ÖKL-Infoblatt 05: Einsatz von Brettsperrholz (CLT) in der LW

Bei Brettsperrholz bzw. CLT (Cross laminated tinder) handelt es sich um hochwertige, großflächige Massivholzbauelemente, die in mehreren Lagen kreuzweise verklebt sind und einen sehr hohen Vorfertigungsgrad ermöglichen. Auch für landwirtschaftliche Gebäude wird CLT immer häufiger für langlebige Wirtschafts­räume, Einstellräume, Werkstätten oder Stallgebäude (insbesondere Schweineställe) eingesetzt.
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ÖKL Informationsblatt 05 Einsatz von Brettsperrholz (CLT)

im landwirtschaftlichen Bauwesen

1. Auflage 2022, 16 Seiten

!!! Kostenlos als PDF !!!
Gedruckt zum Preis von 8 Euro im ÖKL zu bestellen:
01/505 18 91, office@oekl.at

Inhalt
1 Vorbemerkungen
2 Ausgewählte Rechtsvorschriften, Normen und Publikationen
3 Technische Informationen
4 Planungs- und Bauhinweise
5 Einsatzmöglichkeiten und Planungsbeispiele
6. CLT und Bodenverbrauch
7. Kontakte

Arbeitsgruppenleitung: DI David Unterrainer und DI Dieter Kreuzhuber (beide ÖKL)
Arbeitsgruppe: HBM DI Hans-Georg Unterrainer (Holzbau Rast & Ruh), DI Richard Santner (Holzplus GmbH)
weiters: Mag. Vitus Lenz (LK OÖ), Bmst. Ing. Anton Schmid (LK Salzburg), Ing. Christian Auinger (Fa. Schauer), Dr. Werner Hagmüller (HBLFA Raumberg-Gumpen­stein), Dr. Georg Rappold, MBA (BML)

CLT bedeutet cross laminated timber. Andere Bezeichnungen sind Brettsperrholz (BSP) oder X-Lam. Es handelt sich dabei um hochwertige, großflächige Massivholzbauelemente, die in mehreren Lagen kreuzweise verklebt sind und einen sehr hohen Vorfertigungsgrad ermöglichen. Diese spezielle Massiv­holzbauweise wurde in Österreich in den 1990er Jahren entwickelt; mittlerweile gibt es viel Erfahrung und weitreichende Einsatzmöglichkeiten. In Österreich sind einige der weltweit größten Produzenten angesiedelt. CLT ist aufgrund des nachwachsenden Rohstoffs Holz ein klimaneutraler Baustoff.

Aufgrund seines Aufbaus erfüllt CLT die statischen und bauphysikalischen Vorgaben für den Bau von stabilen und dauerhaften Bauwerken. CLT lässt sich außerdem mit anderen Baustoffen (z.B. Betonbauteile) gut verbinden. Somit eignet sich CLT sowohl für Neubauten als auch für Zubauten an bestehende Gebäude.

Die Besonderheit der CLT-Bauweise liegt generell in seiner Einfachheit (Aufbau, Montage bzw. Handling), sodass auch viel Eigenleistung möglich ist. Aufgrund des Aufbaus aus ausschließlich durchgängigem Massiv­holz können zum Beispiel Installationen (Sanitär, Wasser, Elektro) sehr einfach montiert werden; Details müssen nie gedübelt werden, sondern werden einfach mit Holzschrauben befestigt. Die glatte und homogene Oberfläche benötigt keinen Fassaden­aufbau bzw. keine weitere Vergütung wie z.B. Verputz. Aufgrund dieser Eigenschaften und durch den hohen Vorfertigungsgrad der CLT-Elemente kann die Bauzeit stark verkürzt werden.

