirtschaft sowie bei Kommunen wieder langsam an Bedeutung. Pferde oder Ochsen als Alternative zum Traktor bieten nicht nur ökologische Vorteile, wie z.B.: Bodenschonung oder die Einsparung von fossilem Treibstoff. Auch wenn die Arbeit mit den Tieren mit einem erhöhten Zeitaufwand verbunden ist, so bietet diese auch ökonomische Vorteile gegenüber dem Traktor, denn der Treibstoff für die Tiere wächst auf dem eigenen Feld und durch die Züchtung mit den Tieren ergibt sich eine weitere, nachhaltige Einkommensquelle.

Auch für Gemeinden oder Landwirtschaften mit dem Ziel einer „sanften“ Landschaftspflege oder eines „sanften“ Tourismus, bietet der Arbeitstiereeinsatz eine attraktive Alternative zum Traktor.

Programmablauf:

Ing. Wolfgang Ehmeier (Hödlgut) und Matthias Weiländer (Pferdekraft Dienstleister – Zugpferde NÖ Mitte) haben gemeinsam durch das Praxisseminar geführt. Die zweitägige Veranstaltung hat – neben kurzen Theorieteilen – hauptsächlich praktisch stattgefunden. Dabei wurden die Mähmaschine, der Vorderwagen mit Bodenantrieb und der Vorderwagen mit Aufbaumotor sowie der moderne Weinbaupflug vertiefend behandelt. Daneben wurden noch weitere tierbetriebene Maschinen gezeigt und vorgeführt.

Im Laufe der beiden Tage wurden die Grundlagen des Einsatzes von Pferden in der Landwirtschaft erörtert und die unterschiedlichen Arten von Geschirren vertieft. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, wie Geräte mit Bodenantrieb eingesetzt werden können, wo ihre Stärken aber auch ihre Schwächen liegen. Welche Geräte brauchen wie viele Zugtiere? Wie setzt man die Mähmaschine optimal ein und wie geht es dann weiter? Es waren alle Geräte vorhanden, auch praktisch eingespannt und der Einsatz demonstriert. Noriker Pferde stehen am Hof zur Verfügung.

Für weitere Informationen steht Ihnen DI Rupert Gruber (ÖKL) zur Verfügung:

E-Mail: rupert.gruber@oekl.at oder Tel.: (01) 5051891 20