ÖKL-Seminar: Schare & Verschleißschutz

Konservierende und treibstoffsparende Bodenbearbeitung mit den richtigen Scharen und Verschleißschutz

Donnerstag, 22. Oktober 2020
10:00 Uhr bis ca. 16:30

Bildungswerkstatt Mold der LK Niederösterreich

Kosten: mit LW-Betriebsnummer 35 €

Einladung und Programm als PDF

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Nur mit scharfen Werkzeugen kann man hinsichtlich des Bodengefüges Schmierhorizonte vermeiden und zugleich Zugkraft und Dieselöl sparen. Viele Hersteller überlassen die Scharproduktion den Spezialisten, andere stellen sie selbst her.

Von einem möglichen „Overkill“ bei der Bodenbearbeitung spricht DI Tim Bögel vom Institut für mobile Arbeitsmaschinen der TU Dresden. Dabei reicht die Spanne möglicher Fehler auch ins andere Extrem, wenn z.B. bei der Stoppelbearbeitung der Horizont nicht völlig durchschnitten wird. Wie Verschleiß gemessen wird, über Verschleißverhalten und über neue Erkenntnisse zum Verschleißschutz informiert DI Rechberger von der BLT Wieselburg.

Eine Hartauftragung, das Aufpanzern kann die Standzeit von Pflug- und Grubberscharen erheblich verlängern. Und doch kann die Bilanz negativ ausfallen, wenn nicht wichtige Punkte beachtet werden.  Ein „No go“ ist jedenfalls, Teile vom Schrott „irgendwie“ und den Zugwiderstand somit erhöhend zu „befestigen“. Unter welchen Umständen sich der Aufwand des Aufschweissens mit den nicht ganz billigen Elektroden lohnt, wird von DI Volker Baier (Fa. Pöttinger) erklärt. Ob eine Ackerfläche nach der Bearbeitung eben ist, ist augenscheinlich – aber was tut sich im Untergrund und wie hängt dies mit der Scharform zusammen? „Besser breit statt schnell“ (mit dem für Grubberschare überraschend niedrigem Optimum von 6-8 km/h) ist inzwischen Allgemeinwissen, aber es gilt noch andere, komplizierte Zusammenhänge zu beachten. Diese wird Roman Scheller von der Horsch Maschinen GmbH erörtern.

Einen Überblick über unterschiedliche Materialien, Legierungen oder Beschichtungen für erhöhte Dauerhaftigkeit von Verschleißteilen gibt Ing. Karl Heinz Podlesnic vom Hammerwek Kapo GmbH. Manfred Schiep von der Castolin Eutectic GmbH referiert über unterschiedliche Fülldrähte und Elektroden für das Auftragsschweißen. Praktische Tipps für das selber Aufschweißen von Pflug-, Grubber- und Säscharen bringt Ing. Reinhard Hörmansdorfer von der Bildungswerkstatt Mold.

Programm:

Begrüßung durch den AK-Obmann DI Franz Handler (BLT Wieselburg)

Wege zur Wirkungsgradverbesserung von Bodenwerkzeugen           
DI Tim Bögel, Inst f. Agrarsystemtechnik, TU Dresden

Verschleiß – Bestimmungen und – schutz  von/an Bodenwerkzeugen
DI Christian Rechberger, BLT Wieselburg

Make or buy – Die Anforderungen eines Bodenbearbeitungsspezialisten
DI Volker Baier, Fa.  Pöttinger Grieskirchen

Mittagessen in der Bildungswerkstatt            

Eher breit oder eher schneller – Überlegung zur Gerätewahl in der Bodenbearbeitung
Roman Scheller, Horsch Schwandorf, D

Zwischen Bor- und Wolframcarbid – Rezepte für die Dauerhaftigkeit
Ing. Podlesnic, Hammerwerk Kapo GmbH. & Co. KG, 4352 Klam

Fülldrähte und Elektroden für das Auftragsschweißen
Manfred Schiep, Castolin Eutectic GmbH, 2355 Wiener Neudorf

Pflug-, Grubber- und Säschare selber aufschweißen – Praktikertipps aus der Hofwerkstätte
Ing. Reinhard Hörmansdorfer, Bildungswerkstatt Mold der NÖ LK

Voraussichtliches Ende: ca.16:20 Uhr

Wir bitten um Anmeldung per Formular bis 20. Oktober per Mail an martina.raymitz@oekl.at.

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