Vorrangig wird CLT im Wohnbau eingesetzt, wobei der Baustoff insbesondere für Wände (Keller-, Außen-, Innen oder Trennwände) und Decken (Keller-, Geschoß- oder Trenndecken), aber auch für Dachbauteile (Sattel-, Pult- oder Flachdächer) verwendet wird. Auch für landwirtschaftliche Gebäude wird CLT immer häufiger für langlebige Wirtschafts­räume, Einstellräume, Werkstätten oder Stallgebäude (insbesondere Schweineställe) eingesetzt, aber auch für temporäre Nutzungen sowie flexible An- und Umbauten aufgrund der einfachen und schnellen Montage und Demontage ausschließlich mit Schraubverbindungen.

Besondere und ökologische Baulösungen der Holzbauten entstehen in Verbindung mit einem Gründach bzw. bei Kombination mit Schraubfundamenten. In bestimmten Fällen wird auch die Bodenplatte mit CLT ausgeführt.

Holz für landwirtschaftliche Gebäude hat Tradition und eine breite Akzeptanz. Die unabhängige Nutzung von heimischem, betriebseigenen Holz als Massivbaustoff könnte künftig noch stärker regional über kleine Produktionsgemeinschaften erfolgen, die bereits von 3 bis 5 Personen betrieben werden können. In Kombination mit einer Säge inkl. Holztrocknung zur Produktion des notwendigen Schnittholzes wäre die gesamte Produktionskette und somit auch die Wertschöpfung in Händen von regional beteiligten Betrieben, wie z.B. Waldbäuerinnen und -bauern und kleinen Sägewerken. Die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen ist zu überprüfen.

Land & Raum: Das Volkslied – die Poesie der Gesellschaft

Bei der diesjährigen Sommerausgabe von Land & Raum geht uns das Herz auf, denn der thematische Schwerpunkt ist „Das Volkslied – die Poesie der Gesellschaft“.

Auf 40 Seiten in 13 Beiträgen geht es von Vorarlberg bis Wien, von Kärnten nach Oberösterreich, vom Tal auf den Berg, vom Land in die Stadt.
Einzelpreis 5 Euro (exkl. Versandkosten)
Zu bestellen unter 01/505 18 91, office@oekl.at und im Webshop.

Das Heft entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Volksliedwerk.

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Land & Raum Das Volkslied

Bei der diesjährigen Sommerausgabe von Land & Raum geht uns das Herz auf, denn der thematische Schwerpunkt ist „Das Volkslied – die Poesie der Gesellschaft“.

Auf 40 Seiten in 13 Beiträgen geht es von Vorarlberg bis Wien, von Kärnten nach Oberösterreich, vom Tal auf den Berg, vom Land in die Stadt.

Einzelpreis 5 Euro (exkl. Versandkosten)

Zu bestellen unter 01/505 18 91, office@oekl.at und im Webshop.

 

Das Heft entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Volksliedwerk!

 

Vorwort von Tatjana Fischer:

Diesmal geben wir einem Thema Raum, das uns alle berührt und dadurch verbindet: der Musik, konkret dem Volkslied. Dabei schlagen wir mit 13 Beiträgen die Brücke vom Musizieren als Lust an der Freude und gesellschaftliche Ausdrucksform bis hin zu dessen Bedeutung im und für den ländlichen Raum. Begleiten Sie uns auf unserer Reise durch Österreich und lernen Sie verschiedene Menschen kennen, die in Initiativen, Vereinen oder als Privatpersonen mit Begeisterung, Leidenschaft und (Arbeits-)Einsatz dieses Kulturgut für uns alle pflegen und weiterentwickeln.
Der erste Beitrag fasst ein Interview mit Irene Egger, der Geschäftsleiterin des Österreichischen Volksliedwerks, zusammen. Es geht um die Entstehungs­geschichte sowie die Anliegen und Aufgaben des Volksliedwerks und um einen vorsichtig optimistischen Blick in die Zukunft.
Die zentrale Funktion von Gast­stätten für das gemeinsame Musizieren beschreibt Michael Reiter in „Musik beim Wirt – eine Initiative des Steirischen Volksliedwerks“. Daran beteiligen sich rund 300 Gaststätten und Buschen­schänken. Im Rahmen der rund 1.000 Veranstaltungen im Jahr ist es durchaus gewünscht, wenn Gäst*innen bei den Darbietungen der Profimusiker*innen das Herz aufgeht und alle zusammen singen. Interkulturelle Veranstaltungen erweitern das Repertoire.
Der Bedeutung musikalischer Basis­bildung widmet sich der Beitrag von Wolfgang Veith. Er weist darauf hin, dass das Gehirn entsprechend geschult werden muss, damit ein Mensch Musik mit allen Sinnen erleben kann. Deshalb wurde auf Initiative des Österreichischen Volksliedwerks im Jahr 1996 ein Projekt im Bereich der schulischen Musikerziehung ins Leben gerufen, bei dem mittlerweile rund 220.000 Schüler*innen beteiligt sind.
Im folgenden Artikel werden am Beispiel des Liedes „In die Berg bin i gern“ die Besonderheiten des Almlieds beschrieben. Irene Egger zeigt die vielfältigen inhaltlichen Bezüge zum oftmals romantisierten Land­leben auf dem Berg und im Tal auf und macht dadurch den Zusammenhang zwischen dem (festlichen) Anlass und der Lied(er)wahl verständlich. Daran knüpft Franz Greif an, der die Geschichte des Kärntnerliedes als „markantes Landes­symbol“ erzählt. Er weist auf die Heftigkeit und Deftigkeit der Liedinhalte hin und erklärt die identitätsstiftende Bedeutung des Kärnterliedes.
Ins Burgenland und zur Tamburica führt uns Julia Kittelmann. Sie erklärt, was Tamburica ist, seit wann und warum sie zur „Entwicklung des Selbstverständnisses der Burgenlandkroat*innen“ und zur interkulturellen Kommunikation beiträgt.
Als Aufruf zum Dabeisein und Mitmachen versteht sich der Artikel zum „OU“ Jodelfest, ein prominentes Beispiel für Volksmusik­reisen, welches heuer im September in Ötz (Tirol) stattfinden wird. Bei diesem dreitägigen Spektakel geht es ums aktive Mitmachen und Zuhören, wenn namhafte Referent*innen über das Jodeln sprechen.
„Singen mit Aussicht!“ als Angebot für Körper, Geist und Seele stellen Eva Zeindl und Doris Zizala von der Volkskultur Niederösterreich vor. Die Veranstaltungsreihe bietet einen Rahmen, um „auf den schönsten Plätzen“ zum gemeinsamen Singen im Freien zusammenzukommen.
Von der Oberösterreichischen Liebe zum Wienerlied handelt der Beitrag von Susanne Rosenlechner. Sie erzählt, was sie zum Wiener Volksliedwerk geführt hat, warum der Liebhartstaler Bockkeller für das Genre von besonderer Bedeutung ist und was hinter „wean hean“ steckt.
Wieder zurück in die Natur führt das Interview von Brigitte Macaria mit dem „Märchenerzähler aus dem Almtal“. Im Gespräch erfahren wir, wie Helmut Wittmann zu einem bedeutenden Hüter des österreichischen Märchenschatzes wurde und auf welchen Wegen er Jung und Alt dieses Immaterielle UNESCO-Kultur­erbe näher bringt.
Der Beitrag von Jasmin Linzer und Erna Ströbitzer stellt das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes und die Möglichkeiten, wie jede*r Interessierte* den dort gesammelten (Lieder-)Schatz nutzen kann, vor. Hier sind rund „680.000 Lieder und Musikstücke, viele davon mit Ton- und Taktart, …“ dokumentiert.
Konrad Köstlin bereichert das Heft um eine kritische Betrachtung des Begriffs Volks­kultur. Er setzt ihn in Beziehung zur Volks­poesie und dem Volkslied und erklärt, warum „heute der Begriff Volkskultur in der Wissenschaft kaum mehr akzeptiert wird, …im allgemeinen und öffentlichen Sprachgebrauch [jedoch] durchaus populär [ist].“
Die Vorstellung der vom Österreichischen Integrationsfonds und Österreichischen Volksliedwerk gemeinsam herausgegebenen Publikation „Mucks, die Maus im Feste-Braus“, einem illustrierten Kinderbuch „zur frühsprachlichen Förderung mit musikalischer Bildung und Wertevermittlung“ rundet dieses Heft ab. Möge uns dieser Beitrag dazu ermuntern, das Leben (mehr) mit Kinder­augen zu betrachten: aufregend und bunt!
Einen wunderschönen Sommer wünscht Ihnen
Tatjana Fischer im Namen des Redaktionsteams

Inhalt:

Das Volkslied – die Poesie der Gesellschaft
Irene Egger im Gespräch mit Land & Raum
Herr Wirt, an Liter für die Musi!
Michael Reiter
Mit allen Sinnen – Projekte zur musikalischen Basisbildung
Wolfgang Veith
Und der Schnee geht bald weg …
Irene Egger
Das Kärntnerlied – ein markantes Landessymbol
Franz Greif
Burgenlandla war´n jo Sandla ohne Tamburica …
Judith Kittelmann
Notenbeispiele (2 Seiten)
„OU“ Jodelfest – einmal durch die Alpen mitten in die Lust
Irene Egger und Markus Prieth
Singen mit Aussicht
Eva Zeindl und Doris Zizala
Oberösterreichische Liebe zum Wienerlied
Susanne Rosenlechner
Helmut Wittmann – der Märchenerzähler aus dem Almtal
Ein Interview mit Brigitte K. Macaria
Das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes
Jasmin Linzer und Erna Ströbitzer
Volkskultur – Volkspoesie – Volkslied
Konrad Köstlin
Mucks, die Maus im Feste-Braus
Österreichischer Integrationsfonds

 

ÖKL-Merkblatt Weinkellereigebäude – Neubau, Planung, Details

4. Auflage 2022
16 Seiten, farbig, zahlreiche Abbildungen, Tabellen, Planbeispiele
Preis: 8,00 Euro (exkl. Versandkosten)
Bestellungen: 01/505 18 91, office@oekl.at, ÖKL-Webshop

Wein lässt sich sehr gut präsentieren, ver­kosten und genießen. Deshalb ist die Gestaltung des Winzerhofes von ganz entscheidender Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg. Immer mehr Winzerinnen und Winzer investieren daher in eine professionelle Planung, um die optimale Funktion in eine zeitgemäße Architektur zu integrieren.

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ÖKL-Merkblatt 108 Schweinehaltung für Kleinbestände

Das ÖKL-Merkblatt 108 ist in der 2. Auflage erschienen.
24 Seiten, Fotos, Tabellen, Planskizzen

Dieses Merkblatt behandelt die tierfreundliche Haltung von Hausschweinen in kleinen Beständen zum Zwecke der Lebensmittelerzeugung (für Eigen­versorgung, Direktvermarktung, Gastronomie). Außer­dem ist es bei der Haltung und Erhaltung seltener Schweinerassen, für die tier­gestützte Intervention oder für „Hobbytiere“ anzuwenden.

Zum Preis von 10 Euro im ÖKL erhältlich: 01/5051891, office@oekl.at und im Webshop

Ein PDF können Sie HIER beziehen.

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Land & Raum 1 2022 Innovation aus Österreich in die Welt

Innovation aus Österreich in die Welt lautet der Titel der Frühlingsausgabe der Zeitschrift Land & Raum! In acht Beiträgen stellen wir Ihnen Projekte und Menschen vor, die gute Ideen, Initiativen sowie Forschungsergebnisse über die Grenzen unseres Landes hinaus verbreiten und wertvolle Impulse geben!

28 Seiten, A4, farbig, Einzelpreis 5 Euro

Zu bestellen unter 1/505 18 91, office@oekl.at und im Webshop.

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Land & Raum 1 2022: Innovation aus Österreich in die Welt

Innovation aus Österreich in die Welt lautet der Titel der Frühlingsausgabe der Zeitschrift Land & Raum! In acht Beiträgen stellen wir Ihnen Projekte und Menschen vor, die gute Ideen, Initiativen sowie Forschungsergebnisse über die Grenzen unseres Landes hinaus verbreiten und wertvolle Impulse geben!

28 Seiten, A4, farbig, Einzelpreis 5 Euro (exkl. Versandkosten)

Zu bestellen unter 1/505 18 91, office@oekl.at und im Webshop.

Inhalt:

Grünland und Milchwirtschaft in der Mongolei
Franz Greif und Karl Buchgraber
Waldbau-Wissenschaften der BOKU als Pionier in China
Alfred Pitterle
Kartoffeln im Klimastress: Molekularbiologie und Hightech im Team auf der Suche nach stresstoleranten Erdäpfeln
Markus Teige
Citizen Science – Forschen Sie mit!
Florian Heigl und Daniel Dörler
Our Planetary Garden – Kunst & Naturschutz – Eine Kooperation im Biodiversitätsmonitoring
Maria Zacharias-Strahlhofer
Feldtage – wie Wissen von der Forschung zur Praxis kommt
Karl Buchgraber
Cross laminated timber – ein nachhaltiger Baustoff revolutioniert den Holzbau
David Unterrainer
BIO AUSTRIA zeichnet innovative Ideen aus
Veronika Edler

Editorial von Tatjana Fischer

Diesmal stellen wir Ihnen Projekte engagierter Menschen und Initiativen vor, die wichtige Impulse für die nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt in Land und Stadt entfalten. Stellvertretend für die Fülle an Innovationen, die in Österreich entstanden sind und hier sowie (weit) über die Landesgrenzen Wirkung entfalten, haben wir acht Beiträge für Sie ausgewählt. Sie erfahren die Entstehungsgeschichte der Projekte, den Stand der Dinge und den Ausblick in die Zukunft.

Den Anfang machen Franz Greif und Karl Buchgraber mit ihrem Beitrag zur österreichisch-mongolischen Kooperation im Bereich Grünland und Milchwirtschaft. Sie berichten davon, wie österreichisches Know-How zur ökologisch und wirtschaftlich nachhaltigen Lebensmittelversorgung der Menschen in der mongolischen Hauptstadt beiträgt und zeigen die Bedeutung der politischen Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Projekts auf. Weiters betonen sie die Wichtigkeit der Diversifizierung im Bereich des Ackerbaus und der Bedeutung der kontinuierlichen wissenschaftlichen Begleitung sowie der Aus- und Weiter­bildung.

Alfred Pitterle berichtet von der langjährigen österreichisch-chinesischen Zusammenarbeit im Bereich der Waldbau-Wissenschaften. Für die seit mehr als 40 Jahren bestehende Austauschbeziehung im Bereich Wissenstransfer und Projektzusammenarbeit werden zwei zentrale Aspekte identifiziert: die Begeisterung der Forschenden beider Länder für ihr Fach und die kulturelle und (sozial-)politische Bedeutung des Waldes in der konfuzianisch-kulturellen Tradition. An den Beispielen „Drei-Norden Programm“ und „Yangtze-River Conversation-Program“ wird die ökologische Bedeutung der Projekte für China erklärt.

Auf die Ackerfrucht Kartoffel konzentriert sich ADAPT, ein innovatives Projekt, welches Markus Teige in seinem Beitrag vorstellt. In diesem EU-Projekt gehen zehn Forschungsinstitute gemeinsam mit Züchtern und weiteren Organisationen der Frage nach, was die Stresstoleranz der Kartoffel gegenüber Dürreperioden und Starkregen ausmacht. Das Ziel ist es, Züchtungen hervorzubringen, um „auch unter den schwierigen klimatischen Bedingungen der Zukunft stabile Erträge zu liefern“.

Davon, wie sich jede Person für das Gute in der Welt durch Forschung einsetzen kann, handelt der Beitrag von Florian Heigl und Daniel Dörler. Sie stellen die Initiative „Citizen Science“ vor und zeigen, in welchen Bereichen die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Bevölkerung wichtig und möglich ist und welche Beteiligungsformen es gibt. Am Beispiel zweier Projekte zeigen die Autoren die Bedeutung von Privatpersonen bei der Datensammlung auf. Weiters rufen die Autoren Sie als Leserinnen und Leser dazu auf, Teil der Citizen Science Community in Österreich zu werden – sofern Sie es nicht bereits sind.

Maria Zacharias-Strahlhofer stellt in ihrem Beitrag zwei Projekte im Bereich Biodiversitätsmonitoring vor. Eines der beiden, „Our Planetary Garden“, ist ein Kooperationsprojekt von Naturschutz und Kunst und für den diesjährigen Citizen Science Award nominiert. Das Anliegen dieses Projekts ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass die Konsequenzen des Wandels der Kulturlandschaft uns in allen Sinnen betreffen.

Am Beispiel der Feldtage erklärt Karl Buchgraber auf Basis seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Wissensvermittlung den Mehrwert des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis in den Bereichen Landwirtschaft und Kulturlandschaft. Seine Feldbegehungen führten ihn durch Österreich, Europa und bis in die Mongolei. Die Feldtage dienen unter anderem dazu, die Sensibilität der Bauernschaft für die Umwelt zu festigen und das Grundverständnis der Konsumentinnen und Konsumenten für eine „bodenständige Landwirtschaft und regionale Produktion“ (wieder)zubeleben.

David Unterrainer stellt einen neuen nachhaltigen Baustoff vor: das Brettsperrholz. Er erklärt in seinem Beitrag die Vorzüge und Einsatzmöglichkeiten dieses Produkts und dessen Beitrag zur Schließung regionaler Produktions- und Wertschöpfungsketten.

Der Anerkennung innovativer Ideen widmet sich Veronika Edler. Sie stellt den Verein BIO AUSTRIA vor, der alljährlich Projekte im Bereich Bio-Landbau und alle zwei Jahre Projekte zu Spezialthemen wie beispielsweise Tierwohl oder Klima­schutz mit dem „Bio-Fuchs“ auszeichnet. Lassen Sie sich von den prämierten Projekten des Jahres 2021 inspirieren!

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen
Tatjana Fischer im Namen
des Redaktionsteams

Land & Raum 4 2021 Landwirtschaft und Gesellschaft im Gespräch

Die Winterausgabe von Land & Raum will den Dialog und das Gespräch anregen:

„Reden wir d‘rüber!
Landwirtschaft und Gesellschaft im Gespräch“

Zu bestellen zum Preis von 5 Euro (exkl. Versandkosten) im ÖKL 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop!

Inhalt:

AfterWork am Bauernhof
Kornelia Zipper
Durch´s Reden kommen die Leut´ zam
Bianca Blasl
Kulinarische Region Steirisches Vulkanland
Michael Fend
Green Care als gesellschaftspolitischer Dialog
Clemens Scharre
Landwirtschaft und Gesellschaft im Dialog: Urlaub am Bauernhof
Hans Embacher
Wut, Schweiß und das Picknick im Weizenfeld
Thomas Weber
„Luschnouar Spaziergäng“ im westösterreichischen Grenzland
Brigitte K. Macaria
Jeder Griff ins Regal ist ein Produktionsauftrag
Ein Gespräch mit Hannes Royer und Maria Fanninger
Unterricht für Kopf, Herz und Hand
Claudia Olinowetz und Anna Schlatte

Editorial

Diesmal beschäftigen wir uns damit, wie die Landwirtschaft und die Bevölkerung miteinander in Kontakt treten können – auf Augenhöhe, sachlich, wertschätzend und wenn möglich von Angesicht zu Angesicht.
Dieses Thema haben wir gewählt, weil in Bezug auf Lebensmittel, Landschaft und Landnutzung oft ein Informationsdefizit geortet wird. Da heißt es: Die (städtische und ländliche) Bevölkerung habe den Kontakt zu den Produzent*innen weitgehend verloren. Es fehle der Bevölkerung an Grundwissen über Lebensmittel, und zwar von der Herstellung (z.B. Stichwort Pflanzenschutz) über die Verarbeitung und Lagerung bis hin zum Verbrauch (z.B. Stichwort Mindesthaltbarkeitsdatum). Geforderte Standards würden aber mit dem Griff zum Billigprodukt nicht abgegolten.
Andererseits: Welche Informationen stehen der Bevölkerung zur Verfügung? Die oft stark romantisierten oder skandalisierenden Darstellungen scheinen kaum geeignet, um fundierte Entscheidungen zu treffen – der Großteil der vielfältigen Praxis ist im Raum zwischen den Extremen angesiedelt. Fachliteratur und Statistiken sind oft kostenlos und frei zugänglich – für „Themenneulinge“ wäre es aber ein großer Aufwand, aus der Informationsflut alles Wichtige selbst zusammenzusuchen, die Aussagekraft der Quellen zu bewerten, die Informationen zu verknüpfen und zu reflektieren. Gütesiegel sollen als Entscheidungsgrundlage dienen, doch gibt es mittlerweile so viele Gütesiegel mit unterschiedlichen Standards, dass die Lage als unübersichtlich wahrgenommen wird.
Und die Generationenfrage: Wie können Erwachsene, die sich selbst kaum mit Inhalten zu Lebensmitteln und Landnutzung in einer globalisierten Welt auseinandersetzen, diese komplexen Themen den Kindern und Jugendlichen vermitteln?
Aus mehreren Gründen ist es also gar nicht so einfach, die „richtigen“ Fragen zu stellen und die „richtigen“ Entscheidungen zu treffen. Aber viele Praktiker*innen sind gerne bereit, von ihrer Arbeit zu erzählen und umgekehrt die Sicht der Verbraucher*innen zu hören, z.B. beim Ab-Hof-Verkauf oder am Bauernmarkt. Darüber hinaus werden im Heft weitere Formate portraitiert:
Das direkte Gespräch vor Ort und das Sammeln eigener Eindrücke ist etwa bei AfterWork am Bauernhof (für Erwachsene), Schule am Bauernhof (für Kinder), Urlaub am Bauernhof (für alle) und Green Care (für bestimmte Personengruppen) möglich. Bei manchen Vor-Ort-Angeboten steht eine ganze Region im Fokus, z.B. bei der Vulkanland Route 66 mit ihren Erlebnisbetrieben oder beim Themenspaziergang in der Kulturlandschaft Auerriet im Rahmen der Luschnouar Spaziergäng.
Auf Verbraucher*innen zugeschnittene Informationen werden zunehmend auch online ange­boten und sind jederzeit, von jedermann und von überall abrufbar. Die Formate sind vielfältig: Blogs, Podcasts, Videos, Infografiken, Unterrichts­materialien, Veranstaltungen, Berichte und Reportagen etc. Beispielhaft werden vorgestellt: BauertothePeople, melange.in.gummi­stiefeln, der Land schafft Leben- und der Stadt Wien Podcast.
Mit sachlichen Informationen und im Dialog können Informationsdefizite überbrückt, Missverständnisse ausgeräumt und eigene Vorstellungen geteilt werden. Das ist natürlich keine Einbahnstraße: Jede*r kann vom Gegenüber lernen und man kann gemeinsam vorankommen.
In diesem Sinne des wert­schätzenden Miteinanders
wünschen wir einen schönen
Jahresausklang und ein gutes neues Jahr!
Karin Heinschink im Namen des Redaktionsteams